Warum uns Hunde so guttun

Von Kopf bis Fuss

Kinder, die mit einem Hund oder mit einer Katze aufwachsen, leiden im Erwachsenenalter weniger unter Allergien. Foto: iStock

Mein erster Hund hiess Jil. Ein Podenco aus Portugal, der mit seiner eigenwilligen Art – die eher an eine Katze als an einen Hund erinnerte – eine Herausforderung war. Als die Hündin in unsere Familie kam, war mir die Tragweite dieser Entscheidung nicht wirklich bewusst. Wie viel ich durch sie in ihren leider nur 11 Lebensjahren lernen würde, wie sehr ich sie ins Herz schliessen würde, und wie schmerzhaft der endgültige Abschied sein würde, wusste ich damals nicht. Aber Jil zeigte mir, wie innig eine tierische Verbindung war, aus dem simplen Grund, weil sie einen direkten Zugang zu meinem Herzen besass.

Ja, Hunde brauchen Zeit, und das Leben ist manchmal komplizierter – etwa, wenn sie eine ganze Nacht lang Durchfall haben. Sie sind kostspielig. Manche Menschen halten uns Hündeler, nett gesagt, für etwas komisch. Und ich kann es ihnen nicht einmal übel nehmen, denn bevor ich Jil, und danach Louis und Millie, adoptierte, konnte ich dieses spezielle Band zwischen Hund und Mensch auch nicht verstehen.

Wie gut uns Hunde tun können, beweisen unzählige Studien. Hier nur fünf davon:

1. Hundehalter leben länger

Während mehr als zehn Jahren haben Forscher der Universität Uppsala in Schweden die Daten von 3,4 Einwohnern ihres Landes gesammelt und analysiert. Dabei fanden sie unter anderem heraus, dass die Sterblichkeit von Alleinstehenden mit Hund 33 Prozent geringer ist als die von Singles ohne Hund. Das Risiko, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden, war bei Hundehaltern 11 Prozent geringer.

2. Hunde senken das Stresslevel

Die Autorin mit ihrer Mischlingshündin,  Podenco Jil.

Wenn man sich mit seinem Hund beschäftigt, ihn streichelt, ihm in die Augen schaut, steigt der Oxytocin-Pegel im Körper stark an. Dies bewiesen japanische Forscher in einer Studie, die im renommierten Wissenschaftsmagazin «Science» veröffentlicht wurde. Oxytocin, das sogenannte Kuschelhormon, das auch in der Beziehung zwischen Müttern und ihren Babys eine wichtige Rolle spielt, gibt einem ein gutes Gefühl, es beruhigt und wirkt dem Stress entgegen. Die Studie zeigte auch, dass auch bei den Hunden das Oxytocin anstieg.

3. Hunde halten fit

Ob es regnet oder schneit oder ob die Sonne scheint: Wer einen Hund hat, muss raus mit ihm. Das verschafft uns Hundehaltern regelmässig Bewegung, auch an Tagen, an denen andere sich auf dem Sofa verkriechen. Mehrere Studien zeigen, dass Hundehalter dadurch fitter sind.

4. Hunde senken das Allergierisiko bei Kindern

Die Ärztin Ganesa Wegienka vom Henry Ford Health System in Detroit zeigte in einer in der Fachzeitschrift «Clinical & Experimental Allergy» veröffentlichten Studie, dass Kinder, die mit einem Hund aufgewachsen sind, als junge Erwachsene weniger anfällig für Allergien sind. Dass Hunde und auch Katzen einen Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems in den ersten Lebensjahren haben, zeigte eine finnische Studie mit 397 Neugeborenen.

5. Hunde fördern Kontakte

Haustiere seien «soziale Katalysatoren», sagt eine Übersichtsstudie von britischen Forschern unter der Leitung der Psychologin June McNicholas von der University of Warwick. Vor allem Hunde würden den Kontakt zu anderen Menschen stark erleichtern, heisst es in der Studienzusammenfassung im «British Medical Journal». Insbesondere für ältere Menschen und Patienten, die sich von einer schweren Krankheit erholen, könnten Haustiere von besonderem Wert sein und sozialer Isolation vorbeugen.

