Fleisch oder nicht Fleisch, das ist hier die Frage

Der Trend, alles vom Tier zu verwerten, also vom Schnörrli bis zum Schwänzli, gewinnt zurzeit immer mehr Anhänger und Anhängerinnen. Illustration: iStock

Viele Menschen machen sich keine grundsätzlichen Gedanken über ihre Ernährung. Sie essen, was ihnen schmeckt und worauf sie Lust haben. Oder was ihnen ihre Diät erlaubt. Und dann gibt es die Gruppe der «Bewusstesser», für die die «richtige» Ernährung einen weltanschaulichen Hintergrund hat. Für sie haben das Essen und alle Themen, die mit ihm in Zusammenhang stehen, wie Gesundheit, Nachhaltigkeit, Tierliebe und persönliche Verantwortung einen wichtigen Stellenwert. Böse Zungen behaupten, dass diese Art der Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung einen beinahe «religiösen Charakter» habe und auf Geboten und Verboten basiere. So lehnen beispielsweise Veganer nicht nur das Essen von Fleisch, sondern von allen tierischen Produkten – also auch von Milchprodukten, Eiern, Honig – rigoros ab.

Verfasste bereits vor fast 20 Jahren ein hochgelobtes Kochbuch über das Nose-to-Tail-Prinzip: Fergus Henderson. Foto: Olivia Harris (Reuters)

Auf der anderen Seite steht die sich immer stärker manifestierende Nose-to-Tail-Fraktion der Fleischesser. Diese setzt sich für eine umfassende Verwertung von Tieren, eben «vom Schnörrli bis zum Schwänzli», ein. Denn ein Tier besteht nicht nur aus Filet, Entrecote und Schnitzeli. Das Nose-to-Tail-Konzept ist allerdings nicht so neu und trendig, wie es manchmal scheint. Dass es dem Tier gegenüber unanständig ist, es nicht von Kopf bis Fuss zu verwerten, schrieb der englische Koch Fergus Henderson bereits 1999 in seinem Kochbuch «Nose to Tail Eating» und beschrieb darin die Grundlagen seiner Küche. Das Buch erlangte Kultstatus, der «Observer» nahm es unter die «50 wichtigsten Kochbücher aller Zeiten» auf. Es wäre üble Nachrede, wenn man behaupten würde, seine Ernährungsgweise sähe man dem Briten an.

Auch viele Veganer müssen zugeben, dass, obwohl sie das Fleischessen für sich ablehnen, die Nose-to-Tail-Befürworter wenigstens das ganze Tier essen. Denn es gibt neben den gewohnten Teilen und über die Innereien hinaus viele weitere essbare Teile. Und dass diese viel interessanter sind als die meist eher langweiligen teueren Stücke, zeigen auch immer mehr Spitzenköche mit ihren Kreationen; zunehmend  viele Restaurants setzen auf die Verarbeitung der ganzen Tiere.

Für mich ist die vegane Ernährung keine Option, obwohl ich keine grosse Fleischesserin bin. Zu gern habe ich Joghurt, Quark, Käse, Glace und vieles mehr. Das Nose-to-Tail-Prinzip leuchtet mir aber grundsätzlich durchaus ein: Wenn man schon Tiere schlachtet, dann soll man sie möglichst umfassend verwerten. Nur ist die Theorie das eine, die Praxis das andere. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, zum Beispiel frittiertes Lammhirn zu essen, und die Schweinsöhrli verfüttere ich lieber meinen Hunden. Die Lösung für mich ist der Flexitarismus. Das heisst, ich bin so etwas wie eine Teilzeit-Vegetarierin. Ich will mich bewusst gesund ernähren. Und dazu gehört auch hin und wieder ein gutes Stück Fleisch. Doch auch ich habe diesbezüglich meine Haltung: Das Fleisch muss aus tiergerechter Haltung stammen und wenn immer möglich biologisch sein. Aber ganz konsequent – oder stur – bin ich da nicht. Ein- bis zweimal pro Jahr muss es ein gebratener Cervelat sein, dessen Herkunft ich nicht immer zweifelsfrei klären kann. Ein schlechtes Gewissen mache ich mir deswegen nicht. Solange ich das bewusst mache, darf eine Ausnahme sein.

