«Kurzzeitig nicht in mich verliebt»

«Die Bauern haben mich umarmt wegen des Rinder-Krams.» Foto: Joshua Roberts (Reuters)

Noch nie war politisches Theater so niveauvoll wie heute. Wegen Trump. Besonders kurzweilig sind seine Interviews. Neulich stand Trump dem «Wall Street Journal» Rede und Antwort. Die Zeitung druckte Auszüge davon ab; die wirklich interessanten Aussagen gerieten danach an die Öffentlichkeit.

Etwa diese: Was würde geschehen, wenn die Schotten das Vereinigte Königreich verliessen? «Was würden sie denn mit den British Open machen, wenn sie rausgingen? Sie hätten die British Open nicht mehr.» Die Golfer wären heimatlos! Auch höre man «das Wort Grossbritannien nicht mehr. Es ist sehr interessant. Es ist, zack, aus.»

Über die gemischte Reaktion auf seine kürzliche Rede vor Pfadfindern sagt Trump: «Ich wäre der Erste, der gemischt zugibt. Ich bin ein Kerl, der Ihnen gemischt sagt. Aber da war kein gemischt.» Später habe ihn sogar der oberste Pfadfinder angerufen und gesagt, Trump habe «die grösste Rede» gehalten, «die jemals vor ihnen gehalten worden ist, und sie waren sehr dankbar dafür».

Nicht wirklich: Der oberste Pfadi war pikiert. Er rief Trump nicht an. Trump erfand den Anruf. Nur mal so.

«Wie viele Leute habt ihr denn?»

Dafür hat Trump allerbeste globale Kontakte: «Ich befasse mich mit fremden Ländern, und trotz allem, was Sie vielleicht gelesen haben, habe ich unglaubliche Beziehungen zu ausländischen Führern. Sie mögen mich. Ich mag sie. Wissen Sie, es ist unglaublich.» Vor allem, wenn es sich um bevölkerungsreiche Länder handelt: «Und dann ruft man Orte wie Malaysia und Indonesien an und sagt, wie viele Leute habt ihr denn? Und es ist ziemlich verblüffend, wie viele Leute die haben.»

Die vielen Leute wollen natürlich viel Handel. «Und dann mache ich einen sehr grossen – dann machen wir sehr grosse Handelsdeals, und darauf freuen wir uns.» Die Vorbereitungen auf Big Handel laufen bereits: «Wir haben Firmen, die hereinströmen in unsere Nation, ich sage mal, wissen Sie, das wird wunderschön.» Auch Geld werde «in unser Land hereinströmen». Die Folge: «Wir werden unglaubliches Wachstum haben.»

Dafür gibt es viel Dank: «Ich war gestern Nacht in West Virginia, da sind die Bauern zu mir gekommen und haben mich umarmt und geküsst wegen des Rinder-Krams.» Der «Rinder-Kram» ist ein Handelsdeal mit China. Mit den Iranern gibt es dagegen keinen guten Deal: «Wir machen grössere Studien. Oh, ich wäre sehr überrascht, wenn sie – schauen Sie mal, wir sind extrem nett zu ihnen gewesen.» Aber bald ist Schluss mit lustig. Yo Teheran!

Glücklich mit Anthony

Mit Anthony Scaramucci war auch bald Schluss mit lustig. Zum Zeitpunkt des Interviews jedoch noch nicht: «Anthony wird das schon machen. Ich kann – Anthony kann das mit links erledigen.» Obschon Anthony «kurzzeitig nicht in mich verliebt war». Jetzt aber ist Trump «sehr glücklich mit Anthony. Ich glaube, Anthony wird toll sein.» Sechs Tage später fliegt Anthony hochkant aus Trumps Weissem Haus hinaus.

Aber was kümmert das Trump? Er sagt: «Ich mache gute Deals. Ich mache keine schlechten Deals. Ich mache gute Deals.» Ausserdem sagt er über ein parlamentarisches Manöver: «Wenn du diesen Antrag gestellt hast, stehst du ziemlich gut da, wenn du erst einmal drin bist. Es ist schwer hineinzukommen, aber wenn du erst einmal drin bist.» Und Jared Kushner? «Er ist ein guter – er ist ein guter Junge.» Amen.

