Herr Ballermann im Kinderzimmer

Quelle: Youtube

Liebe Kinder und Jugendliche! Jetzt legt mal «Peterchens Mondfahrt» mit dem blöden Herrn Sumsemann auf die Seite! «Pippi Langstrumpf» werft ihr bitte in den Müll. Und «HDGDL – Hab Dich Ganz Doll Lieb» erst recht. Schon der Titel verrät ja sprachliche Unterbelichtung. Vertieft euch lieber in ein tolles neues Buch aus Amerika. Dort wohnt die Familie Strong. Stark sind die und nicht schwach. Wären sie schwach, hiessen sie Familie Weak.

Ein Halfter von Louis Vuitton?

Die Strongs, Papa Richard und Mama Bea und der 13-jährige Backfisch Brenna, sind waschechte Amerikaner wie bei Karl May. Die beiden Erziehungsberechtigten tragen echte Handfeuerwaffen, aus Metall und geladen. Brenna muss noch zuwarten, aber sobald die Pubertät so gut wie vorbei ist, darf auch sie sich ein Halfter – vielleicht von Louis Vuitton? – kaufen und ihre persönliche Kanone darin spazieren tragen.

cover«My Parents Open Carry» heisst dieses aufregende Buch. Statt Herr Sumsemann tritt dort Herr Ballermann auf. Der baumelt ganz salopp und gut sichtbar an den Hüften der Eltern. Einfach so, weil es in vielen amerikanischen Staaten erlaubt ist und manche Leute das derart super finden, dass sie damit einkaufen gehen. Wie die Strongs.

«Spass haben» mit Waffen

Verfasst haben diese wundervolle Geschichte die Autoren Brian Jeffs und Nathan Nephew aus Michigan. «Unser Ziel», schwärmen sie, «war ein wohltuendes Familienbuch, das die Ansicht einer amerikanischen Mehrheit widerspiegelt: Dass nämlich Selbstverteidigung ein Naturrecht ist und Schusswaffen dafür das beste Mittel sind.» Also schlendern die Strongs an einem «typischen Samstag» zum Einkaufen und «haben Spass» mit ihren Kanonen.

«Schau mal, Mama, die haben Donnerbüchsen an den Hüften!», sagen die kleinen Jungs im Einkaufszentrum. Ihre Münder stehen offen wie Scheunentore. Die Teenager finden Brenna natürlich toll, weil sie blond ist und krasse Eltern hat. Auch ist das Buch schön illustriert, sodass selbst unsere kleinsten Leser schnell vorankommen. Entsprechend enthusiastisch sind die Rezensionen. «Wunderbar! Jeder sollte fünf dieser Bücher kaufen», schreibt etwa ein gewisser James Towle.

Stets einen Finger ab Abzug

Herr James ist Gastgeber beim Amerikanischen Abzugssport-Network, das die TV-Serie «Stoppt diese Bedrohung!» sendet. In diesen ästhetisch durchaus ansprechenden Dramen triumphieren anständige Leute dank ihrer Knarren über eklige Kriminelle. Nein, liebe Kinder, «Abzug» hat nichts mit einem Kamin zu tun. Oder einem Herd. Am «Abzug» des Herrn James ist stets ein Finger dran. Mit einer allzeit griffbereiten Kanone an der Hüfte kann dieser Abzug samt Finger «ein Verbrechen verhindern». Das jedenfalls sagt Papa Strong ein paar Teenagern beim Einkaufsbummel.

Leider gibt es noch kein Jugendbuch über verdeckte und deshalb nicht sichtbare Schusswaffen, obschon auch das vorteilhaft sein kann. Niemand weiss, dass ich Rumpelstilzchen heiss! Jaha! Und stellt euch vor, wer das tolle Buch über die Strongs kauft, kriegt vom Verlag (White Feather Press) ein anderes und «spassiges» Buch mit dem Titel: «Wie man Jungs grosszieht, die von Feministinnen gehasst werden.» Umsonst! Ist das nicht spektakulär? Für den Fall, dass ihr selber mal Buben habt, wenn ihr gross seid.

Allerdings lässt das Buch über die Strongs aus, dass sich Brenna versehentlich in den Fuss schiesst, als sie textet und ein Selfie macht und am skypen mit Andy ist. Den hat sie ganz doll lieb. Aber nicht nur Brenna schiesst sich in den Fuss. Jeden Tag schiessen sich amerikanische Kids aus Versehen in den Fuss oder sonst wo hin. Manche kommen sofort in den Himmel. Dort sind Kanonen nicht erlaubt. Der liebe Gott duldet keine. Ist das nicht jammerschade?