24 Kommentare zu «Fleisch oder nicht Fleisch, das ist hier die Frage»

  • Markus Kohler sagt:

    Das Prinzip nose to tail ist o.k. Gar nicht o.k. sind hingegen die aufgeblasen selbstgerechten Veganen. Das sind zumeist Leute, die sich in unnötigen Berufen rumtummeln, sich dabei maximal schonen, in hippen Quartieren wohnen und Achtsamkeit predigen. Meistens ist das Ganze noch verbunden mit irgendwelchen Gender-Theorien und viel „Yoga-Esoterik“. Ich wäre dafür, dass die bünzligen „Smoothies“ sich in ihren urbanen Reservaten aufhalten, sich aber nicht in die Angelegenheiten der Leute einmischen, die sich ernsthaft um öffentliche Angelegenheiten und Ethik kümmern.

    • Florian Keller sagt:

      „[…]sich aber nicht in die Angelegenheiten der Leute einmischen, die sich ernsthaft um öffentliche Angelegenheiten und Ethik kümmern.“

      Seltsame Einstellung, die Sie da haben, denn genau um Ethik geht es ja. Wenn Sie der Ansicht sind, dass Gewaltlosigkeit gegenüber Tieren gar nicht gehe, wohingegen brutalste Gewalt o.k. sei, solange man die ganze Leiche verwerte, dann wäre eine ethische Begründung durchaus angebracht. Wenn es denn eine gäbe.

      • markus kohler sagt:

        Echtes Bewusstsein habe ich bisher bei den Veganen kaum gesehen. Die Girls schminken sich weiterhin mit Produkten, die nie und nimmer vegan sind, halten Katzen, welche nicht vegan lebende Tiere sind und brauchen ihre unwirksamen homöopathischen Globuli, welche fast immer Lactose enthalten. Vegane Männer soll es zwar mehr geben als Frauen, aber meiner Erfahrung nach sind das Männer, die eigentlich keinem wirklich nutzbringenden Job nachgehen. Wir brauchen nun mal nicht unendlich viele Sozialpädagogen und Achtsamkeitsberater.
        Die vegane Welle ist ein Rückzug in eine selbstkonstruierte heile Welt und hat deswegen nichts mit Ethik zu tun, sondern mit Angst vor dem echten Leben.

      • Florian Keller sagt:

        Doch, genau das Bewusstsein, dass Tierausbeutung falsch ist, ist bei Veganern vorhanden. Dazu gehört selbstverständlich, keine unveganen Kosmetikprodukte zu verwenden und adoptierte Katzen (keinesfalls bei einem Züchter gekaufte) nur dann mit Leichen zu füttern, wenn sie vegane Katzennahrung nicht akzeptieren. In einem solchen Fall liegt ein Dilemma vor und die Verwendung unveganer Katzennahrung ist zwar nicht vertretbar, aber entschuldbar. Ich warte immer noch auf Ihre ethische Begründung. Haben Sie denn eine? Ihre völlig realitätsfremden Vorurteile bezüglich den Berufen von Veganern sind irrelevant.

  • Gerhard Engler sagt:

    Ich habe leider den Eindruck, dass der Trend immer noch umgekehrt verläuft. Bis vor Kurzem konnte ich im Grossverteiler noch Leistenfleisch kaufen. Jetzt hat man dieses aus dem Sortiment genommen. Nota bene: ich habe das Leistenfleisch (15.-/kg) für mich gekauft nicht als Hunde- oder Katzenfutter.

  • Andreas sagt:

    Schwacher Beitrag. Sie versuchen ihr Fleischessen zu rationalisieren, obwohl Sie wissen, dass es in der Schweiz Alternativen gibt die gesundheitlich gesehen gleichwertig und moralisch gesehen besser sind.

    Sie könnten auch einfach hinstehen und sagen, dass Sie es Kauf nehmen und für Ihren (Ess-)Spass auch mal das eine oder andere Tier getötet werden soll, denn darum geht es schlussendlich. Das wäre immerhin ehrlich, und Ihre Entscheidung müsste man ohnehin respektieren.

