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Im Tiefflug durch Deutschland

Webflaneur am Mittwoch den 15. August 2007

Screenshot Google Earth (Hamburg)

Strassen hat er bereits viele gebaut. Nun aber will der Webflaneur auch ein virtuelles Haus konstruieren. Es soll so aussehen wie das echte. Und es soll am selben Ort stehen wie das echte, bloss halt auf dem Globus Google Earth.

Bevor der Webflaneur an seinem dreidimensionalen Gebäude zu mauern beginnt, lässt er sich von anderen Bauherren inspirieren. Er startet Google Earth, schaltet «3D-Gebäude» ein. Er fliegt nach Hamburg, wechselt in die Vogelperspektive – und staunt, wie aus dem Satellitenbild eine dreidimensionale Stadt wächst. Und weiter gehts: Er lädt die entsprechende Datei herunter, öffnet sie – und landet im dreidimensionalen Berlin. Flugs besucht er den Plenarsaal des Reichstags, taucht unter dem Brandenburger Tor durch, dreht über der Siegessäule ab. Nun macht er einen Abstecher nach Neubrandenburg, fliegt dann nach Dresden, wo er mit heiss gelaufenem Computer landet.

Nun zieht es den Webflaneur heim. In der Region Bern sind erst einzelne Gebäude in die Höhe gezogen worden, stellt er beim Stöbern im 3dwarehouse fest, dem Austauschforum für Gebäude. Und die meisten befinden sich im Rohbau. Ein erster Entwurf des Bundeshauses schwebt hoch über dem Boden. Vorhanden sind ein einfaches Zytglogge-Modell, zwei Versionen des Stade de Suisse Wankdorf, die Gemeindeverwaltung Köniz, ein schön nachgebauter Bantiger-Turm. Ein Steve baut an der Migros Belp, Fabian an Fankhausers Haus in Neuenegg. Lukas arbeitet am Neufeld-Gymer Bern, 54m stampft ein Mehrfamilienhaus am Stapfenrain aus dem Boden, Anonym zieht im Länggass-Quartier ein Hochhaus hoch.

Staunend klickt sich der Webflaneur weiter durch die dreidimensionale Computerwelt. Und er vergisst darob glatt, dass er ja eigentlich mit Sketch-Up ein eigenes Haus bauen wollte.

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