Überleben wollen sie alle

Er gehörte zu den Siegern, machte aber keine Siegerbilder: Im Frühling 1945 sah der russische Frontfotograf Valery Faminsky das zerstörte Berlin.

«So wie man 1941 in den Wald hineingerufen hat, so schallt es 1945 heraus.» Umgebung von Berlin, Mai 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

Eigentlich dürfte es diese Aufnahmen gar nicht geben. Jedenfalls die meisten davon. Valery Faminksy war Soldat, seinen Auftrag hatte er vom Militärmedizinischen Museum der Roten Armee, und er war ebenso klar wie begrenzt: Als Frontfotograf sollte er die Leistungen der Sanität dokumentieren. Das tat er auch, doch so viel Mitgefühl er für die eigenen Leute aufbrachte, für die Ohnmacht der Krankenschwestern und der Chirurgen, für das Leid der Verwundeten, für die Verzweiflung der Kameraden, die sie in die Lazarette schafften, mit zusammengebastelten Hundekarren und auf ihren eigenen Schultern – so viel Mitgefühl hatte er für die andere Seite.

«Eine Wunde bleibt eine Wunde, aber Arbeit bleibt Arbeit.» Berlin, Mai 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

Krieg, Frontstrasse nach Berlin. Ostdeutschland, April 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

April 1945: Faminsky stösst mit den sowjetischen Truppen gegen Berlin vor, am 22. erreicht er die Stadt. Was er dort einen Monat lang fotografiert, über seinen Auftrag hinaus, ist ein Grauen, das beide Seiten erfahren, ­Besiegte wie Sieger. Also keine Triumph­gesten auf dem Dach des Reichstags. Sondern dieselbe Not in den Trümmern. Und die gleiche Abgekämpftheit im Blick des so­wje­ti­schen Artilleristen wie in dem der Zivilistin, die vor der Spreeinsel ihre Ware ausstellt. So sieht Faminsky bei den Deutschen auch nicht jenes Untermenschentum, das die Propaganda gezeigt haben will. Sondern existenzielle Einsamkeit im Alltag des Kriegs.

Einlieferung eines Verletzten an der Evakuierungsstelle mit Hunden. In der Nähe der Seelower Höhen, April 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

Der einzige überlebende Kämpfer einer Panzerbesatzung. Ostdeutschland, in der Nähe der Seelower Höhen, April 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

Berlin, Mai 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

Berlin, Mai 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Wallstrasse. Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

Aufräumarbeiten zwischen Reichstag und Brandenburger Tor durch die Bewohner Berlins. Berlin, Mai 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

Berlin, Mai 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Sowjetischer Artillerist. Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

Berlin, Mai 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Marchlewski-Strasse. Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

Es ist kein Wunder, dass die Behörden von solchen Bildern nichts wissen wollten und sie unpubliziert blieben. Wohl aber eines, dass sie ein ukrainischer Fotojournalist namens Arthur Bondar 2016 entdeckte; durch ein Inserat, mit dem sie die Nachkommen des 1993 gestorbenen Fotografen verkaufen wollten. Insofern ist ihre Publikation nun wirklich, auch wenn das schnell gesagt ist, eine Entdeckung. Zu entdecken: ein Reporter, der sich nicht «einbetten» liess. Der seinen Anstand in dieser Hölle so wenig verlor wie den Blick für den Wert des menschlichen Lebens, den jeder Krieg noch vor der Wahrheit vernichtet.

Deutschland, April/Mai 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

Berlin, Mai 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Irenenstrasse. Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

«Der Krieg und die Kinder.» Ostdeutschland, April 1945 (ursprüngliche Bildunterschrift des Fotografen). Foto: © Valery Faminsky/Arthur Bondar’s Private Collection

Berlin Mai 1945-Valery Faminsky-Cover_01
Bildband: Valery Faminsky: Berlin Mai 1945. Verlag Buchkunst Berlin, Berlin 2018. 184 Seiten, 114 Bilder, etwa 60 Franken.

65 Kommentare zu «Überleben wollen sie alle»

  • fufi sagt:

    Ganz einfach dégoutant, wie sich hier in den Kommentaren die Linken und die Richtigen, xgüsi, die Rechten meinte ich, bekriegen.
    JA! Bekriegen!

    Schaut euch mal diese Bilder an.
    Und dann denkt mal drüber nach, zum Beispiel über das „sich gegenseitig bekriegen“.
    Und das sind ja nicht mal Bilder vom Krieg, sondern Bilder von nach dem Ende des Kriegs.

    Aber sie wollen nicht aufhören, sich zu bekriegen!

    • Gisela Hoffmann sagt:

      Was haben die endlosen Diskussionen mit den Fotos von Valery Faminski zu tun? Das ist hier ein Fotoblog und keine Plattform für verbissene Historik-Studenten.
      Ich schätze das durch die Fotos gezeigte Erbarmen des Fotografen.
      Amadisa

  • Steve sagt:

    Dieser Krieg wird im Vergleich zu den kommenden Religionskriegen in Westeuropa ein Spaziergang gewesen sein.