41 Kommentare zu ««Kurzzeitig nicht in mich verliebt»»

  • Rosa Sordo Meier sagt:

    Was mich an diesem „great President“ sehr wundert, ist seine Art sich auszudrücken. Da lese ich Aussagen in der simplen Art von Kindern, alles sind Deals, big Deals and J o o b s . Sein Wortschatz scheint mir sehr limitiert und niemand wundert sich über die Ausdrucksweise dieses Präsidenten, der einem der weltweit wichtigsten Staaten vorsteht..

  • Monika Morandi sagt:

    Zu Herrn Rothacher: Es ist unverschämt, wie Sie Herrn Raess zurechtweisen mit :“Sie verstehen zu wenig“. Ich gebe Ihnen in 1 Punkt Recht: „Trump legt keinen Wert auf Geist & Esprit.“ Absolut. Alles andere ist Quatsch.. Z.Bsp.
    Banken wären Verlierer: Falsch. Trump hat gerade ein Gesetz aufgehoben, welches die Banken in Ihren Schranken halten sollte. Mindestens 8 Leute in Trumps Kabinet sind von Goldmann Sachs (von wegen „drain the Swamp“). Sie verdammen ObamaCare, welches absolut verbessererungswürdig ist. Trumpcare streicht erst mal 800 Mia. um sie den Superreichen als Steuerverg. zu geben, er streicht Meals on wheels für die Alten, er streicht preexisting conditions usw. Genau deshalb ging der Antrag bachab. Trump ist ein sich bereichender Egomane u. muss weg.

    • Susanne Brunner sagt:

      Trump bereichert sich überhaupt nicht – er hat auf sein Gehalt als Präsident verzichtet – tat dies Obama oder Clinton? Es ist erstaunlich wie sich die halbe Welt auf Trump eingeschossen hat, ohne rot zu werden, zieht Europa geschlossen über ihn her und die Leute scheinen sich dabei noch gut zu fühlen. Bei den Vorwahlen habe ich den Anschuldigungen noch Glauben geschenkt (z.B. Steuerhinterziehungsvorwurf). Als ich mich näher mit den Anschuldigungen zu befassen begann, hat sich ein Vorwurf nach dem anderen als heisse Luft herausgestellt. Trump ist ein „Polteri“ und etwas zu angeberisch, aber es gibt Schlimmeres. Dafür beugt er sich nicht dem linken Mainstream, jeder andere wäre längst eingeknickt – das soll ihm mal einer nachmachen.

      • Marcel Stierli sagt:

        Tja Frau Brunner, sie scheinen nicht fähig zu sein, den (überprüfbaren) Argumenten von Frau Morandi etwas entgegen setzen zu können. Mit Trump ist es ja relativ einfach. Man muss nicht tief graben. Seine Lügen kann man tagtäglich live ansehen, er versucht sie ja nicht mal zu vertuschen. Blinde und Taube haben natürlich relativ wenig Chancen, hier Punkte zu machen

      • tigercat sagt:

        Seine Politik begünstigt seine Unternehmen, von denen er sich ja nicht wirklich getrennt hat. Aber naiven Leuten wie Sie macht natürlich sein Lohnverzicht (eigentlich verzichtet er ja nicht darauf, sondern spendet ihn steuerabzugfähig) bedeutend mehr Eindruck.

      • Max Blatter sagt:

        Schon vor den Wahlen habe ich mich an den folgenden Witz erinnert: Ein Huhn pickt zwischen den Eisenbahnschienen nach Körnern, als ein Schnellzug über es hinwegbraust. Als er vorbei ist, richtet sich das Huhn auf, schüttelt die zerzausten Federn zurecht und meint verträumt: „Was für ein toller Gockel!“ – Schon vor den Wahlen fürchtete ich, manche Frauen könnten genau so auf Trump reagieren. Ihr Kommentar, Frau Brunner, zeigt mir, dass meine Befürchtungen wohl nicht ganz aus der Luft gegriffen waren! – Was die dilettantischen Anschuldigungen seitens der Opposition betrifft, gebe ich Ihnen allerdings recht – die Demokraten sind m.E. mitschuldig an allem Schaden, den Trump jetzt anrichtet (Obama-Care versus Trump-Carelessness; Austritt aus dem Klimabkommen; …)

        • Andre Bohren sagt:

          Herr Blatter, Die ACA auch Obama Care genannt war das erste Mal dass alle Amerikaner endlich Krankenversichtert waeren. dass nicht alles klappt liegt auch daran dass sich die Republikaner wie Versicherungen und Pharma Industrie von anfang an dagegen wehrten. Das die ACA verbesserungsfaehig ist wissen wir. Die Republikaner hatten 7 Jahre etwas besseres zu praesentieren, machten aber nichts. Dann in ein paar Wochen versuchten die etwas zusammen zu schustern, was misslang. Von anfang and sagte McConnell dass alle Vorschlaege von Obama abgewiesen wuerden, was beinahe gelang. Waere Obama’s Name nicht drauf, haetten die viel weniger ein Problem damit. Leider hat all dies Wurzeln im Rassissmus, der immer noch sehr stark ist.

