Die mit dem Killer tanzen

Warum ist die mediale Versuchung so gross, Täter beim Morden zu zeigen? Weil wir, das Publikum, sie sehen wollen. Auch wenn wir uns dabei zu Komplizen machen.

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Die New York Times brachte ihn riesig auf dem Titelbild, den Mörder des russischen Botschafters in Ankara, einem türkischer Polizisten ausser Dienst in Anzug und Krawatte. In der rechten Hand trug er die Mordwaffe, den linken Arm hatte er hochgereckt, und alle, die das Bild sahen, hatten dieselbe Assoziation: Seine Pose erinnerte an das Filmplakat von «Saturday Night Fever» mit John Travolta, dem Discofilm von 1977. Triumph als Vergnügen.

Statt dem Tänzer stand aber ein Killer vor der Kamera, und am Boden hinter ihm lag der schwerverletzte Botschafter, der später im Spital starb. Wem das noch zu wenig Action war, konnte sich das Video online ansehen, die New York Times verlinkte es, dekoriert mit einer Warnung vor dem Inhalt.

Wie bei James Bond

Der «Tages-Anzeiger» zeigte das Bild am Dienstag nicht, während andere Zeitungen es dem amerikanischen Vorbild nachtaten. Weil aber die New York Times keine Zeitung ist wie alle anderen, unterhält sie eine Rubrik, die sich um Transparenz, Rechtfertigung und Selbstkritik bemüht: «Why’d You Do That?» heisst sie, diesmal ging es um die Frage, warum die Times das Bild des Attentäters online hochgeschaltet hatte. Mitentschieden hatte Phil Corbett, bei der Zeitung für ethische Standards zuständig. Warum war er dafür gewesen? «Das Bild zeigt die schockierende Natur der Attacke», sagt er – «viel eindrücklicher, als es eine blosse Beschreibung getan hätte. Der gut angezogene Täter, die elegante Umgebung, all das gehört zum Nachrichtenwert. Das Bild ist erschreckend, aber nicht blutrünstig.»

Ein eleganter Mord also, mit einem krawattierten, attraktiven Täter, sublimierte Gewalt und damit konsumierbar, mit anderen Worten: ein Mord wie bei James Bond. Hinrichtungsvideos zeigt die New York Times nicht, auch keine Folterszenen aus Mexiko oder das Verbrennen eines Piloten durch den IS, das Fox TV seinem Publikum vorgespielt hatte. Aber man will doch bei der Action ein wenig dabei sein.

Dieselbe Ambivalenz über Zeigen oder Verschweigen produziert der Terrorangriff auf den Berliner Weihnachtsmarkt, der sich am selben Abend ereignete. Als Journalist stimmt man dem Aufruf der Berliner Polizei zu, keine Bilder vom Tatort ins Netz zu stellen; denkt mit Grauen an den Livestream eines Täters der Pariser Anschläge, der sofort viral ging; ist froh um das Bemühen von Facebook, gefilmte Grausamkeiten auszufiltern; und wünscht sich den Erfolg der geplanten Datenbank, auf der Firmen wie Facebook, Twitter, Youtube und Microsoft terroristische und sonstwie grausame Bilder und Videos hinterlegen wollen. Denn es kann doch nicht sein, dass Terroristen ihre Taten so inszenieren, dass westliche Medien sie ins Wohnzimmer übertragen, um bei der Action ein wenig dabei zu sein.

Die Axt in der Kultur

Trotzdem bleibt man skeptisch. Denn warum ist die Versuchung der Medien so gross, die Täter und ihre Taten zu zeigen? Weil wir, das Publikum, sie sehen wollen. In seiner stoischen Spätschrift «Das Unbehagen in der Kultur» warnte Sigmund Freud davor, die Zivilisation zu verklären. «Die Menschen haben es jetzt in der Beherrschung der Naturkräfte so weit gebracht, dass sie es mit deren Hilfe jetzt leicht haben, einander bis auf den letzten Mann auszurotten», schrieb er 1929, zwischen den beiden Weltkriegen. Als Arzt glaubte er nicht an das Heilsversprechen, als Skeptiker ging er vom Schlimmsten aus, traumatisiert vom Zerfall der Werte auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges. Freud hatte recht. Das Töten wird schnell zu einer Lust und die Folter zu einem Zeitvertreib. Dasselbe gilt für das Vergnügen, voyeuristisch daran teilzunehmen. Hinrichtungen waren als Volksfeste aufgezogen, und würde das Fernsehen sie übertragen, es gäbe Quoten wie für den WM-Final.

