Ein Unterwäschemodel (59) zeigt die schöne Realität

Von Kopf bis Fuss

Natürlich und selbstbewusst: Die Britin Nicola Griffin (59), nicht retuschiert. Foto: Nicola Griffin / Instagram

Ich habe mich hier schon mehrmals über die zu Tode bearbeiteten Fotos von Frauen jeglichen Alters ausgelassen, wie sie uns täglich in sozialen Medien und in Magazinen gezeigt werden. Dennoch war ich mir zunächst unsicher, was ich von den nicht retuschierten Bildern der Werbekampagne der britischen Modehandelskette JD Williams für deren «Valentines Collection» halten sollte. Denn diese bricht mit drei gängigen gesellschaftlichen Vorstellungen:

1. Nicola Griffin ist mit 59 Jahren zu alt für ein Model.

2. Mit Grösse 44 entspricht sie nicht den gängigen Modelmassen.

3. Und das wohl Ungewöhnlichste: Die Kampagne kommt ohne Photoshop aus, also ohne das Bearbeiten der Bilder.

Ob diese Fotos verkaufsfördernd sind, bezweifelte ich im ersten Moment. Denn welche Frau lässt sich von einer Werbung inspirieren, wenn der Blick in den Spiegel eine ähnliche Realität zeigt? Sind es nicht die teilweise unvernünftigen Wunschvorstellungen und Träume, die uns – übrigens in jedem Alter – immer wieder dazu bringen, zu konsumieren?

Was mich allerdings am meisten irritierte, war, dass es mich überhaupt irritierte, eine Frau in meiner Altersgruppe so präsentiert zu bekommen. Mit allen Spuren, die das Leben halt mit den Jahren hinterlässt. Und die, je nach Blickwinkel, einen Körper mehr oder weniger attraktiv machen.

Reife Models werden meist nur künstlich geschönt gezeigt

Jane Fonda (81) in einer Kosmetikwerbung. Foto: PD

In einer Zeit, in der reife Stars in internationalen Kampagnen in der Regel nur extrem bearbeitet gezeigt werden – man denke an Jane Fonda (81), die in der Werbung für einen Kosmetikmulti keinen Tag älter als 50 aussieht. Oder an die wunderschöne Cate Blanchett (49), die in einer Parfümwerbung einen Teint wie ein Babyfüdli hat. Merke: Wenn du als reife Frau nach den heutigen Massstäben verkaufstechnisch interessant sein willst, dann bitte nur in einem künstlich simulierten, makellosen Zustand. Und mit möglichst wenig Abnützungserscheinungen.

Was Nicola Griffin betrifft, so wurde sie mit einem (bearbeiteten) Foto berühmt, als sie vor drei Jahren als ältestes Model in der Swimsuit-Ausgabe der «Sports Illustrated» in einem goldenen Bikini posierte. Die Öffentlichkeit beklatschte ihren damals glamourösen Auftritt. Und auch mir gefielen diese erotischen Fotos.

Nicola Griffin posierte als ältestes Model in der Swimsuit Edition des Magazins «Sports Illustrated».

Doch zurück zu meiner eigenen Unsicherheit und der Frage: Fühle ich mich durch Frauen wie Nicola Griffin auch in einer nicht retuschierten Kampagne vertreten? Die Antwort lautet: Ja! Nicht, weil mir die von ihr präsentierten Dessous besonders gut gefallen würden – Slips, die fast bis zum Bauchnabel reichen, finde ich eher suboptimal. Was mich und sicher viele Frauen und auch Männer beeindruckt, ist ihre Ausstrahlung. Griffin wurde übrigens erst mit 53 Jahren von der renommierten Model-Agentur Milk unter Vertrag genommen. Und ich glaube ihr aufs Wort, wenn sie sagt: «Als ich jünger war, war ich nie mit meiner Figur zufrieden, aber ich habe gelernt, meine Unperfektheit zu lieben.»

Und dem gibt es meiner Meinung nach nichts beizufügen.