44 Kommentare zu «Warum uns Hunde so guttun»

  • annetta tamburini sagt:

    Das unser Bauernhofhund auch oft stinkt, oft schmutzig rein kommt, weil er selber auch in den Kuhstall geht, dass er um 07:30 bellt, weils Zeit ist zum Aufstehen, dass er sich riesig über den vollen Napf freut, dass er uns nie etwas antun würde; das alles lässt uns erden und andere Problemchen vergessen. Es ist schön, wenn man für ein Tier da sein kann.

  • Daniela sagt:

    Herr Stoffel, ich versichere Ihnen, dass Hunde mit Lockenhaar – z.B. Pudel, Lagotto u.a. – weder haaren noch stinken. Ich wär die Erste, die das stört. Darum haben wir einen Pudel – die müssen regelmässig geschoren werden, weil sie nicht von selbst Haare verlieren, aber wir haben oft Besuch von haarenden Hunden, und ich finds auch nicht grad toll. Kann man allerdings wieder wegsaugen, ist also nicht direkt gesundheitsgefährdend… 😉
    Trottel ohne Hund an der Leine gibt es leider auch haufenweise…
    Abschlecken mag ich gar nicht, das kann man mit ruhiger, abweisender Stimme unterbinden.
    Es ehrt Sie , dass Sie versuchen, ‚anständig‘ zu sein. Wenn Sie jetzt das Ganze noch etwas differenzierter sehen können und nicht alle in die Stinkecke stecken, könnten wir direkt Freunde werden.

    • Jack Stoffel sagt:

      Zwecklos, Daniela; sie stinken alle. Ich bilde mir das nicht ein.
      Eine Tante von mir hatte einen schwarzen Pudel. Das war vor vielen Jahren. Wenn ich nur schon daran denke, rieche ich ihn beinahe… Wenns nicht seine Frisur war, die stank, dann wars wohl sein Maul oder sein Geifer. Auch wenn die Tante ihm zehnmal verbot, auf das Ledersofa zu springen und dieses bzw. den nächstbesten Homo sapiens abzuschlecken, er tats dennoch immer wieder.

      • Daniela sagt:

        Haha, ich würde Sie gerne zu uns nach Hause einladen, damit Sie mal an meinem Pudel riechen können, Herr Stoffel… der riecht echt gut! Auch aus dem Maul – null Stink. Der Kleinmpudel meiner Kollegin allerdings riecht etwas streng aus dem Maul, liegt am Zahnstein. Ich bleib dabei – meiner hat blitzblanke Zähne, luftige Locken und geiferlose Schnauze. Und das, obwohl ich nicht übermässig Hygiene betreibe. Ich wünsche Ihnen, dass Sie mal noch in den Genuss eines wohlriechenden, nicht-haarenden Hundes kommen, lieber Herr Stoffel :-).

    • Marcus Ballmer sagt:

      Alle Hunde miefen, Daniela. Ich habe viel mit Immobilien zu tun und kann Ihnen in einer Sekunde sagen, ob in einer Wohnung oder einem Haus ein Hund lebt. Das ist einfach so. Hundehalter riechen das oft nicht mehr, aber wenn man sich den Geruch nicht gewohnt ist, bemerkt man es sofort.

  • Jack Stoffel sagt:

    Ich bin kein Hundefan, versuche jedoch, anständig zu ihnen zu sein, denn die Tiere können ja nichts dafür. Aber es gibt Gründe, weshalb ich keinen Hund in meiner Nähe will:
    – Leider bestätigen sich allzu oft die Volksweisheiten „wie der Herr, so’s Gscherr“ und „mancher Hund hat einen Trottel an der Leine.“
    – Hunde stinken aus dem Fell und aus dem Maul. Und zwar alle und immer, ob nass oder trocken.
    – Hunde geifern ständig und lassen Haare. Wenn Sie zu Besuch in einem „Hundehaushalt“ sind und dort auf Socken herumlaufen, können Sie diese danach wegwerfen, denn sie enthalten gefühlte 50% Hundehaare.
    – Noch gruusiger als Hunde, die mich ungefragt abschlecken, ist dieser klebrige Hundedreck, den ich auch schon auf den Pedalen meines Velos hatte…

