Tiflis – ein Museum der Hoffnungslosigkeit

  • Mit solchen Fotos wird die georgische Hauptstadt in Reisekatalogen angepriesen. Foto: iStock

  • Geht man näher ran, sieht es dann so aus. Foto: iStock

  • Oder so. Foto: iStock

  • Auch hier wohnen noch Menschen. Foto: Bernhard Odehnal

  • Alte Stadt (vorne), Neuer Präsidentenpalast und Kathedrale (hinten). Foto: Bernhard Odehnal

  • Stahlträger halten die Häuser aufrecht. Foto: Bernhard Odehnal

  • Die Autos sind neu, die Häuser verfallen. Foto: Bernhard Odehnal

  • Wer gerade an der Macht ist, verewigt sich gerne mit exzentrischen Bauwerken wie der neuen Konzerthalle. Foto: iStock

Jetzt also Tbilisi. Die Hauptstadt Georgiens (mit deutschem Namen: Tiflis) soll die derzeit coolste Destination für Städtereisen sein. The place to be – raunen die sozialen Medien: traumhafte Stadt, spannende Architektur, nette Menschen, gutes Essen. Vom Aufbruchsgeist im «nächsten Berlin» schwärmte unlängst die «Zeit».

Solche Hymnen wären aus georgischen Mündern nicht überraschend. Die Georgier sind in aller Bescheidenheit davon überzeugt, dass sie in der Wiege der Zivilisation leben, der Gott das beste Essen und den besten Wein schenkte. Da ist es naheliegend, dass sie auch ihre Hauptstadt als grossartiges Gottesgeschenk wahrnehmen.

Wer freilich nicht mit diesem Glauben aufgewachsen ist, wer also aus dem Ausland kommt, der muss schon eine sehr dicke rosa Brille aufsetzen, um Verfall und Depression auszublenden. Am besten setzt man diese Brille gleich beim Ausgang des Flughafens Tiflis auf. Denn schon die Fahrt ins Zentrum ist eine Reise zurück in der Zeit. Erst geht es in halsbrecherischem Tempo vorbei an monumentalen Shoppingcentern der 2000er-Jahre, dann an den Villen der Oligarchen aus den 90er-Jahren, an Plattenbauten der 70er- und 80er-Jahre und zuletzt an den grauen Wohnsilos der Chruschtschow-Ära. Auch die Menschen wirken hier wie Überbleibsel einer längst vergangenen Zeit: gebückt, mit dem Ausdruck der Hoffnungslosigkeit.

Eine Manifestation des Scheiterns

In der Nacht mag Tiflis ein Hipster-Paradies im Kaukasus sein. Am Tag wirkt die Stadt wie ein Freiluftmuseum der Sowjetzeit. Die Züge der Metro sind alt und muffig, die Stationen strahlen den Charme des Realsozialismus aus. Die breiten Prachtboulevards gehören den Autos alleine, Fussgänger werden in enge Unterführungen gezwungen, in denen Obdachlose schlafen und Babuschkas Blumen verkaufen. Die vielen Autos und die Lage in einem Tal lassen schnell eine dichte Smogglocke entstehen, die das Atmen schwer und Stadtspaziergänge zur Qual machen.

Erleichterung bringt eine Fahrt mit der Seilbahn zur Statue der «Mutter Georgiens». Dass der Smog den Blick auf die Stadt trübt, stört hier weniger. Denn es ist ein Blick auf Ruinen.

Tiflis ist eine Manifestation des Scheiterns. Das Bedürfnis der Mächtigen und Reichen, sich im eigenen Baustil zu verewigen, liess architektonische Ungetüme entstehen wie den Präsidentenpalast oder die aus zwei Glasröhren bestehende Konzert- und Ausstellungshalle. Vor vier Jahren wurde sie eingeweiht, seither steht sie leer. Ihre 40 Millionen Franken teure Glashülle ist verdreckt und zersplittert.

Ein riesiger Trümmerhaufen

Wenn die Tifliser stolz über ihre Stadt sprechen, dann nicht über die modernen Desaster, sondern über die alten Schwefelbäder, die orientalisch anmutenden Altbauten mit Erkern und pittoresken Innenhöfen. Sehr romantisch klingt das. Und sehr weltfremd.

In Wirklichkeit wird die Altstadt in ein paar Jahren verschwunden sein. Heute sieht sie aus wie Ost-Mosul nach der Befreiung vom IS. In Alt-Tiflis aber gibt es keine Kämpfe, nur Vernachlässigung und Verwahrlosung. Was in Reiseführern als «unwiderstehlich charmant» berschrieben wird, ist ein riesiger Trümmerhaufen. In manchen Strassen werden die Hauswände nur durch dicke Stahlträger vom Einsturz abgehalten. Dass hinter windschiefen Bretterverschlägen noch Menschen wohnen, grenzt an ein Wunder. Zu retten sind diese Häuser nicht mehr.