Weil die Gewalt so sehr zum Menschen gehört, befasst sich auch die Kultur mit ihr, obsessiv, wie es scheint, mit stetig gesteigerter Dosis; Filme und Fernsehserien zeigen das Brutale immer detailreicher. Wollen Sie ein Beispiel? Ein Vater schlachtet seine Tochter, seine Frau und ihr Lover erschlagen ihn mit der Axt, ihr Sohn bringt beide mit demselben Werkzeug um. Kennen Sie das Drehbuch? Es ist das Stück «Elektra» von Sophokles, Premiere war 413 vor Christus. Also war die Schaulust schon immer da und mit ihr die Freude am Quälen und Töten. Die Zivilisation ist der Firniss über einem Meer von Barbarei.

Worin liegt der Unterschied zwischen Theateraufführung und Live-Stream? Im Theater wird der Tod nur geprobt. Und die Motive des Mörders werden reflektiert. Diese Reflexion sollten auch die Medien leisten, wenn sie ihre Killerbilder zeigen.

 

Untersuchungen belegen, dass es bei Terrorakten und Amokläufen Nachahmungs-Effekte gibt. Um den Tätern und ihrer Propaganda keine Bühne zu geben, zeigt sie der TA normalerweise nicht im Bild. Hier machen wir eine Ausnahme, weil Text und Bild diesen Effekt und die mediale Praxis reflektieren.

47 Kommentare zu «Die mit dem Killer tanzen»

  • lutz stalder sagt:

    „während andere Zeitungen es dem amerikanischen Vorbild nachtaten“ Im Ernst? NYT ist Vorbild? Schämt euch!

  • lutz stalder sagt:

    Der Typ hätte sicher auch in Pulp Fiction gute Figur gemacht. Das Pressebildlitheater hab ich echt satt. Ist der Text schon löchrig wie ein Käse, stopft auch kein Foto mehr. Wo ist eigentlich das Erschiessbeweisfoto von dem Anis?

  • Nikolaus A. Schaefer sagt:

    Gewalt ist falsch.
    Der Tagi will keine Gewalt verherrlichen?
    .
    Täglich bekommen wir Bilder von Russischen Bombern und Panzern in Aleppo, von Amerikanischen Bombern, Drohnen, Panzern, von IS „Kämpfern“ in dummen Posen, von Israeli Panzern, von Türkischen Panzern.
    .
    Sie alle haben getötet.
    Trotzdem werden sie gezeigt.
    .
    Man hätte auch nur mitteilen können: „Heute wieder 3724 Menschen von anderen Mitmenschen mit Hightech-Waffen ermordet. Viele Waffen auch heute wieder aus der Schweiz. Bei 2971 Ermordeten handelt es sich bei den Mördern um mit der Schweiz befreundete Staaten, weshalb wir das in Ordnung finden.“
    Beim Botschafter-Mörder handelt es sich nicht um einen staatlich beglaubigten Mörder, womit wir das weniger gut finden.“
    .
    Hatte der Mann Verwandte in Aleppo?

  • maja sagt:

    Pete übrigens bin ich sehr gesund und in meiner Familie werden die meisten über 90 Jahre alt. Sie müssen sich also diesbezüglich keine Sorgen machen. Stolz kenne ich nicht auch nicht auf das was ich getan oder gerade tue. Wozu auch, schliesslich sind es meine Gene und die wurden mir ja geschenkt genau so wie ihnen. Also auch keinen Stolz auf persönliche Leistungen.