  • M. Seiler sagt:

    Wie gut genährt und gekleidet die Berliner doch sind !

    • gabi sagt:

      Klar sehen die gut genährt aus.

      Kein Wunder. Hitler hatte erkannt, dass die Gefährlichkeit der Mangel- und Hungerzustände in der Heimat während des 1. WK vollkommen unterschätzt wurden (und viel zu dem beitrug, was er und seine Spiessgesellen später zur „Dolchstosslegende“ verwoben).

      Hungern mussten anstelle der Deutschen die Eroberten im Osten und Südosten Europas. Denen plünderten die Invasoren die Lebensmittel weg, damit die Moral der Heimatfront nicht schwankt.

  • Vels sagt:

    – „Dauerte nicht lange, bis der erste „Wir nicht, die anderen auch!“-Kommentare auftauchten …“ – „Es war der !Faschismus!, bzw. Die Rechtsextremen, die zwischen 33.-45 die Welt in Brasnd setzte…Nicht der Kommunismus, nicht die Linksextremen, nicht der schwarze Block.“ – „Schon spannend wie bei jedem Fingerzeig auf Rechtsextreme jemand mit dem Hinweis „und was ist mit den Linksextremen?“ kommen muss“ – „nicht ganz Europa, die Schweiz wird auch im nächsten grossen Krieg verschont bleiben“
    Schmarotzer-SVPländli CH welches immer gegen die EU hetzt aber dann im Krisenfall inmitten dieser Union automatisch geschützt ist. Verschont wurde die CH auch nur wegen Anbiederung an die Nazis. Der Fall „Meili“ = feigerweise totgeschwiegen .

    • Maurice Meier sagt:

      welches Militär soll uns denn in Europa beschützen, da haben wir Schweizer eine bessere Armee als die meisten EU-Länder. Amerika wird uns beschützen, egal was kommen mag und wir uns selber. Auch für jede Grossmacht wird es schwierig werden in CH, vor allem in den Bergen. und diese Grossmächte haben alle Ihre Gelder bei und und Firmen.

      • Vels sagt:

        „…wir Schweizer eine bessere Armee als die meisten EU-Länder“ – lächerlich naiv …und was träumen Sie nachts ?

        „Amerika wird uns beschützen…“ peinlich lächerlich naiv …und was träumen Sie nachts ?

        „..für jede Grossmacht wird es schwierig werden in CH, vor allem in den Bergen…“ ha,ha , geht’s noch peilicher naiv ?

        Also das ganze CH-Volch 7Mio ab in die Berge 🤣 wenn der Feind an der Grenze steht u. alle Soldaten/Rekruten sofort ins Zeughaus um Munition zu holen, LOL 🤣🤣🤣 – naiver gehts kaum ;-))) 🤣

      • Willy Hauser sagt:

        In welcher Welt leben Sie? Ist das bloss Naivität? Ich hoffe es, alles Andere wäre wirklich unglaublich erschreckend.

    • Cédric Ruckstuhl sagt:

      Vor wem war denn die Schweiz inmitten Europas während der letzten Krise 1939-1945 automatisch geschützt? Etwa vor dem friedliebenden europäischen Nachbarn Deutschland?
      Erstens zeigt die Geschichte der letzten 200 Jahre, dass Krieg und Gewalt immer von europäischem Boden, nie von der Schweiz ausgingen.
      Zweitens zeigt die Geschichte der letzten 200 Jahre, dass noch jedes grössenwahnsinnige Projekt, die Völker Europas unter die Befehlsgewalt einer einzigen Zentrale zu bringen, in Millionen Toten endete. Napoleon oder Hitler – immer brachte es nur Elend.
      Drittens zeigt die Geschichte der letzten 200 Jahre, dass die Schweiz mit einem soliden Sicherheitsabstand zu Europa sehr gut gefahren ist. Wir wollen keine fremden Händel.

    • Hansjürg sagt:

      Rechtsextreme? Wirklich? Lautete der Parteiname nicht: sozialistische deutsche Arbeiterpartei?

      • Katharina sagt:

        Meine Fresse, ernsthaft? Sind Sie überhaupt mal zur Schule gegangen, Hansjörg?

      • Remo Lötscher sagt:

        Es hiess nationalsozialistische Arbeiterpartei, einfach mal so. Aber das wissen sie ja sicher auch. Aber kann sich natürlich immer noch dümmer stellen, als man es offensichtlich schon ist..der Message zuliebe.

    • Thomas Tschopp sagt:

      Eigentlich war es eben doch der Kommunismus, der mit seinem Bruder im Geiste zusammen den Brand in Europa auslöste. Hitler-Stalin Pakt schon vergessen? Als Stalin am 17.9.1939 Polen auch noch angriff ging es um die Aufteilung der Beute. Dass die Linken genauso schuldig sind wie die Rechten schleckt keine Geiss weg.