Charmant mag diesen Verfall empfinden, wer nach einer durchzechten und durchtanzten Nacht aus den Kellerclubs an die Oberfläche steigt. Zur Sicherheit sollte man aber schnell die dicke rosa Brille aufsetzen. Damit die Realität nicht allzu sehr schmerzt.

66 Kommentare zu «Tiflis – ein Museum der Hoffnungslosigkeit»

  • tbilisser sagt:

    weimarer republik – leiden viele deutsche?

    viele Tbilisser leiden auch – Tbilissi – die meisten davon sind aus der Stadt weggeflohen

    • Nino Kapanadze sagt:

      Das ist schlicht und einfach nicht wahr! Wenn sie sich besser informieren würden, dann wüssten Sie, dass viele allgemein das Land verlassen, um im Ausland zu arbeiten oder zu studieren. Diese Menschen sind nicht nur aus der Hauptstadt. Von ca. 3 Millionen Menschen im Land wohnt fast ein Drittel in Tbilisi, schlagen Sie ruhig nochmal nach.

  • tbilisser sagt:

    Danke sie haben Recht, aber das merkt keiner, fast alle haben „rosa“ Brille und selbst den tbilisser(die hier gebliebn sind) hoert niemand zu…

    Vielen Dank dass Sie das bemerkt haben

  • Tolga Erkan sagt:

    Ich habe Georgien vor ein paar Jahren besucht. Das Land hat das Unglück, zwischen dem feindseligen Russland und muslimischen Ländern eingepfercht zu sein, aber es ist definitiv eine Reise wert! Von den Dutzenden Ländern, die ich bereist habe, sind die Georgier mit Abstand die gastfreundlichsten, hilfsbereitesten und nettesten Menschen überhaupt! Mein Tipp: Georgien Reiseführer durchlesen, Flugticket buchen und dann vor Ort Auto mieten oder mit den Marschrutkas das Land erkunden.

  • Nino Kapanadze sagt:

    Ich bin nur froh, dass ich dutzende Menschen in Deutschland aus verschiedenen Ländern treffe, die ebenfalls Georgien bereist haben und es als ein schönes Ereignis empfanden. Die Schönheit liegt nämlich nicht nur im Luxus. Eine Empfehlung für die, die bisher noch nie in Georgien waren und sich auf diesen Artikel stoßen, machen Sie sich bitte Ihre eigene Erfahrung, für ihre Reise nach Georgien ist dieser Artikel definitiv kein guter Ratgeber.

    • josiane sagt:

      komme gerade aus Georgien zurück,wir haben die östliche Hälfte des Landes bereist: einfach,nett, viele Kirchen&Klöster,Naturschönheiten,freundliche Leute,allerlei Früchte/Wein und,ja, man merkt natürlich auch Mafia-Effekte(teure Hochhäuser , neue Hotels&geschäfte- und- wie überall in ex-Sovietunion, die alten Plattenbauten, die nach und nach verschwinden werden.70jahre Kommunismus sind nicht so rasch wegzuwischen,
      aber es gibt initiative Menschen !

  • Nino Kapanadze sagt:

    Herablassend, herabwürdigend und arrogant sind die Adjektive, die mir als erstes nach dem Lesen dieses Artikels einfielen. Eine gesunde Kritik ist immer willkommen und ich kann auch nicht alles bestreiten, allerdings werde ich dem Gefühl nicht los, dass der Autor diesen Text sehr subjektiv verfasst hat. Ich bedaure nur sehr, dass Sie sich kein objektives Bild von der Hauptstadt und von dem Land machen könnten. Es ist nämlich nicht alles grau in Georgien, kein Staat wird über die Nacht vollkommen, Entwicklungen erfolgen Schritt für Schritt. Sie vergessen die schicksalhafte geographische Lage Georgiens und die in den letzten 25 Jahren erlebten Kriege im Lande, angesichts dieser Tatsachen ist die Situation in Georgien meines Erachtens nach noch in Ordnung.

  • M. sagt:

    Ich bin gerade zufällig auf diesen Blog gestoßen und habe mich gefreut, als ich einen Artikel über Tiflis gefunden habe. Der Inhalt allerdings macht mich sprachlos.
    Ich war 3x beruflich in Tiflis (leider schon etwas her, 2011 und 2013) und finde diese Stadt nach wie vor toll! Es gibt sie zwar, die herunter gekommenen oder vernachlässigten Straßenzüge, aber die sind kein typisches Tiflis-Merkmal, die findet man in dt. Städten ebenfalls.
    Aufgrund meiner Aufenthalte in der schönen Stadt Tiflis, war ich letztes Jahr in Yerevan und lief eine Woche lang mit einem Grinsen im Gesicht durch die Stadt, weil mich vieles an Tiflis erinnerte. Ich liebe diesen – wie ich ihn nenne – „postsozialistischen, russischen Charme“!