  • Barbara sagt:

    Hier herrscht ja wieder Stimmung. Also ich hab überhaupt nicht an Saturday Night Fever gedacht, wobei ich das Bild der Travoltapose natürlich kenne. Ich finde das Foto stellt eine sehr klare Aussage über Brutalität und Idiotie dar, auch im weissen Hemdkragen. Es ist m. E. ein gespenstischer (und daher als Foto sicher gelungener) Schnappschuss, den ich durchaus berührend finde. Diese Pose und diese Fr… des Triumphators sind mit einem tanzfreudigen, lebenslustigen Pomadenjungen wirklich nicht zu vergleichen. Man muss nur genau hinsehen. Der Körperausdruck ist hier ein ganz anderer. Der ist total verbiestert.
    Der Mann am Boden spricht für viele. Ich find es nicht pietätlos, den Botschafter so zu zeigen, da er unkenntlich bleibt. Wir wissen: Dieser ist das Opfer – und kennen seinen Namen.

  • Hans Kohler sagt:

    Ich stimme diesen unlogischen und emotionalen Schlussfolgerungen von Jean-Martin Büttner absolut nicht zu.
    Natürlich ist es ein zweischneidiges Schwert, wann und wie Informationen in jeglicher Form zur Verfügung gestellt werden. Aber wenn der Informationslieferant für den Abnehmer einen Entscheid trifft, dann ist das nichts anderes als ein Zensurvorgang oder evtl auch ein Propaganda-Versuch.
    Was ist aus dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung für den Informationsabnehmer geworden?
    Was die Wirkung und Nachahmung betrifft, ein Gegenbeispiel: Hören die Drohnenmorde der USA wirklich auf, wenn man keine Opfer mehr zeigt? Wohl kaum! Die einzige Wirkung dabei ist, dass sich die USA darüber freuen, diese Morde unbehelligt begehen zu können, und dass wir sie „wohlwollend“ ignorieren.

  • Peter Boxler sagt:

    ‚Um den Tätern und ihrer Propaganda keine Bühne zu geben‘, argumentiert der Tagi und zeigt das Foto dennoch. Zudem: in der heutigen Print-Ausgabe beispielsweise ist diese Bühne jedoch beinahe 3 Doppelseiten gross. Welch scheinheilige Argumentation! Eine kurze Berichterstattung über Taten wie jene in Berlin täte vollauf genügen und wäre auch im Sinne der Argumentation. Die ausgebreiteten Details bedienen nur die Sensationslust.

  • Stefan Egger sagt:

    Ich finde es wesentlich geschmackloser, dass man auch das Opfer im Hintergrund zeigt. Das ist entwürdigend. Seltsamerweise wird das im Text gar nicht hinterfragt. Nur auf den Täter hat man sich fixiert. Gilt der moralische Zeigefinger nur gegen die Lust an der Gewalt oder auch gegen die Ignoranz vor den Opfern?

  • lutz stalder sagt:

    Schwachsinn, dieser Kommentar.

  • Werner Hug sagt:

    Aus dem Text ist für mich nicht ersichtlich, warum mich der Anblick von Täterbildern zu deren Komplizen macht. Auch das Aufgebot von Sokrates oder Freud hat mich nicht beeindruckt. Eine Staatsanwaltschaft wird dieser kühnen These wohl kaum folgen. Das unglückliche Larvieren, Manövrieren, Vorselektieren und Vorinterpretieren von Nachrichten weiter Teile der Medienlandschaft macht viele Menschen heutzutage misstrauisch – mein Eindruck zumindest. Womöglich hat der Mensch heutzutage schlichtweg das Bedürfnis, sich „ein eigenes Bild“ zu machen?

  • Gramber sagt:

    Ich bin Schweizer.

  • Armin Koellner sagt:

    Wer aus Terroristen und ihren übelsten Taten innerhalb von drei Wochen mittels DPA und Reuters „gemässigte Rebellen“ produziert, wer Kleinkinder in offensichtlichen Propaganda Kampagnen leidend darstellt und wer „Liebesbriefe“ an H.R. Clinton schreibt (C.Seibt) hat versagt und ist nicht im geringsten moralisch berechtigt „das Täterbild“ zu kritisieren. Wir Leser brauchen Fakten und keine Soziologieirrfahrten, Empörungskampagnen oder volkspädagogische Selbtsbeweihräucherungen. Auch den gelenkten Geschichtsunterricht könnt ihr euch sparen.

