Mit Zucker zum Sieg

Lauretta Suter aus 
Zürich ist Schweizer Fotografin des Jahres.

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Und jetzt, meine Damen und Herren: Holen Sie Ihre Puderquasten hervor, Ihre Bazooka-Kaugummis und Ihre Plüschfinken! Denn Sie betreten die Bildwelt der Lauretta Suter, wo alles babyfarben, flauschig-fluffig und keimfrei ist. Wobei, halt! Da hats auch mal Schweinchen; aber die sind frisch gewaschen und gestriegelt. Und wenn ein Pyjamamodel mit dem Gesicht in der Frühstücksschüssel landet, dann spicken da selbstverständlich bunte Froot-Loops heraus.

Wie kommts, dass man zur Modefoto-Pastellkönigin wird? Sie habe als Teenager in Britney-Spears-Bettwäsche geschlafen (in Rosa, natürlich), sagt die 27-jährige Zürcherin, und später zu Erwin Wurm gefunden. Girlie-Kitsch trifft also auf schräge Avantgardekunst, und das Resultat – hat was. Das finden nicht nur Suters ziemlich hochkarätige Kunden («Elle», «Harper’s Bazaar», «In Style»), sondern auch die rund tausend Mitglieder der Swiss Photo Academy (sprich: alle ehemaligen Aussteller der Photo-Werkschau). Letztere haben Suter gestern Abend zur jüngsten – und ersten weiblichen – Preisträgerin gekürt, nach Dominique Nahr (2015), Pascal Mora (2016) und Andri Pol (2017).
Und was tat Lauretta Suter? Schickte den Herrn Papa den Preis abholen, weil sie selbst bereits wieder für ein Shooting in ihrer Wahlheimat London unterwegs war. Potz pink!

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Mehr Infortmationen zu Lauretta Suter finden Sie hier.

Die Photo 18 läuft bis Di, 20 Uhr.

3 Kommentare zu «Mit Zucker zum Sieg»

  • Annemarie Ulrich sagt:

    Genial Lauretta, congratulations. Ich wusste, dass du eine fantastische Yogalehrerin bist und bin jetzt total verblüfft über das, was sonst noch in dir steckt – deine Kreativität und dein Können, meisterhaft. Die Schwimmbadbilder haben es mir besonders angetan, sie sind so lichtdurchflutet und leicht wie bei David Hockney – einer meiner Lieblingsmaler. Weiterhin viel Lust und Spass beim Umsetzen deiner Ideen – der Erfolg wird nicht auf sich warten lassen.

  • Pedero Riengger sagt:

    Gratulation. An Lauretta Sutter und an die Jury, die endlich einmal – und absolut gerechtfertigt – eine junge Fotografin ausgezeichnet hat. 2017 den längst bekannten Andri Pol zum Fotografen des Jahres zu machen war ja ein eher peinliches Kollegending.

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