    • Ursula sagt:

      hoffentlich müssen sie nie von einem Hund gerettet werden herr stoffel.. und wenn doch, dann bitte auch ablehnen

      • Martin Frey sagt:

        @Ursula
        Die Wahrscheinlichkeit, dass wir VOR einem Hund gerettet werden müssen, ist signifikant höher als die Wahrscheinlichkeit, jemals VON einem Hund gerettet zu werden. 😉

      • Ursula sagt:

        da haben sie klar recht herr frey..
        ich wollte herr stoffel nur vor augen führen, dass wie sagt ein ‚grusiger und stinkender‘ hund auch lebensretter, assistenzhund, führer, sucher und einfach nur freund sein kann. leute wie herr stoffel schreien dann am lautesten nach hilfe wenn etwas passiert …

      • Jack Stoffel sagt:

        Ursula: Sie können doch lesen, oder? Eigentlich habe ich nichts anderes getan, als sauber zu begründen, „weshalb ich keinen Hund in meiner Nähe will“… Und: Habe ich IRGENDWAS Negatives über Schutz-, Rettungs- und andere Nutzhunde geschrieben?

  • Max S. sagt:

    Ich schreibe aus dem fernen Ausland. Wir haben zum Glück genug Platz für unser 17 Hunde.
    7 Tiere erworben und 10 Hunden das Leben gerettet. In einem Zeitraum von mehr als 20 Jahren konnten meine Frau und ich viel Erfahrung sammeln mit unseren Hunden. Ich kann den Bericht von Silvia Aeschbach vollumfänglich bestätigen. Was mich allerdings schockiert, sind die Leserkommentare. Zum Glück mit einigen Ausnahmen. Natürlich sind die 3,4 Hundehaltern ein Druckfehler. Jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand versteht das. Der Hund ist seit vielen tausend Jahren der Begleiter des Menschen. Und ein wirklich positive Eigenschaft der Tiere(Hunde): Sie lügen nie. Wenn sie aber von Menschen schlecht behandelt werden, läuft es schief, und ist manchmal nur schwer zu korrigieren.

    • tigercat sagt:

      Frage: Haben Sie schon jemals eine lügende Amöbe, eine lügende Schnecke gesehen? Es liegt in er Natur des Tieres, dass es nicht lügen kann.
      Wie schon W.C. Fields gesagt hat: Menschen, die Kinder und Hunde hassen, können keine schlechten Menschen sein.

    • ri kauf sagt:

      Max S., Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich bin ein absoluter Hunde-Fan, halte aber keinen mehr. Ich finde es gibt viel zu viele Hunde, in viel zu vielen schlechten Händen. Hund sind zum Gadget verkommen. Jeder Hundehalter sollte sich die Videos von Maja Novak auf youtube ansehen. Sie ist die beste Hundetrainerin die ich kenne.
      Auch die ewige Aussage, die oder der hat den Hund nicht „im Griff“, hat keine Ahnung. Hunde sind Lebewesen und keine Maschinen. Hund pupertieren oder haben Marotten. Menschen die das sagen, sollten vielleicht mal überlegen, ob sie sich selber im Griff haben und ob das denn so erstrebenswert ist, ein Lebewesen „im Griff „zu haben!

  • Nida und Silvio Michel sagt:

    toller Bericht , vielen Dank.
    Wir leben schon 21 Jahre im Nordosten von Thailand mit vier Hunden, 3 deutsche Schäfer, ein Rottweiler und eine Katze. Die Hunde leben frei auf 8000 Meter Land. täglich mit wunderbaren Erlebnissen. fantastische Wächter und man schläft wunderbar, Einbrecher und Schlangen werde fern gehalten.
    liebe Grüsse Nida und Silvio Michel

  • tigercat sagt:

    Meine Nachbarn gehen NIE mit ihrem Köter spazieren. Er bleibt Tag und Nacht im Garten, wo er pisst und kackt und vor allem WINSELT und KLÄFFT (auch das bei Tag und bei Nacht). Nicht einmal als Nichthundehalter tun mir Hunde gut.
    Wenn die Schweden Daten von 3,4 Hundehaltern gesammelt haben, dann sagt uns das vor allem eines: Dass 0.6 Hundehalter bereits gestorben ist.

