Benimm-Regeln im Land der Glücklichen

Es ist höchste Zeit, den kommenden Sommerurlaub zu planen. Nordwasiristan ist dieser Tage ebenso out wie die Ostukraine. Lieber hören Sie auf Goethe. «Amerika, du hast es besser als unser Kontinent, der alte», schrieb der Geheimrat schon 1827. Und wo es besser ist, sollte man auch Ferien machen. Also ab nach Amerika in diesem Sommer.

Immerhin gibt es keinen anderen Platz auf der Erde, wo die Verfassung das Volk ermuntert, das eigene Glück zu verfolgen. Thomas Jefferson wollte es so. Ein Achtstundenflug erlaubt Ihnen, die Amerikaner beim Verfolgen dieses Glücks zu beobachten. Zuvor aber sollten Sie sich in die Grundregeln der amerikanischen Etikette vertiefen, um nach der Ankunft nicht sofort als Euro-Trash unangenehm aufzufallen. Standardwerk amerikanischen Benimms ist noch immer Emily Posts Buch «Etiquette». Es wurde leider bereits 1922 verfasst und lässt zeitgenössische Phänomene wie Selfies und Kim Kardashian daher aus.

Deshalb anbei ein kurzer Leitfaden für Ihren Sommerurlaub im Land des Fracking. Schon vor dem Abflug gilt es, sich die richtige Geisteshaltung zuzulegen. «Es gibt in Europa nach wie vor einen Hass auf das glückliche Bewusstsein», warnt der Philosoph Peter Sloterdijk vor einem kruden Antiamerikanismus. Legen Sie diesen vor Reisebeginn ab, um nach der Ankunft selbst ins «glückliche Bewusstsein» einzutauchen.

Auf der Fahrt vom Flughafen mit dem Mietwagen erleben Sie zwangsläufig, dass Einheimische auf vierspurigen Strassen oft die Überholspur blockieren, weil sie während des Fahrens essen, trinken, texten oder lesen und nicht bei der Sache sind. Überholen Sie rechts, ohne sich aufzuregen. Rechts überholen ist erlaubt, solange Sie nicht auf einem unbefestigten Seitenstreifen fahren und sich dabei überschlagen. Reisen Sie in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln, empfiehlt es sich nicht, einem Greis Ihren Sitzplatz anzubieten. Es würde als Einmischung in die inneren Angelegenheiten empfunden. Zumal Ihrem Akzent eine bedrohliche Note anhaftet.

Im Hotel ist herrisches Auftreten gefährlich. Es könnte Ihnen ein Zimmer gleich neben dem Fahrstuhl einbrocken – und Schlaflosigkeit ist ein Feind des glücklichen Bewusstseins. Schon Jefferson war dies bekannt. In Restaurants müssen Sie üppig mit Trinkgeld um sich werfen, da die Angestellten für eine Handvoll Dollar arbeiten. Bisweilen handelt das Personal auf eigene Faust: Sind Sie als Ausländer identifiziert, werden automatisch 15 Prozent Trinkgeld auf die Rechnung gesetzt. Unter Insidern ist dies als «Euro-Trash-Abgabe» bekannt.

Fast-Food-Bedienstete brauchen Sie nicht pekuniär zu bedenken. Sie sind zumeist auf dem amerikanischen Weg vom Tellerwäscher zum Millionär. Doch sollte die Toilette eines Fast-Food-Restaurants stets ausgiebig genutzt werden – die amerikanischen Entfernungen sind gross, das Wasserlassen in freier Natur ist nicht nur als grobe Entgleisung verpönt, sondern kann wegen öffentlicher Zurschaustellung geahndet werden.

Falls Sie einem Einheimischen im Schlafanzug begegnen, schauen Sie diskret weg. Eine Kleiderordnung gibt es nicht. Ausserdem ist bei Gesprächen ein Mindestabstand von einem halben Meter ratsam. Denn trotz NSA und Internet-Cookies pocht die Bevölkerung auf ihre Privatsphäre.