  • Cédric Ruckstuhl sagt:

    Ich bin den Russen sehr dankbar, dass sie die Menschheit von den Nazis befreit haben. Dass es heutzutage wieder salonfähig ist, alles Schlechte über die Russen zu schreiben und sie aller möglichen Schandtaten zu beschuldigen, ist sehr besorgniserregend. Auch in den 30erjahren wurde der zukünftige Überfall auf Russland so propagandistisch vorbereitet. Vor der militärischen Gewalt kommt verbale Gewalt.

    • gabi sagt:

      Reden Sie keinen Blech:

      Dieser Krieg ist in Komplizenschaft mit der Sowjetunion begonnen worden. Ohne die Rückversicherung durch den Pakt mit Stalin hätte Hitler es kaum gewagt Polen anzufallen. Und zwar nur exakt bis zur Demarkationslinie, auf deren anderen Seite die Russen kamen.

      Dass Stalin keineswegs nur aus taktischen Gründen mitmachte, stellte er in seinem weiteren Wüten unter Beweis. Und er liess wahrlich keine Gelegenheit dafür aus. Niemand zwang Russland Finnland anzugreifen oder die baltischen Staaten zu kassieren und gegen deren Bevölkerung vorzugehen. Niemand.

      Propagandistisch vorbereitet wird Faschismus immer genau gleich: So, wie heute auch wieder von Russland. – Immer beteuern die Angreifer, arme, arme Opfer zu sein, die sich von Gegnern umstellt wähnen.

      • Cédric Ruckstuhl sagt:

        @Gabi
        Das stimmt nicht. Dank des sofortigen Eingreifens der Sowjetunion konnte verhindert werden, dass sich Nazideutschland ganz Polen unter den Nagel reisst. Die Sowjetunion war der einzige Staat, der sich schon 1939 militärisch den Deutschen in den Weg stellte.
        Ehe Sie hier weitere Vorwürfe gegen Russland erheben, schauen Sie sich mal an, was denn die Franzosen und Engländer 1939 machten. Frankreich z.B. war mit Polen verbündet und hätte dem Land zu Hilfe eilen müssen. Haben sie aber nicht gemacht. In Paris sagten sie, dass kein Franzose für eine unbekannte ferne Stadt wie Warschau sterben will.

        Zu ihrem letzten Absatz: Muss ich daraus schliessen, dass sie die massive verbale Gewalt gegen Russland in letzter Zeit, all die Vorwürfe und aggressiven Töne gutheissen?

        • Cédric Ruckstuhl sagt:

          @Gabi
          Sie sind meiner Frage ausgewichen. Die da hiess: Heissen Sie die massive verbale Gewalt gegen Russland in letzter Zeit, all die Vorwürfe und aggressiven Töne, gut?

          • gabi sagt:

            Es gibt keine aggressiven Töne gegenüber Russland. Von verbaler Gewalt ganz zu schweigen.
            Angebracht wäre ein bestimmteres Auftreten allerdings längst. Der Westen drückt sich, obwohl die Lügenspiele des Kreml immer deutlicher werden.
            Auf Ihre Frage bin ich schon gar nicht mehr weiter eingegangen, weil Ihre Absicht sowieso längst klar ist:
            Die dreiste, unverschämte Geschichtsfälschung, die sie hier in Bezug auf Polen aufzutischen versuchen, ist zu offensichtlich.
            Sie scheinen völlig zu unterschätzen, dass Katyn in der Schweiz ebenso bekannt ist wie der Verrat an den Aufständischen in Warschau. Die Lüge, die Sie hier zu platzieren versuchen, ist ebenso niederträchtig wie absurd.
            …Aber das unterschätzt man natürlich da, wo man mit dieser Art Lügen erzogen wird.

          • Cédric Ruckstuhl sagt:

            @Gabi
            – Zur verbalen Gewalt gegen RU ist alles klar. Sie verharmlosen diese, was Unterstützung gleichkommt. In Ihren Vorträgen hier haben Sie ja selbst ebenso massive wie bizzarre Vorwürfe gegen RU erhoben.
            – bezüglich Polen und des deutschen Überfalls auf Polen, was genau in meinem Beitrag war denn „dreiste, unverschämte Geschichtsfälschung“?

          • gabi sagt:

            „Die Sowjetunion war der einzige Staat, der sich schon 1939 militärisch den Deutschen in den Weg stellte.“

            Wirklich ungeheuerlich, mit welcher Unverfrorenheit man eine derart kranke Verleumdung – über die Köpfe der Millionen Opfer hinweg – in ein offenes Foum wie dieses stellen kann.

            Tun Sie doch nicht so, als ob nicht auch an der Sawuschkin-Strasse 55 mit ein paar Klicks heraus gefunden werden könnte, was die Sowjetunion sich sofort nach dem Hitler-Stalin-Pakt erlaubt hat. Von „in den Weg stellen“ kann überhaupt nicht die Rede sein, sondern sie haben die Situation umgehend dafür genutzt die polnische Armee in Katy zu „köpfen“, Finnland anzufallen, die Baltischen Staaten zu kassieren.