63 Kommentare zu «Ein Unterwäschemodel (59) zeigt die schöne Realität»

  • Maike sagt:

    Und was soll ich als Mutter zweier Kinder jetzt davon halten ? Haben solche Models auch Kinder bekommen ? Erstaunlicherweise haben solche Models immer eine sehr ausgeprägte Oberweite, das legt doch den Verdacht nahe, das diese Bilder eher für Männer als für uns Frauen gemacht sind. Ergo sollen Männer auch ältere Frauen attraktiv finden. Ergo ergo werden sich jetzt die Ältern unter uns Frauen eventuell doppelt anstrengen, diesem Vorbild nachzueifern. Ergo ergo ergo klingelt es in den Kassen der Wässerchen und Salben Hersteller.
    Trotz Sport, gesunder Lebensweise kann mein Körper aus o.a. Grund nicht mit diesen Bildern mithalten. Das ist schon traurig genug und zudem sehr aufwendig, den natürlichen Verfall in Grenzen zu halten. Schön für solche Frauen, aber kein Vorbild für mich.

  • tigercat sagt:

    Ich habe das Gefühl, dass Frau Aeschbach da mehr sieht, als es zu sehen gibt: eine ziemlich gut erhaltene nicht mehr junge Frau mit einem netten Lächeln und in schrecklicher Unterwäsche – und null Ausstrahlung. Nicht mehr und nicht weniger
    So what.
    Ob dieses Photo verkaufsfördernd für die Unterwäsche sein wird, kann Frau Aeschbach eigentlich ebenfalls egal sein, es sei denn, sie hätte wirtschaftliche Interessen an dieser Marke.

  • andy sagt:

    Anstatt den Müll zu kaufen, den die alten Hexen gegen Geld als Modell tragen, quatscht ihr über dies und das was eh niemanden interessiert. Immerhin sind die alten Hexen offenbar endlich reif und erwachsen. Hat Seltenheitswert.

  • Yella sagt:

    Die Kommentare sind interessant. Jeder, ob Mann oder Frau, wird älter und die äussere Jugendlichkeit verabschiedet sich stetig. Das kann weder teure Kosmetik noch eine oder mehrere Operationen aufhalten. So ist ein Foto immer nur eine Momentaufnahme, zweidimensional und bald überholt. Mein Anspruch an mich ist nicht, gefallen zu wollen, sondern das Leben zu geniessen und als Persönlichkeit mit allen positiven Eigenschaften und Fehlern geschätzt zu werden. Novody is perfect. Ob jung oder alt. Wer nur auf Äusserlichkeiten schaut, macht sich nur lächerlich und das Gesetz der Resonanz präsentiert irgendwann die Rechnung.

  • Matthias Hund sagt:

    Frauen Ü50, natürlich = grauhaarig, die wissen, was sie wollen, genüssliche Üppigkeit, Verhütung kein Thema mehr – für mich ist das Hochgenuss.
    Magersüchtige Models sind doch nur die Erfindung homosexueller Modeschöpfer.
    Speziell in der Schweiz hat es doch die Kultur dieser prächtigen Frauen. Mal genau hinschauen: Viele Ü50 Frauen stellen doch figurmässig Geschlechtsgenossinen halben Alters in den Schatten.
    So, jetzt muss ich mal nach dem Prachtexemplar in Wohnzimmer schauen.

    • Kurt Imhof sagt:

      Seh ich auch so. Die schönste Frau, die ich je gesehen habe, war etwa Mitte 50. Graue Strähnen im schwarzen Haar, weder Make-Up noch „sexy“ Kleidung, aber eine Ausstrahlung die mir regelrecht den Atem verschlug. Sie war stark und mit sich selbst zufrieden wie eine Berglöwin. Leider hatte ich nicht den Mut, sie anzusprechen.. Wahrscheinlich hätte ich ohnehin eine Abfuhr bekommen. Aber ich träume ab und zu von ihr. Nicht jugendfrei.

