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Blogger im Fernsehen

Webflaneur am Mittwoch den 16. Mai 2007

Screenshot Kyte.tv
 

Sie gucken keinen Schweinekram. Sie gucken auch kein Fernsehprogramm. Die paar Blogger gucken an ihrem Treffen auf einem kleinen Handybildschirm sich selbst zu, wie sie sich über einen kleinen Handybildschirm beugen. Auf dem Monitor läuft der «Fernseh-Kanal» eines Bloggers. Und in diesem spielen sie die Hauptrolle. Sie sind im selbst gemachten Fernsehen. Sie sind auf Kyte.tv.

«Kyte.tv – ist das etwas ähnliches wie Zattoo und Joost?», hat der Webflaneur kurz zuvor gefragt. Nein, das sei etwas komplett anderes, hat der Blogger geantwortet. Mit Zattoo und Joost sehe man die Shows, die in den Fernsehstudios abgezogen würden. Bei Kyte.tv hingegen schaue man sich die Clips anderer Nutzer an und chatte darüber. Bei Joost, dem Fernsehdienst der Skype-Macher, könne man auch chatten, hat der Webflaneur eingewendet. Aber eben, bei Kyte machten die Fernseher die Filme selbst, hat der Blogger wiederholt: «Jeder Empfänger ist auch ein Sender – nun kriegt Brecht doch noch Recht.» Da wurde Diskussion dem Webflaneur zu medientheoretisch. «Also etwas wie Youtube, Peercast oder iFilm?», hat er rasch nachgeschoben. «Ähnlich, aber mobiler», hat der Blogger gesagt. Bei Kyte.tv könne man Videos vom Handy aufs Netz laden – und auch von unterwegs über die «Sendung» chatten. Daraufhin hat er sein Mobiltelefon aus der Tasche gezogen. Er hat gefilmt. Er hat gesendet. Und er hat die Bloggerrunde damit ins Fernsehen gebracht.

Nein, berühmt geworden ist der Webflaneur mit seiner kurzen Statistenrolle nicht. Immerhin haben aber einige Nutzer das Filmchen diskutiert – auch wenn ausser der Erkenntnis, dass keine Frauen am Bloggertreffen anwesend waren, nichts Schlaues dabei herausgekommen ist. Aber immerhin haben 168 Nutzer das Filmchen angeguckt – wenn auch schätzungsweise 100 Mal die paar Blogger selbst.

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