          • gabi sagt:

            Der Grund, weshalb sich Stalin 1942 tagelang weigerte zu glauben, dass Hitler plötzlich gegen ihn losschlug, rührt einzig und alleine daher, dass der grosse Führer (wie er sich, noch vor Hitler, schon 1929 offiziell nennen liess! – russisch: вождь) sich von England viel mehr bedroht fühlte, als von seinem Komplizen Hitler und hinter allen Meldungen nur eine britische Verschwörung wähnte… Warum wohl? Wo er sich doch „Deutschland in den Weg gestellt“ habe.

            Hätte er dies tatsächlich getan, so hätte er Hitlers Weltenbrand zu einem sehr, sehr frühen Zeitpunkt mit Leichtigkeit unterbinden können… Wie Hitler später selber eingestand: Anstatt das 3. Reich zu beliefern, hätte er die eignen Öllieferungen stoppen und die rumänischen unterbinden können.
            – Ihre Propaganda verhöhnt Millionen!

          • gabi sagt:

            Auf den Humbug mit der „aggressiven Rethorik“ des Westens werde ich nicht weiter eingehen. Die ist angesichts dessen, mit was die Russen nun seit Jahren von Putins Kleptokratenclique berieselt werden, einfach bloss ein schlechter Witz:

            Im Gegenteil – Während in der Ostukraine täglich Menschen von Russlands Banden UND von der russischen Armee getötet werden, versucht es der Westen immer noch mit beschwichtigendem Murmeln, als ob „Diebe im Gesetz“ (wie die staatsokkupierenden Mafiosi in Russland genannt werden) bloss wie trotzige Kinder behandelt werden sollten.

            Dieses – musikalische – Propagandastück ist noch das harmloseste Beispiel für die faschistoide Grossmannssucht Putins:

            https://www.youtube.com/watch?v=RnVGQcpO8o8&feature=youtu.be

        • Thomas Tschopp sagt:

          Ruckstuhl, das war jetzt aber Geschichtsrevisionismus vom Feinsten, wie direkt vom NKVD/KGB/FSB geschrieben. Sie vergessen zu erwähnen, dass die Aufteilung Polens zwischen den beiden Diktaturen schon vor dem Angriff auf Polen durch D/RU bereits beschlossen war. Und dass Stalin die Polen zu tausenden ermorden liess. Katyn sagt ihnen etwas? GB/F haben nichts gemacht? Die haben dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Was genau hätten die mehr machen können? Noch verblendeter geht wohl nicht.

          • gabi sagt:

            Vergessen Sie`s Herr Tschopp:
            Auf ihn selber ernsthaft einzugehen, ist absurd. Der Fall – bzw. sein Ansinnen – ist glasklar. Drüben im History-Blog will er noch nicht einmal wissen, was unter dem Begriff „Holodomor“ zu verstehen sei („Homomor? was soll das sein, noch nie gehört.“). Es KLINGT also nicht einfach nur nach tschekistischem Geschichtsrevisionismus, sondern es IST aktiver tschekistischer Geschichtsrevisionismus. Hier bei der Arbeit zu beobachten.
            Allerdings auch bei seinen natürlichen Grenzen: Es ist interessant, wie wenig denen klar zu sein scheint, mit welchen vermeintlichen (eingeimpften) Gewissheiten sie sich verraten.
            Es kann uns nur darum gehen, andere Mitleser drauf hin zu weisen. An ernsthafter Diskussion ist dem bestimmt nicht gelegen.

          • gabi sagt:

            Ah… Mist. Den wollte ich ja noch erwähnen:

            Drüben steht auch – im Ernst! – das Folgende, was er offenbar den Amis andichten will:

            „Denken Sie an die hunderttausende von vergewaltigten Französinnen. “

            Da fragt man sich dann auch wieder: Sind das die Vorgesetzten? Glaubt er das selbst? Oder ist das Teil des normalen russischen Geschichtsunterrichts, inzwischen?

            Auch Letzteres ist möglich. So, wie ein Grossteil halt wirklich kaum je was von Katyn vernommen hat oder trotz allen aufgearbeiteten Beweisen daran festhält, das wären die Deutschen gewesen. Auch der Ribbentrop-Molotov-Pakt ist nur den wenigsten Russen bekannt und alles, was an Aggression gegen seine Nachbarn vor 1941 geschah, wird von der prall gefüllten Decke des „grossen Vaterländischen Krieges“ zugedeckt.

          • gabi sagt:

            In diesem Zusammehang:

            Für mich persönlich ein Wendepunkt, bzw. eine Gabelung, an der sich der Westen für den falschen Weg entschieden hat, war der Untergang der Kursk.

            In bester Sowjetmanier hat man sich nicht um die – anfangs durchaus noch mögliche – Rettung der verbliebenen Besatzung gekümmert, sondern war nur damit beschäftigt, „Schuldige“ zu benennen. Da ging`s zum ersten Mal im grossen Stil los mit der „NATO will uns ans Leder“-Saga: Ein US-U-Boot habe die Kursk gerammt!

