Die Zukunft von gestern

Ob für Land, Luft oder Wasser: An diesen futuristischen Fortbewegungsmitteln arbeitete man in der Nachkriegszeit.

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Das experimentelle Luftfahrzeug TMR, das aufgrund seines Aussehens auch den Spitznamen Fliegendes Bettgestell trug, diente Rolls-Royce zur Erforschung der Technik für Senkrechtstarts. (1954, Central Press/Getty Images)

Über die Vision eines Flugapparats, der nur aus einem Flügelpaar besteht, lesen Sie im neusten Beitrag der Serie «Zeitbilder».

Der Ford Gyron, ein gyroskopisch ausbalanciertes Konzeptauto, das 1961 an der Detroit Motor Show enthüllt wurde. (Archive Photos/Getty Images)

Die M-497 Black Beetle war ein Testfahrzeug der US-Eisenbahngesellschaft New York Central Railroad. Es handelte sich um einen Personenwaggon, der mit zwei Düsentriebwerken ausgestattet war und eine Geschwindigkeit von 295 km/h erreichte. (Juli 1966, Central Press/Getty Images)

Chefingenieur Carl Mikan führt den Hover-Scooter auf einem Weiher im englischen Surrey vor. Das Fahrzeug schwebte auf einem 15 Zentimeter hohen Luftkissen über dem Wasser. (November 1960, Harry Todd/Fox Photos/Getty Images)

Benjamin Bowden trägt den Prototyp seines Fahrrads Spacelander zu einer Ausstellung in London. Der eingebaute Dynamo speicherte Energie beim Abwärtsfahren, um sie bergauf wieder freizusetzen. (September 1946, J. A. Hampton/Topical Press Agency/Getty Images)

In der August-Ausgabe 1947 der Schweizer Zeitschrift «Prisma» präsentierten Ingenieure ihre ÖV-Vision für das Jahr 2000: Eine «Hängeschnellbahn», die ihre Passagiere mit Torpedokabinen in 7 Minuten von Winterthur nach Zürich bringt. (ETH-Bibliothek)

Auch das Konzept Fulgar des französischen Autoherstellers Simca war für die Jahrtausendwende angedacht. Das zweirädrige Auto sollte atombetrieben und radargesteuert werden. (1958, Central Press/Getty Images) 

Ein Auftritt des französischen Stuntmans Gil Delamare und seiner Freundin Colette Duval mit dem Fulgar sorgte im Januar 1959 auf den Strassen von Paris für Aufsehen. (Keystone-France/Gamma-Rapho/Getty Images)

Vor der südenglischen Isle of Wight testete man im September 1970 eine amphibische Kreuzung zwischen Minivan und Raddampfer. (Popperfoto/Getty Images)

Der Traum vom persönlichen Minihelikopter auf dem Cover des US-Magazins «Popular Science».  (März 1940, Popular Science/Getty Images)

Das Aerocar macht genau das, was der Name verspricht. Für den Einsatz auf der Strasse wurden einfach Flügel und Heck abmontiert. (1957, Jan Fardell/Library of Congress/Corbis/VCG/Getty Images)

Am Genfer Autosalon 1956 präsentierte das italienische Unternehmen Viberti den stromlinienförmigen Bus Golden Dolphin. (Hans Gerber, ETH-Bildarchiv)

Der Konzeptflitzer Runabout von General Motors, der 1964 an der Weltausstellung in New York enthüllt wurde, sollte mit seinem in den Kofferraum integrierten Einkaufswagen vor allem Frauen ansprechen.  (General Motors)

Die C.450 Coléoptère von Snecma war ein Experimentalflugzeug, das senkrecht starten konnte. Beim neunten Testflug geriet es ausser Kontrolle und wurde völlig zerstört, worauf der Hersteller das Programm beendete. (Juli 1958, Keystone/Getty Images)

Der kleine Urbania war so was wie ein Vorgänger des Smart, der das Parkplatzproblem in den Städten lösen sollte. Um den Fahrer zu schützen, konnten ringförmige Kabinen auf das Chassis montiert werden. (Dezember 1964, Franco Sestili/BIPs/Getty Images)

Der Prototyp GM Firebird III war im Grunde genommen ein Düsenflugzeug für die Strasse. (ca. 1958, Bettmann/Getty Images)

Im August 1951 zierte die Skiway das Cover von «Popular Science». Der kuriose Seilbahnbus verkehrte tatsächlich in den Fünfzigerjahren am Mount Hood im US-Bundesstaat Oregon. Das Gefährt zog sich selbst mit seinem 185-PS-Benzinmotor den Berg hoch – und machte Berichten zufolge einen unheimlichen Lärm dabei. (Popular Science/Getty Images)

