Kochen, waschen, lächeln

Reklamen aus einer Zeit, als die Werbeindustrie die Frauen als Zielgruppe entdeckte.

Um den Dreck kümmert sich Mama: Amerikanische Werbeaufnahme für das Abwaschmittel Lux. (1956, Apic/Getty Images)

Der Haushalt, der hat nur die Frau zu interessieren. Das machte die Werbung aus der Nachkriegszeit unmissverständlich klar. Die komplizierte Politik hingegen, die hatte sie den Männern zu überlassen. Eine Retrospektive zur hitzigen Debatte über das Schweizer Frauenstimmrecht  finden Sie hier.

Für das schwache Geschlecht: Werbung für den leichtesten Staubsauger.

Damit die Frau immer abwaschen kann: Werbung für ein Kochendwassergerät von Thermofix.

Buttert allen eins rein: Die gute, fürsorgliche Hausfrau versorgt die ganze Familie mit Pausenbroten.

Das weiss doch jedes Kind: Mama wünscht sich nichts sehnlicher als einen Staubsauger von Hoover.

«Tag für Tag schreiben begeisterte Hausfrauen über das neue Persil.»

Der kürzeste Weg zum Herz deines Mannes: Wenn das mal keine Werbebotschaft ist.

Fortschritt nur im technischen Bereich: Neue Erfindungen, wie hier der mit Thermostat ausgerüstete elektrische Kocher, wurden enthusiastisch beworben, am Rollendbild der Frau änderte das leider nichts. (12. Dezember 1953/Hulton Archive/Getty Images)

Sparen und schön bleiben: Vel hilft gegen Spülhände – zumindest behauptete das die Werbekampagne

Hauptsache ER ist stark: Der Handstaubsauger von Miele.

Vom einen Klischee ins andere: Wenn Frau, dank technischen Hilfen, nicht mehr permanent hinter dem Herd stehen muss, dann hat sie endlich Zeit für ihre einzige andere Fähigkeit: das Telefonieren.