Hier spricht der Autor von «My Parent Open Carry»:
Quelle: Youtube

29 Kommentare zu «Herr Ballermann im Kinderzimmer»

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Waffen zu besitzen ist ein Grundrecht, sie zu tragen auch. Ich bewundere jeden, der sich unbewaffnet in Kriegsgebiete begibt und auf den Schutz durch irgendwelche Konventionen vertraut. Ich persönlich mag es nicht, unbewaffnet einem Bewaffneten gegenüberzutreten. Uebrigens, eine bewaffnete Gesellschaft ist eine höfliche Gesellschaft!

  • Anh Toan sagt:

    „Damals hatten wir deutlich weniger Todesfälle durch Schusswaffen. “

    Soll ich das jetzt glauben, weil @Fessler das schreibt?

    Wo haben Sie die Info her?

    • Fessler sagt:

      @Anh Toan 1. Als Jahrgang 1957 war ich dabei. Und habe auch immer aufgepasst. Ansonsten Polizeistatistik des Bundes. 2. Ich verstecke mich nicht hinter einem Pseudonym. Ist für mich immer ein Armutszeugnis.

      • Anh Toan sagt:

        Ich finde Staistiken bei BFS zurück bis 1995, aber davor finde ich keinerlei Statisktik des Bundes, ich ver,ute, es gibt keine: Der Bund hatte ja auch nichts mit Schusswaffentoten zu tun, ausser bei Armeeangehörigen oder mit Armeewaffen.

        Aber Sie waren ja dabei und haben aufgepasst. Wieviele haben Sie denn letztes Jahr gesehen, die erschossen wurden oder sich selbst erschossen haben, und wieviel sagen wir mal 1978?

        Ich fand Ihre Tatsachenbehauptung, es hätte damals weniger Todesfälle gegeben durch Schusswaffen unglaubwürdig und habe Statistiken gesucht, soweit zurück ich welche finden konnte, war eine ziemlich konstante Abnahme zu erkennen, dies wird im Abstimmungskampf von den Waffengegnern immer als Argument gebracht, und die Befürworter, die brinngen diese von Ihnen angeführte Statistik nicht hervor? Die wäre doch perfekt, wenn man die bringen könnte…

      • Anh Toan sagt:

        übrigens

        Im Telefon“buch“ kann ich 277 Einträge zu Fessler finden, es gibt aber nur einen einzigen Anh Toan der Kommentare in CH Onlineforen schreibt.

  • Fessler sagt:

    Vor nur 25 Jahren war es in diversen Kantonen (z.B. AG) der Schweiz auch erlaubt, sichtbar Waffen zu tragen. Damals hatten wir deutlich weniger Todesfälle durch Schusswaffen. Ich überlasse es jedem sich selbst dazu seine Gedanken zu machen.

  • Franz Vontobel sagt:

    Ein weiteres wunderbares Buch, das die Rezensenten bei Amazon zur Höchstform auflaufen lässt!
    z.B: „Waiting for the Sequel: My Dark-Skinned Parents Open Carry. Or At Least They Did Until the Cops Shot them Fifty-Two Times.“

  • rascha kocher sagt:

    Da das Heil’ge immer schön ‚weiss‘;
    muss das Böse ja wohl immer ‚dunkel‘ sein.
    Wirklich interessant dieses Verständnis von ‚Realismus’…
    Und sowas‘ ward man ausgesetzt?
    Dieser [Selbst-]Zerstörungstrieb ist unheimlich.
    Weil: Höchst technologisierte Systeme;
    werden sie abgenommen gehören sie anderen!

  • Walter Roth sagt:

    Mannnn Herr Killian………………….

    Was ist das bloss für ein Bullshit……………..

    Behandeln wir nur mal 1-2 Aspekte ihrer Vorurteilsbeladenen fehlerhaften Arbeit.
    Verdecktes waffentragen wurde in den USA in vielen Bundestaaten nicht erlaubt, weil die Menschen in den USA gerne verborgene Waffen mitführen um hinterrücks einen Gegner überraschen und angreifen zu können, sondern…………

    ……………….weil es vor dem Gesetz sonst zu einen Delikt hätte werden können, wenn man die Waffe zwischendurch ins Handschuhfach des Autos gelegt, oder sie im Aktenkoffer versorgt hätte, …wo sie demnach unsichtbar, also verdeckt wäre, während man im Kaffe sitzt und einen Snack zu sich nimmt, oder sonst bei Gelegenheiten bei der diese Waffe eben stört.
    Nur wenige wollen wie Cowboys durch Leben wandeln.