  • Roberto sagt:

    Ich würde mich niemals als Unterwäschemodell präsentieren, egal ob mit 20, 40 oder 60. Weil ich es mir wert bin (in der „Giftküche“ bei l’Oréal geklaut). Das ist etwa bei Rainhard Fendrich andere Männern vorbehalten: „Macho, Macho“; Na ja der war schon in der Schul‘ a Depperl, aber seine Freunde nennen ihn „Miami“ 😉
    p.s.: Pardon, bin eben eher ein Negerant, Madame (der wäre dann vom Wolfgang Ambros, wie ein rustikaler Ambos) …

  • Theobald Stängeli sagt:

    Mit der würd‘ ich jederzeit am Abend eine Pizza essen gehen. Und wäre die ganze Zeit ein bisschen unter Druck. Der Druck würde dadurch entstehen, weil ich bei diese schönen Frau auf jeden Fall würde bestehen wollen. Weil ich keinesfalls die Frage „zu Dir oder zu Mir? missen möchte.

    • Ralf Schrader sagt:

      Sie sind also schon über 100, oder haben ein Augenproblem. Schöne Frau erfordert mindestens 30 Jahre jünger, mit 59 ist das schlicht nicht mehr möglich. Ich kann ja auch nicht mehr attraktiv sein.

      Bei wissenschaftlichen Kongressen, die ich inzwischen meide, gibt es ein ähnliches Phänomen. Die Unbegabten beklatschen sich gegenseitig. Mein Applaus geht an 10 Nieten, damit die 10 Nieten mir dann applaudieren. Da die Nieten (die Unattraktiven) immer in der Mehrzahl sind, bekommen sie immer den meisten Applaus.

      • Theobald Stängeli sagt:

        Sie ist schön. Und Sie sind nur hässig auf die schöne Dame, weil Sie genau wissen, dass Sie mit Ihrem Aussehen niemals so eine nach Hause kriegen würden. Und schon gar keine 30 Jahre jüngere. Na, ja, die würde mit Ihnen nicht mal Pizza essen gehen. Also, muss Sie hier „vernichtet“ werden. Wie war das mit dem gegnseitigen beklatschen der Nieten?

    • Sarina Kern sagt:

      Ich bin selber noch nicht ganz 25 und kann nur den Kopf darüber schütteln, wie frustriert manche Männer über Frauen schreiben. Sie sind 100% single sind. Bei jungen Männern gibt es dieses Phänomen genauso. Da werden Frauen sehr gerne oberflächlich herabgesetzt. Nun tja der Grund ist fast immer, dass Lästermäulchen noch nie ne Freundin hatte. Incel-Phänomen. Natürlich ist diese Frau heiss, und ich kenne auch mehrere Frauen die älter und höchst attraktiv sind. Dies finden auch deren Partner. Schliessen Sie nicht von ihnen auf alle anderen Menschen. Bleiben Sie weiterhin frustriert aber lassen Sie doch dem zufriedenen Herr Stängeli seine Meinung. Ich bin sicher Herr Stängeli geniesst sein Leben in vollen Zügen. Wie das ein glücklicher Mensch halt tut.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Guter Beitrag Frau Kern – so ist es wohl. Als Mann verstehe ich nicht, wie man Frauen wie in einigen Kommentaren hier herabsetzten kann – aber im Kern ist es wohl immer durch Minderwertigkeitskomplexe zu erklären.

      • Sonusfaber sagt:

        Auf mich wirken vor allem Sie frustiert, Frau Kern – genauer gesagt: nur Sie. Ob Sie es auch sind, weiss ich nicht, Ihr Kommentar ist aber der einzige hier, der mich an eine frustrierte Person denken lässt.

      • Aquila Chrysaetos sagt:

        Ihnen Sonusfaber scheint aber auch etwas übers Leberchen gekrochen sein. Das entnehme ich zumindest Ihren Kommentaren.