            Das wurde im ganzen Land verbreitet! Jedem Russen wurde – OHNE JEDE GRUNDLAGE -eingebleut, was der verabscheuungswürdige Westen Mütterchen Russland angetan habe. Vor dem Atomzeitalter zweifellos ein unausweichlicher Kriegsgrund!

          • gabi sagt:

            Als dann (viel) später vom Kreml endlich eingesehen werden musste, dass sie noch nicht einmal fähig waren, die Bergung stemmen zu können, als norwegische Taucher, eine holländische Bergungsfirma mit deutschen Sägeseilen schliesslich Gewissheit über den Hergang Tragödie brachten (und damit auch über das schuldhafte Versagen des Kreml und der russischen Behörden), hätte meiner Meinung nach der Westen darauf bestehen müssen, dass sich Moskau für die aggressive Rhetorik der verbalen Gewalt und der verleumderischen Anschuldigungen entschuldigt. Und vor allem: Darauf bestehen müssen, dass dies in Moskau der zuvor aufgepeitschten Bevölkerung klar kommuniziert wird!

            Das ist nicht geschehen ist, war ein fataler Fehler.

            Die weitere Entwicklung ist diesem Fehler geschuldet.

          • Cédric Ruckstuhl sagt:

            @Tschopp
            – Aber natürlich hatte RU die Gelegenheit beim Schopf gepackt, DE möglichst weit von Moskau fernzuhalten: Wäre RU nicht in das damalige „Ostpolen“ zurückgekehrt, hätte DE auch diese Gebiete besetzt, mit furchtbaren Folgen.
            – GB und FR haben nichts getan, als DE auf dem Papier den Krieg zu erklären. Es fiel aber im Septemer 1939, als DE Polen eroberten, kein einziger französischer Schuss am Rhein. Und dies, obwohl FR mit Polen verbündet war und versprochen hatte, Polen im Falle eines deutschen Angriffs beizustehen. Erst im Mai 1940, als FR selber angegriffen wurde, begann es zu kämpfen.
            – Russischen Beistand hatte Warschau übrigens abgelehnt. Arrogant und wie gewohnt grosspurig verkündeten die Polen, man werde auch allein mit den Deutschen fertig und brauche die Russen nicht.

          • gabi sagt:

            Aha: Gleich noch ein Bsp. also.

            Polen hat „grossspurig“ und „arrogant“ die „Hilfe“ Moskaus abgelehnt.

            Also unverfrorenes Leugnen des Ribbentrop-Molotov-Paktes! Hier. Vor aller Augen.

            Wie hätte man sich denn die „Hilfe“ gegen Deutschland überhaupt vorstellen sollen? Wo doch grad zuvor jener Pakt unterschrieben wurde, der Polen unter den beiden Aggressoren aufteilte? Dürfte wohl eine Hilfe in der späteren Art gewesen sein: So, wie Ungarn 1956 oder die CSSR 1968 oder Afghanistan 1979 die Sowjetunion „um Hilfe“ gerufen hat, was?!

            Wirklich: Das ist aber schon echt „grossspurig“ und „arrogant“ die „Hilfe“ von jemandem abzulehnen, der gerade – vertraglich vereinbart – im Begriff ist, das eigne Land zu überfallen und unzählige Menschen umzubringen.

            Wow!

          • Cédric Ruckstuhl sagt:

            @Gabi
            1938, nachdem DE die Tschechoslowakei zerschlug, bot RU FR und Polen ein Bündnis an. FR versprach, Polen im Falle eines deutschen Angriffs beizustehen. Auch RU bot Beistand an, und um DE bekämpfen und Truppen an die Front bringen zu können, hätte Polen RU die Durchfahrtserlaubnis durch sein Territorium geben müssen. Das lehnte Polen arrogant ab, mit dem Hinweis, man werde sicher auch ohne RU mit DE fertig.
            .
            Nachdem dieses sowjetische Bündnisangebot gescheitert war, musste eine andere Strategie her, eben der sog. Molotow-Ribbentrop-Pakt. Ich wäre der Letzte, der diesen abstreitet, schliesslich war er ein Meisterwerk der sowjetischen Diplomatie. Er verschonte RU vor einem deutschen Angriff schon 1939, rettete die Gebiete in Ex-Ostpolen, brachte zwei kostbare Friedensjahre.

      • Vels sagt:

        …sehr richtig, @gabi – unmd von den ermordeten Millionen durch Stalin und Stalinisten sprechen ja heute auch die Naiven, Vergesslichen, etc. auch nicht mehr. Kommunismus & Nationalsozialismus (2 Widersprüche in einem Begriff) = alles die Selbe widerliche Schwachmaten- Selbstverherrlichung. Trumpismus, Putinismus, Ergowahnismus, Bolsonero-rismus, Kim-rismus, etc. wie sie alle heissen ist auf dem besten Wege selbige Untaten gegen die Menschheit zu verbrechen. WEHRET DEN ANFÄNGEN !