    Darum ist das verdeckte Tragen heute erlaubt. Es ist aber anzumerken, das verdecktes tragen besser ist weil es gewisse Vorteile im Selbstschutz bringt und einen möglichen Täter auch nicht zum stehlen der sichtbaren Waffen anregt, oder sogar zu einem Angriff nur schon deswegen animiert. Der verdeckt tragende hat mehr Optionen frei…….

    Und Killian…….. Ich wuchs in einer Bauern und Jägerfamilie auf, da waren Waffen ganz natürlich. Was es mit ihnen auf sich hatte war seit frühen Kindertagen klar und die Handhabung sicher und korrekt. Ich ging als Kind immer mit einer Waffe in den Wald, schoss aber keine Tiere, ich übte das jagen nur. Es war das Spiel eines Naturjungen, von dem ich aber zugebe das es heute nicht mehr möglich zu sein scheint.

    Wer mit Waffen aufwächst ist in deren Umgang geschult und sicher ……… und Eltern die überzeugt sind das Selbstschutz wichtig, …gut ….und ein Grundrecht ist, die werden ihre Kinder früh an diesen Umgang heranführen.

    Im libertären Sinne, da gehören Waffen ganz selbstverständlich zum Grundrecht eines mündigen Bürgers.
    Zudem ist ein mündiger bewaffneter Bürger auch selbständiger freier Bürger, ja ein bewaffnetes Volk ist viel widerstandsfähiger gegen die Missbräuche der Regierungen über ihre Bürger. Und diese sind seit Jahrtausenden immer wieder vorgekommen,ja es gab immer nur Mitbestimmung wo es Waffen im Volk gab. Die Sonderbundskriege wurden nicht nur so human ausgefochten weil Dufour ein menschlicher General war, sondern weil er wusste das verbitterte Schweizer bewaffnet waren und so ein Land war schwer zu befrieden. Es führte also dazu das die Obrigkeit massvoll agierte. Friedrich Hecker hätte seine Demokratie vielleicht verwirklichen können, wenn seine Revolutionäre mehr Waffen gehabt hätten und im Umgang damit geübter gewesen wären.

    Es sind also die Regierungen die derart unermessliches Leid über ihre Bürger gebracht haben, nicht die bewaffneten Bürger dieser Staaten. Die Geschichte ist übersäht mit Beispielen obrigkeitlichen Missbrauchs.

    Der Bürger sollte Selbstbewusst sein und sich gegen alle Restriktionen gerade in der Frage strikte verweigern, denn er ist weit vernünftiger wie die Politik die ihn seit Jahrtausenden in Kriege und Katastrophen führt.
    Wer weiss ob es die 140 Millionen Opfer des Sozialismus je gegeben hätte, wären diese Völker nicht unter eben der Ideologie immer sofort entwaffnet worden, haben aber gerade unter den Waffen dieser Staatsregierungen in so besonderem Masse gelitten. Wie hätten lange hätten sich Monarchien halten können, wären die Bürger wie in freien Städten bewaffnet gewesen..??

    In denn USA läuft gerade vieles nicht gut, aber es ist noch nicht entschieden ob der Staat letztendlich damit durchkommt.

    Gerade der Fall Clive Bandy hat dort sehr schön gezeigt wozu mündige bewaffnete Bürger gut sind, denn die haben dem staatlichen Unrecht getrotzt, und das absolut zu recht. Die Obrigkeitshörigkeit die Linksorientierte Waffengegner wie sie Killian vertreten, die entspringt dem sozialistischen Gedankengut welches eben keineswegs freiheitlich ist und auf den mündigen Bürger setzt, sondern auf den umhüteten aber Rechtlosen Untertanen.

    In den USA gibt es ein weitverbreitetes Misstrauen gegen den Staat und sein Organisationen, und das ist ein wichtiger Grund warum viele Bürger sich dort bewaffnen. Eine natürlich und gesunde Reaktion.

    Wenn nun also Eltern ihre Kinder von dem überzeugen woran sie selber glauben, so ist das deren gutes Recht, auch wenn das heisst das sie diese früh ans Waffen gewöhnen, und später deren tragen dazukommt.

