Endlich Internet für Kuba

Die Wohlhabenden besuchen Internetcafés, die anderen nutzen Hotspots im Freien.

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Zwei ältere Leute verbinden sich mit einem Hotspot in Havanna. (19. Januar 2017, Alexandre Meneghini/Reuters)

In der Abenddämmerung, wenn die Karibische Hitze langsam abnimmt, sind die Parks voll von Familien, die mit der Verwandtschaft im Ausland chatten oder durch ihre Social-Media-Profile scrollen – ihre Gesichter erleuchtet von den Bildschirmen. Wer es sich leisten kann, besucht Internetcafés, die anderen nutzen einen der 432 Hotspots im Freien.
Die Einführung von Wi-Fi-Hotspots im öffentlichen Raum vor zwei Jahren hat die sozialistische Insel, die zuvor mehrheitlich offline war, verändert. Inzwischen benutzt fast die Hälfte das Internet mindestens einmal pro Jahr und wünscht sich günstigeren und einfacheren Zugang dazu. Obwohl die Preise gesunken sind, beträgt der Preis von einem Dollar pro Stunde noch ganze drei Prozent des durchschnittlichen monatlichen Einkommens von 30 Dollar. Bisher hatten nur wenige Akademiker und Journalisten einen von der Regierung bewilligten Breitband-Internetzugang. Der staatliche Telekommunikationsanbieter versprach, die ganze Insel ans Internet anzuschliessen, und hat im Rahmen eines Pilotprojekts mehrere Hundert Häuser in Havanna mit einem Internetanschluss ausgestattet. Es ist geplant, bis Ende dieses Jahres diesen Dienst im ganzen Land anzubieten.

Wie früher: Ein Anruf aus einer Telefonzelle in einer Strasse im kubanischen Cienfuegos. (Arterra/UIG/Getty Images)

Private Gespräche in der Öffentlichkeit: Menschen sitzen und stehen neben einem Wi-Fi-Hotspot in Havanna. (17. März 2016, Ueslei Marcelino/Reuters)

Telefonieren via Wi-Fi: Ein Kubaner in La Rampa, einem Kunst- und Geschäftsviertel im Stadtteil Vedado. (13. August 2015, Somodevilla/Getty Images)

Noch kurz neue Nachrichten lesen: Eine Tänzerin nutzt vor ihrem Auftritt am Karneval Havannas im Bus einen Hotspot. (19. August 2017, Alexandre Meneghini/Reuters)

Multitasking: Eine junge Frau schaut auf ihr Handy, während sie an einem öffentlichen Telefon in Santiago de Cuba ein Gespräch führt. (6. Januar 2015, Dado Galdieri/Bloomberg/Getty Images)

Wenn es länger dauert: Zwei Frauen lehnen sich an einen Rollladen an. (18. September 2015, Carl Court/Getty Images)

Allgemeine Freizeitbeschäftigung im Quartier: Leute nutzen den Hotspot vor einem Wohnhaus. (12. September 2016, Alexandre Meneghini/Reuters)

Noch immer in Betrieb: Die schönen alten Telefonzellen Kubas.

Anruf nach Grossbritannien: Der 26-jährige Touristenführer Daniel Hernandez sitzt auf seinem russischen Auto und spricht mit seiner Freundin, die im Ausland lebt. (24. September 2017, Alexandre Meneghini/Reuters)

Internet mit Blick aufs Meer: Ein Mann nutzt einen Hotspot an der Strandpromenade Malecon in Havanna. (4. August 2017, Alexandre Meneghini/Reuters)

2 Kommentare zu «Endlich Internet für Kuba»

  • Christian Huger sagt:

    Schlecht recherchiert, klare Fehlangaben zu Internetpreisen auf Kuba (eine Stunde kostet aktuell einen CUC)….. aber wenigstens tolle Fotos. Bitte auch erstmal prüfen bevor veröffentlicht wird, ansonsten zurückdatieren und nicht als aktuelle Information propagieren lieber Tagesanzeiger ;)

    • laurakaufmann sagt:

      Vielen Dank für den Hinweis, Herr Huger! Wir haben die Preisangabe im Artikel korrigiert. Die Angabe wurde vom Fotografen und der Agentur Ende Oktober dieses Jahres so veröffentlicht. Aufgrund Ihres Hinweises haben wir das nun überprüft und festgestellt, dass die Preise im Laufe dieses Jahres tatsächlich auf 1 CUC/h gesunken sind.

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