So werden Sie morgens schneller wach

Wer es schafft, am Morgen zügig aufzustehen, hat gute Chancen, dass der ganze Tag besser verläuft. Foto: Pixabay

Seit der Umstellung auf Sommerzeit habe ich am Morgen jeweils noch mehr Mühe, aufzustehen. In meinem Kopf ist es zappenduster, und meine Glieder sind bleischwer. Wenn dann noch mein männliches Gegenüber leichtfüssig aus dem Bett springt und auch noch Lust hat, mit mir zu parlieren, bin ich reif für einen Mord – hätte ich die Kraft dazu.

«Kaum jemand bleibt von der Zeitumstellung unbeeinflusst. Der Körper befindet sich quasi im Mini-Jetlag», schreibt der Autor und Schlafcoach Günther W. Amann-Jennson. Und schon kleine Schwankungen im biologischen Rhythmus haben eine Auswirkung auf unser Wohlbefinden und die Gesundheit.

Eine grosse Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München mit 55’000 Teilnehmern belegt, dass sich die innere Uhr im Winter exakt an die saisonalen Veränderungen der Morgendämmerung anpasst. Und dass der Zeitpunkt des Aufwachens und der Schlafmitte einen gleichbleibenden Abstand zum Sonnenaufgang aufwiesen. In der Sommerzeit war diese klare Linie jedoch nicht zu beobachten. Das heisst: Die Uhr rückt im Sommer zwar eine Stunde nach vorne, doch unsere innere Uhr befindet sich zu der Zeit noch in der Ruhephase.

Nun ist es aber schon eine Weile her seit der Zeitumstellung. Muss ich jetzt beunruhigt sein, dass ich am Morgen noch schlechter aufstehe als sonst? «Nein», meint der Fachmann. «Eine solche Anpassungsphase ist individuell verschieden und kann durchaus einige, mehrere Wochen dauern», sagt Amann-Jennson.

3 Tipps, wie man besser wach wird

1. Raus aus dem Bett, und zwar subito!

Ganz schwierig für Menschen mit tiefem Blutdruck und für jene, denen jeder kuschelige Moment im Bett Gold wert ist. Überwindung ist gefordert. Das heisst nicht, dass man einen Kaltstart hinlegen muss. Aber wenn der Wecker nach dem Klingeln automatisch auf die Schlummerfunktion stellt, sollte man den Ton nicht wegdrücken. Denn sonst meint der Körper «falscher Alarm», und man schläft wieder ein. Geht das zwei oder drei Male so weiter, wird man jedes Mal wieder aus dem Tiefschlaf gerissen. Steigt man dagegen zügig auf, steigt die Chance, dass man den Tag in Frische startet. Denn unser Aufstehverhalten beeinflusst unsere Tagesform mehr, als man denkt. Als Motivation könnte übrigens dienen, dass man so mehr Zeit für sich und seine Gewohnheiten hat.

2. Rituale und Routine helfen

Auch wenn man nach dem Aufwachen nicht superfrisch ist: Gewisse Gewohnheiten kann man durchaus im Halbschlaf ausführen. Wie den doppelten Espresso auf dem Bettrand sitzend trinken, das Fenster öffnen und tief durchatmen, ein paar Turnübungen oder eine kurze Yoga-Session machen, eine kühle Dusche nehmen. Selbst wenn man am Morgen keinen Hunger hat, ein Porridge, ein Smoothie oder ein paar Beeren geben Energie für den Tag.

3. Digital Detox

Es kann durchaus sein, dass man schneller wach wird, wenn man gleich nach dem Aufwachen die Nachrichten auf Laptop und Handy checkt. So wird der Stresspegel garantiert schneller hochgefahren. Aber ehrlich: Will man sich so früh mit schlechten News, überflüssigen Meldungen und sinnlosen Mails konfrontieren? Eben.Merken

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