So nah wie noch nie

Peter Lindbergh setzte die Stars für den Pirelli-Kalender verletzlich und doch stark in Szene.

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Der deutsche Fotograf und Filmemacher Peter Lindbergh begann seine Karriere als Modefotograf in den 1980er-Jahren. Seine Vorgehensweise war revolutionär. Statt auf makellose Inszenierungen wie andere Fotografen setzte er auf Realismus und stellte die Persönlichkeit in den Mittelpunkt. Im Bildband «Shadows on the Wall» zeigt er bisher unveröffentlichte Bilder des Pirelli-Shootings, bei dem er Stars wie Uma Thurman, Kate Winslet oder Julianne Moore vor der Kamera hatte.

 

Wenig Make-up, viele Nahaufnahmen: Peter Lindbergh machte 37’000 Bilder für den Pirelli-Kalender, den er zum dritten Mal gestalten durfte. (Foto: Peter Lindbergh)

«Nicole Kidman ist eine Frau, der man nichts vormachen kann», sagt der Fotograf über die australische Schauspielerin. (Foto: Peter Lindbergh)

Authentische Bilder von echten Stars: Die Schauspielerin Penélope Cruz sagte, in seinen Bildern gebe es keine Täuschungen, und genau das sei es, was er wolle.  (Foto: Peter Lindbergh)

«Es ist schwierig, sich zu öffnen und verletzlich zu sein, die rohe Seite zu zeigen», sagte die Schauspielerin Robin Wright. «Peter bricht so sachte durch den Schleier, dass du nicht einmal realisierst, dass du dich exponierst.»

Die Schauspielerin Uma Thurman sieht im Buch eine grossartige Chance, dass Frauen neu interpretiert werden können, in einer sehr interessanten und humanen Art. Man erlaube ihnen, sich sozial und künstlerisch auszudrücken.

«Wer bin ich, und was möchte ich vor der Kamera zeigen?»: In seinem Bildband «Out of the Shadows» zeigt Peter Lindbergh die persönliche Seite von Frauen in verschiedenen Altersstufen.

Vor der Kamera müsse sie eine Weile arbeiten, bis sie in ihrer Rolle sei. Beim Fotoshooting habe sie eine Weile gebraucht, bis sie alle Rollen abgelegt gehabt habe.

 

Mit Falten und Sommersprossen: Kein einziges der Bilder wurde digital manipuliert. (Foto: Peter Lindbergh)

 

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Auf seiner Website können Sie weitere Werke von Peter Lindbergh betrachten.
Die Bilder dieses Fotoblogs sind alle aus seinem Buch Shadows on the Wall, dieses erschien beim Taschenverlag unter der ISBN Nummer: 978-3-8365-6937-8 und kann für rund 84 Franken erstanden werden.

5 Kommentare zu «So nah wie noch nie»

  • Hans Müller sagt:

    Ach, wie langweilig. Politisch korrekt und zeitgeistig, ein bisschen ästhetisch, natürlich mega, meeega tiefgründig und toll wie er die verletzliche Gefühlswelt der extrem sensiblen Schauspilerinnen eingefangen hat, wirklich umwerfend. Nur interessiert das wirklich niemanden. Was hat das noch mit dem Pirelli Kalender zu tun? Glaubt vielleicht jemand, dass diese Kalenderreihe mit solchen Bildern je Kultstatus erreicht hätte? Oder den Kultstatus mit solchen Bildern auf lange Sicht behaupten wird können? Hah.

  • Martina Loepfe sagt:

    Warum wird hier der Pirelli Kalender 2017 besprochen, also der letztjährige, der im November 2016 rauskam? Wo doch jetzt grade der neue Pirelli-Kalender 2018 erschienen ist und überall diskutiert wird. Fotografiert vom britischen Modefotografen Tim Walker, mit komplett schwarzem Model-Casting. Der ist wirklich hip.

    • Julian Rüthi sagt:

      Der Blog bespricht nicht den Kalender, sondern das Buch, das aus der Arbeit für den Kalender entstanden ist. Es ist im November dieses Jahres erschienen. Danke für den Hinweis auf den aktuellen Kalender, das schauen wir uns gerne an.

  • Daniel sagt:

    Ich finde die Bilder sehr gelungen und spannend. Auch die Auswahl der Frauen ist interessant. Alle sind sehr charismatisch.

  • Frank sagt:

    Ich finde diese Serie eher langweilig und dem Zeitgeist geschuldet. Außerdem: Peter Lindbergh habe nicht inszeniert und auf Realismus gesetzt? Na, da würde ich noch mal einen Blick auf seine Arbeiten werfen.

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