Winziges plötzlich ganz gross

Die Sieger des diesjährigen Small-World-Fotowettbewerbs.

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4. Platz: Teresa Zgoda ermöglicht uns die Sicht auf das Gesicht eines Schweinebandwurms (Taenia solium) in 200-facher Vergrösserung. (Teresa Zgoda/Rochester Institute of Technology/Nikon Small World)

Mit modernsten Vergrösserungs- und Belichtungsmethoden ist es möglich, Bilder von Dingen zu machen, die uns sonst mit blossem Auge verborgen bleiben. Plötzlich hat ein Bandwurm ein Gesicht oder Brustgewebe sieht aus wie das Werk eines Actionpainters. Beim Small-World-Mikrofotografiewettbewerb des Kameraherstellers Nikon passiert genau das. Seit 1974 gibt es den Wettbewerb, in dem Wissenschaftler und ambitionierte Hobby-Forscher ihr Können beweisen.

3. Platz: Sieht zwar aus wie Pacman, ist aber eine Volvox-Kugelalge, die Tochterkolonien freisetzt. (Jean-Marc Babalian Nantes/Nikon Small World)

Beiträge, die von der Jury lobend erwähnt wurden: Ein Broccoli in 4,9-facher Vergrösserung. (Dr. Nathan Myhrvold/Modernist Cuisine Bellevue/Nikon Small World)

Weitere Nennungen der Jury: Die Kristalle des Schmerzmittels Paracetamol. (20-fache Vergrösserung mit mikroskopischer Objektivlinse). (Henri Koskinen/Nikon Small World) 

5. Platz: Ein Schimmelpilz auf einer Tomate in 3,9-facher Vergrösserung. (Dean Lerman Netanya/Nikon Small World)

1. Platz: Das Siegerbild zeigt Keratinstrukturen in immortalisierten menschlichen Hautzellen. Eine immortalisierte Zelle kann sich theoretisch unbegrenzt vermehren. (Dr. Bram van den Broek, Andriy Volkov, Dr. Kees Jalink, Dr. Reinhard Windoffer & Dr. Nicole Schwarz/The Netherlands Cancer Institute/Nikon Small World)

15. Platz: Dr. Rick Adams zeigt uns einen Fötus eines Flughundes (Megachiroptera) in 18-facher Vergrösserung. (Dr. Rick Adams/ University of Northern Colorado, Department of Biological Sciences Greeley/Nikon Small World)

Weitere Nennungen der Jury: Blick auf das Mineral Pyromorphit. (2,5-fache Vergrösserung mit mikroskopischer Objektivlinse). (Emilio Carabajal Márquez/Nikon Small World) 

20. Platz: Diese Aufnahme zeigt Schimmelpilz- (Aspergillus flavus) und Hefekolonien aus dem Erdreich in 40-facher Vergrösserung. (Tracy Scott Ithaca/Nikon Small World) 

Weitere Nennungen der Jury: Menschliches Brustgewebe, das mit einem Multiphotonenmikroskop aufgenommen wurde. (Sixian You, Dr. Stephen A.J. Boppart, Dr. Haohua Tu/University of Illinois, Urbana-Champaign Department of Bioengineering/Nikon Small World) 

Beiträge, die von der Jury lobend erwähnt wurden: Emre Can Alagöz zeigt uns die Augen einer Springspinne. (Emre Can Alagöz/Marmara University Department of Photography/Nikon Small World)

7. Platz: In 30-facher Vergrösserung (mit der mikroskopischer Objektivlinse) sind Neuronen aus dem Gehirn eines Hühnerembryos, die mit fluoreszierenden Proteinen eingefärbt wurden, ersichtlich. (Dr. Ryo Egawa/University Graduate School of Medicine Nagoya/Nikon Winter) 

8. Platz: Dr. Michael Perny lässt uns mit 100-facher Vergrösserung die Hörschnecke (rot) einer neugeborenen Ratte sehen. Der grüne Teil sind die Neuronen der Ratte. ( Dr. Michael Perny/University of Bern Institute for Infectious Diseases/Nikon Small World) 

Weitere Nennungen der Jury: Das Auge einer Raubfliege (Asilidae). (20-fache Vergrösserung mit mikroskopischer Objektivlinse). (Yousef Al Habshi, Abu Dhabi/Nikon Small World)

Weitere Nennungen der Jury: Nervenzellen aus dem Hippocampus, einem Teil des Gehirns, einer Ratte. (Dr. Christophe Leterrier/Nikon Small World) 

18. Platz: Mit 100-facher Vergrösserung werden die Strukturen auf der Haut einer Seegurke ersichtlich. (Christian Gautier/Biosphoto/Nikon Small World)

Weitere Nennungen der Jury: Das Petiolus, also ein Stielchenglied zwischen Brust und Hinterteil, einer Ameise. (5-fache Vergrösserung mit mikroskopischer Objektivlinse). (Can Tunçer/Nikon Small World)

Alle Sieger und weitere Nennungen der Jury sind auf der Wettbewerbs-Website zu finden.

10 Kommentare zu «Winziges plötzlich ganz gross»

  • AlphaVirginis sagt:

    Öhm… Das vorletzte Bild ist die Haut einer Seegurke und nicht die einer Salatgurke.

  • Christian dHeureuse sagt:

    Das sind nicht Strukturen auf der Haut einer Salatgurke, sondern auf einer Seegurke (sea cucumber).

  • g kaiser sagt:

    I think the magnifications are far greater than what is mentioned. Eg the picture of the ant with only 5 times magnification, looks much bigger to me.

  • Ronnie König sagt:

    Ganz gewaltig! Man kann mit den Färbetechniken zB auch Nerven lebend einfärben, oder gleich so züchten (GFP) und dann unter dem Mikroskop bei der Arbeit zusehen, was fast noch eine Nummer faszinierender ist. Und es gibt Menschen, die finden Unis bräuchten nicht so viel Geld. Dabei haben meist die solcherlei entwickelt und realisiert. Man erinnere sich dann in Zukunft an diese Bilder, bevor man das Budget zusammen streicht.

  • Lina More sagt:

    Die Vergrösserungs-Angaben können bei vielen Fotos nicht stimmen sondern müssten um ein vielfaches grösser sein.

    • Nathalie Blaser sagt:

      Hallo Frau More, danke für ihren Hinweis. Nach einem kurzen Austausch mit unseren Wissens-Profis bin ich schlauer geworden. Die Angaben für einzelne Bilder betreffen nur die objektive Linse eines Mikroskops. Heisst die untere Linse – nicht der Teil wo man reinschaut. Informationen zum Mikroskop finden Sie hier: http://science3000.pbworks.com/w/file/fetch/107967536/Total_Magnification_of_an_Object.pdf
      Da wir vom Wettbewerb keine genaueren Angaben haben, welche Vergrösserung die Okularlinse hat, kann ich die finale Vergrösserung also gar nicht angeben. Ich habe das bei den betroffene Bilder angepasst. Merci für ihre Mithilfe.
      Grüsse Nathalie

  • Nina sagt:

    Einfach nur WOW! Ich bin begeistert, sieht wirklich toll aus! Ich würde (wenn ich Platz hätte) viel lieber eine solche Photographie bei mir zu Hause aufhängen, als irgend so ein Picasso Teil.

    • Hermann Klöti sagt:

      Nina: Ein „Picasso Teil“ habe ich noch nie gesehen, der Mann ist aber bekannt für seine Gemälde. Im Übrigen: Picasso hätte sich über die wunderbaren Vergrösserungen ebenfalls gefreut!

Kommentar

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