Leben in der roten Zone

Ein Lehrer aus dem Sperrgebiet in Norditalien dokumentiert seinen Alltag während der Corona-Krise.

Infolge des totalen Lockdown sind viele Strassen gesperrt. (28. Februar 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Marzio Toniolo lebt in San Fiorano, einer der ersten Gemeinden in der Lombardei, die aufgrund des Coronavirus abgeriegelt wurden. Keiner kommt mehr in den Ort hinein und keiner heraus. Ganz Norditalien steht unter Quarantäne, um den schlimmsten Covid-19-Ausbruch in Europa einzudämmen. Seit dem 21. Februar führt der Grundschullehrer ein visuelles Tagebuch und hält den abgeschotteten Alltag von sich und seiner Familie fotografisch fest.

San Fiorano ist ein kleiner Ort, wo sich alle kennen, darum ergreift auch jeder neue Todesfall die ganze Gemeinde. (28. Februar 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Nebst Marzios Frau Chiara und ihrer Tochter leben auch seine Grosseltern im gleichen Haushalt, darum ist es umso wichtiger, dass sich niemand von ihnen mit dem Virus ansteckt. (29. Februar 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Alle Mitglieder der Drei-Generationen-Familie helfen bei der Zubereitung des Abendessens mit. (2. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Grossmutter Ines beschäftigt sich mit Kreuzworträtseln. (3. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Malen zum aktuellen Thema: Die zweijährige Bianca zeichnet ein Bild des Coronavirus. (5. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Viele Strassen sind blockiert, es gibt teils sogar Militärkontrollpunkte entlang der Hauptstrassen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit einer Geldstrafe oder mit einer Verhaftung rechnen. (8. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Tag 16 in Quarantäne: Gino und seine Frau Ines haben sich für einen Mittagsschlaf hingelegt. (8. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Vorbeilaufende Nachbarn können nur aus sicherer Distanz begrüsst werden. (7. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Die zweijährige Bianca führt ein Facetime-Gespräch mit ihrem Grossvater Massimo, der nur ein paar Häuser weiter wohnt. (9. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Das Haushuhn der Familie Toniolo stört sich wohl kaum an der Quarantäne. (12. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Grossvater Gino leidet an einer Altersdemenz. Es ist nicht einfach für seine Familie, während der Quarantäne mit seiner Krankheit zurechtzukommen. Oft beschliesst er einfach so, dass er abends, wenn er eigentlich im Bett sein sollte, eine Rasur braucht. (15. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Ines Prandini wäscht ihrem Mann die Hände. (15. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Tag 28 in Quarantäne: Marzio Toniolo lässt sich von seiner Tochter die Zehennägel anmalen. (20. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Zu Beginn des Lockdown hiess es, dass man am 3. April wieder in der Lage sein würde, zur Arbeit zu gehen. Das scheint mittlerweile unvorstellbar. (13. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters) 

Die Homeoffice-Routine hat sich nach über einem Monat in Quarantäne eingespielt. (27. März 2020, Marzio Toniolo/Reuters)