    • Nemesis sagt:

      Ich glaube Ihnen kein Wort! Weil Sie Hunde hassen, machen Sie sie schlecht.

    • Manuela sagt:

      Sie sollten Ihre Nachbarn dem Veterinäramt oder dem Tierschutz melden und etwas mehr Empathie mit dem armen Köter haben, der offenbar ein Leben ohne Freude und Freunde fristen muss. Und wissen Sie was? Das ist nicht die Schuld des Hundes, sondern der Menschen. Also: Setzen Sie mit Ihrem Hass am richtigen Ort an.

  • adam gretener sagt:

    „Schweden die Daten von 3,4 Einwohnern ihres Landes gesammelt und analysiert. Dabei fanden sie unter anderem heraus, dass die Sterblichkeit von Alleinstehenden mit Hund 33 Prozent geringer ist als die von Singles ohne Hund“

    Ach was, eine Studie mit 3,4 Einwohnern und 33 Prozent sterben also nicht mehr, weil Hund und so.

    Meine Güte, der Text ist direkt für die Tonne gedacht.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Mich würde interessieren, wie ein 0,4 und ein 0,6 Einwohner aussieht. Hört der eine bei der Hüfte auf und der andere beginnt dort? Fragen über Fragen…

  • Lars Frey sagt:

    Sehr geehrter Herr Frey,

    Was mich etwas stört ist dieser Verdruss, den ich aus Ihren Worten lese, denn immerhin sind wir dem Hund etwas schuldig.
    Nicht alle Tiere sind nach der Sinnflut aus der Arche Noahs ausgestiegen, viele blieben und suchten die Nähe des Menschens, so auch der Hund.
    Vor dieser dieser Zeit lernte er uns die Hetz- und die Treibjagd, ohne den Hund wäre der Mensch niemals sesshaft geworden.
    Auch hat der Hund mit dem bellen schon lange eine Sprache zum Menschen gefunden, denn wildert man ihn aus, fängt er nach einem halben Jahr wieder an zu heulen wie ein Wolf.
    Was für eine Liebe, oftmals unerwiedert, aber dennoch ist er an unserer Seite geblieben

    • Martin Frey sagt:

      „Was mich etwas stört ist dieser Verdruss, den ich aus Ihren Worten lese, denn immerhin sind wir dem Hund etwas schuldig.“
      Sind wir das? Wenn Sie Hundehalter sind, ja: ganz viel Verständnis, Fürsorge, eine halbwegs artgerechte Haltung, usw.
      Ansonsten sehe ich das nicht so. Und Verdruss verspüre ich deswegen schon gar nicht, im Gegenteil.

  • priska sagt:

    Hallo Carolina, ich halte eine Perserkatze von einem Tierheim, die ich abgöttisch liebe, aus einer Wildzucht. 1/2 Jahr brauchte sie, bis das Vertrauen da war. Aber gegen ruppige Hundehalter zeige ich eine Nulltoleranz. In Kot treten, bellend ohne Leine auf einem zukommend, rosarotes Mäntelchen anziehen, Du meine Güte, wo sind wir denn? Ich habe eine Walking Gruppe geleitet, eines Abends kam ein Hund daher gerannt und biss einem Teilnehmer in die Wade, kein Einzelfall. Seither sitzt mein Walkingstock locker. Wie gesagt, es gehört auf beiden Seiten eine grosse Toleranz. Und die sitzt nach meinen Erfahrungen bei Hundebsitzern sehr, sehr locker.

    • Carolina sagt:

      Sorry, Priska, aber was genau wollen Sie mir sagen?