    Ich weiss, ich habe sehr weit ausgeholt, aber nur so konnte ich erklären warum das nichts mit Kinderstube und Verantwortungslosigkeit zu tun hat was manche in den USA tun. Wenn es Eltern gibt die ihre Kinder an Waffen gewöhnen wollen weil sie glauben das sie diese im späteren Leben beschützen können, warum sollen die das nicht auch aus Kinderbüchern heraus lernen.

    Zur Erinnerung : Seit Jahrhunderten lernen unsere Kinder aus den Märchen er Elter fürs Leben dazu, denn diese Geschichten hatten immer auch einen pädagogischen Nutzen. Erst als Gutenachtgeschichte, und die waren auch nicht immer nur sanft, dann aus Büchern die Themen für Erwachsene in Kindersprache behandelten.

    Sind diese Bücher also so schlecht wie sie sagen……………..?????????

    Warum denken sie eigentlich,das die Eltern die ihren Kindern so ein Buch geben keinen Geschichtlichen, Zivilisatorischen und gesellschaftlichen Background haben wenn sie so über diese Urteilen….????

    • Anh Toan sagt:

      Die Angehörigen der Opfer des Oklahoma Attentats fanden den Ausdruck von Misstrauen gegen den Staat und seine Organisationern durch Timothy Macveigh nicht gerade „eine natürliche und gesunde Reaktion“.

      Wozu sich bewaffnen, wenn man nicht schiessen will? Fraglich ist doch nur, unter welchen Voraussetzungen man schiessen will. Will man auf alle Fälle nicht schiessen, braucht man keine Waffe.

      Ist man bewaffnet, muss man zuerst schiessen, sonst ist man tot, wenn der andere auch bewaffnet ist, weil der will auch nicht tot sein und versucht zuerst zu schiessen. Und sieht man nicht genau, vermutet man besser, der andere ist bewaffnet, sonst ist man tot, und erschiesst man einen einbrechenden Penner, ist schon schwer damit zu leben, aber vielleicht wars auch nur der Freund der teeanagertochter oder das schlafwandelnde Kind.

      Ja, diese Bücjer sind so schlecht wie der Herr Kilian sagt, man ist geneigt Satire zu vermuten, so schlecht sind.

      • Kaspar Tanner sagt:

        Grundsätzlich ist es eine Güterabwägung, ob man für bewaffnete Bürger ist oder nicht.
        Walter Roth hat korrekt darauf hingewiesen, dass die über 100 Mio. Opfer des Sozialismus sich MIT einer Waffe gegen die Roten hätten verteidigen können.
        Da halte ich 1000-5000 Tote/Jahr durch Waffenmissbrauch für vertretbar.

        Es würde sowohl IS und Boko Haram und den Shabab-Milizen etc. etc. weit schwerer fallen, Genozide zu begehen, wenn sämtlich Schiiten, Jeziden, Ahmadyyia, Christen etc. eine AK-47 zuhause hätten.

        Ich wusste zwar schon 1989, dass mit dem Ende des Kalten Krieges nicht nur Positives kommen würde – aber dass wir 2014 ein Remake von 1914 erleben würden – das habe ich nicht geahnt.
        Wie auch immer: Ich vertraue unserem Staat nicht und ich werde nicht auf meine Waffen verzichten, solange eine als „Religion“ getarnte, faschistische Hassideologie sich ungehindert in Europa ausbreitet und selbst in ihrem Kernland Massaker an Gläubigen und Nicht-Gläubigen veranstaltet.

        • Anh Toan sagt:

          Also Sie brauchen Waffen bei Ihnen zu hause, weil ein paar tausend Kilometer von Ihnen Genozide begangen werden?

          Islam ist keine fanatische Hassideologie, genausowenig wie das Christen- oder Judentum, welche genauso den Anspruch auf Deutungshoheit erheben.

          Sie verbreiten Hass, Kaspar Tanner, pflanzen diesen in die Herzen Ihrer Kinder, genauso wie Boko Haram und IS.

          • Kaspar Tanner sagt:

            Werter Herr oder Frau Toan (ich bedaure meine Unkenntnis),
            Ich habe bis vor einem halben Jahr den Islam verteidigt und mich zu meinem „Nein“ zur Minarett-Initiative bekannt.
            Für mich gab es ein paar Elemente des Islams (Die aufgeschlossenen Alewiten und die pazifistischen Ahmadyyia, der Sufismus oder die malische Musik), die mir verteidigenswert erschienen und die mich mit dieser Religion aussöhnten – die verdammten Jihadis hin oder her.
            Ich sehe aber nun, wie alles, was am Islam schön, menschlich oder grossherzig ist, systematisch in die Ecke gedrängt und vernichtet wird.
            Mal im Ernst: Was hat der Islam heute noch mit „Religion“ zu tun?
            Wenn Leute verfolgt werden, weil sie Nächstenliebe und Toleranz praktizieren, wenn Leute ausgestossen werden, weil sie Gottes Willen zu ergründen versuchen, wenn Leuten freudvolle Musik verboten und irgendwelche gruseligen A-Cappella-Gesänge vorgeschrieben werden – dann ist nicht mehr viel da an Spiritualität und Religion.

