Londoner Wildfänge

Bilder aus einer Zeit, als Kinder sich auch in einer Grossstadt auf der Strasse austoben konnten.

Alles nur Spass: Buben spielen Krieg und raufen sich auf der Strasse. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

London, Sommer 1954: Der Fotojournalist Thurston Hopkins gerät in seiner Heimatstadt zwischen die Fronten. Kleine Cowboys und Indianer kämpfen auf den Strassen und Hinterhöfen um die Vorherrschaft. Gummipfeile fliegen durch die Luft, und jeder Schuss aus dem Spielzeugrevolver wird mit einem lauten «Päng!» vertont. Hopkins drückt ab.

Mit seiner Kamera dokumentiert er, was heute fast unvorstellbar ist: Wie Kinder die Strassen einer Millionenstadt in Beschlag nehmen und sie zu ihrem Spielplatz machen.

Mädchen machen es sich mit ihren Puppen auf dem Trottoir gemütlich. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

In einem Trümmerfeld suchen drei Freunde nach Gegenständen, die zum Spielen taugen. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Ein als Indianer verkleideter Junge sitzt in der Öffnung eines unterirdischen Kohlelagers und zielt mit seiner Spielzeugpistole auf seine Gspänli. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Ein Verbotsschild dient diesen jungen Bogenschützen als Zielscheibe  (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Es sind Sommerferien – da gehört eine Glace einfach dazu. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Zwei Seifenkistenfahrer bekunden bei der Überwindung eines Randsteins etwas Mühe. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Steht etwas unbeaufsichtigt an der Strasse, sind die Rabauken nicht weit. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Street-Art anno 1954: Eine junge Kreidekünstlerin verschönert eine Hauswand. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Mit selbstgebauten Trottinetts aus Holzbrettern machen zwei Buben die Nachbarschaft unsicher. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Vertieft in die Comics hängt eine Clique vor einem Hauseingang ab.  (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Fast schon stolz flanieren zwei Spielkameraden mit Stöcken durchs Quartier. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Neugierig guckt ein Baby bei einem Spaziergang mit der Schwester aus dem Kinderwagen. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Es braucht lediglich eine alte Kartonschachtel und schon ist das Kleinkind beschäftigt. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Und hopp: Mädchen versuchen sich auf einem Trottior am Seilspringen. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Gleich knallts: Mit gezogenem Spielzeugrevolver fährt ein Bursche in einen Hinterhalt. (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

Der Kampf ist verloren, die Freude nicht: Ein «erschossener» Bub mimt den Gefallenen.  (August 1954, Thurston Hopkins/Picture Post/Getty Images)

thurston

Thurston Hopkins (1913 – 2014) war einer der renommiertesten Pressefotografen Grossbritanniens. Insbesondere in den 50er-Jahren machte er sich mit seinen Arbeiten für die Zeitschrift Picture Post einen Namen, indem er den Alltag und das Sozialgefälle seines Landes in fesselnden Bildern festhielt.

1 Kommentar zu «Londoner Wildfänge»

  • Dominique Rossier sagt:

    Und wer weiss, vielleicht erkennt man auf solchen Bildern plötzlich einen Jungen, der Keith heisst, oder den späteren David Bowie, oder den kleinen der sich später Ozzy nannte; der Mick mimte den Kommissar und Bill Ward rennt ihm davon, direkt in die Arme vom kleinen Rod, der eigentlich Fussballer werden wollte …..
    Die Bilderserie lassen Passagen aus Keith’s Autobiografie ‚Life‘ wie auch aus dem Dokufilm ‚God bless Ozzy Osbourne‘ auferstehen! Einfach tolle Bilder! Es braucht nicht viel für Kinder, um ihre Spielwelt zu verwirklichen; weniger ist mehr, die Phantasie kann alles zur Realität werden lassen. Zumal nach dem Krieg noch überall Not herrschte, die wir heute in Mitteleuropa glücklicherweise nicht (mehr) kennen.

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