    • Manuel sagt:

      Liebe Priska, ich als hundeliebhaber kann leider gar nichts mit den flauschigen teppichvorleger, die soviele menschen vergöttern, anfangen. diese herumstreundende dinger dringen im gegensatz zu hunden in jeden garten wie es ihnen beliebt und machen ihr häufchen in meinen eigenen garten nur weil so leute wie sie diese biester nicht unter kontrolle halten können. die wasserspritzpistole hat wunder gewirkt, seither traut sich keines dieser fellknäuel hinein.
      übrigens: mein hund findet diese dinger toll, sie rennen jedoch zu seiner verwunderung immer kreischend davon

  • priska sagt:

    Ein Hund stinkt nur, wenn es geregnet hat. Was ich aber an Hundehalter absolut nicht schätze, wenn der Hundekot im roten Säckchen einfach ins Land geschmissen wird, was bei uns auf dem Lande leider oft der Fall ist. Oder nicht an die Leine genommen wird, wir gehen ja nur spazieren. Das gehört sich einfach nicht. Bin keine Hundhalterin, obwohl ich sie sehr mag. Aber bitte keine Möpse, auch wenn sie dem Menschen gut tun, aber das arme Tier muss leiden, wo bleibt da die Hundevernunft?

    • Carolina sagt:

      Alle überzüchteten Hunde sind arm dran. Ich kann seit vielen Jahren nicht nein sagen, wenn mir meine Kollegin, die ein Tierheim leitet, mal wieder einen Notfall ‚andreht‘. Egal, in welchem Zustand, das Tier kann ja nie etwas dafür und ist ja nun mal auf der Welt. In all diesen Jahren haben wir nie Schlechtes erlebt mit unseren Findel- und Sorgenhunden (und Katzen!), sie waren alle dankbar und froh, dass sie ein Heim gefunden hatten und haben es uns tausendfach gedankt.
      Ich teile Ihren Abscheu vor gewissen Hundehaltern, die mit einer ’nach-mir-die-Sintflut-Haltung‘ durchs Leben gehen, aber Idioten gibt es in allen Bevölkerungsgruppen. Und ich habe auch kein Problem damit, dass manche Menschen keine Tiere halten wollen – aber ein wenig Toleranz von allen Seiten ist immer schön.

  • Liselotte Stalder sagt:

    Liebe Frau Aeschbach, vielen herzlichen Dank für diesen Beitrag!
    Ich bin mit Hunden aufgewachsen, unsere Kinder ebenfalls. Mittlererweile, im Pensionsalter ankommend, halten mein Mann und ich uns immer noch drei Hunde.
    Für uns bedeuten Hunde all das, was Hunde eben bieten und bedeuten können können.
    Stinkende Hunde sind nicht jedermanns Sache; oftmals sogar für mich eine Zumutung. Aber das ist der Beitrag von Herrn Martin Frey für mich auch.
    Was im Innersten eines Hundes vorgeht, kann ich nicht wirklich sagen und manchmal auch nicht nachvollziehen.
    Aber das kann ich bei Menschen auch nicht.

  • Martin Frey sagt:

    Alles richtig, Hunde sind aus diversen Gründen bedeutungsvoll. Nahezu alle aufgeführten Punkte wurzeln aber im banalen Umstand, dass Hunde täglich draussen bewegt werden müssen.
    Notabene gäbe es aber ebenso viele negative Punkte, die erwähnenswert wären:
    6. Haustiere, so auch Hunde, sind wahre Keimschleudern.
    7. Hunde beissen. Tausende von relevanten Unfällen mit Hunden können nicht lügen. Mit signifikanter Zunahme in den letzten Jahren. Statistisch gesehen sind es insbesondere die kleinen und mittelgrossen Hunde, die überproportional auch innerhalb der Familie zuschlagen. Jeder Hund „macht nüt“ bis zum ersten Mal.
    8. Hunde stinken. Das mögen die Halter bestreiten, alle anderen wissen das.
    9. Ein grosser Hund hat die CO2 Bilanz eines SUV, ein kleiner die eines Kleinwagens.