            Es geht in der arabischen Welt um die Transformation einer Weltreligion in eine geistlose Hasskultur, die alles verfolgt und vernichtet, das nur millimeterweit vom „rechten Pfad“ abweicht. Das sollte eigentlich den Moslems hier im Westen zu denken geben. Das ist IHRE Kultur – und es sind zum Teil ihre Leute, die schikaniert oder massakriert werden. Stört das die Leute hier nicht?
            Wenn ich dann aber sehe, wie die hiesigen Vertreter ausgerechnet zu Gunsten einer klerikalfaschistischen Partei marschieren, die mutwillig einen Krieg mit dem Nachbarn vom Zaun gebrochen hat und wenn ich von Herford höre, wo demonstrierende Jesiden von Sunniten mit Messern attackiert werden, habe ich langsam genug von dieser Religionsgemeinschaft.
            Ich würde den sunnitischen Gemeinden in Europa nahelegen, rabiater und wesentlich lauter gegen Salafisten vorzugehen und die Unteilbarkeit der Menschenrechte zu akzeptieren. Wer gegen Israel protestiert, sollte auch automatisch gegen Saudi-Arabien, Pakistan oder die faschistische Hamas oder IS protestieren.
            Es gibt keine „guten“ MR-Verletzer – und die meisten Moslems werden immer noch von Moslems umgebracht – nicht von Israelis oder Amerikanern.
            Wenn aber Moslems hier „Menschenrechte à la carte“ bevorzugen, sind sie definitiv nicht europa-kompatibel. Das ist ein rassistisches Konzept und die Grundlage für ewige Unterdrückung und ewigen Krieg.

            PS: Ich bin nicht so blind, dass ich nicht über die düstere Geschichte Europas Bescheid wüsste. Gerade deswegen habe ich kein Interesse am Erstarken einer Schein-Religion in Europa, die Menschen ganz klar in „Höherwertige“ und „Minderwertige“ einteilt.

          • Anh Toan sagt:

            „Ich sehe aber nun, wie alles, was am Islam schön, menschlich oder grossherzig ist, systematisch in die Ecke gedrängt und vernichtet wird.“

            Und um dem Entgegenzuwirken bezeichnen Sie den Islam als Hassideologie? Sie drängen doch damit genau auch in die Ecke, dass wie im Christentum nicht Ihr Hass, sondern die Liebe zuoberst steht, im Islam nicht das totschlagen der Ungläubigen, sondern eben Friede das Wichtigste ist, und diese Erfahrung habe ich mit allen Muslimen gemacht, die ich bisher getroffen habe.

            Dass die islamische Kultur rücständig ist im Sinne von Emanzipation, Gleichberechtigung von Frauen usw, aber da finden die christlichen Fundamanetalisten der NRA, freuilich ohne darüber zu reden, wieder common ground mit den islamischen Fundamentalisten.

            In diesem Sinne

            Salam Aleikum

            Ihr Bruder Toan

          • Kaspar Tanner sagt:

            Werter Herr Toan,

            Ich bezeichne nicht den Islam als Hassideologie, sondern das, was als Endprodukt rauskommen wird, wenn Gruppen wie Boko Haram, IS oder andere gewinnen.
            Aber Sie haben recht – ich bin von den momentanen Nachrichten ziemlich negativ überwältigt und schreibe klar zu emotional. Sorry. Ich muss mir eine Nachrichtensperre gönnen, sonst kommt’s nicht gut raus…. man meint, den Endpunkt der Niedertracht gesehen zu haben – und dann kommt die nächste Meldung… Ziemliches Desaster.
            Ich muss diese Faschos klar von der muslimischen Mehrheit auseinanderdividieren.
            Danke für Ihr Mit-Denken.
            Auch Ihnen Frieden im Herzen – auch wenn ich es klar nötiger habe…

          • Anh Toan sagt:

