Der Beobachter

Old but Gold: Robert Franks Strassenfotografie fasziniert noch heute.

14th Street White Tower, New York, 1948 (Fotostiftung Schweiz)

Der schweizerisch-amerikanische Fotograf Robert Frank ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Aus aktuellem Anlass zeigen wir nochmals den Blogbeitrag vom 14. Oktober 2017.

Mit seiner Werkgruppe «The Americans» schrieb der schweizerisch-amerikanische Fotograf Robert Frank Fotografiegeschichte. Die zwischen 1955 und 1956 aufgenommenen Bilder beleuchten die amerikanische Gesellschaft der Nachkriegszeit in einem Licht, wie sie sich selber nicht sehen wollten. Doch nicht nur diese Serie ist eine Ausstellung wert. Die Albertina in Wien zeigt ausgewählte Werkgruppen: von frühen Reisen in Europa und Amerika bis zu seinen späten, mehr selbstbeobachtenden Arbeiten.

 

Rodeo, Detroit, 1955 (Albertina, Wien – Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft)

14th Street White Tower, New York, 1948 (Fotostiftung Schweiz)

San Francisco, 1956 (Albertina, Wien – Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft)

Paris, 1949 (Albertina, Wien – Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft)

London, 1951 (Fotostiftung Schweiz)

Wellfleet, Massachusetts, 1962 (Fotostiftung Schweiz)

Los Angeles (weisser Pfeil auf einem Gebäude), 1955–1956 (Albertina, Wien – Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft)

Pour la Fille, 1980 (Sammlung Fotomuseum Winterthur, Schenkung George Reinhart)

New York City, 1955 ( Fotostiftung Schweiz, Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur BAK, Bern)

Detroit, 1955 (Albertina, Wien – Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft)

Robert_Frank

Robert Frank wurde 1924 in Zürich geboren. Nach seiner Schulzeit und Ausbildung zum Fotografen, emigrierte er 1947 in die USA. Zuerst arbeitete er als Studiofotograf bei Harper’s Bazaar, anschliessend bereiste er die USA und Europa. Bei diesen Reisen entwickelte er eine ganz eigene Bildsprache, welche die Wahrnehmung der Nachkriegszeit nachhaltig veränderte. Er gilt als Begründer der Straßenfotografie. Viele seiner Bilder hat er aus der Hüfte geschossen, aus dem fahrenden Auto oder mitten in einer Bar.