Vergnügung im Wurstelprater

So vertrieben sich die Leute im berühmten Wiener Vergnügungspark im 20. Jahrhundert die Zeit.

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Verdreht: Ein sowjetischer Soldat gönnt sich in seiner Freizeit eine Fahrt mit dem Kettenkarussell. (Aufgenommen 1948, Dmitri Kessel/The LIFE Picture Collection/Getty Images)

Im Jahr 1766 schenkte der Kaiser den Wienerinnen und Wienern das Erholungsgebiet Prater. Am Rande dieses Gebietes waren Gastronomiestände erlaubt. Sie waren der Anfang des heutigen Vergnügungsparks. Den Gastronomiebetrieben folgten Schaukeln, Ringelspiele und Kegelbahnen. Als 1873 in Wien im Bereich des Praters die Weltausstellung stattfand, zeigten 53’000 Aussteller auf einem Gelände von rund 2,3 Millionen Quadratmetern ihre Leistungen. Bereits 1895 wurde das heutige Vergnügungsareal erbaut. Zwei Jahre später stand in dessen Mitte das berühmte Riesenrad, eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Prater wurde nach und nach zu einem Ort der Kultur und Unterhaltung. Als der Wurstelprater 1945 einem Brand zum Opfer fiel, wurde er kurzerhand wieder erbaut. Gerade wegen seiner langen Geschichte ist dieser Ort bis heute eine beliebte Touristenattraktion.

In Pose: Zwei Models vor dem Wahrzeichen des Praters – dem Riesenrad. (Aufgenommen ca. 1936, Imagno/Getty Images)

Nicht ganz geheuer: Das Mädchen ist während der Karussellfahrt vorsorglich mit einem Gurt gesichert. (Aufgenommen zwischen 1905–1910, Österreichisches Volkshochschularchiv/Imagno/Getty Images)

Ein Ort für alle: Auch Halbstarke besuchten in den Fünfzigern den Prater. (Aufgenommen 1953, Imagno/Getty Images)

Danke, lieber Wurstel: Eine Mutter beim Besuch des namengebenden Puppentheaters. (Aufgenommen ca. 1910, Imagno/Getty Images)

Gokart fahren im Anzug: Damals waren Gokarts noch langsamer und einen Helm trug niemand. (Aufgenommen ca. 1961, Imagno/Getty Images)

Wäre gern der Wiener Charlie Chaplin: Ein Bauchredner im Wiener Prater. (Aufgenommen ca. 1966, Imagno/Getty Images)

Socken und Absätze: Diese Frauen verbrachten in den Siebzigern ihre Freizeit elegant gekleidet im Prater. (Aufgenommen ca. 1971, Imagno/Getty Images)

Immer schneller: Obwohl sich die Bahnen modernisierten, blieb das Riesenrad die wahre Attraktion. (Aufgenommen ca. 1961, Imagno/Getty Images)

Es ist fad: Ein Halbstarker im Prater langweilt sich, macht dabei aber eine gute Figur. (Aufgenommen ca. 1958, Imagno/Getty Images)

5 Kommentare zu «Vergnügung im Wurstelprater»

  • Martin Bischoff sagt:

    ‚In Pose: Zwei Models vor dem Wahrzeichen des Praters – dem Riesenrad. (Aufgenommen ca. 1936)‘.
    Das Wort ‚Model‘ kennen wir vielleicht seit 30 Jahren. Bis dann waren das ‚Mannequins‘.

  • Tom Steiner sagt:

    Kannst Du mir erklären was ein Halbstarker ist?

    • Laura Kaufmann sagt:

      Wir hatten vor ein paar Jahren zwei schöne Beiträge mit Bildstrecken dazu im Tages Anzeiger. Hier die Links:
      Halbstarke Helden

      Die Halbstarken von der Langstrasse

      • Marcel Weber sagt:

        Etwas gar pauschal mit den Halbstarken – bei diesen Bilder der Jungs im Prater sehe ich keine übergrossen Gurtschnallen, Nieten oder Fransen. Das waren doch einfach die Jungs von damals, modisch und schick. Das hat nichts mit Hobbyrocker zu tun!

    • Alain Burky sagt:

      Die Halbstarken waren unsere ‚Vorgänger‘. Wir mutierten dann zu ‚Ganzstarken‘ ;-)
      p.s.: Halbstarke trugen u.a. Röhrlijeans (wir eher Glockenform), schwarze Lederjacken – und spitze Schuhe. Etwa à la James Dean.
      Herrliche Fotos aus dem Wiener Prater, man sieht auch etwas 70-er Flair.

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