            Lieber Herr Tanner

            Auch ich bin schockiert über die Berichte über all die Greueltaten der islamischen Fundamentalisten. Aber noch erschreckender finde ich, dass wir im angeblich aufgeklärten oder christlichen Westen auf diesen Hass nur mit Angst und Hass reagieren können. Ich bin nicht religiös, aber christlich erzogen und habe gelernt, man soll seine Feinde lieben. Das halte ich nicht für naives Gutmenschentum, sondern für reine Vernunft, denn Hass miit Hass bekämpft, bringt nur neuen Hass. Hass lässt sich mit Liebe bekämpfen, sagen nicht nur die Christen, sondern auch Psychologen, vermute ich. Hass ist aber vor allem irrational und lässt sich mit Vernunft, mit Aufklärung bekämpfen. Der Hass der Islamisten (Ich rede von den Mitläufern, nicht den Führern die all dies schlicht ausnutzen, im Sinne von säen und ernten) beruht auf Angst, Angst haben Menschen vor allem vor Fremden, dem Neuen, der Veränderung und hier der Aufklärung / Emanzipation / des sich global durchsetzenden „westlichen“, auf dem Individuum statt auf der Familie als relevante Einheit basierenden Gesellschaftssystems. Dies bedroht die traditionelle Lebensweise (Patriachat, starke Verankerung von Religion in der Gesellschaft), noch viel mehr als wir uns hier in unseren Freiheiten bedroht sehen. Die empfinden als Bedrohung, was wir durch sie als bedroht ansehen. Wenn wir sie für ihre Grausamkeiten hassen, können wir unsere wichtigste Waffe gegen die Wurzel des Hasses, die Angst, nicht einsetzen. Nein, wir müssen sie von unserem System überzeugen, sie aufklären. Dazu müssen wir ihren Hass und Ihre Ängste verstehen, wir müssen Ihnen helfen. Und das alles müssen wir nicht wegen ihnen, sondern wegen uns, wir wollen weniger Hass, weniger Krieg, auf dieser Welt, wir massen uns an, die aufgeklärten, nicht die rückständigen, mittelalterlichen zu sein, also haben wir die Verantwortung, diesen Konflikt zu deeskalieren und auf eine Basis zu führen, welche Lösungen ermöglicht.

        • Anh Toan sagt:

          Also die Vietnamesen hatten Waffen und sich damit gegen zuerst die Japaner, dann die Franzosen und dann die Amerikaner verteidigt, um im Sozialismus zu landen. Sie als Waffennarr wissen bestimmt, die AK-47 wurde in einem sozialistischen Land entwickelt, als einfache, kostengünstige und effiziente Waffe für, ganz genau:

          sozialistische Revolutionäre.

          Eine AK-47 ist hilfreich im Kapmpf gegen Soziallismus. Wenn das Thema nicht so traurig wäre, LOL!

  • Markus Schneider sagt:

    Kilian gefällt sich mit jeder Kolumne auf’s neue, die Amerikaner als unterbelichtete Idioten darzustellen. Ich frage mich, warum er sich so gerne in den USA aufhält. Waffentragen ist das eine, Waffen benutzen das andere. Und auch Waffen kann man auf mindestens zwei Arten verwenden: um jemanden anzugreifen, oder um sich zu verteidigen. Man kann Waffen aber auch einfach herumtragen, angucken, streicheln, in die Luft abfeuern, bepinkeln oder irgendwo vergraben. Das Waffentragen ist nicht das Grundproblem, das Grundproblem ist die einfache Denkweise von Leuten wie Kilian. Ausserdem mag der amerikanische Gott durchaus Waffen. Kilian sollte mal wieder die Bibel lesen. Darin sagt Jesus höchstpersönlich: „Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.“ (Matthäus 10:34) Mir doch egal, wem das passt und wem nicht.

    • Alex Kramer sagt:

      Na also. Immerhin einer, nämlich der Herr Schneider, der sich getraut aus der Frieden spendenden Bibel (Ironie definitiv AUS) zu zitieren. Da fällt es einem leicht, den US Einmarsch in den Irak „in the Name of the Lord“ aus dem Munde des (un(ter)belichteten) Präsidenten GW Bush ohne nachzudenken zu akzeptieren. Schlimmer ist das jeweils nur, wenn jemand „Inshallah!“ dazu sagt, sei es nur mangels Kenntnis von Fremdsprachen. Solche Leute müssen SOFORT nach Kuba in die Folter-Ferien verbracht werden (darf man heute so bezeichnen, die Washinton Post tut es auch).