    • Roberto sagt:

      Wenn Sie ein Giogolo wären, kein Problem. Junger Giogolo – schöner Giogolo. Dazu gehört auch Selbstbewusstsein, auch wenn nur gespielt – wie in Hollywood oder Bollywood-Filmen. – Die Welt will scheinbar ‚betrogen‘ sein, wenn auch nur auf Zeit. Ich bin dafür schon viel zu alt, Generation Babyboomer; fruchtbare, geburtenfreudige Zeiten immerhin, mit Woodstock-Flair. Müsste ev. mit einem virtuellen Maserati-Biturbo leicht nachhelfen (à la Iggy Pop). Auch das könnte sogar helfen, so auf Zeit eben. – Stressless ist aber auch – bene, bene, bene.

  • Mark Rohner sagt:

    Die Frau hat offene Ausstrahlung und ist damit als gsnze Person attraktiv.

  • Theobald Stängeli sagt:

    Nicht ins Detail gehen. Übers Ganze betrachtet, rückt die Frage nach dem Alter in den Hintergrund. Das einzig wahre Kriterium: Frauen müssen in jedem Alter fuckable sein. Dann haben sie erfüllt.

    • Ruth sagt:

      Ich (49) bin in solchen Kommentarspalten heimlich immer ein bisschen auf der Suche nach Männerntestimonials im Sinne von „solche älteren Frauen sind attraktiv und als den jüngeren vorzuziehen“. Das beschämt mich vor mir selber. Auch, dass mich Worte wie verblüht, unattraktiv oder noch schlimmere wirklich treffen. Ich wünsche mir, hier unabhängiger zu werden. Ob Frauen wie Frau Griffin bzw. die Tatsache, dass sie engagiert werden als Fotomodelle, dabei helfen weiss ich nicht. Möglich scheint es mir.

      • Theobald Stängeli sagt:

        Ja Ruth, es gibt viele Frauen in Deinem Alter die sind wirklich attraktiv. Frauen, mit denen ich wie ich weiter oben schreibe, sofort am Abend Pizza essen gehen würde. Auch ohne „zu mir, oder zu Dir“ am Schluss. Einfach nur um mit einer schönen Frau, einen geistreichen und humorvollen Abend zu verbringen. Du brauchst Dir deswegen also keine Sorgen zu machen.

  • Stefan Loretan sagt:

    Die Dame hat Grösse 44!? Sieht mir nach deutlich weniger aus.

  • Patrizia sagt:

    …eine sehr schöne, stolze Frau! Natüüüür Püüüür!
    Lebensfreude und Gesundheit strahlt sie aus. Das Alter spielt dabei keine Rolle.

  • Claudio Meier sagt:

    Meine Lebenspartnerin ist Leistungssportlerin, 54 Jahr alt und hat neben einem wunderbaren Charakter einen Body, von dem so mache 20 jährige träumen kann….

  • Sabine Hübscher sagt:

    Wieso soll sie sich nicht so zeigen. Sie hat eine erotische Ausstrahlung und verkörpert das Leben wie es eben ist.
    Sexy ist ein anderer Aspekt. Es ist verständlich, dass unter dem Aspekt einer übersexualisierten Zeit die meisten Männer wohl eher auf ihre Stieftochter Janice Griffith stehen.

  • Zehnder sagt:

    N. Zehnder
    Frauen brauchen Unterwäsche auch mit 59 – Männer eigentlich auch.
    Warum soll ich also immer Wäsche für 20-jährige Models schauen? Ich bezweifle nicht, dass die Jungen meistens besser aussehen, aber ich möchte Sachen für meinen Körper und bin halt einiges älter.

  • Beat Weber sagt:

    Es ist schon ok, wenn sich Frauen selber belügen wollen damit sie sich wohl fühlen. Body Positivity nennt man das glaube ich heute neudeutsch. Die Realität ist leider nicht schön. 60jährige sind nicht mehr schön. Warum muss man sich unwahres einreden? Ist es ansonsten als Frau unerträglich geworden, glücklich zu sein? Mit 60 sollte man eigentlich im Leben angekommen sein und akzeptiert haben, dass man eben nicht mehr schön ist – dafür sollte man andere Dinge erreicht haben: Glück (nicht als Schönheit definiert), Lebensfreude (nicht an Schönheit aufgehängt), Souveränität.

