Heranwachsen im Monatsrhythmus

Caroline Minjolle hat ihre Söhne allmonatlich vor die Kamera geholt, von deren Geburt bis zum 18. Lebensjahr.

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Analoge Kamera, Schwarzweissfilm, quadratisches Bildformat und, klar, ihr Sohn bzw. ihre beiden Söhne als Sujet. Das waren die einzigen Rahmenbedingungen, die sich die aus Frankreich stammende Zürcher Fotografin Caroline Minjolle setzte, als sie im Mai 1995, hochschwanger, beschloss, ihre Familie konsequent festzuhalten. Jeden Monat ein Bild, bis zur Volljährigkeit des Jüngeren; meist zu Hause aufgenommen, vor weissem Grund, teils, wenn man auf Reisen war, auch vor anderer Kulisse.

Ein simples Projekt, eigentlich. Oder doch nicht? Machten die lustigen Requisiten den Kleinen noch Spass, harzte es in der Pubertät. Wollte einer partout nicht ins Bild, kehrte er dem Objektiv halt den Rücken zu. Als der Ältere 18 wurde, liess man das Verkleiden sein. Der Ist-Zustand musste reichen. Mittlerweile sind Merlin und Basil 19 bzw. 22, die Serie – Caroline Minjolle nennt sie «Rendez-vous» – ist also abgeschlossen. Drei-, viermal pro Jahr wollen die Jungs trotzdem noch vor die Kamera.
Aufgehängt hat Minjolle die Fotos übrigens nie – zu intim. Ein Buch ist aber in Planung.

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Bis am 24. Oktober 2017 sind alle 227 Bilder der Serie «Rendez-vous» im Buchladen Never Stop Reading  ausgestellt.

2 Kommentare zu «Heranwachsen im Monatsrhythmus»

  • mbs sagt:

    Fantastische Bilder! Das Projekt ist ja eigentlich nichts besonderes. Die meisten von uns Mamis und Papis scheitern nur allzu schnell an der mangelnden Qualität der Bilder. Hier aber wird jedes einzelne Bild höchsten Standards gerecht.

  • Robi sagt:

    Eine wundervolle und berührende Arbeit – die „Besichtigung“ ein grosses Vergnügen. Danke!

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