      Ich habe auch nicht jedesmal Freude an den Geschichten des Herrn Kilian.
      Noch weniger habe ich Freude an solchen I…ndividuen, die daran glauben, eine geladen und offen getragene Waffe sei der Garant für Ihren genetischen Fortbestand.
      Will nämlich unbedingt jemand eine Sauerei anrichten, schiesst man mit Vorteil mit einem Gewehr aus grosser Distanz auf mit Handfeuerwaffen beladene Einkaufswagenschieber, deren Angst vor einer herunterfallenden T-Rex-Megapackung Cornflakes im Supermarkt dazu herhalten muss, sich und seine Familie zu bewaffnen. So einen Vorfall gab es ja auch schon mit den Sniper-Morden in Washington, inkl. Kollateralschäden der tragischen Sorte.
      Als Lösung muss also die Schussichere Weste und eine Anti-Sniper-Kanone für den Besuch im Supermarkt her, möglichst grosses Kaliber zum Mithalten. Als gegenmassnahme gilt ab sofort eine Besuchersperrzone um das Kapitol in Washington von ca. 5 Meilen, wegen der Reichweite.
      Wenn das unsere Zukunft sein soll, wie kann man noch in den Garten gehen und mit dem Wasserschlauch versehens den Nachbarn duschen, wenn der einem mit „Stand your Ground!“ sofort und ohne Umschweife voll Blei pumpt?
      Ich nehme deshalb an, dass man für Gartenschläuche in Zukunft eine Zulassung benötigt, zur Vermeidung von Missverständnissen……die US Rechtsprechung ist ja gerammelt voll mit solchen juristischen Possen.

      Vielleicht ginge es einfacher mit einem Verbot derartiger Schundliteratur für Kinder.

  • Alex Kramer sagt:

    naja, jede „Zivilisation“ findet mal ihr selbst geschaufeltes Grab. Da die EU und mit CH demselben wirtschaftlich-gesellschaftlichen Modell hinterher humpeln, wird es wohl nicht mehr allzu lang dauern, bis die riesigen Massen an Arbeitslosen von Armeen und bewaffneten Selbstschutz-Organisationen (!) restlos absorbiert sind, analog den Freikorps und anderen Organisationen nach 1918, bis und mit 1945.
    Die heutigen Vorläufer davon gehen bereits nach Syrien und in den Irak, und in der Ukraine wird man wohl heute schon Vertreter anderer Nationen haben, welche sich bekämpfen. Marignano im 21. Jahrhundert. Von Zivilisation weit und breit keine Spur.
    Ach ja, derweil erschiesst ein Familienvater einen fremden Tankstellenkunden (because he was a stranger [in paradise]…), weil er dessen Griff zum Portemonnaie in selbst schützender Manier mit dem Griff zur Kanone verwechselt hat. Gab es schon, und wird es wieder geben. Solange sie es bei sich selber tun, ist das ja OK, und ich brauche da nicht hinzugehen.

  • Sacha Meier sagt:

    Die USA sollten auf das strenge Schusswaffengesetz Singapurs wechseln. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Die erfreuliche Nachricht ist, die Schweiz als künftiger Stadtstaat mit Dutzenden von Millionen Eiwohnern macht das bereits. Einfach in kleinen Schritten.

    • Sandra Vonbergen sagt:

      Unsere Waffengesetze sind von denen in Singapur weiter entfernt als die beiden Voyager-Sonden von der Erde. Sie haben offenbar weder von Waffen noch von Gesetzen eine Ahnung.
      Und dieser Satz hier:
      „die Schweiz als künftiger Stadtstaat mit Dutzenden von Millionen Eiwohnern“
      ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten.
      Aber danke für den grossartigen Lacher.

  • Franka sagt:

    Ich gebe zu, ich weiss nicht, wie die USA das Problem lösen können. Ein grosses Argument ist ja, dass sich Räuber nicht ans Gesetz halten und darum auch bei einem Verbot noch Waffen haben. Aber ein Bösewicht schiesst wahrscheinlich sowieso. Ob du eine Waffe hast oder nicht. Dafür lebt dein 3-jähriger noch, weil der sich nicht selbst beim Spielen umbringen konnte…

  • Kaspar Tanner sagt:

    Gerade bei Netzkommentaren über diesen Geniestreich gestolpert: Papa Strong heisst „Richard“ zum Vornamen, in den USA meist mit „Dick“ verkürzt. Papa heisst also „Dick Strong“ und hat immer eine geladene Kanone bei sich….