Wenn Sie diese und andere Benimmregeln beherzigen, winkt Ihnen ein erlebnisreicher Urlaub inklusive herrlicher Momentaufnahmen in Kodachrome™. Wenn nicht, landen Sie geradewegs in Henry Millers «Klimatisiertem Alptraum». Ihr Mietauto würde gestohlen. Im «Cactus Motel» rückten Ihnen Bettwanzen zu Leibe. Ihr Hamburger fiele Ihnen aufs Hemd. Das «glückliche Bewusstsein» wäre futsch.

Arte-Reportage über die legendäre Route 66:

51 Kommentare zu «Benimm-Regeln im Land der Glücklichen»

  • sandro sagt:

    Ich persönlich finde die US-Aussenpolitik, die Steurvorgaben etc. auch daneben.
    Man darf die gesamte Regierung jedoch nicht mit den meist super offenen Leuten, welche extrem hilfsbereit sind, gleichsetzen. Ebenso die zum teils atemberaubende Natur. Ganz zu schweigen von den unzähligen Möglichkeiten, der Dynamik etc.
    Nur weil die Herren in Washington etc. so ticken und regieren, heisst das noch lange nicht, dass auch die Bevölkerung so tickt. Es gibt genau so sehr angenehme und intelligente Zeitgenossen wie hier auch. Sozialstaat USA kümmert sich nicht um die Armen, aber dass findet auch ein Grossteil der Bevölkerung schlecht.
    also, drum nicht zu schnell urteilen

  • Guten Tag
    Viele Kommentare sind entweder stark für oder eben gegen Amerika. Häufig sind die Ansichten auch sehr pauschal. Ich bin der Meinung, das jede einzelne Person, am besten für sich selbst rausfindet und zwar unabhängig von Politik und Meinungen anderer, ob Amerika denn einen Besuch wert sei. Ich habe 2009 eine 4 wöchige Velotour durch Kalifornien gemacht und war meistens überrascht von der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Amis.

  • Hans Müller sagt:

    Der letzte Ort, an dem ich meine Ferien verbringen möchte.

  • Der American way of life ist Schnee von vorgestern.

  • Edith Hand sagt:

    Kommen Sie doch nach Südafrika!! Der weisse Südafeikaner hat grosse Aehnlichkeit mit dem Amerikaner. Nur dürfen Sie hier am Strassenrand pinkeln, schnell und falsch fahren ohne hinter Gittern zu landen und trinkgeldmässig werden Sie auch nicht übers Ohr gehauen. Hier sprechen soviele Menschen mit merkwürdigem Akzent Englisch, dass man Ihnen nicht anmerkt, dass Sie aus der CH sind. Etwas Crime haben wir hier auch, eine wundervolle Landschaft, gutes Essen und tollen Wein. Ein Gang zu Mac Donald wäre eine Todsünde. Und der biometrische Pass können Sie sich auch sparen.

  • Kurt Morf sagt:

    Lebe schon ueber 30 Jahre hier im Mittleren Westen. Martin Kilians Beobachtungen treffen den Nagel auf den Kopf. Ich liebe seinen sarkastischen Unterton, der uns die amerikanischen Eigenheiten genuesslich vorfuehrt. Gute Informationen fuer den Neuling in Amerika. Zusaetzlich sollte man wissen, dass man immer einen Sitzplatz freilassen sollte, wenn man in ueberfuellten Wartehallen auf seinen Flug wartet. Die Amerikaner platzieren gerne ihr Handgepaeck auf Sesseln, um Distanz zum fremden Nachbarn zu halten. Als Schweizer sind wir gewohnt, den Platz frei zu machen fuer andere. Muss man hier in Amerika nicht tun. Wuensche einen schoenen Aufenthalt.

  • beat lauper sagt:

    Na ja, ein eigenartiger Beitrag, ist für meinen Geschmack plump und weniger verfeinerter Sarkasmus, leider. Die Wäscheleineliste von dos und donts ist nicht mal auf der Höhe der gängigen Clichés und als solche für die Novizen geradezu irreführend, denn diese werden eine zielmlich andere Realität antreffen als sie so hier so kulturschockmässig geschildert ist für den durchschnittlich antiamerikanisch eingestellten Bünzli.

  • Urs Brocki sagt:

    Ich habe einige Zeit im Bundesstaat Oregon verbracht. Ganz herzliche und unkomplizierte Leute. Man darf die derzeitige Politik und den Antiamerikanismus, den sie bei uns auslöst, nicht mit den Menschen im Land gleichsetzen.