  • Ronnie sagt:

    Ich zweifle an Trumps Verstand und Bezug zur Realität! Ein Deal Maker? Nicht wirklich. Ein Deal Vergeiger? Notorisch. Er mag die Golfplätze dieser Welt ein wenig kennen, aber sonst kennt er wohl nur die dortigen Frauen und Schokoladenkuchen. Nicht gerade viel, aber immerhin. Und seine Fakes, das erschüttert niemand mehr, das Ausbleiben wäre die Katastrophe wohl. Man müsste sich überlegen, ob er noch wäre, oder ein Roboter nun im Oval Office rumkurvt. Der könnte zwar besser sein, aber wurde nicht gewählt.

  • Alexander Vogler sagt:

    Erst kürzlich wurde im Tagi die Liste der schlechtesten US Präsidenten publiziert. So etwas würde ich gerne auch von unseren Bundesräten haben. Ich glaube, dass Trump uns auch aufzeigt, wie die Politiker ihre Wähler an der Nase herumführen. Es sind alles gut bezahlte Lobbyisten. Und bei uns ist es doch auch nicht besser. Schauen wir einen BR Schneider-Ammann an, reden kann er nicht, bewirkt hat er auch noch nichts. Wie Trump auch nie in einem Unternehmen sich beweisen müssen. Oder Berlusconi? Wann ging dieser in die Politik? Erst als die Staatsanwaltschaft hinter ihm her war. Da ist Trump wirklich noch harmlos.

    • Studer sagt:

      Trump harmlos?????????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!????????????

      • Max Blatter sagt:

        Trump harmlos – na ja, vergleichsweise schon (so lange er keine Atombombe über Nordkorea abwirft). Der schlimmste absehbare Schaden ergibt sich aus der Aufkündigung des Klimaabkommens, eventuell aus der Aufhebung von Obama-Care – beides kann man spätestens in dreieinhalb Jahren rückgängig machen. – Sollten sich Staaten wie Kalifornien von den USA abspalten, sähe ich das nicht als Schaden: Die USA sind genau so zu gross und zu heterogen (und deshalb unregierbar) wie es die Sowjetunion seligen Angedenkens war.

  • Albert Fiechter sagt:

    Das Anakoluth ist ein Stilmittel der Satire. Dieter Hildebrandt war ein Meister in seiner Anwendung, Piet Klocke ist es bis jetzt. Wenn das allgemeine Kuddelmuddel im Weissen Haus und Donald Trumps Anakoluthe nebst Schmunzeln, absichtlich Verwirrung und Verunsicherung bewirken, und dies den Dollar schwaecht und damit die US-Wirtschaft in Fahrt bringt, ist er doch ebenfalls ein Meister, oder?

  • Gabriela sagt:

    Es ist wirklich unglaublich: ich muss Trump zustimmen. Da waren keine gemischten Reaktionen zu seiner Rede vor den Scouts. Die waren durcha Band geharnischt.

    • Rolf Rothacher sagt:

      Na ja. Ähnliche Reaktionen (bzw. gegenteilige) hat auch Obama stets ausgelöst, beim entsprechenden Publikum. Gerade Pfadfinder lassen sich sehr einfach in eine gewisse politische Ecke verführen, aus der sie (noch) nicht selber herausfinden.
      Obama ist angetreten, die USA zu verändern. Er hat NICHTS erreicht (noch nie sassen so viele dunkelhäutige Amerikaner in Gefängnissen wie nach 8 Jahren Obama!). Trump ist angetreten, um das Steuer herumzuwerfen (was angesichts von Obamas Tatenlosigkeit gar nicht notwendig ist). Ihm wird es innenpolitisch wahrscheinlich sogar gelingen. Die paar Pfadfinder werden sich einem geänderten Wind in der Politik genauso fügen, wie sie es nach Obamas Wahl getan haben.