    • Hirt Carlo sagt:

      Sie haben ein komisches Verständnis zum Wort „schön“ oder „Schönheit“ aber es ist wohl Ansichtssache. Dazu aber noch ein Kommentar zum Artikel. Frau SA sagt darin, unter anderem, NG sei eine Frau ihrer eigenen Altersklasse. Unter dem Artikel ist ein Foto von Frau AS: dann ist entweder dieses Foto schon 2 Jahrzehnte alt oder bearbeitet. Womit wir wieder beim „Sinn“ des Artikels wären. Über andere lässts sich’s gut „lästern“, bei sich selbst ist man nicht zimperlich im vertuschen.

    • Yolanda Hecht sagt:

      Das kann ja Geschmacksache sein ob man 60-jährige Frauen schön findet oder nicht. Aber sie erklären 60-jährigen Frauen offenbar gerne was sie im Leben erreicht haben sollten und was sie gefälligst zu unterlassen haben. Neudeutsch: Mansplaining.

  • Peter Kobelt sagt:

    Männer diskutieren (fast) unter sich den Denkanstoß einer Frau zum Körperver(ständnis/hältnis) reifer Frauen und ob es sich bei Unterwäsche-Werbung mit reifer Frau um Sexismus handelt. Speziell!

  • Sonusfaber sagt:

    Was soll beeindruckend sein an ihrer Ausstrahlung? Keine Ahnung! Denn an diesen Bildern hat es nichts, aber wirklich nichts Schönes, nichts Besonderes. Jedenfalls nicht in meinen Augen. Eine wunderbare, unwiderstehlich schöne Austrahlung hatte zum Beispiel Nelson Mandela bis ins hohe Alter, an Nicola Griffin gefällt mir hingegen gar nichts und die weisse Unterwäsche, die sie trägt, finde ich grauenhaft. Dann lieber nackt, echt, mit all den Furchen, den seelischen und somatischen Narben, die ein Leben hinterlässt – es gibt von sehr alten, gezeichneten Menschen wunderbare Bilder. Das Bild, worüber wir uns hier unterhalten, ist aber grässlich, finde ich.

    • Claire Goodwin sagt:

      Ihr Post zeigt doch gerade, wie unterschiedlich man Schönheit definiert. Ich fand Nelson Mandela auch sehr schön, aber auch im Wissen um seine Biografie und seine politische Leistung, das liest man ja immer mit. Ob ich ihn als Model in Unterwäsche ohne den biografischen Kontext schön gefunden hätte, weiss ich nicht.
      Ich finde die Frau auf dem Bild alles andere als grässlich – die verkörpert einfach etwas ganz anderes als eine Person wie Mandela. Sie ist ein Model und als das finde ich sie schön.

      • christopher robert sagt:

        Eine Erklärung für die Unterschiedlichen Wahrnehmungen könnte sein, dass das Unterwäsche-Foto von Nicola Griffin eine ganz andere Ausstrahlung hat als ein Unterwäsche-Foto eines Victoria-Secret-Models.
        Das ist gut, denn wenn eine 59-Jährige versucht wie eine 29-Jährige zu wirken, wirkt dies nicht authentisch.
        Gerade dass Nicola Griffin nicht extrem sexy und erotisch zu wirken versucht, irritiert offenbar einige Leute – oder sie können nichts mit einer natürlichen Frau anfangen.
        Es geht ja nicht darum, dass solche ältere Models die jungen nun unbedingt ersetzen sollen, doch sicher sind sie eine gute Ergänzung und ein Kontrast zur übertriebenen Perfektion,

      • Sonusfaber sagt:

        @ christopher robert Ich finde Nicola Griffin eben NICHT authentisch (auf den Fotos), so wie auch die Victoria-Secret-Models unecht wirken auch mich, so dass ich auch sie unschön finde.
        @ Claire Goodwin Mandela in Unterwäsche möchte ich nicht sehen, wer möchte das schön? Hier ist aber vor allem von der Austrahlung die Rede, und da stellt Mandela in meinen Augen fast alle in den Schatten und erst recht Nicola Griffin, finde ich.