  • Dominique KIm sagt:

    Danke für diesen Bericht. Wieso aber kriegt es der Blog „Welttheater“ nicht fertig die Fotos im Vollbildschirmmodus anzuzeigen? Oder wurde er so angepasst, dass er dem Verfall Tiflis entspricht? (echt rückständig und müsham tolle Fotos mit kleiner Auflösung anzusehen)

  • Alexander Dernburg sagt:

    Ich kann nur bestätigen, was der Autor da aufgedeckt hat: Tiflis ist bitterarm und voller äusserst hässlicher Bausünden, Betonkästen und grauer Wohnblocks. Verfall und Dreck allenthalben. Der Reiz für den Touristen liegt eigentlich nur darin, dass der Alkohol überall zu haben u. sehr billig ist und die lokalen Frauen in den Westen wollen.

    • F. Utz-Griffel sagt:

      Sehe ich genauso. Ich war ca. 2014 dort. Der Dreck und Zerfall haben allerdings auch ihren eigenen Charme. Besonders grotesk empfand ich u.a. die damals neu errichtete, wohl Millionen Euros teure Kathedrale. Auf die Frage, weshalb man solche Summen nicht in bessere Infrastruktur oder Schulen investiere, erhielt ich strafende Blicke. Blasphemie! Na ja, selber schuld dann halt… Good luck.

  • Herbert Poenisch sagt:

    Der Zerfall der Stadt und der Gesellschaft sind im 2017 Film ‚my happy family‘ von Nana Ekvtimishvilli mit Unerstuetzung des ZDF, Canal+ eindrucksvoll dargestellt. Das Bild ist daselbe wie vom Autor gezeichnet!

    • Mikheil Sarjveladze sagt:

      Wenn Sie sich den Film angeschaut haben, sollten Sie dann mindestens wissen, dass der Film sich in den 90er Jahren abspielt und seitdem ist es 1/4 Jahrhundert vergangen. Außerdem ist es eine äußerst einseitige Darstellung, die der Autor den Lesern bietet. Ich würde mit ihm wetten, dass er nicht einmal zwei Oligarchen aufzählen kann, deren angeblichen Villen man auf dem vom Flughafen zur Stadtmitte sieht. Außerdem ist es ein totaler Unsinn zu behaupten, die Stadt sehe wie Mosul aus. Es gleicht einem hoffnungslosen Versuch irgendetwas besonders zerstört und negativ darzustellen. Natürlich ist es an dem Blog was wahres, aber bei so einer einseitigen, gezielt negativen Darstellung, kann nicht vom realitätsnahen Bild gesprochen werden, das der Autor seiner Meinung nach anstrebt.

  • George Galusta sagt:

    Der Autor hat vielleicht recht. Manchmal wirkt Tiflis depressiv, manchmal ist er schmutzig, manchmal zu chaotisch, manchmal auch hoffnungslos. Das kann man mit dem Wetter vergleichen, das nicht immer so ist, wie wir es wünschen. Manchem scheint der Winter hoffnungslos und unendlich, manche dagegen mögen es im Schnee zu wandern. Deswegen meine Damen und Herren, übertragen sie den schuld nicht an der Stadt oder das Wetter, sondern bemühen sie sich immer etwas Positives in alles zu finden. Auch wenn sie so hoffnungslos sind, wie unser Autor. Dann werden sie nicht mehr brauchen die rosa Brillen zu tragen

  • Raimund W. Ritzi sagt:

    Endlich einmal ein Bericht, der nicht alles schön redet und verherrlicht.
    Romantisch wird inzwischen oft als Beschreibung einer alten Verwahrlosung gebraucht

    • Peter Aletsch sagt:

      Eine gewisse Verwahrlosung scheint mir bei antiken kunstvollen Bauten akzeptabel. Die Akropolis ist auch nicht mit Sichtbeton aufgetakelt. Was mich stört, ist der Versuch, mit ‚moderner ‚Architektur“ die Moderne hereinzuholen, den Rückstand aufzuholen. Ebenfalls mit dem Stadtautobahnschneisenschlagen bis in die innersten ältesten Quartiere.

  • Hansueli Scherrer sagt:

    Ich habe Georgien und Tiflis vor 2 Jahren besucht und war begeistert über das Land und die Stadt. Natürlich darf man keinen westlichen „Masstab“ ansetzen aber ich finde, dass sich Georgien überhaupt nicht verstecken muss. Schaut man sich den westlichen Nachbarn an, so bin ich viel lieber in Georgien als dort… Vor allem haben es mir die Bewohner des Landes angetan – so herzlich und liebenswürdig – da könnten wir uns Schweizer noch eine dicke Scheibe abschneiden….!

    • Jochen Fehling sagt:

      Ja, ich schließe mich hier gerne an. Ich möchte noch die alten Kirchen, das liebevoll restaurierte Bäderviertel, das ethnografische Freilichtmuseum, die Narikala-Festung mit dem Blick über die Stadt, die Weinfachgeschäfte in Vake und das nationale Kunstmuseum mit den alten Emaillearbeiten erwähnen. Aber letztlich ist etwas ganz anderes, das ich allen Reisenden nach Tbilissi ans Herz legen will: Erwarten Sie kein besseres Italien oder was auch immer Sie meinen, wie Georgien und Tbilisi „sind“. Nehmen Sie sich Zeit für die Stadt und Ihre Menschen, Sie sind hier auf dem „Balkon Europas“, der schon weit nach Asien hineinragt. Insofern ist ein Hipster-Städte-Trip nach Tbilisi wahrscheinlich wirklich nicht das passende Reiseformat.