    • Vreni sagt:

      @Martin Frey : also eines ist sicher : sie hassen Hunde !
      Ich hatte immer Hunde seit meiner Geburt, und nie hat einem jemanden gebissen, keiner stinkte (!), von wegen Keime : ein Bauerhof mit verschiedenen Tiere hat tonnenweise Keime !!! und deren Kinder sind resistenter als Stadtkinder ohne Vieh und Tiere.
      C02 Bilanz ? und von wegen Ihnen ?
      Wenigstens bringt der Hund freude ins Haus une bewacht es. Können sie auch so viel behaupten ?

    • Nicola sagt:

      Gegenrede : Ich bin mit Hunden aufgewachsen und bin bis heute Hundehalterin ganz verschiedener Rassen.
      – Unsere Umwelt ist voll Keime, auch der Mensch ist eine Keimschleuder.
      – Ein gut erzogener und sozialisierter Hund beisst nicht, sachgemässer Umgang vorausgesetzt. Leider hapert’s da oft.
      -Grosse Hunde mit dichtem Fell stinken höchstens, wenn sie nass sind. Dagegen gibt es Hundeshampoos.
      – CO2 Bilanz eines Hundes – da hat Ihnen wohl jemand einen Bären aufgebunden.
      Fazit : Ich nehme mal an, dass Sie nicht Hundehalter sind. Die Vorteile überwiegen bei Weitem die Nachteile !!

      • Danny sagt:

        – Hunde lassen sich nur ungerne wachen
        – Mehraufwand
        – Tierarzt und alle non-monetäre Kosten.
        – Vollgekackte Wiesen
        -…

        Einen Hund zu haben ist sicher schön aber Sie als Hundehalterin blenden bewusst alle negativen Seiten aus. Das ist auch klar.

    • Martin Frey sagt:

      Ich rechnete natürlich mit teils geharnischten Reaktionen, und erwartungsgemäss sind die nicht ausgeblieben. Nur soviel zum Titel: für Leute, die Ihre Hundeliebe nicht teilen, ist auch der eine Zumutung.
      @Nicola
      Ich liebe Gegenreden. Daher folgendes:
      – natürlich gibt es überall Keime, das ist auch per se nichts zwingend schlechtes. Die Frage ist nur, welche? Eine Studie aus dem 2012 ergab, dass Menschen, die ein Haustier haben, sechsmal häufiger von einer besonders resistenten Form des Bakteriums E. coli, die sich ESBL nennt, besiedelt sind. Um nur ein Bsp zu erwähnen.
      – natürlich haperts primär bei den Hundehaltern, wo denn sonst. Das macht’s aber für die Opfer nicht besser.
      -das mag sein, zu einem gewissen Grad.
      -die Ökobilanz können Sie nachlesen. Auch dazu gibt es Studien.

    • Martin Frey sagt:

      Und ob die Vorteile die Nachteile derart überwiegen, sei dahingestellt. Die Antwort ist primär eine Frage der persönlichen Perspektive. Wenn man selber Halter und Fan ist wie Sie, meine Damen, dann sehen Sie primär all das (unbestritten) positive und blenden alles andere noch so gerne aus. Was völlig einseitig ist. Ich hasse Hunde nicht, aber ein Kontrapunkt musste da einfach gesetzt werden um einen gewissen Ausgleich zu schaffen.

      • Carolina sagt:

        Ich blende gar nichts aus, mein Herr (!!), im Gegenteil, da ich seit vielen Jahren Findel-Hunde, ausgesetzte und gequälte Wesen aufnehme und in all diesen Jahren nie eine Infektion irgendeiner Art hatte, meine Kinder absolut gesund und vor allem empathisch aufgewachsen sind, mir es wurscht ist, ob ein nasser Hund mieft (tut ein Martin Frey sicher auch, wenn er im Regen war), kann ich nur sagen: diese Tiere sind auf der Welt, sie können ja nicht ernsthaft verlangen, dass alle Auffanghunde getötet werden, damit wir nicht mehr belästigt werden.
        Ich (und die meisten Hundehalter, die ich kenne) lege strikten Wert darauf, dass meine Tiere niemanden belästigen, schon gar nicht Mitmenschen, die sie nicht ausstehen können. Ein wenig Empathie von ‚der anderen Seite‘ würde ich schon erwarten.