    Zudem ist es einfach unsinnig von DEN USA zu sprechen und zu meinen man könnte die Mentalität allgemeingültig in 2-3 Sätzen erläutern. Auch in der CH pocht man auf Unterschiede zum Nachbarkanton und seien sie objektiv auch noch so klein. In Deutschland ist die Heterogenität bereits deutlich grösser als hierzulande und in den USA wiederum grösser als in Deutschland.

    Man muss sich regional sehr unterschiedlich anpassen. Was im konservativen Süden als selbstverständlich angesehen wird, kann an den liberalen West- und Ostküsten zu starken Irritationen führen.

    Insgesamt sind die Amis doch recht verschieden von uns Schweizern. Die Gemeinschaft zählt mehr als das Individuum. Das Abkapseln hierzulande wird daher von vielen Expats als Kühle und Ablehnung wahrgenommen. Wenn sie in den USA eine neue Stelle antreten, werden sie z.B. mit Sicherheit zu einem Feierabendbier o.ä. von ihren neuen Kollegen eingeladen, weil man ihnen den Einstieg erleichtern möchte. Hierzulande wollen die Leute eher ihre Ruhe und in ihrer Freizeit möglichst nicht mit etwas beruflichem (und seien es auch nur die Kollegen) konfrontiert werden…

    Obwohl ich die USA toll finde, gilt mein nächster Nordamerikaurlaub Kanada, wobei es vllt. einen Abstecher nach Alaska geben wird.

  • Nenad sagt:

    Ich liebe Ferien in den US and the A….Kreditkarte, Auto, und der Highway egal in welche Richtung es geht…einfach wunderbar…nur um Texas einen grossen Bogen machen…haha..immer wieder gerne fahre ich dorthin..das mit dem Trinkgeld..muss ich ehrlich sein..wurde uns auch schon aufgebrummt…in Utah…schwamm drüber…gibt noch richtige patrioten in diesem Land…man kann sich mit jemand über alles angeregt diskutieren…beim Thema Sport und Politik aber vorsicht..ist aber ehrlich gesagt ja in der Schweiz auch nicht anders..

    • Gregor Meyer sagt:

      Sie wissen aber schon das USA „United States OF America“ heisst und deshalb Ihre Aussage „U(nited) S(tates) and the A(merica)“ keinen Sinn macht?

  • Globuli sagt:

    Tut mir leid aber ich mache keine Ferien in Folterstaaten.

  • Yvonne Maissen sagt:

    Es wird ja gluecklicherweise niemand gezwungen nach Amerika zu reisen! Freiwillige werden erfuellt und voller sxhoener Erlebnisse in die Heimat zurueckkehren.

  • henriette sagt:

    Niemals würde ich dieses Land bereisen, die grinsen dich freundlich, eine Pistole an deinen Kopf haltend, fordern sie Bares, aber sie sind immer freundlich.

  • André Dünner sagt:

    Um ehrlich zu sein, klar, mir geht es ebenfalls auf den Wecker mit der Reinschauerei in persönliche Nachrichten. Zum andern aber ist wohl zu sagen, dass beachtet jemand Anstandsregeln kommt man auch gut weg. Im übrigen sind sich eben grosse Unterschiede in Sachen die einen dürfen, andere nicht in Bereichen des Ausdrucks von Autorität mitentscheidend für gegebenenfalls das Münzen als vorlaut und dominant zu sein.

    Zum Beispiel im Bankenstreit. Die einen bezeichnen dies wohl als Robin Hood-Tat mit dem Abfischen von Kapitalien. Es wäre dies, würden Gewinne auch dort landen wo Robin diese jeweils wieder verteilte.

    In Europa habe ich persönlich mehr Hintenherum und Heuchelei erlebt als dort wo offen mit Konfliktpartnern umgegangen wird.
    Dies ist vermutlich der Unterschied zwischen Wald- und Bergmenschen gegenüber Präriereitern. Wohlverstanden in keinster Weise sagte ich es gäbe nicht auch anderes Verhalten als das von mir geschilderte.

