Fürchterliche Fratzen

Zur Fasnachtszeit treiben im Wallis die Tschäggättä ihr Unwesen.

  • Pin this page0
  • Share this on WhatsApp
  • 0

Mit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung des Lötschentals ab den 1950er-Jahren haben sich auch die Rollenrituale verändert: Mittlerweile geht es den Tschäggättä nicht mehr wie früher um das Liebeswerben, und es sind auch nicht mehr nur die ledigen jungen Männer aus dem Tal, die als Tschäggättä verkleidet umherziehen dürfen.

Seit der Wintertourismus zum wichtigsten Wirtschaftszweig des Lötschentals geworden ist, laufen die Tschäggättä jeweils gemeinsam in Umzügen durch die Dörfer und verhalten sich wesentlich weniger wild als früher. Inzwischen dürfen auch verheiratete Männer, Frauen und Kinder die Masken, Tierfelle und Kuhglocken tragen. Die Tschäggättä sind heute national und international für die Medien und den Tourismus zum Wahrzeichen des Lötschentals geworden.

Lesen Sie auch die Reiseseite Achterbahnfahrt in der Nacht der Nächte.

Kommentarfunktion deaktiviert.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.