Die 5 neusten Haartrends

Der Vokuhila ist zurück: Zumindest bei den Laufstegmodels wie Lindsey Wixson. (Foto: Getty Images)

Ja, auch Männer können durchaus «haarbewusst» sein. Doch im Gegensatz zu uns Frauen sind ihre Möglichkeiten bezüglich ihrer Haarpracht naturgemäss eher begrenzt. Für viele Frauen sind Haare ein unendliches Thema. Frei nach dem Motto: «Your hair is the crown you never take off.» Szena-Inhaberin Michaela Zenhäusern* verrät, welche Trends diesen Herbst und Winter zu erwarten sind.

1. Zurück zur Natur

* Michaela Zenhäusern ist Inhaberin von Szena – Les Coiffeurs und Hairstylistin bei Fashion-Shows.

Immer mehr Konsumentinnen legen verstärkt Wert auf natürliche Inhaltsstoffe. Produkte, die ohne Chemikalien, Parabene, Silkone usw. auskommen und die ohne Tierversuche getestet wurden. «Punkto Qualität möchten viele Kundinnen allerdings keine Abstriche machen. Und so haben viele Marken neue, pflanzliche Linien im Angebot», sagt Michaela Zenhäusern.

Die Hairstylistin ist überzeugt, dass der Trend zu hochwertigen und pflegenden Inhaltsstoffen nicht auf Kosten der Umwelt gehen muss, «denn inzwischen kann man mit den geeigneten Produkten fast jedes gewünschte Farbresultat erreichen». Einzig für eine starke Blondierung braucht es noch Wasserstoffperoxid (H2O2). Allerdings ist H2O2 in vielen Naturhaarfarben enthalten, ohne dies kann der dauerhafte Farbprozess gar nicht in Gang gebracht werden. Für eine leichtere Aufhellung bzw. einen goldenen Glanz kann schon ein Shampoo mit Kamillenessenzen eine leichtere Aufhellung bringen. Vor allem, wenn das Haar an der Sonne getrocknet wird.

2. Der Vokuhila ist zurück

Wer regelmässig Modemagazine anschaut, dem ist vielleicht aufgefallen, dass viele Models die Trendfrisur aus den 1980er-Jahren tragen. Natürlich in einer modernen Fasson. «Der beliebte Bob, der in den letzten zwei Jahren überall zu sehen war, wird nicht abgelöst, aber ein moderner Vokuhila-Schnitt hat in einer gemässigten Form sicher Chancen, sich durchzusetzen», sagt die Fachfrau. Der Bob, in allen Längen getragen, sei nach wie vor sehr beliebt, da er äusserst tragbar und leicht zu stylen sei. Momentan wird er gerne «sleek», also glatt, geföhnt oder à la francaise, verschwuschelt mit weichen Stufungen, getragen.

3. Extensions – kein Ende in Sicht

Fast kein weiblicher Star, der nicht auf Haarverlängerungen oder Haarverdichtungen zurückgreift. Für die normale Konsumentin ist das Tragen von Extensions allerdings immer noch Geschmacksache und oft auch eine Gewissensfrage. Wer sich zum Tragen von Extensions entschliesst, hat die Wahl zwischen neuen Techniken. «Haare mit sogenannten Root Shadows wirken besonders natürlich, weil der Ansatz dunkler als die Haarspitzen ist. Ein Laserbeamer sorgt dafür, dass die Übergänge zwischen dem eigenen und dem falschen Haar weniger spürbar ist», sagt Zenhäusern. Ob man nun Extensions mag oder nicht: Für Frauen mit zunehmend dünnem Haar und altersbedingtem Haarausfall können sie eine Option sein.

4. Kurz und gut!

Dabei geht es weniger um den auffälligen «Buzz Cut» der letzten Saison, bei dem die Haare nur noch wenige Zentimeter kurz waren. Für die meisten Frauen empfiehlt sich vor einem sehr kurzen Schnitt ein ehrliches Gespräch mit der Coiffeuse bzw. dem Coiffeur ihres Vertrauens. Neben dem ganzheitlichen Stil der Trägerin sollten auch die Körperproportionen und die Gesichtsform stimmen. Denn sind die Haare erst mal ab, dauert es Jahre, bis sie wieder lang sind. Wer es aber wagt und dazu auf eine intensive Farbe setzt – denn bei einem kurzen Schopf sollte die Farbe auch ein Statement sein – wird oft positiv überrascht.

5. Neue Farben, neue Techniken

Die traditionelle Strähnchentechnik wird heute immer öfter durch die sogenannte Balayage ersetzt, die oft einen natürlicheren Effekt ergibt. Nicht mehr aktuell ist der Trend der breiten, dunklen Haaransätze in Verbindung mit den oftmals sehr hellen Haarenden. «Gefragt im Herbst und Winter sind eher warme Farben wie Ginger, Apricot und Strawberry-Töne, die dem Haar durch ein spezielles Salon-Glossing einen zusätzlichen besonderen Glanz verleihen», sagt Michaela Zenhäusern. Mit Farbconditioner lässt sich dieser Look auch einfach zu Hause erreichen.

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