    • Florian Keller sagt:

      Nein, müsste man nicht. Ich respektiere die Entscheidung nicht, aus niederen Beweggründen Gewalt an Wehrlosen auszuüben. Ich kritisiere sie, so wie das jeder vernünftige und ethisch verantwortliche Mensch tun sollte.

      • Andreas sagt:

        Natürlich können und sollten Sie kritisieren, aber schlussendlich würden Sie Frau Aeschbach – oder wen auch immer – nicht dazu nötigen oder zwingen, es anders zu tun und sich stattdessen Anderem oder Anderen zuwenden.
        In diesem Sinne würden Sie die Entscheidung respektieren (müssen).

      • Florian Keller sagt:

        Ich nehme schwer an, dass Frau Aeschbach jemanden, der ihre Hunde töten und aufessen wollte, notfalls mit defensiver Gewalt (Festhalten, Entwaffnen o.ä.) daran hindern würde. Und ebenso würde ich die Unveganer daran hindern, Hühner, Schweine und Kühe umzubringen, wenn es in meiner Macht stünde. Ein wehrloses Opfer vor brutalen Angriffen zu schützen, läuft nicht unter Zwang oder Nötigung. Noch zum Wort „Respekt“, der Duden meint dazu:
        1. Auf Anerkennung, Bewunderung beruhende Achtung
        2. Vor jemandem aufgrund seiner höheren, übergeordneten Stellung empfundene Scheu, die sich in dem Bemühen äußert, kein Missfallen zu erregen

        Also beides so ziemlich das Gegenteil von dem, was ich gegenüber der Entscheidung für Gewalt an Tieren empfinde.

  • A Moser sagt:

    Wenn Sie nicht daran denken, dass Sie Hirn essen, dann ist ein gebratenes Schafshirn ein Genuss. Viele Länder essen das Hirn. Es ist wie ein cremiges Rührei.
    Ich esse wenig Fleisch und wenn, dann eben eher die unedlen Teile.

  • Florian Keller sagt:

    „Für mich ist die vegane Ernährung keine Option“
    Wenn Tiere keine Gegenstände sind, sondern empfindsame Individuen, dann ist Gewaltlosigkeit ihnen gegenüber, sprich Veganismus, keine Option unter vielen, sondern eine ethische Notwendigkeit. Es ist Tieren gegenüber „unanständig“, sie aus so lächerlich trivialen Gründen wie Kulinarik qualzuzüchten, einzusperren, auszubeuten und umzubringen. Dem getöteten Tier ist es doch völlig egal, was nach dem gewaltsamen Tod mit seiner Leiche geschieht. Und noch für jene, die das immer noch nicht wissen: Sowohl die Milch- als auch die Eierindustrie töten die männlichen Tiere kurz nach der Geburt. Die sogenannten Milchkühe resp. Legehennen werden bei nachlassender „Produktivität“ entsorgt. Milch und Eier sind also noch schlimmer als Fleisch.

    • Ralf Schrader sagt:

      Pflanzen sind auch empfindsame Individuen. Auch Pflanzen gaben eine bioelektrische Repräsentation von Schmerz. Man kann sich inzwischen aber vollständig aus der Retorte ernähren, nur das soll wirklich optimal sein, sagt z.B. Ray Kurzweil.

      • Niklas König sagt:

        Pflanzen haben kein zentrales Nervensystem, ergo kein Schmerz.

        Aber ok, man nehme an, Pflanzen würden fühle:

        Selbst dann müssten Sie sich vegan ernähren, mensch, denken Sie mal über Ihren Schnitzeltellerrand hinaus.

        Was isst denn eine Kuh? Luft?!

        Und wissen Sie, wieviele Pflanzen eine Kuh in ihrem viel zu kurzen Leben brutal tötet?

        Eine gewaltige Menge.

        Worauf ich hinaus will: Es wäre trotzdem effizienter, Pflanzen zu essen!

