Alltäglich? Von wegen!

Wenn Mauricio Alejo zu Hause die Muse küsst, bringt er aus seinem Hab und Gut verblüffende Kunstwerke hervor.

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«Dinner table» (2012)

Die eigenen vier Wände können manchmal ganz schön langweilig sein. Wohl auch deshalb ist Mauricio Alejo daheim stets auf der Suche nach dem Aussergewöhnlichen. Mit seinem Hausrat kreiert der mexikanische Künstler in Wohn-, Schlaf- oder Badezimmer Motive, in denen allzu Alltägliches wieder überraschen kann. Dass manche der Bilder richtiggehend akrobatisch sind, kommt nicht von ungefähr. «Was ich vor der Linse inszeniere, sind meiner Ansicht nach keine Objekte, sondern Ereignisse», erklärt der 49-Jährige.

Hat Alejo eine Idee fertig gedacht oder eine Beobachtung gemacht, so realisiert er das Bild an Ort und Stelle – mit Grossformatkamera und künstlichem Licht. Der ganze Prozess dauert dann vier bis sechs Stunden.

«Learning» (2007)

«Apples» (2003)

«Hallway» (2012)

«Through» (2012)

«Cosmic Alignment» (2012)

«Mirror» (2002)

«Stapler» (2014)

«Milk» (2002)

«Clamps» (2004)

«Slices» (2003)

«Balloons» (2012)

Das Projekt, das zunächst gar nicht als solches angedacht war, läuft nun schon seit mehr als 16 Jahren und hat darum – Alejo ist in dieser Zeit mehr als ein Dutzend Mal umgezogen – auch autobiografische Züge. Eine besondere, metaphorische Bedeutung will der Künstler seinen Werken übrigens nicht andichten. «Ein Bleistift ist für mich ein Bleistift und steht nicht für irgendetwas anders. Dass ich ihn in einem meiner Bilder verwende, liegt wahrscheinlich nur daran, dass er so schön spitz ist.»

alejo-neu

Mauricio Alejo ist 1969 in Mexiko-Stadt geboren und lebt seit über 15 Jahren in New York. Als Fulbright-Stipendiat schloss er 2002 sein Kunststudium an der NYU mit einem Master of Arts ab. Seine Werke waren in Ausstellungen rund um den Globus zu sehen, einige davon sind Teil der Daros Latinamerica Collection in Zürich.

Mehr zu seiner Arbeit finden Sie auf Instagram, Facebook sowie seiner Webseite.

7 Kommentare zu «Alltäglich? Von wegen!»

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