  • David Bühlmann sagt:

    Ich finde die Frau ausserordentlich attraktiv. Offensichtlich nicht nur ich. Meine persönliche Erfahrung: eine Frau die mir nicht gefällt wenn sie jung ist, wird mir nicht gefallen wenn sie alt ist. Umgekehrt ist es aber genauso. Das Alter selbst spielt mir absolut keine Rolle. Ich bin übrigens 60.

    • Sonusfaber sagt:

      „Ausserordentlich“ sogar! Naja, das finde ich jetzt schon etwas übertrieben. Denn zu den attraktivsten gehört sie schon aus Altersgründen nicht (mehr), mit dem Adverb „ausserordentlich“ schliessen Sie aber aus, es könnte attraktivere Frauen geben …

      • Old Charlie sagt:

        @Sonusfaber
        Pedanterie on: Also, wenn ‚ausserordentlich‘ ausschliessen soll, dass es darüber hinaus nichts besseres, schöneres, you name it, geben soll, dann sassen wir nicht in der selben Deutschstunde…
        Pedanterie off.
        Auch ich finde Nicola Griffin ausserordentlich attraktiv, schön, erotisch (ja, sogar mit dieser Unterwäsche) und mit einer reifen, natürlichen Ausstrahlung. Beauty is in the eye of the beholder, halt…

  • Markus Schöpfer sagt:

    Ich bin gleich alt, 59 Jahre, und in Unterwäsche sehe noch ordentlich aus. Ich finde Bilder von älteren Leuten in Unterwäsche interessant. Es wird alles bildlich dargestellt, heute; alles wird fotografiert. Meistens aber nur reine frische junge Ästhetik. Ältere Leute könnten einen Gegenpol bilden. Ich bin daher für Quoten in Modemagazinen für uns Alte, damit die Gesellschaft sieht, wie alt wir wirklich sind, und was auf alle zukommt.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Man sollte das Alter nicht schön reden, bzw. schreiben. Das Altern hat sehr viele schöne Seiten- ausser im körperlichen Bereich. Daran ändert auch eine 59-jährige Ausnahmeschönheit nichts: Frauen in diesem Alter sind in der Regel verblüht, so hart es klingt. Männer zwar auch. Aber bei Frauen ist das etwas Anderes: Ihre Jugend und ihre Schönheit sind gleichzeitig auch ihr Kapital, dass bisweilen hohe Renditen abwerfen kann. Etwas Vergleichbares kennen wir Männer nicht.

    • Jan Holler sagt:

      Finde es immer wieder amüsant, wenn jemand in der Wir-Form spricht. Bin auch ein Mann, aber zu dem Wir da oben zähle ich mich nicht.
      Aus einer Blüte wird eine reife Frucht, wenn sie verblüht ist. Wir sind erwachsen und keine blühenden Jugendliche mehr. Die Frucht hält sich heute sehr lange. Aber irgendwann verschrumpelt sie, egal ob sie männlich oder weiblich ist. Das ist keine Erkenntnis.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Nicht alle Früchte sind aber geniessbar, so by the way. Es steht jedem frei, Texte und Kommentare nur in der ersten Person zu verfassen. Man muss sich ja nicht zwingend einer Gruppe zugehörig fühlen. Schon gar nicht, wenn sie nicht die eigene, heilige Meinung vertritt. Schliesslich haben wir alle- Verzeihung, aber wie soll ich das nun ädequat ausdrücken?- selbstverständlich immer nur recht. Das nächste Mal werde im Pluralis Majestatis schreiben 😉

        P.S. Obwohl ich manchmal mit offnem Hosenladen herum lief, wurden mir dadurch nie Vorteile, äh, zuteil. Dasselbe lässt sich von offenen Decoltées nur schwerlich behaupten. Zumindest meiner eingeschränkten Wahrnehmung nach.