      • Ralf Schrader sagt:

        @Niklas König

        Ich sprach von biolelektrischer Repräsentation von Schmerz. Effektiv ernähren bedeutet, das entlang der Anatomie, Physiologie, Biochemie und Mikrobiologie des jeweiligen Körpers zu tun. Menschen haben keinen Labmagen, keine ausreichende Darmlänge, keinen funktionalen Appendix, nicht den Enzymapparat wie Pflanzenfresser. Wir sind biologisch überhaupt nicht für Pflanzennahrung gebaut und alle verzehrbaren Pflanzen der Erdoberfläche reichen nicht mal für 2 Mrd. Menschen.

        Das Huftier frisst, was auch Veganer nicht essen können, Steppengras und Heu und wir fressen das Huftier. Uns fressen danach die Maden. So ist Biologie. Tierzucht ist ein ökonomischer Artefakt, den beeinflusst man politisch, nicht mit spinnerten Individualverhalten.

      • Florian Keller sagt:

        @Schrader: Es werden weltweit so viel Pflanzen angebaut, dass man damit 10 Mia Menschen ernähren könnte, wenn nicht sogenanntes „Nutzvieh“ gefüttert werden müsste. Ihre pseudobiologischen Ausführungen treffen angesichts der Positionen der führenden Gremien von Ernährungsexperten sowie der Existenz unzähliger gesunder langjähriger Veganer (mich eingeschlossen) ebenfalls nicht zu.

      • Niklas Keller sagt:

        Was erzählen Sie da für einen Humbug…

        Wenn man in der Mongolei weit und breit nur Gras hat, bitte, sollen Sie halt Kühe züchten.

        In unserem Breitengrad jedenfalls ist das nicht nötig. Der Mensch ist omnivor, mit sehr kleinem Anteil an Fleisch. Der Mensch ist sicher kein Karnivore, sonst könnten wir beispielsweise Vitamin C synthetisieren!

        Schauen Sie sich Arten des Gorillas an, natürlich wird hie und da ein Insekt verspeist, doch der Großteil sind Pflanzen. Damit unterhält er eine beeindruckende Masse – ganz ohne Labmagen.

        Weiters kann ich meinem Freund (Hr. Keller) nur beipflichten: Konsens ist, dass die Produktion pflanz. Lebensmittel bereits heutzutage schon ausreicht, um 10 Milliarden Menschen zu ernähren. Leider hungern allerdings immer noch mehr als 1 Milliarde Mensche

      • Tobias Meier sagt:

        @Schrader: Ihre biologischen Ausführungen mögen die Gewissen unreflektierter Leser beruhigen, missachten aber – wie Florian Keller richtig anmerkt – die Tatsache, dass heutige Nutztiere keinesfalls „Steppengras und Heu“, sondern vielmehr Kraftfutter (sprich Mais, Soja, Gerste etc.) verfüttert bekommen. Sie stehen damit sehr wohl in direkter Nahrungsmittelkonkurrenz zu uns Menschen.

        Aktuelle Studien (bspw. „Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers“, Science, Juni 2018) zeigen überdies deutlich, dass sich der Landflächenverbrauch sowie die mit der Ernährung verbundenen CO2-Emissionen deutlich reduzieren würde, wenn sich mehr Menschen vegan ernährten.

      • Ralf Schrader sagt:

        Für die Behauptung, mit der Ertragfähigkeit der Erdoberfläche könne man 10 Mrd. Menschen vegan ernähren, hätte ich gern eine agrarwissenschaftlich und mathematisch korrekte Begründung.

        Wie hoch müssen mit welchen Pflanzen die ha- Erträge werden, um diese astronomisch hohe Zahl zu ermöglichen? Eingedenk des Faktes, dass 1/3 der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Erde versteppt ist und nicht für Pflanzenanbau, wohl aber für Tierzucht, geeignet ist.

      • Florian Keller sagt:

        @Schrader: Ich habe eine Mathematikaufgabe für Sie. Wofür müssen mehr Pflanzen angebaut werden? Für die Ernährung von
        a) 7 Mia Menschen
        b) 7 Mia Menschen + ca. 60 Mia sogenannte „Nutztiere“

        Die 2/3 der Landfläche würden für die Ernährung der Menschheit völlig ausreichen. So, nun, da Ihre Ernährungssicherheitsbedenken aus dem Weg geräumt wurden, werden Sie jetzt vegan? Oder haben Sie noch weitere Ausreden?