      • Roland Stuber sagt:

        Kaiser Nero gatte Rom auch ziemlich erfolgreich verändert…
        Nur WIE?!!
        Die Frage die uns Rothacher nicht beantworten möchte!

        • Kurt Haltiner sagt:

          Denkbar schlechtes Beispiel. Über Neros Wirken und seine Beliebtheit weiss man nicht genügend, da die „Hauptquellen“ Tacitus und Sueton erst weit nach seinem Tod über ihn berichtet haben.

        • Bebbi Fässler sagt:

          Kaiser Nero war am „grossen Brand von Rom“ unschuldig!
          .
          Rom war sehr eng gebaut, Häuser aus Holz war die Regel. Da genügte ein Funke, dazu Wind u d schon konnte sich das Feuer ausbreiten.
          .
          Eine Art Feuerwehr gab es schon in Rom, aber gegen einen solchen Flächenbrand konnten sie nichts ausrichten. Schneisen schlagen, gezielt Gegenfeuer legen war eine Lösung, hier wirkungslos!
          .
          Immerhin, beim Wiederaufbau von Rom wurde auf den Brandschutz geachtet.

      • Marcel Stierli sagt:

        Seit wann ist die Anzahl dunkelhäutiger Gefängnisinsassen ein Indikator? Sind sie Pfadfinder Herr Rothacher?

      • Max Blatter sagt:

        Obama hat nichts erreicht? O.k. – sicher nicht so viel wie sich diejenigen erhofften, die ihm den Vorschuss-Friedensnobelpreis verliehen haben. Insofern hat er auch mich ein wenig enttäuscht: Er war eher ein „grauer“ Präsident als ein (um die Physik als Metapher zu bemühen) „Schwarzer Strahler“. (Die Metapher stimmt ja sogar in Bezug auf die Hautfarbe.) Aber zumindest Obama-Care ist sein Verdienst, desgleichen die Entspannung mit Kuba, das Bekenntnis zum Klimaabkommen – alles Dinge, die zu zerstören sich Trump jetzt ansetzt. Und die Obamas Parteikolleginnen und -kollegen in ihrem Dilettantismus leider nicht wirksam zu verteidigen wissen.

      • Andre Bohren sagt:

        Herr Rothacher, Sie muessen in Anbetracht nehmen, dass sobald Obama gewaehlt wurde, Mitch McConnell erklaerte, dass alle Vorschlaege von Obama abgewiesen wuerden. Die Republikaner hatten die Mehrheit im Haus und haben dementsprechend versucht alles zu torpedieren was aus dem WH kam. Im Grossen und Ganzen eher erfolgreich.

  • Rolf Raess sagt:

    Dank den Republikanischen Egoisten und Wendehälse im US-Kongress wird der Trump sogar noch eine zweite Amtszeit (bis 2024…) absolvieren.
    So können diese US-Extremisten hintenherum schalten und walten wie sie wollen und sich aschgrau bereichern. Dazu ungehindert ihre eigenen Süppchen kochen, was gewisse Kreise in den USA (AIPAC z.B.) auch so einfädelt hatten, mit der Finanzierung des Spreng-Kandidaten Sanders…
    Faktisch wird nicht viel geschehen ausser Porzellan zerschlagen, da sich in den USA längst ein Militärregime installiert hat, wie in allen Ländern mit Politiker-Marionetten (wie teilweise im exOstblock, Ägypten, Halb-Afrika und -Süd-Amerika etc. etc.

    • Rolf Rothacher sagt:

      Sie verstehen zuwenig davon. In den USA wechseln Wirtschaftsführer in die Politik und wieder zurück in die Wirtschaft. Und auch das Militär mischt in beiden Sektoren mit. Alles ist in den USA vermengt und vermischt. Die USA als Militärregime zu bezeichnen, mit einem Präsidenten, der sich (dank Fersensporn) vor dem Kriegseinsatz gedrückt hat, ist ziemlich weit hergeholt.
      Die USA werden von der Wirtschaft beherrscht. Diesmal hatte Silicon Valley das Nachsehen und die Wallstreet, die ebenfalls auf Clinton setzte, hatte unglaubliches Glück. Pech haben vielleicht am Ende auch die Gesundheits-Institutionen, falls Obamacare doch noch abgeschafft wird.
      Technology, Finance und Health Care waren die Verlierer 2016. Ob es für sie 2020 zum Gewinnen reicht, werden wir abwarten müssen.

