Sieben Sommer-Trends zum Entsorgen!

Selbst wenn man kein Mitglied der Stilpolizei ist und bezüglich Outfits durchaus Toleranz beweist – übrigens auch bei sich selber –, gibt es doch einige seltsame Trends, denen man am Ende dieses Sommers definitiv nicht nachtrauert.

1. Überflüssig: Socken in Schuhen

 

Es ist schon fast langweilig, über weisse Socken in Sandalen zu schnöden, vor allem wenn die männliche Zielperson ein schon älteres Semester ist. Doch diesen Sommer haben Influencerinnen und Co. die Fusswärmer in allen Varianten entdeckt. Das muss nicht unbedingt schlecht aussehen, vor allem wenn die Trägerin ein gutes Stilempfinden hat. Peinlich allerdings, wenn Söckchen im Kleinmädchen-Look, womöglich noch mit Rüschen, mit flachen Riemchenschuhen kombiniert werden. (Bild: Getty Images)

2. Infantil: Haremshosen

Der superweite Schritt, der sich zu den Waden verengt, verführt schnell mal zum Sinnieren, ob der/die Träger(in) wohl unter einer seltenen Form von textiler Platzangst oder gar jugendlicher Inkontinenz leidet: Genügend Platz für ein Windelpack wäre jedenfalls vorhanden. Und nein, nicht nur Frauen lieben diese luftigen Zelte, «weil sie so viel Beinfreiheit bei feuchtheissen Temperaturen gewähren». Auch modebewusste Männer wie Justin Bieber mögen scheinbar den Wind im Schritt. (Bild: Getty Images)

3. Exhibitionistisch: Gar keine Hosen

Ebenfalls keine gute Variante für mehr Beinfreiheit: Das gänzliche Weglassen der Hose ist auch nicht wirklich cool, auch wenn hier noch mehr Luftzug ermöglicht wird. Irgendwie beschleicht einen der Eindruck, die Trägerin wolle etwas zu explizit auf ihre durchaus wohlgeformten Beine hinweisen. Sorry, Miley: Nicht mal für die Bühne taugt dieses Outfit! (Bild: Getty Images)

4. Sinnlos: Aufgespritzte Brustwarzen

Viele Stil-Journalistinnen wollten diesen Trend, der scheinbar in den USA «mega in» sein soll, auch hier gesichtet haben. Mithilfe von Hyaluronsäure-Injektionen bleiben die weiblichen Brustwarzen so in jeder Lebenslage aufgerichtet. «Alles halb so wild», kommentiert die Zürcher Schönheitschirurgin Gertrude Beer, die schon so manchen Trend hat kommen und gehen sehen. «Brustwarzen aufspritzen ist bei uns in der Schweiz kein grosses Thema, da viele Frauen im Sommer gerne blickdichte Push-up-BHs tragen.» Und nach sechs Wochen sei eh alles wieder wie vorher. Eine sinnlose Investition. (Bild: La Redoute)

5. Dämlich: Tätowierte Sommersprossen

Der wohl dümmste Sommertrend 2018, vor allem, weil man ihn im Herbst nicht einfach im Schrank entsorgen kann. Vernünftiger, billiger, schmerzloser: Die Hardcore-Fans von Meghan Markle, der Herzogin von Sussex, sollten, statt zum Tätowierer zu pilgern, lieber einen Augenbrauenstift kaufen. (Bild: Getty Images)

6. Prolo: Aufgestellter Polokragen

Dieter Bohlen trägt ihn, und auch so mancher (Möchtegern)-Jetsetter möchte so auf seinen sozialen Status aufmerksam machen. Zwei gute Gründe, es nicht zu tun. (Bild: Getty Images)

 

7. Platt: T-Shirts mit pseudo-originellen Sprüchen

Ja, sie waren nicht zu übersehen, so sehr wir es auch versucht haben. Das Massenphänomen, Plattitüden auf Brusthöhe zu präsentieren, ist nicht wirklich erklärbar. Also versuchen wirs erst gar nicht. (Bild: Im-Shirt.de)

12 Kommentare zu «Sieben Sommer-Trends zum Entsorgen!»

  • Marie Bornand sagt:

    Was mich nervt ist dass wenn karos oder streifen oder cachemire dessins nicht mode sind, man dieses Stoffe nirgends finden kann. Endlich gibt es diesen Winter wieder Schottische Karos : ich liebe sie !

  • R. Wenger sagt:

    Relativieren. Kleider machen Leute. Von der Sohle bis zu Kragen. Darüber beginnt die Persönlichkeit.

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Ganz ganz schlimm sind für mich Permanent Make Up Augenbrauen. Das sieht aus wie ein rasierter Hase.

  • diva sagt:

    Punkt 1 finde ich übertrieben. es gibt leute, die haben nun mal sehr empfindliche füsse und möchten aber trotzdem offene schuhe tragen. so schlimm ist das wirklich nicht.
    was wirklich langsam «von gestern» sein dürfte: sind hotpants in der stadt und überhaupt der ganze stil auf der strasse, wie am strand rum zu laufen. manches was man da zu sehen bekommt, «beleidigt» das auge (wie die japaner sagen). abgesehen davon, warte ich auf den tag, wo tattoos «out» sein werden… vor allem bei frauen, die tattoos auf den beinen, die man diesen sommer auffallend viel anzusehen gezwungen war.

    • Michael sagt:

      Warum sollen Hotpants von gestern sein ? Glücklicherweise hat die Damenwelt ein Gefühl dafür entwickelt, wer soetwas tragen kann. Mir grfällt es !
      Bei den Tattoos bin ich voll bei Ihnen; und nicht nur bei den Frauen. Was wohl unternommen wird, wenn die Haut nicht mehr so schön straff ist….

  • Michael sagt:

    Punkt 1 sehen ich meist bei Männern jenseits von Gut und Böse – geht garnicht, Punkt 2 hat meine vollste Zustimmung, egal ob es von Männlein oder Weiblein getragen wird. Punkt 3 – 6 kommt und geht, aber Punkt 7 wird nie und nimmer auszurotten sein. Bedruckte T-Shirts kenne ich seit meiner Jugend (’70) wo auch ich ganz stolz mit einem Batman T-Shirt rumgelaufen bin. Einzig sollte man im fortgeschrittenen Alter überlegen, ob man das doch eher den Jüngeren überlässt.

  • Tom Maier sagt:

    JournalistInnen schreiben Trends herbei und beerdigen diese dann wieder….. und der normale Durchschnittskonsument hat nichts kommen und gehen sehen.

    • Carolina sagt:

      So ist es! Habe weder vom Sockentrend noch aufgespritzten Brustwarzen (?) irgendetwas mitbekommen! Ich persönlich mag es gern vielfältig, will heissen, dass ich Dinge nicht nach Trend oder Nicht-Trend einteile, sondern eher danach, wie sehr sie meine Sinne aktivieren. Bis auf ganz wenige Ausnahmen finde ich Vielfalt das Interessanteste an einer Stadt!

  • Peter Biri sagt:

    Ha, ha, ich wusste von keinem der „Trends“, dass es den überhaupt gab.

Kommentar

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