  • Sabine Hagmann sagt:

    Nebst aller Schönheit erschlägt einem hier (in Tbilisi) tatsächlich manchmal fast das Mass der Arbeit, die zu tun ist. Dennoch erscheint mir dieser Artikel wirklich ziemlich recherchefrei. So zum Beispiel: „In manchen Strassen werden die Hauswände nur durch dicke Stahlträger vom Einsturz abgehalten. Dass hinter windschiefen Bretterverschlägen noch Menschen wohnen, grenzt an ein Wunder. Zu retten sind diese Häuser nicht mehr.“ Wäre vielleicht interessant, nachzuforschen,warum das so ist.

  • Ute Seitz sagt:

    Seit fast zwei Jahren lebe ich in Tbilisi und ich kann mich nur der Meinung von Katrin Tevdorashvili anschließen: hier passiert viel und in der Regel zum Besseren. Auch mich stört in Tbilisi einiges, aber diese Stadt hat schon viel erlebt und die Menschen noch mehr. Sie sind dabei sich zu erholen und das braucht Zeit und keine Kritik ohne den Blick hinter die Kulissen. Vieles läßt noch zu wünschen übrig, aber ein Land läßt sich nicht in einem Jahrzehnt aufbauen – eine Stadt auch nicht. Je mehr Mensche Tiflis und Georgien in den nächsten Jahren besuchen, desto mehr tragen sie zum Aufbau bei. Menschen, die nur das Negative sehen wollen, sollten tatsächlich zu Hause bleiben. Tbilisi hat so viele schöne Ecken zu bieten.

  • Gerhard Korts sagt:

    Wo sind die Kommentare der 65 %, die diesen Artikel lesenswert fanden? Ich lebe nun im 7. Jahr in Tiflis und der Artikel erinnert mich an meine verstorbene Mutter, die mich ständig fragte: Was willst du da, ist da nicht Krieg? Von Vorurteilen und Nichtwissen geprägt wobei meine Mutter entschuldigt ist, denn sie hatte Alzheimer.

  • Jochen Fehling sagt:

    Dass Tbilisi (mehr) als eine Reise wert ist, steht für mich ausser Frage. Seit 2007 war ich 7 mal für mehrere Wochen dort. So idyllisch wie auf den gephotoshoppedten Glanzbildchen ist die „Mutter Georgiens“ nicht. Nein, die warme Stadt Tbilisi ist würdig wild, würzig und anderthalb Jahrtausende lebenserfahren. Wer ein Bild mitbringt, wird es verlieren. Wer eines sucht, wird jede Stunde eines finden.

  • Kurt Seiler sagt:

    Da kommt mir auch Porto in den Sinn.
    „Europäische Kulturhauptstadt“.
    …aber schlussendlich nur eine einst schöne Stadt die in sich zusammenfällt.
    Deprimierend

  • Lina Steinert sagt:

    Was soll man von einem Artikel halten, der mit deutschen (!) Lobeshymnen über Tiflis anfängt (die ZEIT wird zitiert), dann aber fortfährt, solcherlei würde aus ‚georgischen Mündern‘ nicht überraschen? Blöd nur, dass ‚der Georgier‘ gar nicht auf die Idee kommt, Tiflis/Tbilisi ‚the place to be‘ zu nennen…In Tiflis gibt es Holzbalkone in der Altstadt, die es schon vor dem letzten Erdbeben schwer hatten. Nichtsdestotrotz saniert sich die Hauptstadt durch die Gassen – wer das dt. Viertel noch vor ein paar Jahren gesehen hat (oder googlen kann), ist begeistert, was für eine Perle das wurde. Manche Häuser werden mit Ballen gesichert, bis sie gerettet werden. Das sah in Potsdam im Holländerviertel oder (z.T. noch heute) in Madrids La Latina nicht anders aus. Sehr tendenziös irgendwie.

  • Katrin Tevdorashvili sagt:

    p.s. Kein Bild ist vom Autor selbst, Bild 2, dass den Mosulartigen Trümmerhaufen demonstrieren soll, ist eine Aufnahme, die während der UNESCO Sanierungsarbeiten im Bethlehem Viertel entstanden ist.

    • Luciano Gloor sagt:

      Der Text zu Bild 2 lautet:
      „Geht man näher ran, sieht es dann so aus“
      Wie „so“? So wie Sanierungsarbeiten halt… Häh? Ist Herr Odehnal eigentlich persönlich vor Ort gewesen?
      Wenn man sich seine Artikel zum Beispiel über Russland anschaut, wirkt er keineswegs wie ein Apologet Putin’s, der grundsätzlich was gegen Georgien hat. Was hat er bloss bei seinem Besuch in Tbilisi geraucht?