      • Ronnie sagt:

        Interessant wie Trump wirkt! Offenbar haben die Despoten Afrikas zu einer neuen Nation fusioniert und umfassen nun halb Afrika, das sogenannte Halb-Afrika.

    • Franz Marke sagt:

      Immer wieder dieses Erschaudern, wenn man platten, unverhüllt-antisemitischen Verschwörungstheorien begegnet. Jüdische Amerikaner/innen wählen zwar stets stramm demokratisch, aber jetzt sind sie und Bernie Sanders (natürlich auch jüdisch) an der Trump-Katastrophe schuld. Da bleibt einem schon die Spucke weg.

  • Bernhard Schlegel sagt:

    Mir fehlen die Worte.

  • Muller M. sagt:

    Ich kann es auch über ein halbes Jahr später noch nicht fassen, dass dieser unsichere, wankelmütige Mann als Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wurde und es nur damit erklären, dass die Alternative dazu noch viel schlechter gewesen sein musste!
    Versteh’s nicht!

    • Rolf Rothacher sagt:

      8 Jahre Obama haben sehr viele Amerikaner im Stich gelassen. Obamacare deckt ja bloss 8% der Bevölkerung zusätzlich mit einer Krankenversicherung ab. Die übrigen 92% bezahlen für diese 8% mit höheren Steuern (was seltsamerweise nie Thema in den Medien war).
      Hillary Clinton wollte Obamas Politik weiterführen. Niemand glaubte ihr den versprochenen Wandel. (Den Wallstreet-Bankern versprach sie in ihren bezahlten Reden eine Lockerung. Ihre Wähler belügte sie später schamlos). Darum haben ihr auch die meisten nicht geglaubt, dass sie TTP und TTIP begraben würde, was Trump weit glaubhafter versprach.
      Wenn die Mehrheit in 2/3 aller US-Staaten sich von der Globalisierung nur Nachteile versprechen, sie sich wirtschaftlich „abgehängt“ fühlen, dann war/ist Trump der richtige Präsident.

      • Anh Toàn sagt:

        “ Obamacare deckt ja bloss 8% der Bevölkerung zusätzlich mit einer Krankenversicherung ab…“

        Bloss, aber immerhin!

        „Die übrigen 92% bezahlen für diese 8% mit höheren Steuern“

        Und den grössten Teil der Steuern zahlen bekanntlich die Reichen.

        Ergo, mehr sind versichert und die Reichen zahlen dafür, so grob über Daumen und Handgelenk mal Pi, wie asozial oder gar sozialistisch ist das denn?!?

      • Böser Wolf sagt:

        Trump ist kein Präsident, er ist ein Gameshow-Host.
        Natürlich ist Obamacare (ursprünglich Romneycare) nicht gut. Aber Trumpcare ist eindeutig noch schlechter.
        Seine halbe Regierung besteht aus ehemaligen Goldmann-Sachs-Leuten. Die anderer Hälfte sind ehemalige Generäle. Trump hat das Militärbudget dieses Jahr um 50 Milliarden aufgestockt. Das entspricht dem gesamten Militärbudget Russlands.
        Inwiefern das eine Verbesserung gegenüber Obama oder Hillary sein soll, ist mir schleierhaft.

      • Marcel Stierli sagt:

        Schön dass Trump einige Dinge glaubhafter versprach. Hat er diese Dinge denn auch angegangen?

      • Peter Sieber sagt:

        @Rothacher, dumm nur dass auch Trump nichts gegen die Globalisierung unternehmen kann. Sollen US-Güter auch tatsächlich wieder in den USA hergestellt werden, dann ist es schlich und einfach fertig mit den Millionenboni und das würden sich seine grosszügigen Unterstützer ganz sicher nicht gefallen lassen. Und von den 92% sind es die unteren 99% welche höhere Steuern bezahlen da Trumps wundervolle „Steuerrevision“ auch wieder nur den Reichen dient. Ihre Lobhudelei auf The Donald ändert nichts an der Tatsache, dass er schon jetzt unfähiger ist als alle anderen Präsidenten vor ihm. Und wenn Sie schon Obama ankreiden, dass er nichts zustande gebracht hätte, so müssen Sie im gleichen Atemzug zugeben, dass dies ausschliesslich an den republikanischen Verhinderern lag.