  • Urs Fellmann sagt:

    Stellen Sie sich darauf ein, nach einem Flug von über 12 Stunden in LA zwei Stunden in der Schlange zu stehen, um anschliessend vom Immigration Officer wie ein Verbrecher befragt und fahndungstechnisch erfasst zu werden. Und darum den Anschlussflug nach San Diego zu verpassen. Wenn Sie dann mal drin sind, ist das Land allerdings faszinierend vielfältig und die Menschen sind grösstenteils freundlich.

  • Urs Brocki sagt:

    Ich habe einige Zeit im Bundesstaat Oregon verbracht. Ganz herzliche und unkomplizierte Leute. Man darf die derzeitige Politik und den Antiamerikanismus, den sie bei uns auslöst, nicht mit den Menschen im Land gleichsetzen.

    Zudem ist es einfach unsinnig von DEN USA zu sprechen und zu meinen man könnte die Mentalität allgemeingültig in 2-3 Sätzen erläutern. Auch in der CH pocht man auf Unterschiede zum Nachbarkanton und seien sie objektiv auch noch so klein. In Deutschland ist die Heterogenität bereits deutlich grösser als hierzulande und in den USA wiederum grösser als in Deutschland.

    Man muss sich regional sehr unterschiedlich anpassen. Was im konservativen Süden als selbstverständlich angesehen wird, kann an den liberalen West- und Ostküsten zu starken Irritationen führen.

    Insgesamt sind die Amis doch recht verschieden von uns Schweizern. Die Gemeinschaft zählt mehr als das Individuum. Das Abkapseln hierzulande wird daher von vielen Expats als Kühle und Ablehnung wahrgenommen. Wenn sie in den USA eine neue Stelle antreten, werden sie z.B. mit Sicherheit zu einem Feierabendbier o.ä. von ihren neuen Kollegen eingeladen, weil man ihnen den Einstieg erleichtern möchte. Hierzulande wollen die Leute eher ihre Ruhe und in ihrer Freizeit möglichst nicht mit etwas beruflichem (und seien es auch nur die Kollegen) konfrontiert werden…

    Obwohl ich die USA toll finde, gilt mein nächster Nordamerikaurlaub Kanada, wobei es vllt. einen Abstecher nach Alaska geben wird.

  • Robert Güntensperger sagt:

    Ich kann allen bisherigen Kommentaren zustimmen. Die USA sind ein wunderbares Land um seine Ferien dort zu verbringen.
    Allerdings werde ich nie mehr in die USA reisen, solange die paranoiden Einreisebestimmungen gelten.
    Es reicht nicht, dass Man(n) für eine Einreisebewilligung fast die Hosen herunterlassen muss, sondern auch noch fast – der amerikanischen Prüderie sei Dank! – die Länge des eigenen…

  • Valdy sagt:

    In der Verfassung von Bhutan steht das Glück an sich, nicht nur das Treben

  • Gutweniger sagt:

    Habe letztes Jahr Amerika bereist, meine Schwester lebt seit 30 Jahren in New York. Ich finde Ihre Geschichten gut sie zeigen was ich auch gefühlt habe. Ein Land mit vielen Wiedersprüchen, ein Land im sozialen Abstieg, den Menschen geht es schlecht, auch dem Mittelstand. Wenn viele Menschen in Autos, auf den Strassen oder einsam auf den Trailerparks in verrotteten Wohnwagen leben müssen stimmt etwas nicht im System. Doch die Mentalität der Amis ist wegschauen, weghören und nicht darüber nachdenken.

  • F. Meier-Holzapfel sagt:

    Wenn Sie in einem überfüllten Restaurant am Eingang stehen und vergeblich darauf warten, dass man ihnen einen Tisch/Platz zuweist, dann kommen sie bloss nicht auf die die Idee, sich in Eigeninitiative an den schnauzbärtigen Texaner mit Cowboyhut zu wenden, der allein an einem riesigen Tisch sitzt. Fragen Sie ihn nicht, ob an seinem Tisch noch zwei Plätze frei sind, denn er könnte bewaffnet sein und sein Revier verteidigen. Wie im Artikel bereits angedeutet: Die Privatsphäre hat für den gemeinen Ami einen grösseren Radius als für uns Europäer. Ich fragte den Cowboy dann noch WARUM wir uns denn nicht mit an seinen Tisch setzen dürften, wo doch so viele Plätze frei waren. Seine Antwort: „Because I am sitting here.“