    Ist das Buch wirklich für das zweite Amendment – oder ist es eine Satire über die waffentragenden Angstneurotiker?

    • Blaser Hans sagt:

      Herr Tanner, so ein Buch kann doch nie und nimmer eine Satire sein, denn 90$ für ein solch „hochwertiges“ 40 Seiten Taschenbuch sind doch mehr als ok. Gut man kann natürlich auch dem Kommentator, welcher Taschenbücher als Verfassungswidrig ansieht zustimmen, welcher sich den Skript als Hardcover mit entsprechendem Aufpreis wünscht. 😉

  • Wie erschiesse ich meinen Nebenbuhler, wie stelle ich es am besten an möglichst viele Mitschüler in’s Gras beissen zu lassen die mich gehänselt haben. Wie baue ich ein Auto um, damit ich möglichst ungesehen, aus lauter Langeweile oder Frust unschuldige Passanten erschiessen kann. Wie kann ich in einem Action-Kino die Action steigern in dem ich den echten Rambo spiele und echtes Blut vergiesse. Das gäbe doch ein fantastische Kinderbuch-Serie, so wie es das Leben schreibt in dem gelobten Amerika der Verrückten und Paranoikern. Diese Szenarien sind nicht von mir erfunden worden, wenn schon von der bösen antiamerikanischen Presse. Eine Waffe ist zum töten von Tieren und auch für Menschen gebaut. Wer glaubt das nur Gutmenschen eine Waffe kaufen ist einfach nur irre oder hat Aktien bei den Waffenherstellern. Dieses Land möchte Vorbild für die Welt sein. Kein Wunder, dass sich sogar Freunde abwenden. Der T-Rex strotze nur so von Kraft, hatte aber ein Hirn von einem Perlhuhn und starb aus, weil er schlicht unfähig war sich anzupassen. Für diesen Kinderwahnsinn hier die rote Karte.

    • Stefan Braun sagt:

      Ihr Kommentar gefällt mir! Ich lebe hier im Süden der USA und diskutiere dieses kontroverse Thema mit den Einheimischen. Für uns Europäer sind die Ansichten doch sehr verstörend. Jedes Opfer ist eines zuviel! Das sehen die Leute hier genauso – so lange die Opfer unschuldig sind! An ihrem Kommentar stört mich einzig die Pauschalisierung! Die Amerikaner sind nicht paranoide Neurotiker und schiesswütige Pistoleros! Sie haben eine andere Sicht der Dinge, andere Meinungen! Daneben haben sie die selben Probleme wie wir. Sie versuchen ihre Familien zu ernähren, Spass und Freude erleben. Sie lieben ihr Land wie ich das Meine! Ich bitte Sie, sich mit den Menschen hier auseinander zu setzen und nicht einfach Urteile zu fällen. By the way, dieses Buch ist echt krank, dass sehen aber auch nicht wenige Leute – mit Waffen zuhause – hier genauso!

      • Herr Stefan Braun, herzlichen Dank für Ihre sachliche und freundliche Antwort. Leider ist es immer noch eine Mehrheit von Pistoleros die sagen wo es lang geht. Auch die Befürwortung der Todesstrafe gehört in dieses unwürdige Kapitel. Das ergibt ein Bild einer sehr aggressiven Bevölkerung die noch Auge um Auge und Zahn um Zahn für richtig hält. Sie haben wohl recht, es gibt auch vernünftige Menschen in Amerika aber diese Gesellschaft hat ein Problem mit sich selbst und der Umwelt. Wie viele Fehlurteile und Tote muss es noch geben, bis auch eine Mehrheit diesen falschen Weg erkennt? Ich nehme das Wort „ALLE“ gerne zurück, dass ändert aber nichts an der Tatsache und meinem Eindruck, durch die fast täglichen tragischen Umstände. Auch die NSA leidet doch unter Verfolgungswahn den sie täglich selber schürt und damit das ganze Volk irre macht. Wieder untereinander mehr vertrauen und die damit verbundene Gerechtigkeit, würde auch wieder das Vertrauen zu Amerika zurückgeben. Freunde gewinnt man nicht durch Gewalt und Misstrauen, sondern nur durch Ehrlichkeit und Gerechtigkeit. Was Innen nicht funktioniert, kann auch gegen Aussen nicht funktionieren. Darum wünsche ich ein friedlicheres Volk, dass solchen Autoren und ihren kriegerischen und finanzgeilen Hintermänner ganz klar und unmissverständlich die rote Karte Zeigt.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.