      • Natale sagt:

        Die Passionsfrucht ist erst wirklich geniessbar, wenn sie verschrumpelt ist…

      • Glasmost sagt:

        @ ZM: vielleicht liegt es an Ihrem eingeschränkten Gemächt.

      • Claire Goodwin sagt:

        Sie verwechseln primäre mit sekundären Geschlechtsmerkmalen, ZM!!!

      • Zufferey Marcel sagt:

        Ich wusste, dass ich mit so einem Kommentar entsprechende Raktionen einfahren werde. Man muss in gewissen Kreisen nur die richtigen Knöpfe drücken- und schon springen sie darauf an! Inhaltlich bleibe ich aber bei meinen ursprünglichen Aussagen, ätsch 😉 Eine Ergänzung vielleicht noch: Attraktivität ist ein der Schönheit übergeordneter Begriff. Und attraktiv können tatsächlich nur ältere Menschen sein. Weil Reife, Lebenserfahrung, Ausstrahlung, Wissen und Charakter bei der Beurteilung eines Menschen- und vor allem bei der Wahl einer möglichen Partnerin- die viel grössere Rolle spielen, als das, was einem in jungen Jahren wichtig war. Diese Eigenschaften können eine Ü50 Frau erheblich interessanter machen, als eine junge.

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Claire Goodwin: Die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale? Für Leptosomen bleibt dann aber nur noch die Ärmel hoch krempeln übrig..! Wenn das mit dem offnen Hosenladen nicht funktioniert. Womit wir wieder beim Renditedenken vieler Frauen wären. Haben Sie den Artikel mit der toxischen Weiblichkeit heute im Tagi gelesen? Der weibliche Körper als selbst inszenierte, soziale Kapitalanlage. Ich bleibe bei meiner ursprünglichen Aussage: Etwas Vergleichbares kennen wir Männer nicht.

    • Claire Goodwin sagt:

      Ach MZ, das ist nun doch etwas rückwärts gewandt, um es höflich auszudrücken. Als bald 50jährige bin ich zwar nicht mehr taufrisch, da mir jedoch zeitlebens nicht nur Schönheit, sondern auch Bildung, Persönlichkeitsentwicklung und (trotz Kindern) eine zufriedenstellende berufliche Laufbahn wichtig waren, gibt es doch so einiges, was ich zu meinem „renditeabwerfenden Kapital“ zählen kann. Auch als Frau ist man doch ein Gesamtpaket und nicht nur abhängig von Faltenfreiheit und Gewebestraffheit.

    • Albina Salvadore sagt:

      Darum gibt es immer mehr Männer die mit Schönheitsoperationen verjüngen lassen!!!!!!!!!

    • Albina Salvadore sagt:

      Darum lassen sich immer mehr Männer durch Schönheitsoperationen verjüngen!!!!!!

    • Albina Salvadore sagt:

      Meine Antwort gilt dem Kommentar von Zufferey Marcel – betreffend seine letzte 2 Sätze.

    • Ralf Schrader sagt:

      Die Dame sähe angezogen um ein Vielfaches besser aus. Man kann sich gern einreden, dass Schönheit Alter nicht kennt. Deshalb stimmt es trotzdem nicht.

      Ab 40 sollte man nur noch hochgeschlossene, Ganzkörper verhüllende Kleidung tragen, egal welchen Geschlechts man ist. Die Dame auf dem Foto steht als Beweis dafür und auch dafür, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt. Ich erkenne in dem Fall keine.

      • Barbara sagt:

        Das ist einfach lächerlich. Ich bin heute gerade 47 geworden und geniesse es, Shorts und kurze Röcke zu tragen. Und das ist kein Scherz: die Männer, ob jung oder in meinem Alter, freut es. Ich bekomme jetzt viel mehr Komplimente als noch vor 20 Jahren. Ich bin im Leben angekommen und fühle mich wohl. Ich ziehe an, was mir gut steht und worauf ich gerade Lust habe. Gefallen muss man nicht allen, aber es ist auch in „meinem Alter“ ein tolles Gefühl von einem Mann begehrt zu werden und von ihm zu hören, dass er mich erotisch und sexy findet.