  • Beat Hotz sagt:

    Martin Killian haben wir ein paar wunderbare Hoteladressen in den USA zu verdanken. Er hat sie immer wieder mal in seinen Reiseberichten über das Hinterland erwähnt. Gerne mal wieder ein paar solche Tipps. Über Trump wissen wir längst genug.

  • Carlo von Ah sagt:

    Bei diesem Mann stimmt doch etwas nicht im oberen Stübchen. Wie damit umgehen? Zum Psychiater schicken wäre das Naheliegendste. Aber kann man einen Präsidenten der USA zum Psychiater befehlen? Keine schönen Aussichten!

    • Kurt Hofer sagt:

      Die Psychiatrische Vereinigung hat kürzlich beschlossen, dass ihre Mitglieder von jetzt ab psychiatrische Diagnosen über die Psyche des Präsidenten abgeben dürfen, obwohl sie ihn nicht persönlich sprechen konnten. Es gibt genügend Material in den Medien und den Tweets, dass seine Äusserungen wissenschaftlich ausgewertet werden können und wohl mit einem sehr langen lateinischen Namen der psychischen Störung benannt werden kann. Was mir fehlt, ist, dass die vernünftigen Politiker dort keinen Weg in die Zukunft aufzeigen, damit man eine Alternative und eine Vision aufzeigt für die nächsten Wahlen.

    • Rolf Rothacher sagt:

      Ein Interview 1:1 wiederzugeben, ist schlechtester Stil. Lorio hat dies einmal gemacht, als ihm ein Journalist versprach, alles 1:1 abzudrucken. Das Ergebnis war, dass Lorio selbst sagte, er wäre wie ein Schwachsinniger rüber gekommen.
      Wenn ein intelligenter, integrer und überlegter Mensch wie Lorio bei einem Interview derart schlecht abschneidet, wie erst ein Wirtschaftsboss wie Trump, der noch nie Wert auf Geist oder Esprit gelegt hat?
      Die Medien gehen weiterhin höchst unfähr mit Trump um. Doch ein Politiker muss das aushalten können. Und das tut Trump auch.
      Was scheren ihn die Wadenbeisser? Kommt er aus der aufgebauschten Russland-Affäre ohne grossen Makel heraus (selbst Geldwäsche wäre kaum ein Problem, siehe die Clintons!!!), steht der 2. Amtszeit wenig entgegen.

      • Pascal Meier sagt:

        Ja Herr Rothacher, melden Sie sich doch mal bei Trump. Sie können sich immerhin einigermassen normal ausdrücken und wie man in den obigen Zitaten sieht, wären sie ihm damit sicher eine grosse Hilfe. Vielleicht machen sie zusammen die USA great again, und danach könnten sie auch noch die Schweiz retten vor der bösen bösen Hillary oder den Mexikanern oder sonstigen Linken.

      • Adi sagt:

        „Die Medien gehen weiterhin höchst unfähr mit Trump um. Doch ein Politiker muss das aushalten können. Und das tut Trump auch.“

        Klar, weil er so gut im Aushalten ist, heult er seinen Fans auch dauernd wegen der „negative press covfefe“ die Ohren voll…

      • Franz Marke sagt:

        Es wurde schon angemerkt, dass Trump vor etlichen Jahren viel eloquenter war als heute. Heute brabbelt er doch wirklich wie ein Kleinkind. Einer differenzierten Beschreibung ist er gar nicht mehr fähig, schauen Sie sich doch allein die immer wiederkehrenden Einfachstadjektive an. Daher wurde auch schon der Verdacht auf Demenz geäussert. Klingt jetzt böswillig und nach Verleumdung, andererseits kann man gern ältere Interviews lesen und anschauen und versuchen, sich ein Bild zu machen. Wäre die These zu steil, dass jemand, der stets auf dem Niveau eines Sechsjährigen spricht, auch auf diesem intellektuellen Niveau denkt?

  • Cartman sagt:

    Best comedy ever!!!!!! Trump for Oscar!!!!!! Wenn dieser blöde Koffer mit dem roten Knopf nicht wäre. Wenn man die Politik mal weg lässt sehr amüsant, aber kann mal einer cut rufen?
    Wer hätte gedacht das die Jungs von Southpark mit ihrer Fiktion so nah ans aktuelle geschehen kommen. Respekt

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