      • Luciano Gloor sagt:

        Bild Nr 3 ist ein altes Bild dieses wunderschönen Hauses das seit ein paar Monaten aufwendig restauriert wird, Wann war der Autor in Tblisi? Der Artikel trägt das Datum 24, Juli, die Fotos sind nicht von ihm und alle Monate, ja mehrere Jahre alt.
        Journalistische Sorgfaltspflicht sieht anders aus. Er hätte die Stadt mal vor 10 Jahren sehen sollen, von wegen Verfall. Bei allem Verständnis für Kritik an schönredender Tourismuswerbung, dann soll doch bitte diese Zunft Gegenstand der Kritik sein. Ein paternalistisch-herablassender pauschaler Verriss der Georgier und ihres Landes hat mit einer solchen (notwendigen) Kritik nichts am Hut.

  • Katrin Tevdorashvili sagt:

    Das Bethlehem Viertel ist sehr behutsam und aufwändig saniert, das Chardeni Viertel ist belebt. Die neuen Gebäude sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, architektonisch spannend sind sie auf jeden Fall.
    Tbilissi ist eine Stadt im Aufbruch, eine großzügig angelegte Stadt mit viel Potential und vielen Überraschungen, mit Verfall aber dennoch nicht hoffnungslos. Und was sicher überhaupt nicht passt ist der Begriff des „Scheiterns“. Was immer hier entsteht, entsteht aus Ruinen, ist ein Wagnis, ein Aufbruch, ein Neuversuch.
    Ist es nicht absurd, der Hauptstadt einer ehemaligen Sowjetrepublik vorzuwerfen, dass sich noch so viele Reste aus der Sowjetzeit finden? Die sowjetische Architektur ist ja an sich nicht zu verurteilen, ganz im Gegenteil, aus architektonischer Sicht extrem spannend.

    • Luciano Gloor sagt:

      Wieviel DDR-Architektur ist in Ost-Berlin noch vorhanden und wieso wäre dies zu kritisieren?
      Ahistorisches Geschreibsel, bar jeden Sachverstandes ist das, eines Journalisten schlicht unwürdig.

    • Peter Sägesser sagt:

      Aus Interesse für gute Architektur sind wir mehrere Male nach Tbilisi gereist, haben eindrückliche Bauten aus der Sowjetzeit entdeckt, uns verlaufen in der Altstadt, frisches Brot aus dem Tonofen gegessen, wunderbare Cafés entdeckt und überhaupt das beste Essen genossen.

  • Katrin Tevdorashvili sagt:

    Also ich würde einige der Aussagen als falsch bezeichnen, ganz besonders: „Tiflis ist eine Manifestation des Scheiterns!“
    Tbilissi ist das beste Beispiel, dass immer wieder versucht wird, an einer Niederlage nicht zugrundezugehen. Die Stadt ist in Ihrer Geschichte mehr als 40 mal vollkommen zerstört worden.
    Den lieblichen Charme westeuropäischer Touristenstädtchen hat Tbilissi natürlich nicht, es ist selbstverständlich angebracht, das mal auszusprechen. Dafür fehlt es an Geld, an Zeit und vielleicht auch am nötigen Bewusstsein. Georgien zählte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mal als Entwicklungsland, sondern hatte den Status „ärmstes Land der Welt“.
    Ich verfolge die Entwicklung Tbilissis seit knapp 20 Jahre, da ist enorm viel passiert und fast alles zum Besseren.

  • Ralph Hälbig sagt:

    Naja … da weiß man gleich nach den ersten Sätzen, wohin die Reise geht. Belanglos in der Zuspitzung. Launige Reflexe! Langweilig obendrein… Hipster-Kurztrip.

    Er kommt wohl nicht wieder… und bleibt womöglich ahnungslos! Ich verstehe überhaupt nicht diese Selbstgefälligkeit und Oberflächlichkeit, sowas aufschreiben zu müssen. Es ist doch offensichtlich, dass er nicht mal ansatzweise Ahnung davon hat, worüber er sich auslässt.

    • Lina Steinert sagt:

      Vielleicht war da auch etwas Gerate dabei: Wer vom Flughafen in die Stadt fährt, kommt mitnichten an ‚monumentalen Shopping-Centern‘ vorbei – diese Speckgürtelanomalie haben eher westeuropäische Städte – sondern an ein zwei futuristischen Polizeistationen (die Polizeistationen sind berühmt für gewagte Architektur), einer futuristischen Tankstelle (von einem Berliner Architekten), dann alten Häusern, neuen Häusern, Plattenbauten der Sowjetzeit… Oligarchen-Villen? Aha. Woher weiss (sic!) er das nochmal?

  • Richard Rinklin sagt:

    Der Artikel ist nicht nur überheblich, es kommt auch die westliche Arroganz zum Vorschein. Natürlich braucht es (viel) Zeit, um die jahrzentelangen Versäumnisse aufzuholen. Aber muss das sein? Bei meinem Besuch in Georgien habe ich so viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft erfahren, die unvergesslich bleibt!