        • gabi sagt:

          Nicht nur die Naiven und Vergesslichen, Vels.

          Vergessen wir bitte nicht die Beauftragten!

          Die Troll-Fabrik in St. Petersburg ist putzmunter. Wie da oben grad zu sehen. Wichtigster Rethorikhammer:

          Es gibt keine Kritik an Putin, seiner Entourage und der ganzen Kleptokratie, die das Volk um die Einkünfte ihrer Ressourcen bringt (die ihnen doch angeblich die NATO wegnehmen wolle), sondern es wird immerdar zur „Russenfeindlichkeit“ erklärt.

          Als ob nicht die Russen am Meisten unter diesem Regime zu leiden hätte!

          • Cédric Ruckstuhl sagt:

            @Gabi
            Sie verbreiten Falschinfos. Allein schon ihre Behauptung, Deutschland haben RU 1942 angegriffen, ist falsch: Es war 1941. Wenn Sie schon elementarste Basisfakten nicht kennen…
            1939 war RU ins damalige “Ostpolen” zurückgekehrt. Hätte es das nicht getan, wären diese Gebiete von den deutschen besetzt worden. Die Deutschen wären damit von Beginn weg hunderte Km näher an Moskau gewesen und hätte eine viel bessere Ausgangslage für ihren Angriff auf Moskau gehabt und den Krieg wahrscheinlich gewonnen. So aber hat die kluge, vorausschauende Politik Stalins die Deutschen ferngehalten und RU vor der Niederlage bewahrt. Übrigens war “Ostpolen” Gebiete, die Warschau 1921 brutal erobert hatte. Dort lebten kaum Polen und Warschau führte eine brutale Polonisierungspolitik.

          • gabi sagt:

            Plump weiter im Text also. Zu simpel, zu durchschaubar.

            (1942? Wäre mir nicht bewusst gewesen, dieser Fehler. Aber falls doch: Das Unternehmen Barbarossa startete selbstverständlich 1942)

          • gabi sagt:

            DAMM: Es muss ein Freudscher sein… Ich schreibe ja wirklich immer 1942, ich Depp!

            Dabei weiss ich selber, dass es 1941 war.

            Korrigieren Sie`s mir, lieber Blog-Supervisor?

          • Cédric Ruckstuhl sagt:

            @Gabi
            Gabi, also ehrlich, es ist schon etwas mühsam mit Dir zu diskutieren wenn Du die elementarsten Fakten abstreitest. Bitte informier Dich vorher, ehe Du wieder schreibst. Der deutsche Angriff auf RU startete 1941, und ich bin nicht bereit, weiter über dieses Datum zu diskutieren. Das wäre schlicht Zeitverschwendung. Zu dieser Unkenntnis elementarster Fakten passt auch der Rest deiner Beiträge, in welchen Fakten entweder ganz fehlen oder sehr frei von Dir interpretiert werden.

  • Sutter sagt:

    Nie mehr Krieg, muss die Devise für immer heissen. Mit militärischer Aufrüstung kann man zwar einen Krieg verhindern, aber nie Frieden schaffen. Das friedenssicherste Element in Europa ist mit Abstand die EU. Sie sorgt dafür, dass Probleme nicht auf dem Schlachtfeld bereinigt werden, sondern – wenn auch in mühsamer Kleinarbeit und nicht immer erfolgreich – am Verhandlungstisch.

    • gabi sagt:

      Wie beklemmend naiv.

      Und diese EU kann und wird also niemals in irgend einer Form von Kräften bedroht werden, denen Verhandlungstische prinzipiell suspekt sind?

      Ich frage mich, wieso die Tschechoslowakei dann den Weltkrieg nicht gewonnen hat?

      Oder wieso Polen – obwohl doch das erste Opfer, Kriegseintrittsgrund und alliierter Verbündeter – dann trotzdem einer der beiden angreifenden Seiten, die den Weltkrieg ausgelöst hatten, überlassen wurde.

      Wie erklären Sie sich denn das eigentlich?!

  • Eric Cerf sagt:

    Unglaublich starke Fotos des russischen Frontarztes, vom Alltag nach der Kapitulation der Wehrmacht im zerstörten Berlin. Vom 1000 Jährigen umbesiegbaren Deutschen Reich blieb nur Schutt und Asche übrig. Den Krieg losgetreten hatte ein GW-Führer, namens Adolf Hitler

  • Annemarie Ulrich sagt:

    Es muss entsetzlich gewesen sein, die pure Hölle. Leider sterben die Leute, die das erlebt haben, langsam weg, und damit stirbt auch die Empathie für diese schreckliche Zeit, in welcher ganz Europa in Trümmern lag. – Die Hetzen gegen bestimmte Volksgruppen nehmen zu, die Angst, dass einem etwas weggenommen wird, ebenfalls, und ich würde mich nicht wundern, wenn es eines Tages wieder losginge. Darum rettet Europa, wir haben immerhin seit 75 Jahren in Frieden zusammengelebt.