    • Aquila Chrysaetos sagt:

      Das Kapital der Frauen in meinem Umfeld ist ihre Intelligenz. Damit haben sie z.B. als Ärztinnen, Pflegeexpertinnen, Juristinnen oder in einem Fall als Pilotin Karriere gemacht.
      Ihr Kommentar lässt mich etwas ratlos zurück. Was wollen Sie uns eigentlich mitteilen?

  • Claire Goodwin sagt:

    Ich finde es auch nicht sexistisch, wenn für den Verkauf von Unterwäsche Frauen oder Männer in Unterwäsche gezeigt werden.
    Die Frau ist wunderschön – überdurchschnittlich schön. So viele Unperfektheiten kann ich da allerdings nicht erkennen. Ich finde ihre Ausstrahlung aber sehr inspirierend.

  • Stefan W. sagt:

    Ist Ihr Aufmacherbild nicht sehr sexistisch? Haben Sie auch schon mal einen älteren Mann in Unterwäsche prominent gezeigt? Nein? Warum nicht? Einmal mehr wird unter dem Vorwand der Konsumkritik ein weiblicher Körper als Verkaufshilfe missbraucht. Gauben Sie, Sexismus gibt es nur gegenüber jungen Frauen?
    (Wer hier Sarkasmus findet, darf ihn behalten).

    • Jan Holler sagt:

      Also, liebe Redaktion, zeigt einen Mann in Unterwäsche, denn Nacktheit ist nicht sexistisch, nur die Darstellung der Nacktheit kann sexistisch sein. Hier ist sie es sicher nicht.

    • christopher robert sagt:

      Das Aufmacherbild ist deshalb nicht sexistisch, weil es zum Verkauf der im Bild gezeigten Unterwäsche dient.
      Würde damit zum Beipiel ein Geschirrspühler beworben, wäre es sexistisch.
      Beim zweiten Bikini-Bild besteht kein Kontext zum Verkauf des Bikinis, jedoch zu zu weiteren Bikini-Fotos in dem Magazin. Dies könnte sexistisch sein.

      • Anh Toàn sagt:

        Mit dem Aufmacherbild wird hier ein text beworben, nicht Unterwäsche.

      • Anh Toàn sagt:

        Ist genauso beim Politblog Beitrag zum beabsichtigten verbot sexistischer Werbung im Kanton VD.

        Den Autoren muss man aber zu Gute halten, dass die Bilder zumindest häufig nicht von ihnen, sondern von der Redaktion ausgesucht werden.

  • Benno Weber sagt:

    Welche Hypokrisie. Wir haben uns daran gewöhnt, dass junge Frauen mit unerreichbaren Schönheitsidealen in Selbstzerstörung und Magersucht getrieben werden. Aber wenigstens war irgendwann dank der Gnade des Alterns Schluss damit. Jetzt geht der Terror weiter und zwingt die Damen auch noch Mitte 50 wie eine strahlende 40erin auszusehen. Und die Schönheitsexpertinnen fallen auf diesen sexistischen Blödsinn auch noch herein…

    • Simona Rossi sagt:

      Diese „Schönheitsexpertinnen“ fallen nicht auf diesen sexistischen Blödsinn herein – sie werden mit dem Ziel engagiert, Frauen zu verunsichern um sie zum Konsum zu zwingen. Die ältere Frau ist eine noch ausbaubare Zielgruppe der Kosmetik und Bekleidungsindustrie – und unzufriedene, verunsicherte Frauen kaufen mehr. Bei Männern ist’s die Autoindustrie – attraktive, erfolgreiche, dynamische, fitte Männer fahren tolle Autos.

    • Schlumpfine sagt:

      Das hat was.

Kommentar

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