  • Olivier Fuchs sagt:

    Als Bewohner der dezentralisierten Schweiz kommt es einem verrückt vor, dass 1,1 Millionen der 3,7 Millionen Georgier in der Hauptstadt leben: halb soviel Landsleute, aber 4 mal grösser als grösste Stadt der Schweiz und 20 mal grösser als Bundesstadt Bern. Meistens Zeichen von Unterentwicklung. Überhaupt kommen klingende Namen von fernen Städten oft bei weitem nicht an ihr Renomme heran. Besonders aufgefallen sind mir so letzthin das hässliche Valencia und das langweilige Mexico D.F. Man stelle sich Basel oder Bern vor mit ausgetrocknetem Rhein oder Aare und Abfall drin, dafür ohne Promenade, mit brutalen Strassenschluchten und Wohnhäusern im Zentrum und ohne Markt und Casino.

    • Jacqueline Gafner sagt:

      @Olivier Fuchs: Georgien hat kulturell wie landschaftlich viel zu bieten und wird seinen Weg als Tourismusdestination machen, da dürfen Sie sicher sein. Sich aus dem langen Schatten der UDSSR zu lösen, die überall mit Unterentwicklung einherging, ist halt nicht ganz so trivial, zumal auch das Nachfolgemodell der UDSSR die Souveränität des Landes bis heute nicht respektiert. Doch das hindert einen Schweizer, der Georgien nur vom Hörensagen kennt, offenkundig nicht daran, sich abfällig über das Land zu äussern. Gschämig, meinen Sie nicht?

      • Olivier Fuchs sagt:

        Woher wissen Sie, dass ich nichts wisse über Georgien? Ich habe kürzlich eine Georgische Musikformation gehört, benannt nach einer gewonnenen Schlacht gegen eine zahlenmässig übermächtige Seldschuken-Armee vor etwa 1000 Jahren. Ich habe nur EINEN Aspekt herausgepflückt. Die Georgische Regierung hat das selber eingesehen und einen Teil der Gremien regionalisiert. Wenn ich reise, vermeide ich grosse Städte.

        • Georgd sagt:

          Naja, mit ihrer antwort haben sie ja bewiesen,dass sie äusserst schwach georgien kennen. Mit dem musikformation haben sie wohl „schawlego“ gemeint, dass 1000 jahre alt ist. Der ist aber nicht einem gewonnen krieg gewidmet, sondern einem fuersten, der sowohl gewonnene, als auch verlorene kaempfe ausgetragen hat.

    • Marcel Stierli sagt:

      Jedem das Seine Herr Fuchs, aber CDMX (DF gibts nicht mehr) als langweilig zu bezeichnen, finde ich jetzt doch ein wenig weit hergeholt. Da sollten sie schon nochmals tiefer recherchieren. Gerade die Märkte (z. Bsp. Mercado de Sonora, San Juan, Merced, Ciudadela) in Mexiko Stadt sind doch einen Besuch wert. Vom Rest gar nicht zu reden. Städte (ja ich habe gelesen, dass sie Städte meiden) sind der Schmelztiegel der Nation, das macht sie so ungemein spannend und interessant. Ob eine Stadt schön ist oder nicht, liegt im Ermessen des Betrachters. Der Aspekt der Bewohner dieser Stadt, sollte man aber mehr Bedeutung zukommen lassen. Darum liebe ich Städte

      • Olivier Fuchs sagt:

        In jeder Schweizer oder Mitteleuropäischen weitgehend erhaltenen Kleinstadt wie Burgdorf, Aarau, Ueberlingen, Tirano gibt es mehr Schönes Interessantes Historisches zu sehen als in ganz Mexiko Stadt. Zu schweigen von mittleren Städten wie Basel, Bern, Freiburg i.Ue. , Freiburg i.B., Strassburg erst recht. Anders das Land! Den Norden mit dem Canyon del Cobre gesehend habend und die Sierra Tarahumara, würde ich gern noch den Süden Chiapas mit San Cristobal erleben.

        • Marcel Stierli sagt:

          Vielleicht sehe ich’s anders weil ich hier lebe und Familie habe. Aber historisch gesehen spielt Mexiko in einer anderen Liga als die Schweiz. Egal, jedem das Seine, sonst wären wir ja alle am selben Ort.

        • Salome Völler sagt:

          Sorry, ohne Vorurteile, aber das ist schon etwas arrogant. Schweiz ist bestimmt schön, auch ohne andere Länder herabzuwürdigen.

    • Peter Aletsch sagt:

      Vielleicht ein Erbe der Sowjetunion, als nur ein Leben in einer Grossstadt wie Moskau oder St.Petersburg noch an ein gewisses Niveau an Komfort und Kultur versprach.