      • Ralf Schrader sagt:

        @Florian Keller

        Sie haben meine Frage nicht beantwortet, sondern eine Gegenfrage gestellt. Das ist bekanntlich eine Unsitte. Also noch einmal, wie hoch müssen die ha- Erträge an welchen Pflanzen sein, um 10 Mrd. Menschen vegan zu ernähren?

        Welche mittleren Transportwege müssen kalkuliert werden, denn in Gebieten mit nur einer Ernte im Jahr müssen Pflanzen in einem grossen Mass importiert werden?

        Von Nutztierhaltung sprach ich nicht. Es ist zwingend, dass wir die gesamte intensive Landwirtschaft, damit die gesamte Tierzucht, aber auch extensiven Pflanzenanbau, besser früher als später aufgeben.

        Ansonsten ist Ihre Logik verquer. Vegane Ernährung bedarf der Begründung, nicht die artgerechte. Es bedarf schwerwiegender Gründe, sich nicht artgerecht zu ernähren.

      • Florian Keller sagt:

        Ihnen wurde hier von mehreren Seiten erklärt, wieso eine vegane Ernährung klimafreundlicher ist als eine unvegane. Und die Begründung, weshalb Veganismus nicht eine Option, sondern ein ethischer Imperativ ist, habe ich auch schon angeführt, siehe meinen Ursprungskommentar. Aber wie Sie wollen, extra für Sie noch mal: 40% der Soja-, Weizen- und Maisernte landet in den Mägen sogenannter Nutztiere, welche diese hauptsächlich in Körperwärme und Exkremente verwandeln. 10 Mia Menschen sind eine sehr konservative Schätzung. Vermutlich wären es deutlich mehr, die satt würden, wenn man den Studien glaubt. Googeln Sie mal das Weizmann Institute of Science. Es bedarf schwerwiegender Gründe, Gewalt an Wehrlosen auszuüben. Sie haben keine.

  • Christoph Bögli sagt:

    „Wenn man schon Tiere schlachtet, dann soll man sie möglichst umfassend verwerten“ – Es ist ein seltsamer Mythos, dass dies nicht so oder so gemacht würde, ganz egal ob nun jemand das „Schwänzchen“ isst oder nicht. Die meisten Nutztiere werden im industriellen Prozess zu nahezu 100% verwertet, ganz einfach weil selbst „minderwertige“ Teile Rohstoffe beinhalten, die für alles mögliche verwertet werden können. Einerseits über Verarbeitung dann doch für den menschlichen Konsum – die gute alte Gelatine lässt grüssen – oder halt für anderes, Tierfutter, Kosmetik, chemische Industrie, etc. Weggeworfen wird da so oder so nicht. „Nose-to-tail“ erhöht da bloss den Wert gewisser Stücke und damit des ganzen Tieres, was dem Erzeuger zu Gute kommen kann, aber mehr auch nicht.

    • Maurus sagt:

      Das stimmt leider nicht: Ein grosser Anteil der verwertbaren, d.h. geniessbaren Teile wird in unseren Tiermehl-Fabriken verbrannt. Welch Verschwendung!
      Dabei gibt’s fast nichts Schmackhafteres als Voressen, Nierli, Leberli, Milken & Co.!

  • Ralf Schrader sagt:

    ‚Viele Menschen machen sich keine grundsätzlichen Gedanken über ihre Ernährung.‘

    Es machen sich zu viele Menschen Gedanken über Ernährung und meist die falschen. Je besser ein Zustand ist, scheint es, je mehr Gedanken verschwendet eine Gruppe an dessen Optimierung. Bei der Ernährung ist kaum noch Luft nach oben, deshalb konstruiert man Luftfragen, die eine Entsprechung weder in der Biologie, noch der Ethik haben.

    Rechnet man den Zugewinn durch bessere Ernährung in Lebenszeit um, sind wir von früher Jahren bei Tagen angekommen. Tage, die man halbtaub und dement verbringt, denn die Alterung des Gehirns und der Sinnesorgane ist bis jetzt noch nicht aufzuhalten. Ein knackiger Körper um Schwerhörigkeit mit immer mehr Hohlraum unter der Schädeldecke.

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