    • Verena Brunner sagt:

      Das finde ich auch ganz richtig so! Die Schweizer und die Deutschen meinen ja immer, wo es noch „Platz“ hat an einem Tisch, dürften sie sich ungeniert dazu setzen. Und ich soll mir dann ihr Geschwätz mit anhören. Das finde ich nur total unverschämt. Ich sitze doch extra allein an einem Tisch, weil ich meinen Frieden haben will. Dafür habe ich mit meiner Konsumation bezahlt. Auch in Italien ist übrigens das Dazusetzen verpönt, das machen nur die Touristen so, die Einheimischen sicher nicht. Wie es in anderen Ländern aussieht, weiss ich nicht.

      • Marcel sagt:

        IBrunner: st in Argentinien ähnlich wie in Italien – man setzt sich nicht dazu — aber ist auch kein Wunder die Argentinier stammen ja auch zu über 50% von Italienern ab.

    • fufi sagt:

      Naja, aber irgendwie könnte sowas doch auch und gerade hierzulande sein:
      ALLE Plätze sind besetzt, weil ICH hier sitze?
      Ok, ICH bin meist unbewaffnet!
      😉

  • Hodedl sagt:

    Ich lebe schon seit vielen Jahren in den USA. Folgendes soll der Besucher nicht vergessen:

    Vergesse nichr das wort ‚ PLEASE“. Der Amerikaner ist hilfsbereit und gibt gerne Auskunft.

    Das zweite ist „THANK YOU‘.

    Das dritte, “ Der Ami hoert gerne ein kleines Kompliment ueber sein Land, einen Park oder Ort, Hotel etc.
    jedoch nicht zu ueberschwemmlich.

    Persoenlich finde ich Touristen aus der Schweiz sind eher wortkarg und nicht sehr kontaktfreudig. Die Schnweiz hat hier
    ein sehr guten Ruf. Zeigt, das die Schweizer glueckliche Leute sind.

    Have fun and good Travel!

  • Harry Haller sagt:

    Noch ein Tipp für die Route 66. Den „Steppenwolf“ nicht vergessen, an den Lagerfeuern gibt es immer Zeit zum Lesen. (Jeder in seiner Lieblingssprache – meine ist diejenige des Autors). „Born to be wild“ von der amerikanischen Band „Steppenwolf“ wird man genug zu hören bekommen. Abenso wie die Songs von Bob Dylan (Robert Zimmermann) – oder Iggy Pop (Jim“ Osterberg). Aber auch die Sängerin von „The Velvet Underground“; Christa Päffgen sprach deutsch. Nach der Erkenntnis, (offiz. Statistik USA) dass ca. ein Viertel aller Amerikaner deutsch-sprachigen Untergrunds sind, folgt: Auch Amerikaner mögen die Sprache „der Dichter und Denker“ – aber natürlich auch andere europäischen Ursprungs ,wie Jack Kerouac;
    „On the Road“!

  • Markus Schneider sagt:

    Solange die Amerikaner wie die letzten Faschisten biometrische Pässe verlangen, reise ich überhaupt nie wieder nach den USA. Dann noch lieber nach Nordkorea.

    • Philipp Sury sagt:

      In diesem Fall reisen Sie am besten mal in beide Länder.

    • adam gretener sagt:

      Solange der Pass ihr einziges Problem ist, geht es ja noch.

      Es hat sich zwar auch schon geändert, aber was ich bewundernstwert finde:

      Nach einem Feuern, Hurricane oder einer Überschwemmung, packen Leute, die 500 Km weit entfernt wohnen, Wasser, Holz, Nägel und Hammer in den Truck und fahren hin um unkompliziert zu helfen. Das finde ich grossartig.

    • Oreg Meyer sagt:

      Die USA verlangen nur einen maschinenlesbaren Pass. Biometrische Merkmale müssen nur neu ausgestellte Pässe aufweisen. Sie bekommen aber bei uns keine Pässe ohne biometrische Merkmale mehr. Finden Sie jetzt die Schweiz faschistisch?

      • Markus Schneider sagt:

        Ja, natürlich finde ich das. Denn diese Pässe wurden damals in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf Druck der USA eingeführt.