  • Mikheil Sarjveladze sagt:

    Meiner Meinung nach spürt man im Artikel eine gewisse Haltung, die er anscheinend bereits hatte, bevor er nach Tbilissi gereist ist. Ich frage mich, wo er auf dem Weg vom Flughafen zur Stadt „die Villen der Oligarchen aus den 90er-Jahren“ gesehen hat:). Die Vergleiche, die auf die ganze Stadt beziehen (Ost.Mossul) ist eine Unverschämtheit an sich. Dazu schreibt er relativ arrogant und abwertend über die Georgier/innen. Er nennt die Omas, die Blumen verkaufen, Babuschkas (Russisch – Oma), was seinen Blickwinkel (Blick auf Tbilisi über Moskau wie in den Sowjetzeiten) deutlich zeigt. Einzelnheiten wiederum mögen richtig sein, besonders wenn es um die „wilde“ Architektur der Stadt oder Luftverschmutzung geht, aber definitiv übertrieben und gewollt einseitig geschrieben

    • Mikheil Sarjveladze sagt:

      P.S. Ich meine annäherend richtig, weil im Großen und Ganzen der Wille des Autors offensichtlich ist, Tbilissi möglichst negativ darzustellen! Man hat an einigen Stelllen den Eindruck, dass der Autor in Tbilissi nicht wirklich gewesen ist.

    • Elene Shubladze sagt:

      Sehr geehrter Herr Odenhal,

      Ihr Professionalismus will ich gar nicht in Frage stellen, ABER nicht nur was Sie über Tiflis geschrieben haben, sondern wie und in welcher Form Sie es ausgedrückt haben, überrascht und ärgert mich total. Als Journalist MÜSSEN Sie mal aufpassen, wenn sie so heftig darüber schreiben, was sie anscheinend nicht so gut kennen. Die Stadt ist wie eine Puppe, nicht perfekt, gewiß, aber Sie MÜSSEN unsere Geschichte kennen um einfach zu verstehen, was die Stadt witklich so besonders macht und welche Fortschritte wir in der letzte Zeit gemacht haben.

  • Holenweg sagt:

    ich war dieses jahr im Juni für ein paar tage in Tiflis , natürlich gibt es baufällige häuser , wenn man schlechtes sehen will findet man das in jeder Stadt, die schöne moderne gedeckte Fussgängerbrücke hat der Autor scheinbar nicht gesehen. Und gute Hotel gibt es auch, und sehr gutes essen , und mit russisch und Englischkenntnissen kann man sich sehr gut verständigen.

  • Florian Eidenbenz sagt:

    @Tobias Gruber
    Sähe ich gern auch so, wenn sich der Artikel wirklich mit Hype im Reisejournalismus befassen würde. Das macht er aber höchstens im kurzen ersten Absatz.
    Was dann folgt, ist ein Verriss, der eine Stadt und ihre Bewohner trifft. Die weder den Hype zu verantworten, noch diesen Verriss verdient haben. Das könnte man ja auch als persönlichen Angriff verstehen.

    • Luciano Gloor sagt:

      Hallo Florian, schön, Dich hier zu lesen! ))
      Ich weiss nicht, ob Du es weisst. Ich lebe seit zwei Jahren In Tbilisi.
      Der Artikel ist in der Tat eine arrogante Unverschämtheit.
      Es gibt die korrupte Elite, die für ihre kurzlebigen Spekulationsprojekte die Stadt verschandelt und vergammeln lässt, und die zu kritisieren sind. Und dann gibt es eine wachsende Bewegung von jungen Georgiern, die sich das nicht mehr gefallen lassen, zum Beispiel die „Guerilla Gardeners“. Es reicht „Tbilisi environment activists“ zu Googeln um auf Dutzende von Beiträgen zu stossen.
      Ein Schreiberling, der eine Stadt im Wandel „als Manifestation des Scheiterns“ bezeichnet beweist lediglich, dass er kein historisches Verständnis hat, noch im Mindesten versteht, was hier wirklich falsch läuft.

  • Tobias Gruber sagt:

    also, der Artikel ist namentlich gezeichnet von einem Korrespondenten, der seit zwei Jahrzehnten über Osteuropa berichtet. Er ist ganz klar eine Absage an die ständigen Städte-Hypes, mit denen der Reisejournalismus seine Seiten füllt. Wem das nicht passt, der kann hier in der Kommentarfunktion replizieren. Persönliche Angriffe auf den Autor finde ich daneben.

  • Florian Eidenbenz sagt:

    Die Verriss-Technik des Herrn Odehnal ist ziemlich übel, und würde bei westeuropäischen Hauptstädten vermutlich ähnliche Erzeugnisse liefern. Der Artikel sagt mehr aus über den Autor, als über sein Thema.
    Als jemand, der seit über 20 Jahren regelmässig Tbilisi besucht, konnte ich beobachten dass trotz allen – guten und schlechten – Veränderungen, die sich seither dort abgespielt haben, diese Stadt und ihre Bewohner ihren Charme, ihre Offenheit und Gosszügigkeit nicht verloren haben.
    Aber eben: „beauty is in the eye of the beholder“…

  • Thomas Haemmerli sagt:

    Es hätte ein Blick in den vorzüglichen Katalog „Tiflis. Architektur am Schnittpunkt der Kontinente. Verlag Müry Salzmann, Salzburg 2016.“ genügt, der eine Ausstellung in Wien begleitete, um eine Ahnung zu kriegen, was Tiflis architektonisch alles zu bieten hat. Die Stadt saniert beidseitig des Flusses ganze Strassen der Altstadt. Dass die Konzerthalle leer steht, hat mit den Innereien georgischer Politik zu tun. Und die Stadt bietet ein paar der besten Exempel der sowjet. Moderne. Wie so viele kehre ich seit Jahren immer wieder nach Tiflis zurück und liebe die Stadt. Und kannte bislang niemand, der ihrer speziellen Charme nicht erlegen wäre.