    • Werner Boss sagt:

      Viele Leute scheinen den Satz von Parazelsus entweder nie gehört, oder schnell wieder vergessen zu haben!

    • Maurice Meier sagt:

      nicht ganz Europa, die Schweiz wird auch im nächsten grossen Krieg verschont bleiben

      • Vels sagt:

        Im nächsten grossen Krieg wird absolut niemand verschont werden (Atomkrieg betrifft alle) …und die CH die kleine, sich ewig bei den sogen. Grossen anbiedernde Schweiz wird sich dann ein anderer Möchtegerne-Weltherrscher als billigen Vasallen und Flucht- u. Raubgeld-Tresor untertänig machen. Ein Land wie die CH als ehemaliges Armenhaus Europas ohne Bodenschätze, ungenügender Landwirtschaft, etc. hat in einem Krieg NULL Chancen ohne Verbündete und Nachbarn und die „Steinhaufen“ (Berge) interessieren auch niemand.

    • Emil Eugster sagt:

      Leute die das erleben sterben nicht weg, sondern leben nur etwas weiter weg. Die genau gleichen Bilder + Erlebnisse erfahren gerade jetzt die Menschen zB. in Jemen.
      Die Schweiz liefert Saudi-Arabien Waffen, damit diese auch gut ausgerüstet sind um für solche Bilder zu sorgen. In acht Monaten ist Weihnachten + wir können dann wieder unsere zwei Franken in den Becher der Glückskette werfen. Soviel kostet es unser Gewissen zu reinigen + von diesen Bildern in den Zeitungen verschont zu bleiben.
      Der Postillon 26.4.19 „Sanaa (dpo) – Mit kollektivem Achselzucken hat die Welt heute den vierten Jahrestag des Jemenkrieg-Ignorierens begangen. Der Konflikt, der bereits mehr als 60.000 Menschen das Leben kostete, geht der Weltgemeinschaft nun schon seit dem 26. März 2015 gediegen am Arsch vorbei.“

  • Schacher sagt:

    Ein Krieg kennt immer nur Verlierer und Zerstörung. Das war schon immer so, und wird auch so bleiben.
    Deshalb ist jeder Franken, der in die Rüstung gesteckt wird, verschwendetes Geld und entzieht anderen wichtigen Aufgaben die nötigen Mittel. Kaum vorstellbar, was mit hunderten Milliarden Dollar Sinnvolles gemacht werden könnte!

    • gabi sagt:

      Hat Dänemark also ihrer Meinung nach vom Überfall durch Deutschland profitiert?

      Hat der Kongo über die Besetzung durch das belgische Königreich (dem er praktisch nichts entgegen zu setzen hatte) zu wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Höhenflügen gefunden?

      Ist Tibet vielleicht eines ihrer argumentatorischen Highlights, das beweist, wie segensreich und gewinnbringend es ist, sich gar nicht erst gegen Invasoren zu rüsten?

      Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, was noch so bedeutsam klingende Phrasen in der Realität bedeuten?

  • C. Schneider sagt:

    Vermutlich haben sie recht. Bzw. bleibt der Blick dabei verstellt, in „gerechte Sieger“ und Verlierer, die bekommen, was sie verfiverd.

  • Peter Foster sagt:

    @Siegenthaler. Ich weiss nicht genau, was sie uns eigentlich sagen wollen. Vielleicht darf man aber darauf aufmerksam machen, dass es nicht ausschliesslich Harfenspieler und Pazifisten waren, die Europa vom Faschismus befreit haben.

  • Jürg Siegenthaler sagt:

    Feinfühlige Menschen sind betroffen. Diejenigen die es nötig hätten, Kriegsgurgeln und Rechtsextremisten schauen es sowieso nicht an. Und wenn, geht es ihnen hinten vorbei. Leider…

    • Regina Bischof sagt:

      Und was ist mit den Linksextremisten und dem Schwarzen Block ? – Die sind natürlich absolut friedlich…

      • Walter Stierli sagt:

        Schon spannend wie bei jedem Fingerzeig auf Rechtsextreme jemand mit dem Hinweis „und was ist mit den Linksextremen?“ kommen muss.

      • Hofer Florian sagt:

        Sehr geehrte Frau Bischof
        Es war der !Faschismus!, bzw. Die Rechtsextremen, die zwischen 33.-45 die Welt in Brasnd setzte…
        Nicht der Kommunismus, nicht die Linksextremen, nicht der schwarze Block.
        Ende der Diskussion.