      • Carolina sagt:

        Es hat hier letztens schon mal eine Diskussion darüber gegeben, welche Co2 Bilanz Haustiere haben. Das beelendet mich total! Man muss keine Tiere haben, sie nicht einmal mögen, ich muss ja auch keinen SUV fahren, aber ein gewisses Verständnis dafür, dass ein Haustier weit über Technisch-Verstandesmässiges hinausgeht, sollte ein erwachsener Mensch irgendwann schon entwickelt haben. Auswüchse von frechen Haltern haben mit dem Wesen selber nicht viel zu tun.
        Wenn wir jetzt schon darüber hinwegsehen, dass ein Haustier grosser Trost, viel Zuneigung und Dankbarkeit und oft sehr wichtig für die Entwicklung von Kindern sei kann, weil wir es mit einem Auto oder Konsumartikel gleichsetzen, dann weiss ich nicht……….

      • Martin Frey sagt:

        Liebe Carolina, Sie wissen so gut wie ich dass ich nicht von Ihnen sprach. Genauso gut wie Sie wissen, dass ich nichts von dem auch nur andeutete, was Sie sagen (unterstellen?). Ich denke zudem, dass wir uns genug kennen, dass Sie wissen, dass ich über so etwas wie Empathie verfüge. Wie Sie ja auch. 🙂
        Aber irgend jemand musste bei dieser Lobhudelei ja etwas den Advocatus Diaboli spielen… 😉 nebenbei, ich stelle fest, dass auch Sie nicht auf meine Punkte eingehen sondern es dafür vorziehen, von sich selbst und den eigenen subjektiven Erfahrungen zu sprechen. Was nicht gerade eine Replik, respektive Gegenrede im klassischen Sinne darstellt.

      • Martin Frey sagt:

        Nebenbei, ich bin soeben von einem Familienspaziergang an einem bekannten Natursee, der partiell unter Naturschutz steht, zurück. Es hatte verständlicherweise auch zig Hundehalter auf denselben Pfaden. Von den mehreren Dutzend Hunden die uns begegneten war trotz der klar deklarierten Leinenpflicht nicht einer (!) angeleint, stattdessen tobten sie sich über die Sumpfwiesen wo momentan grad Erdkröten und Grasfrösche laichen, unter den Augen der Halter an den Schildern mit „Betreten verboten“ vorbei. Dieselben Halter zuckten auch nicht mit den Wimpern als zwei Hunde meine hochbetagte Mutter (neulich operiert) fast über den Haufen rannten.
        Ja, das sind dann wohl die Leute, die Hundeliebe gerne mit Tierliebe verwechseln, und anderen Leuten mangelnde Empathie vorwerfen.

      • Marcus Ballmer sagt:

        @Martin Frey: ich sehe schon, da macht jemand die gleichen Erfahrungen mit Hundehaltern, wie ich. Ergänzen möchte ich noch: von dem knappen Dutzend Hundehaltern in meiner Nachbarschaft nehmen nur ein paar wenige den Kot auf, wie es vorgeschrieben ist. Dafür streunen sie (die Hunde) in meinem Garten und hinterlassen ihr Geschäft, das ich dann fast täglich entsorgen darf. Und falls jetzt jemand meint, ich müsste halt mal mit den Hundehaltern sprechen: habe ich, bin aber nur angeraunzt worden. Gebessert hat nichts.

      • Carolina sagt:

        Martin, ich war zu heftig, gebe ich zu! Entschuldigung. Das hat auch etwas damit zu tun, dass ich eben die andere Seite kenne und oft genug schon erlebt habe, dass unsere Hunde (die ich strikt erziehe, deren Kot aufgenommen wird und die ganz sicher keine alten Frauen umrennen oder anspringen – und ich hatte schon viele Hunde!) immer wieder von Hundegegnern getreten werden, in unserer Gegend Giftköder ausgelegt werden und wir sogar schon anonyme Drohungen hatten. So kommen wir nicht weiter (ich war übrigens heute auch an einem See in unserer Umgebung, mit dem (angeleinten!!!!!) Hund, was mir mehr als alles andere auf den Geist ging, waren Velofahrer, die wie die Blöden durch die Familie brettern, fluchen, nicht auf sich aufmerksam machen – aber deswegen verurteile ich doch nicht alle!)