  • Jacqueline Gafner sagt:

    @Maier Tom: Erstaunlich, dass Ihr Kommentar aufgeschaltet worden ist, meiner ist anscheinend der Zensur zum Opfer gefallen. Habe 2011 dieselbe Erfahrung gemacht wie Sie, sprich Tbilisi war eine positive Überraschung und ist allemal einen Besuch wert.

  • Maier Tom sagt:

    na na Herr Odehnal, habe die Stadt vor einigen wenigen Jahren kennen gelernt und war sehr positiv überascht, Ihr Sarkasmus lässt auf einige persönliche Abneigungen schliessen. Aber vielleicht haben Sie einfach ein 2. Berlin, Paris oder London erwartet?
    Die Stadt ist erstaunlich westlich für dass das sie mitten im Kaukasus liegt, weitgehend (nicht überall) hübsch und mit Liebe renoviert und man hat tatsächlich gute Ausgehmöglichkeiten.
    Aber ja ,.. man sieht auch die sowjetische Vergangenheit. Aber gerade das macht auch den Charme aus.

  • Thomas Baumann sagt:

    Heftig! Ein totaler Verriss, überzeugend und unerbittlich.
    Als Journalist ist Herr Ohnedahl der Wahrheit verpflichtet und nicht der Schönfärberei. Dafür kauft man schliesslich eine Zeitung.
    Schade nur, dass es ein Land betrifft – das ich ansonsten nicht näher kenne – welches möglicherweise gerade versucht, mittels Tourismus aus der Misere zu kommen.

    • Bela Ravic sagt:

      Nun, ‚der Wahrheit verpflichtet’… meinen Sie, dass der Autor in Mossul, ggf. Ost-Mossul war, und deswegen so ganz genau “weiss“, dass es um Tiflis nicht besser steht? Berlin sah zur Wendezeit an manchen Ecken schlimmer aus, erst recht die Altstadt von Havanna.. Nicht mehr zu retten? Das mittlerweile (nach drei Jahren) nahezu komplett sanierte deutsche Viertel in der Stadt scheint der Autor geflissentlich übersehen zu haben. Wie so manch anderes. Passte wohl nicht in die schon vor der Reise feststehende Meinung. Fest wie ein Stützbalken in der Altstadt.

    • Alexey Stakhanov sagt:

      Solche Artikel kommen zu Stande, wenn das gesamte Wissen über die Destination sich auf die Aussage: „derzeit coolste Destination für Städtereisen“ beschränkt. Also für mich ist z. B. Berlin die coolste Stadt. Ich fahre nach Tbilisi und bin enttäuscht, wenn ich da kein Berlin vorfinde.

    • Luciano Gloor sagt:

      Nicht überzeugend, sondern bar jeder Sachkenntnis mit alten Archiv-Fotos und tendenziösen Bildtexten.

  • Jacqueline Gafner sagt:

    Eine rechr einseitige und auch unfaire Beschreibung der Hauptstadt von Georgien. Dass das Geld knapp ist, sieht man von einer dünnen Schicht von Neureichen ab, merkt man als Besucher aus Kerneuropa rasch, ist aber kein Grund zu Überheblichkeit. Seit 2003 ist man – übrigens gemeinsam mit der UNESCO – daran, das historische Zentrum von Tiflis sukzessive wieder instand zu setzen, soweit die Bausubstanz noch zu retten ist, die – nebenbei bemerkt – 2002 auch durch ein schweres Erdbeben beschädigt worden ist. Übernachten muss kein Westler in baufälligen Gebäuden, es gibt auch Sterne-Hotels, und kulinarisch muss man auch nicht darben. Die Stadt ist durchaus eine Reise wert und gerade die junge Bevölkerung, die oft etwas Englisch spricht, ist voll motiviert, den Anschluss an Europa zu schaffen.

  • Jakob Baumann sagt:

    Gehen Sie mal nach Indien oder Kuba: dort sehen Sie dasselbe, oder noch schlimmer! Aber wenn man immer nur das Negative sehen will….. Warum bleiben Sie nicht einfach zu Hause?

    • Nanuka sagt:

      Obwohl es so manches stimmt was der Autor über Tiflis schreibt, mir kommt es so vor also ob er in dieser Stadt etwas total negatives erlebt hat und möchte hier mit diesem Artikel dafür rächen.
      Sehr schade….Tiflis hat auch so viele positive Seiten, wodurch man sich begeistern lassen mag. Wichtig-nicht nur negative Einstellung.
      Genau, warum bleibt man einfach nicht zu Hause?Da ist garantiert gemütlicher 🙂 hoffe ich.

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