  • maja sagt:

    Ausserdem ist bei Gesprächen ein Mindestabstand von einem halben Meter ratsam. – Das ist ein normaler Abstand, der für alle Menschen gilt.

    • Hans Guet sagt:

      Ich empfehle Ihnen Südamerikaner zu meiden 😉

      • Marcel sagt:

        Hans: Das kann ich bestätigen — hier in Südamerika ist man nicht so kleinlich mit dem Abstand – da gibts auch von wildfremden Frauen und oft auch von Männern einen Kuss auf die Wange zur Begrüssung — ist ja auch in Südeuropa schon so z.B. im Gegensatz zu den distanzierteren Skandinaviern.
        ,
        Maja Sie sollten vielleicht wieder mal überdenken, was normal ist in welchem Kulturkreis – und das gilt eben nicht für alle Menschen gleich

  • Zimmermann sagt:

    Ich liebe die Amerikaner, Du darfst sein wie Du bist, niemand wird Dich kritisieren. Das ist unbegrenzte Freiheit und die Amerikaner sind so hilfsbereit.

    • M. Lehman sagt:

      Welcome Zimmermann ! 🙂
      In 1969, ich fahr von Dallas nach zuhause in Houston an einem Samstag mittag und an der seite des highway steht ein auto
      und eine aeltere frau und mann daneben. Ich stoppe mein Pick-up. es sind Schweizer touristen die von Seattle auf umwegen nach Miami fahren .Als ich auf schwizerdutsch erklaren konnte sie sind nun meine Gaeste in Houston,stiegen sie in den truck mit meinem dog. Zuhause ich telfonierte Hertz und erklaerte die panne, nahm meine neuen freunde aus
      Zollikofen zu einem Baseball spiel im Astrodome und hatte sie in einem tip top neuen wagen und auf dem highway by
      Dienstag. „unsere Zollikofer freunde “ waren in Kontact mit uns bis zu deren tod. So, welcome to our country !

      • Djulla sagt:

        Wie naiv und blauäugig. US-Bürger (und nicht „Amerikaner“) dürfen dich kritisieren und verspotten soviel sie wollen. Das fällt unter Free Speech und Fair Use. Wenn du willst, dass alle mit dem Finger auf dich zeigen und dich auslachen, dann ja, sei wie du bist…

    • Alex Steiner sagt:

      Du kannst sein wie du bist. Ausser du bist schwarz, muslime oder schwul. Dann nicht.

    • Mario M. Montecarlo sagt:

      Ich will Ihre Freude an „den“ Amerikanern nicht schmälern.Sie sind in der Tat üblicherweise freundlicher als Europäer,das stimmt.Allerdings kann man die Freundlichkeit auch ziemlich oberflächlich finden.Wenn Sie etwa im Griechenlandurlaub freigiebig die Adresse von amerikanischen Hellasurlaubern bekommen,heisst das noch lange nicht,dass Sie sich bei einem Amerikaurlaub auch wirklich dort blicken lassen sollten.Es ist halt ein Höflichkeitsritual.Die unterschiedliche Freundlichkeit charakterisiert ideal ein Zitat von Showmaster Thomas Gottschalk.Seine Mutter fragte ihn (er wohnt einen Teil des Jahres in Kalifornien) einmal,ob er die Freundlichkeit der Amerikaner nicht aufgesetzt und unehrlich fände.Er meinte,das könne schon sein,dass es eine unehrlich Freundlichkeit sei.Man könne sich aber fragen,was besser sei:Unehrliche Freundlichkeit (USA) oder ehrliche Unfreundlichkeit (Europa).

  • Urs Mülelr sagt:

    Ich weiss jetzt nicht recht, ob ich das als «chliises Gschichtli» (Lückenfüller), Glosse oder Satire lesen soll.
    Ich werde meinen Herbsturlaub im Westen trotzdem so geniessen, wie die letzten paar Trips in die Staaten.

    • M. Lehman sagt:

      Ich glaube er moechte gerne die Schweizer abhalten vom Ferien-machen in der US !
      Der Mann scheint ein sehr niedriges opinion von uns zu haben !
      Wir Yankees begruessen gerne Leute aus der ganzen Welt, nur sind wir nicht so Sprachen-fluessig wie auslander.
      Ueppig Trinkgeld ? Herrisches auftreten ? Am strassenrand pinckeln ? Alles quatsch !
      Schweizer sind zivilisiert ! und wir auch ! 🙂
      Welcome to America !