    Ihr Journalisten überseht das Offensichtliche zu oft und habt die Grenze zum Banal- und Propagandajournalismus nicht mehr im Griff. Fakten werden
    der „Feigheit“ und der „Doktrin“ geopfert! Erzieht euch selber!

    • Melissa sagt:

      Absolut treffend. Früher gab es verschiedene Genres im Journalismus. Es wurde zwischen Bericht/Reportage (reine Darstellung der Faktenlage) und Kommentar (Beurteilung des Geschehenen aus Sicht des Journalisten) sauber unterschieden. Heute ist praktisch alles Kommentar. Sauber bzw. selbst recherchiert wird kaum noch. Die Leser fühlen sich bevormundet und informieren sich anderswo im Internet. Die offiziellen Zeitungen beklagen sich dann über den Verlust an Lesern (was natürlich auch noch andere Ursachen hat) und schreiben weiterhin auf dem Niveau von Boulevard-Zeitungen. Es ist absurd: Wir leben im sogenannten Informationszeitalter, aber es ist schwierig geworden, an verlässliche Informationen zu kommen.

    • Manni F. sagt:

      Mimimimi, die Zeitung schreibt nicht genau das was ich will und verletzt meine kostbaren konservativen Gefühle, mimimimi.
      Werden sie erwachsen…

      • Melissa sagt:

        @Manni F. Ihr Kommentar scheint mir – hmm – reichlich jugendlich zu sein. Aber zurück zur Sache Der obige Artikel bringt nichts Neues, sondern kaut sich durch die Gemeinplätze und beschränkt sich auf den Journalismus. Heute lassen sich dank FB und Twitter Bilder und Botschaften nicht mehr kontrollieren, also kann und muss auch der Journalismus sie zeigen, insbesondere dann, wenn die Täterschaft flüchtig ist. Wir haben in einer Demokratie das Recht unsere Feinde, die uns nach dem Leben trachten, zu kennen – auch wenn man jedesmal von der Banalität des Bösen (Täter von Ankara, Berlin) ekelhaft überrascht ist. Gewöhnliche Menschen, die im Namen Allahs morden. Gegenüber den Opfern sollte unsere Pietät gelten, nicht gegenüber den wahnwitzigen Mördern.

  • Melissa sagt:

    Der erhobene Zeigefinger hat nichts mit John Travolta zu tun, sondern ist ein islamistisches Zeichen – wie einst der Hitlergruss oder die Faust für die Kommunisten.

    • Martin Frey sagt:

      Diesen Zeigefinger derart falsch zu assoziieren ist hochnotpeinlich, und allerhöchstens mit einer Fernsehsozialisierung in den 70er Jahren halbwegs noch zu erklären.

  • Eduardo sagt:

    Kompletter Nonsens. Mehr ist zum Artikel nicht zu sagen.

  • Heinz sagt:

    Ein Lehrstück für Terroristen: «Beim Anschlag frisch rasiert, gibts die PR ungeniert»

  • Jacques Fleurie sagt:

    Mich persönlich interessiert nicht, wie ein Täter genau aussieht. Mich interessiert aber, dass Täter möglichst schnell gefasst werden, bevor sie weiteres Unheil anrichten können. Wenn Fahndungsfotos helfen; ok! Der Schutz der Gesellschaft geht immer vor.

    • Jacques Fleurie sagt:

      Aus akt. Anlass. Der richtige Täter von Berlin soll sich ja noch auf freiem Fuss befinden. Fahndungsfotos könnten helfen, ihn bald zu stellen.

    • Dominik Bärtschiger sagt:

      und was wenn der mutmasslich mit Fahnungsfotos gesuchte Täter unschuldig ist? Den Ruf eines potentiellen Terroristen wird er nie mehr los. Ist er nicht auch ein Teil der Gesellschaft? Manchmal muss man auch das Individuum vor der Gesellschaft schützen.

      • Manni F. sagt:

        Bei dringendem Tatverdacht ist es angebracht, sonst eher nicht.

