«Gümmele» wie in alten Zeiten

Das Vintage-Velorennen L’Eroica lässt die reiche Geschichte des Radsports im Chianti-Gebiet aufleben.

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Das Radrennen «L’Eroica» wurde 1997 von Giancarlo Brocci, einem italienischen Radnostalgiker, der die Werte des Radfahrens hochhält, ins Leben gerufen. Das Velofahren hat die italienische Geschichte, Literatur, Kultur und Musik wesentlich geprägt. Dieses Erbe wollte Brocci zelebrieren und bewahren. Zudem sollte das Unterfangen die Grundlage dafür schaffen, damit die «strade bianche», die legendären Schotterstrassen zwischen den Chianti-Rebbergen, erhalten bleiben.

Am ersten Rennen nahmen lediglich 92 Radfahrer und Radfahrerinnen teil. Mittlerweile kämpfen sich rund 7000 Teilnehmer jeden Herbst durch das anspruchsvolle Terrain. Sie erleben den Sport in seiner ursprünglichen Form; die physischen Grenzen, den Durst, den Hunger und die Erschöpfung. Diese Art des Velofahrens lebt von der Loyalität zwischen vermeintlichen Gegnern, von der Freude am Sport und seiner Geschichte.

 

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Das nächste Mal findet das jährliche Nostalgierennen am 7. Oktober 2018 in Gaiole in Chianti statt. Erlaubt sind dabei nur Velos, die vor 1987 gebaut oder jenen Modellen genaustens nachempfunden sind. Die Distanzen der verschiedenen Kurse reichen von 46 bis 209 Kilometer.

Mittlerweile gibt es auch Eroica-Rennen in anderen Teilen Europas, in den USA, Südafrika und sogar in Japan. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website, weitere Bilder auf dem Instagram-Profil des Veranstalters.

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