      • Carolina sagt:

        Mein Anschlusspost ist im Orbit verschwunden, daher nur noch kurz:
        Wir haben alle unsere Abneigungen und auch blind spots – ich plädiere einfach für einen Mittelweg. Halten Sie sich einen Hund oder keinen, haben Sie einen SUV oder keinen, aber unterstellen Sie alle nicht allen Hundehaltern, dass wir unsere Hunde nicht erziehen und nicht zuhören würden, wenn man uns auf irgendetwas aufmerksam machen würde (oft genug eine Ausrede, es gar nicht zu versuchen!). Ich habe schon so schreckliche Dinge gesehen, die Hunden zugefügt wurden und werden, dass sich für mich die Debatte darüber, wie keimbelastet sie sind, erübrigt – sorry! Aber Sie dürfen das alle wirklich gern für sich entscheiden! Und wenn ein Hund (bzw Halter, der ist es ja) doof tut, sprechen Sie es an!

      • Martin Frey sagt:

        „Martin, ich war zu heftig, gebe ich zu! Entschuldigung.“
        Sehen Sie, das schätze ich so an Ihnen, Carolina. Jede/r hat manchmal seine Themen bei denen man etwas emotional werden kann. Aber dies sollte nicht zur Grundhaltung werden. Genauso wie es rücksichtslose Hundehalter gibt, gibt es nette und vernünftige. Und dito für Velofahrer und andere Zeitgenossen. Ich mag vielleicht kein Hundefan sein, aber derartige Übergriffe von Hundehassern verurteile ich genau wie Sie aufs schärfste. Mir ging es nicht darum, Gräben aufzureissen. Aber Hundefans können sich manchmal nicht vorstellen, dass ihre Freude schlicht nicht geteilt wird. Und Leuten, die sogar schlechte Erfahrungen gemacht haben, tun Hunde nicht „einfach gut“ wie der Titel suggeriert. Für sie sind Hunde oft sogar Stress pur.

    • Reto Meyer sagt:

      @martin frey
      Punkt 9 gefällt mir:
      Habe keinen Hund, darf ich jetzt meinen Ami V8 dafür behalten und ungeniert nutzen ? Erzählt das mal bitte jemand der lieben „Greta“ von Schweden? Von wegen CO2… Die liebt Hunde sicher…
      Nein Scherz beiseite, ich staune wie diese Neidkultur oder Abneigungskultur heute gang und gäbe ist. Warum lässt man den Leuten nicht das was ihnen gut tut oder gefällt selbst zu entscheiden. Wir sind schon fast in einer Diktatur angelangt wie wir leben sollen. Das Mittelalter kommt zurück.

      • Martin Frey sagt:

        „Punkt 9 gefällt mir“
        😉
        Persönlich habe ich weder Hund noch SUV. Mich stört aber auch nicht, wenn Sie beides besitzen.

      • Carolina sagt:

        Sehe ich genauso, RM! Was allerdings auch etwas verloren gegangen ist, ist, dass ich Verantwortung übernehme, wenn ich ein Kind/einen Hund/eine Katze übernehme – aber es wäre schon manchmal schön, wenn einem ein wenig mehr goodwill entgegenkäme. Und wenn die Zwischentöne wieder eingefügt werden: dass man nicht automatisch ein Klimaleugner/Populist/Böser ist, wenn man einen Hund hält/einen SUV fährt/fliegt etc. Wer weiss, was unsere Mitmenschen – ohne damit anzugeben – alles dafür tun, dass unsere Welt zumindest ein klein wenig besser wird.
        Also behalten Sie Ihren Ami V8 und schaffen Sie sich einen Hund an 😉

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