Der Flugschrauber Fairey Rotodyne war für den Personentransport zwischen zwei nahe gelegenen Metropolen vorgesehen. Dank des Senkrechtstarts benötigte er nämlich keine Startbahn. Über den Prototypenstatus kam er jedoch nie hinaus. (Juni 1958, Reg Birkett/Keystone/Hulton Archive/Getty Images)

Im Kölner Stadtteil Fühlingen wird 1952 eine Einschienenbahn getestet. (Horace Abrahams/Getty Images)

Das Konzept von fliegenden Untertassen wollte der französische Flugzeugbauer René Couzinet offenbar nicht den Marsmännchen überlassen. Bei der RC-360 (hier als 3:5-Modell in der Werkstatt in Levallois-Perret) sollten sich zwei Scheiben entgegengesetzt um das Cockpit drehen und für Auftrieb sorgen. Die kleine Turbine an der Unterseite beförderte das UFO gemäss Plan nach vorn. Weil der Staat das Projekt nicht finanzieren wollte, wurde nie ein Prototyp gebaut.  (1955, Keystone/Hulton Archive/Getty Images)

6 Kommentare zu «Die Zukunft von gestern»

  • Thomas Hoffmann sagt:

    Das TMR-Gestell diente Rolls Royce dazu, die Triebwerke des späteren Harrier-Senkrechtstarters, der im Falkland-Krieg dann eine wichtige Rolle spielte, zu testen. Der Name „Fliegendes Bettgestell“ wurde von den Engländern nicht verwendet; es war ein Spitzname der NASA-Ingenieure, die eine ähnliche Konstruktion als Test-Plattform für das Lunar-Modul der Mondmissionen verwendeten. Ueberschall und Geschwindigkeit waren die Themen der damaligen Zeit; der Ueberschall-Jet Concorde entstand aus einem gemeinsamen Vertragswerk der Briten und Franzosen, welcher beiden Seiten einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Projekt verbot; man muss sich das heute einmal vorstellen! Die Concorde war kommerziell ein Milliardengrab, ist aber heute noch eine Legende und legte den Grundstein für Airbus-Industries.

  • Thomas Hoffmann sagt:

    Es ist faszinierend, diese gut über 60 Jahre alten Zukunftsvisionen (wieder) zu sehen. Ich selbst kann mich noch an den einen oder anderen Entwurf erinnern. Gemeinsam ist allen, dass man völlig unbeschwert die technischen Möglichkeiten ausgelotet hat, ungeachtet der Praktikabilität oder Wirtschaftlichkeit. Die Technik war absolut im Vordergrund, das Wohlbefinden des Menschen (heisse Glaskuppeln, behelfsmässige Sitze, keine Sicherheitseinrichtungen etc.) weniger. Das hat aber im Gegenzug zu neuen Ideen, Denkansätzen und Inspirationen geführt. Das fehlt heute oft, alles wird unter dem Gesichtspunkt Wirtschaftlichkeit und Vermarktbarkeit erschaffen, sieht deshalb gleich oder sehr ähnlich aus. Bestes Beispiel: Die heutigen Autos, ein Markeneinheitsbrei ohne Merkmale, kaum auseinanderzuhalten.

    • Karl Astor sagt:

      Wir Buben lasen vor 60 Jahren hier in der Schweiz noch begeistert die Monatszeitschrift Hobby, welche voll von derartigen verrückten Zukunftsvisionen war – beispielsweise das selbstfahrende Auto mit dem kleinen Atomreaktor im Kofferraum, dank welchem man nie wieder tanken muss.

    • Peter Rohrer sagt:

      Zumindest im Bereich der Telekommunikation und IT gab es so ein Zeitfenster der unbeschwerten Ideen zum Zeitpunkt der .com-Blase. Besonders gut geendet hat das auch nicht (Etliche Firmen gingen konkurs), aber immerhin waren die Gefahren für Mensch und Umwelt gering. Und als Nebeneffekt hatten wir danach Preissenkungen und ein paar Entwicklungen, die tatsächlich brauchbar waren.

  • Richard Stretto sagt:

    «für Aufschub sorgen» (letzte Bildlegende) — echt jetzt? Oder war damit Anschub oder Auftrieb gemeint? ;-)

    • Joel Hanhart sagt:

      Nach jetziger Betrachtung scheint Auftrieb das eigentlich gesuchte Wort gewesen zu sein. :-) Besten Dank für den Hinweis!

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