        MfG Florian Hofer

        • Peter Baumann sagt:

          @Hofer Göbbels sagte selbst „Wir sind Sozialisten! “ Die NSDAP ist aus der Deutschen Arbeiterpartei DAP hervorgegangen. Beide Parteien verstanden sich als sozialistisch, welche die Russlandtreue und Nähe zu Stalin der bisherigen deutschen Linksparteien, v.a. den Kommunisten, nicht akzeptieren wollten. Deshalb hiess die neue Partei auch National Sozialstische DAP, also NSDAP. Auch Mussolini war Exkommunist welcher nach dem Ausbleiben des Proletrarieraufstandes im Westen eine laut ihm verbesserte Form des Kommunismus kreierte, den Faschismus. Hitler war gegen Grosskapital, Spekulation etc und für vom Staat finanzierte Ausbildung, Gesundheitswesen, mehr Rechte für Arbeiter und gegen deren Ausbeutung etc. Viel sozialistischer geht es kaum. Lesen Sie das Parteiprogramm der NSDAP.

        • gabi sagt:

          „Ende der Diskussion.“

          Die Art Diskussionskultur schätzt man in Demokratien ganz besonders, was?!

          Und bis ´89 war diese Art der Diskussionskultur wo genau in Europa besonders verbreitet? – Ja: Genau dort.

          Der Aufstieg Hitlers wäre ohne das Schreckbild jenes „Kommunismus“, bzw. der Verbrecher, die sich auf diese Ideologie zu berufen berechtigt fühlten, nicht denkbar.

          Verbrechen sind Verbrechen. Vollkommen unabhängig davon, mit welchem ideologischen Überbau sich man sich die niedrigsten Taten gerecht reden will.

      • J. Lutz sagt:

        @R. Bischof: Dauerte nicht lange, bis der erste „Wir nicht, die anderen auch!“-Kommentare auftauchten …

      • Emil Eugster sagt:

        Frau Bischof verspürt doch nur das Bedürfnis die Taten des Herrn Hitlers zu verteidigen. Er war eben scheinbar doch nicht so schlimm – schau besser hierhin, da hat einer vom schwarzen Block eine Scheibe eingeworfen.

        • gabi sagt:

          Ich verstehe nicht, wieso die Taten eines Hitler verteidigt werden, indem man darauf aufmerksam macht, wer diesem Verbrecher nach Kräften beigestanden ist.

          Stalin war Hitlers allerwichtigster Verbündeter! Nicht Mussolini, nicht Chamberlain… Sondern sein Bruder im Geiste. Der Massenmörder, der schon ein paar Dezimalstellen mehr auf dem Kerbholz hatte, bevor Hitler sich auch nur in Spanien einmischte!

          Hier geht es nicht ums Verteidigen dieser oder jener Seite. Es ist die Vorstellung, dass diese irren Verbrecher überhaupt als etwas Anderes betrachtet werden sollten, als der selbe Abschaum, der sie waren. Ihre Ziele waren dieselben: Kontrolle über den grösstmöglichen Teil, den sie der Welt gewaltsam entreissen konnten. Zu egal welchen Opfern und Kosten.

          • Emil Eugster sagt:

            „Ich verstehe nicht …“
            Ganz genau – sie verstehen nicht.

          • gabi sagt:

            Dann erklären Sie´s doch. Kann ja nicht so schwer sein.

            Oder wollen Sie sich über die Opfer lustig machen und diese Schandtaten verniedlichen?

    • Stef sagt:

      @Siegenthaler: Die Welt wurde nicht durch „feinfühlige Menschen“ von den Nazis befreit, sondern durch toughe Leute, welche Sie abschätzig als „Kriegsgurgeln“ bezeichnen.
      Der feinfühlige Chamberlain hingegen ist der Historik als Verantwortlicher für die desaströse Appeasementpolitik in Erinnerung geblieben, welche die Katastrophe des WW2 erst ermöglicht hat.

      • gabi sagt:

        Mir scheint sowieso, dass sich – je länger es her ist – die diffuse Vorstellung verbreitet, Hitler hätte doch eigentlich bloss schon durch einen entschiedenen Hungerstreik, z.B. in Auschwitz, zum Aufgeben und Abdanken gezwungen werden können.

        Die Menschen scheinen zu vergessen, dass „Friede“ alleine keineswegs gleichbedeutend ist mit Schutz vor Willkür und Terror. Ist dieser nämlich staatlich gelenkt und findet auf dem Territorium eines Staates statt, der zuvor überfallen wurde, dann ist das, was wir als „Frieden“ bezeichnen – also der Verzicht auf den Einsatz militärischer Gewalt und damit auch Gegenwehr – die beste Voraussetzung, um erst so richtig loswüten zu können.

      • Thomas Tschopp sagt:

        Wenn ein Politiker ausserhalb Deutschland den WW2 erst ermöglicht hat, dann Stalin, der mit Hitler bis zum 22.6.1941 paktierte. Chamberlain wusste, dass GB nicht kriegsbereit war und musste Zeit schinden. Erst der Überfall auf Polen durch Hitler ( und später Stalin, was fast zur Kriegserklärung GB an die UDSSR geführt hätte ) brachte das Fass zum Überlaufen obschon die RAF und das Heer immer noch nicht bereit war.
        Frankreich war aber noch schlimmer dran, da wurde die Aufrüstung von Links aktiv sabotiert.

Kommentar

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