        • Melissa sagt:

          @ Bärtschinger: Gegenüber einem Massenmörder wie in Berlin können die staatlichen Schutzmassnahmen durchaus zurückgenommen werden. Diese Mörder befinden sich in einem unheiligen Krieg, also sollen sie auch nach Kriegsrecht und nicht nach Zivilrecht verurteilt werden. Was die Unschuldsvermutung angeht: Dank DNA-Spuren und vergessenem Ausweis im Lastwagen ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Fahnungsaufruf dem richtigen Täter gilt, schon sehr hoch.

  • Curly sagt:

    Wenn sich alle Medien daran halten würden, weder Bilder von Tätern zu zeigen, oder Namen zu machen, wäre der Nachahmungseffekt möglicherweise geringer. Die Täter wollen doch, dass man über sie schreibt und spricht. Vor allem ihre Namen fett und gross in den Medien lesen. Somit wäre ihr Ziel doch auch erreicht, insofern sie sich nicht vorher das Leben nehmen.

  • H. Schmid sagt:

    Ihr Schreiberlinge so ist das Leben und wir wollen nicht immer vorgesetzt bekommen was Euch passt oder nicht. Diese unsägliche political correctness geht mir langsam auf den Geist, oder schauen Sie sich die TV Nachrichten nicht an?

    • Gerhard Engler sagt:

      Nein, ich schaue genau aus diesem Grund keine TV-Nachrichten. Und ich möchte solche Bilder auch nicht in der Zeitung sehen. Bin ich damit wirklich ein Exot? Ich hoffe immer noch, dass eine Mehrheit meiner Mitmenschen so denkt.

    • Lutz sagt:

      Das hat gar nichts mit political correctness zu tun, sondern mit Prinzipien. Und ich für meinen Teil finde dieses Prinzip gut, ich brauche diese Bilder echt nicht.

      • stefan meier sagt:

        Lutz/Engler: Ich auch nicht. Mir genügt vollauf, was ich lese. Aber es gibt eben so Kranke, die das brauchen.

      • H. Schmid sagt:

        Eigentlich ist nicht so wichtig was Sie brauchen wichtig ist , dass weggeschaut wird und alle schöngeredet.

    • Walter Peter sagt:

      Einverstanden und was das mit Komplizenschaft zu tun haben soll, ist erst recht nicht erklärt

    • Manni F. sagt:

      Ergo wollen sie vorgesetzt bekommen, was ihnen passt? Und die Welt hat sich gefälligst danach zu richten?
      Was suchen sie denn hier bei den bösen Mainstream-Medien? Schauen sie halt Blocher-TV und gehen sie auf whale.to, wenn ihnen das besser passt.
      Haben sie ihren Spass im Paralleluniversum und lassen sie uns in der Realität in Ruhe.

  • Alberto La Rocca sagt:

    Im englischsprachigen Raum werden schon die Fotos von Verdächtigen in den Zeitungen publiziert – hingegen ist es verpönt, die Herkunft eines Verurteilten zu publizieren. Englischsprachige finden unsere Gebräuche rassistisch, während sie anscheinend nichts dagegen haben, dass Unschuldige ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten. Bei uns hingegen werden noch Bilder von flüchtigen IS-Terroristen verpixelt. Verkehrte Welt!

    • Martin Frey sagt:

      Bei uns geht der Täterschutz ja so weit, dass bei Verhaftungen oder vor Gericht oft schlicht alle unverpixelt dargestellt sind, die Nachbarn, die Richter, Staatsanwälte oder Kläger, Verteidiger, Zeugen und Angehörige. Nur der Täter ist bei uns durchwegs immer verpixelt.
      Völlig verquere Welt meines Erachtens, in der Tat.

      • Manni F. sagt:

        Einfach nur faktisch falsch ihr Kommentar. Es kommt auf den Prozess an. Ist der Prozess öffentlich und die Personen sind bekannt, wird in der Regel nicht verpixelt, bei niemandem.
        Wenn es um Gewaltverbrechen geht, dann weiss ich nicht auf welchen Snuff-Porn-Websites sie sich rumtreiben aber Opfer und Angehörige sieht man in der Regel nicht, es sei denn, sie geben selbst bereitwillig Interviews.