      • toni müller sagt:

        Vielen Dank Hr. Lehmann,
        Gerne besuche ich mal die USA. Ich hoffe dann Ihnen zu begegnen und nicht diesem Martin Kilian. Wir trinken dann gerne ein Bier zusammen, gell?

  • Bernhard Piller sagt:

    Da kommt noch etwas wichtiges dazu: man darf die Amerikaner ungeniert duzen….

    • Leo Klaus sagt:

      Und bei diesem Thema, bitte lächeln, und zwar nicht mickrig-europäisch sondern richtig, vor allem wenn sie Leute im Fahrstuhl begegnen. Das gilt nicht als Flirten, sondern anständig. Damit signalisieren Sie, dass Sie nicht mit dem Hauptdarsteller vom „Halloween“ oder „The Texas Chainsaw Massacre“ verwandt sind. Und falls man Sie anlächelt, verstehen Sie dies als blosse Höflichkeit.

      Und rasen auf den freien Strassen? Vergessen Sie es, Sie landen sonst hinter Gitter.

      • Mario M. Montecarlo sagt:

        Vermeiden Sie es als einzelner Mann einen Fahrstuhl zu benutzen,wenn darin nur eine einzelne Frau ist.Wenn Sie Pech haben und Ihre Gesichtszüge der Dame gerade nicht passen,könnten Sie am Ende der Liftfahrt eine Anzeige wegen sexueller Belästigung bekommen,selbst wenn Sie stockschwul sind.Es reicht,dass Sie ein Mann sind.

        • Ruedi sagt:

          Fahrstuhl — aha, bei uns nennet sich diese Gefährt „Aufzug“ oder „Lift“. Danke.

          • Urs Brocki sagt:

            Oje Ruedi, ich hoffe Sie fühlen sich aufgrund dieses kleinen sprachlichen Ausrutschers nicht gleich in Ihrer Identität gefährdet und überfremdet. In DE sagt man übrigens sowohl Fahrstuhl, als auch Lift, Aufzug und je nach dem auch Paternoster.

        • Mario M. Montecarlo sagt:

          Hallo (gerne auch „Grüezi“ ) Ruedi,
          irgendwie seltsam:Die Deutschschweiz hat als „Landessprache“ (und nicht nur als „Amtssprache“) Deutsch und wehrt sich tapfer gegen deutsche Vokabeln,während man beispielsweise englische zu Hunderten kritiklos übernimmt.Paradebeispiel dafür wäre „Parking“.Allerdings setzt sich langsam auch „Parkplatz“ durch.Na gut,wenn sich die Deutschschweiz gerne als Sprachmuseum betrachtet – von mir aus gerne.
          Und nicht vergessen:Schnell eine Initiative „lancieren“ mit dem Ziel,auch sprachlich eine Art Berliner Mauer um die Schweiz zu errichten,damit ja keine frische Luft von aussen hereinweht 🙂
          P.S. (keine Sorge,das ist nicht Deutsch,sondern nur Lateinisch):Noch ein Filmtipp – auf SRF lief kürzlich „Plötzlich Deutsch“.Eine Komödie um einen Schweizer Deutschenhasser.Sehenswert!

    • Alain Wyss sagt:

      Ausgenommen von dieser Regel sind Polizisten, Immigration-Officers, Zollbeamte, Aerzte und andere Autoritäspersonen, die man mit Sir oder Madam und nicht dem Vornamen anreden sollte.

    • thou sagt:

      Bzw existiert das „Du“ gar nicht mehr, deshalb „siezen“ sich dort alle

  • fufi sagt:

    Ich war zwar noch nie drüben und ich hab’s auch nicht im Sinne.
    Aber dennoch auch empfehlenswert, erst recht für solche wo nach drüben wollen

    Paul Watzlawick: Gebrauchsanweisung für Amerika
    ISBN 978-3-492-27575-0

    Und sowieso Besten Dank an Martin Kilian für seine Beiträge!
    🙂

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