Best of: Die besten Pflanzenöle für Küche und Gesundheit

Ob zum Braten oder für das Salatdressing: Das sind die besten pflanzlichen Öle für die Küche.

Auch unsere Bloggerin macht Ferien. Wir publizieren heute einen Artikel, der im vergangenen Jahr besonders gut ankam. Der Beitrag erschien erstmals am 27. April 2019.

Zahlreiche Aromen und Verwendungen: Nicht jede Ölsorte ist für jede Art von Essen gut geeignet. (Foto: iStock)

Die Auswahl an Pflanzenölen ist riesig. Das Aroma ist dabei natürlich Geschmackssache, allerdings ist auch nicht jede Ölsorte für jede Art von Essen gleich gut geeignet. Kalt gepresste, naturbelassene Öle sind sicher gesünder als industriell warm oder heiss gepresste und raffinierte Öle. Denn das Erhitzen und Raffinieren macht nicht nur Schadstoffen, sondern auch gesunden Bestandteilen den Garaus. Es lohnt sich also, etwas mehr Geld auszugeben für hochwertige kalt gepresste Öle. Aber Achtung! Ein Grossteil dieser Öle eignet sich nur für die kalte Küche und nicht zum Braten und Kochen. Das sind die gesündesten Öle:

1. Der Alleskönner: Olivenöl

Das schmackhafte Olivenöl kann man sowohl zum Braten wie in der kalten Küche problemlos verwenden. Lange Zeit wurde vom Erhitzen von edlen Olivenölen mit den Qualitätsbezeichnungen «Extra vergine» oder «Extra nativ» abgeraten. Inzwischen weiss man, dass auch diese Öle zum Braten gut geeignet sind. Olivenöl enthält relativ viele Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und ungesättigte Fettsäuren. Es kann «schlechtes» Cholesterin (LDL) senken, das Krebsrisiko vermindern und ist gut für die Verdauung. Olivenöl kann je nach Olivensorte geschmacklich sehr unterschiedlich sein. Während etwa Öle aus der Toskana oft ziemlich scharf sind, haben diejenigen der ligurischen Sorte Taggiasca eine süsslich-nussige Note. Am besten findet man durch Probieren heraus, welche einem am besten schmecken.

Zum Braten eignen sich auch kalt gepresstes Erdnussöl und Rapsöl.

2. Die Omega-3-Fettsäuren-Lieferanten: Leinöl und Distelöl

Weil sie das Herz-Kreislauf-System schützen und eine positive Wirkung auf das Cholesterin und den Blutdruck haben, sind Omega-3-Fettsäuren wichtig für den Körper. Gute Lieferanten sind hierbei beispielsweise Leinöl und Distelöl. Leinöl, das aus Lein- bzw. Flachssamen gewonnen wird, enthält viel wertvolle Linolsäure. Da es ein sehr starkes Aroma hat, wird davon in der Regel nur wenig verwendet. Allerdings ist es nicht sehr lange haltbar. Ebenfalls viel Linolsäure enthält Distelöl, das sehr mild im Geschmack ist und auch viel Vitamin E enthält. Beide Öle sollten nicht erhitzt werden; sie eigenen sich gut für Salate oder zum Verfeinern von warmen Speisen nach dem Kochen.

Auch Hanföl und Walnussöl sind gute Omega-3-Lieferanten.

3. Das Vitaminreiche: Weizenkeimöl

Den höchsten Vitamin-E-Gehalt von allen Pflanzenölen hat das Weizenkeimöl. Zudem liefert es Provitamin A, Vitamin D und Lecithin. Gepresst wird es aus den Weizenkeimen, die bei der Herstellung von Weissmehl übrig bleiben; es braucht mehr als eine Tonne Weizen für einen Liter Öl, weshalb es sehr teuer ist. Weizenkeimöl ist für die Küche noch ein Geheimtipp. Es eignet sich mit seinem dezenten Getreidegeschmack prima für Salate, Dips und zum Verfeinern von gekochten Gemüsen.

Fazit:

Da alle diese Öle unterschiedlich schmecken, verwende ich in der Küche verschiedene Sorten. Am meisten brauche ich das Olivenöl, das ich jeweils in den Ferien in Südfrankreich direkt beim Produzenten kaufe. Während ich auch Mayonnaise lieber mit Olivenöl als mit dem meist dafür empfohlenen Sonnenblumenöl mache, brauche ich für gewisse Salate gerne nussig schmeckendes Rapsöl. Eher selten würze ich mit dem intensiv schmeckendem Kürbiskernöl aus der Steiermark.

Für alle Öle gilt: Unbedingt immer die Haltbarkeitsangaben beachten! Wenn ein Öl schon länger geöffnet ist, riecht man vor dem Verwenden am besten daran: Riecht es ranzig, darf es nicht mehr verwendet werden.

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