        • Martin Frey sagt:

          Was ist denn das für ein postfaktischer Unsinn, Manni F. Beispiele für meine Aussagen gibt es zuhauf, nur lässt das Format hier keine Links zu. Aber wahrscheinlich sind Sie eben auch der Ansicht, dass das Recht auf das eigene Bild nur für Täter gelten soll…

  • Peter Hartmann sagt:

    Schlussendlich interessiert es uns einfach, ohne Begründung oder Rechtfertigung. Die Medien sollen ihre Kunden nicht immer bevormunden, diese wissen selber wie sie etwas einordnen . Es fällt auf, dass krampfhaft versucht wird jeweils die Herkunft von Tätern als „schweizerisch“ zu deklarieren auch wenn der Name türkisch, nordafrikanisch, italienisch, brasilianisch, serbisch etc klingt, ich denke damit wird das Gegenteil erreicht. Man soll einfach mal aufhören mit dieser verlogenen politischen „Korrektheit“

    • Dominik Bärtschiger sagt:

      Mich interessiert es nicht Herr Hartmann. Nicht alle Menschen sind sensationsgeil und voyeuristisch. Wenn sie ihre niederen Triebe befriedigen wollen, gibt es mit 20min, Blick am Abend etc. genug Möglichkeiten.
      Was die Herkunft der Täter anbelangt, hat dies mit diesem Artikel so rein gar nichts am Hut. Auf den Tisch hauen als Selbstzweck. Ikea freuts.

    • Pete sagt:

      Ihr Name Hartmann könnte auch deutscher Urspung sein. Aber egal. Sie sind Schweizer. Genauso wie viele andere Menschen mit ausländisch klingenden Namen auch Schweizer sind. Würden heute immer noch alle Schweizer „Kletti und Pletti“ heissen müsste man sich um die Gene von Schweizern sorgen machen. Reiner Inzest führt bekanntlich nicht zu sonderlich gesunden Menschen. Was ich sagen will, verlassen Sie sich nicht darauf, wenn Sie einen ausländisch klingenden Namen lesen, dass es sich dann um einen Ausländer handelt. Auch wenn zum Glück dessen Stammbaum nicht bis ins 18. JH. zurück geht. Nebenbei bemerkt, wäre dies vielleicht für ein National – Museum interessant, aber ansonsten stellt es nicht die geringste Leistung dar, einen Namen zu tragen den man bei der Geburt bekommen hat.

      • maja sagt:

        würden Doppelbürgerschaften abgeschafft gäbe es weniger Einbürgerungen, da bin ich mir so ziemlich sicher. Selbst in der USA fühlen sich Italo-Amerikaner nach mehreren Generationen immer noch als Italiener. Also warum sollen ausgerechnet wir Schweizer, die ja im Heimatland leben eine Leistung vorweisen für unseren Namen und unsere Abstammung. Tragisch welche Hirngespinste sie spinnen.

      • Markus Schneider sagt:

        @Pete: Sie reden lauter dummes Zeug. 1) Herr Hartmann sagt nirgends, er wäre Schweizer. Hätten Sie ein Problem damit, wenn er Türke wäre und sich so äussern würde? 2) Kein Schweizer hat jemals „Kletti oder Pletti“ geheissen. Sie meinen Krethi und Plethi und sollten sich diesbezüglich etwas bilden, bevor Sie sich mit Fremdwörtern aufspielen, die Sie nichtmal verstehen. 3) Ausländische Namen deuten jedenfalls nicht auf sehr tiefe Schweizer Wurzeln. Das mag Ihnen jetzt passen oder nicht. In einigen Fällen mögen Namen Schall und Rauch sein, in vielen sind sie es keineswegs. 4) Warum nennen Sie selber sich Pete und nicht Peter?

        • Pete sagt:

          @schneider, reden Sie selbst kein dummes Zeug und denken Sie nach bevor Sie schreiben. Nachtrag an Sie und @maya. Auch auf Ihre Nationalität müssen Sie sich nichts einbilden. Seien Sie stolz auf das was Sie persönlich leisten, nicht auf eine Nationalität, für die Sie überhaupt nichts getan haben.

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