Logo

Et wuala

Webflaneur am Freitag den 26. September 2008

Daten sichern mit Wua.la 

«Wuala», sagt der Webflaneur. «Voilà?», fragt sein Freund. Mit Wua.la könne er Sicherheitskopien der Daten ganz einfach machen, erklärt der Webflaneur. «Ah, voilà», sagt der Freund. «Ich speichere sie also auf einem Zentralrechner. Wenn das Notebook geklaut oder von Viren heimgesucht wird, lade ich sie wieder herunter.» – «Richtig, bis auf ein Detail», sagt der Webflaneur: Die Daten würden nicht bloss auf einem Zentralrechner gespeichert, sondern zusätzlich auf den Computern von fünf anderen Nutzern, «also mehrfach redundant, wie die ITler sagen». «Was bringt das?», fragt der Freund. Zum einen spare dies Bandbreiten- und Speicherkosten bei der Beitreiberfirma, einem Schweizer Startup. Dieses biete dafür günstige Dienste. Er wiederum habe gute Chancen, dass Daten bei Bedarf schnell wieder hergestellt werden – auch wenn der Zentralrechner gerade überlastet sein sollte.

«Dafür liegen meine Daten auf fremden Computern, wo sie gelesen werden können», wendet der Freund ein. Das sei fast unmöglich, sagt der Webflaneur, denn die Daten würden zerstückelt und vor der Übertragung verschlüsselt. Das einzige Problem sei, dass er eine fette Internetleitung brauche, da jedes Datenpaket mehrfach versandt wird. Dies geschehe jedoch im Hintergrund. Am besten probiere er es aus: Eröffne er ein Konto, kriege er ein Gigabyte Speicher. Das reiche nie, wendet der Freund ein. Dann müsse er Speicher mieten, 10 Gigabytes kosteten 25 Franken pro Jahr, oder aber den eigenen Speicher gegen Online-Speicher eintauschen.

Der Freund schaut skeptisch. Wenn ihm dies nicht behage, so der Webflaneur, könne er auch einen der vielen anderen Anbieter wählen, Elephantdrive etwa, iDrive, MozySosonlinebackup oder andere. Die meisten Speicherdienste verlangten derzeit 4.95 Dollar pro Monat. Wolle er die Daten lieber einer Berner Firma anvertrauen, schaue er bei Stepping Stone vorbei. Für grosse Datenmengen sei Amazons S3-Dienst spannend, auf den man etwa mit der Software von Jungledisk oder einer Firefox-Erweiterung zugreifen könne. Und Fotos hinterlege er – wahlweise für 30 oder sogar 99 Jahre – auf der Swisspicturebank.

Wenige Tage später treffen sich die beiden wieder. Er habe die Daten gesichert, so der Freund. Und grinsend fügt er an: «Mehrfach redundant, wie ITler sagen.» Als Dankeschön für seinen Tipp habe er dem Webflaneur Musik geschenkt. Das könne man mit dem Speicherdienst nämlich auch. «Et voilà», sagt der Webflaneur.

« Zur Übersicht