Wie Feinstaub die Haut schädigt

Nur eine geschützte Haut kann auch gesund bleiben: Denn Feinstaub schädigt nicht nur unsere Lunge. (Foto: iStock)

Bis vor kurzem galt die UV-Strahlung als Hauptursache für vorzeitige Hautalterung. Doch neue Studien zeigen, dass exogene und endogene Stoffe wie Luftverschmutzung, Schadstoffe in Lebensmitteln, Alkohol oder Medikamente in der Haut ebenfalls entzündliche Prozesse auslösen können. Durch diese sogenannten freien Radikalen wird die Hautbarriere zunehmend geschädigt. In der Folge neigt die Haut zu Empfindlichkeiten wie Rötungen, Pickeln oder gar Allergien. Diese sogenannte «Urban Pollution» kann sich in den nächsten Jahren zur gesundheitlichen Herausforderung entwickeln, denn 54 Prozent der Weltbevölkerung leben in städtischen Gebieten, in denen die Problematik der Umweltverschmutzung als besonders stark empfunden wird. Und diese Zahl wird sich bis 2050 auf 66 Prozent erhöhen.

Ungeschützte Haut, die verschiedensten Schadstoffen ausgesetzt wird, kann sich mit der Zeit in ihrem Ton verändern, es kann zu Pigmentverschiebungen kommen. «Immer mehr Ärzte machen die Umweltverschmutzung für eine vorzeitige Hautalterung verantwortlich, die allerdings auch ein Hinweis auf den allgemeinen Zustand eines Patienten gibt», sagt die amerikanische Dermatologin Rachael Eckel. Mit anderen Worten: Die Haut ist eines der ersten Organe, das zeigen kann, wie es um unsere Gesundheit steht.

In letzter Zeit wurde die Einwirkung von Feinstaub immer häufiger untersucht. «Frühzeitige Hautalterung, Feuchtigkeitsmangel, die Entwicklung von Akne und die Schädigung von Zellmaterial können die Folge von Urban Pollution sein», sagt auch der Dermatologe Felix Bertram von der Klinik Skinmed in Aarau: «Ozon und Stickoxide führen zu Entzündungen, Kohlenmonoxid zu einem Sauerstoffmangel des Gewebes, und der Stoffwechsel kann sich verlangsamen.»

Was hilft gegen die Ablagerung von Feinstaub?

Ganz wichtig ist die sorgfältige und gründliche Reinigung der Haut am Abend. Am morgen reicht, je nach dem Hautzustand, eine milde Reinigung.

Bei der Tages- und Nachtpflege ist es ratsam, ein Produkt mit Antioxidantien zu benützen. Diese haben eine grosse physiologische Bedeutung durch ihre Wirkung als Radikalfänger. Zurzeit besonders gefragt sind die sogenannten Clean-Beauty-Produkte mit diesen Wirkstoffen, die ohne Parabene, Mineralöle, Silikone, Farb- und Aromastoffe auskommen. Es gibt diese Produkte von vielen Anbietern und in unterschiedlichen Preissegmenten.

Neben der Pflege von aussen soll auch eine entsprechende Ernährung ein wichtiger Faktor sein, wenn es um ein gesundes Hautbild geht. Natürlich haben ein gesunder Lebensstil und ein guter Schutz einen gewissen Einfluss auf die Hautgesundheit. Darüber allerdings, ob gewisse Nahrungsmittel wie Beeren, Nüsse und gesunde Öle einen sichtbaren Einfluss auf unser Hautbild haben, streiten sich die Experten.

Mehr darüber in «Von Kopf bis Fuss» am nächsten Mittwoch. Oder haben Sie selber Erfahrungen mit dem Thema Ernährung und Hautgesundheit gemacht? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

14 Kommentare zu «Wie Feinstaub die Haut schädigt»

  • glancy mueller sagt:

    liebe frau aeschbach, statt den opfern der luftverschmutzung gutgemeinte ratschläge zu geben, sollten sie tipps geben, wie man die behörden dazu zwingt, endlich die emissionen einzudämmen. machen sie aus den opfern täter: statt einem wässerchen fürs häutchen gibts zum beispiel ein transparent auf vor dem stadthaus oder dem bundeshaus. „no more pollution“, „no more pollution“, „no more pollution“, könnte zum beispiel draufstehen.

  • Andreas sagt:

    Als erstes mal wird ein neuer Begriff – Urban Pollution – geprägt, um dem ganzen einen neuen Anstoss zu geben. Alter Wein in neuen Schläuchen, nichts anderes ist das. Und 90 % aller Cremes, Wässerchen und sonstigen Kosmetika kann man getrost in die Tonne treten. Das sind nur Dukatenesel für die Kosmetikindustrie. Wenn sie wirklich helfen würden, müsste man da nicht 80ig jährige mit der Haut von 20 jährigen sehen ???
    Aber jeder muss wissen, was er sich, seiner Haut und seinem Portemonai antun will.

    • Filosof sagt:

      Meine Worte! Man gucke doch mal Fotos von den Reichsten Leuten der Welt an. Alle haben im Alter Falten und viele noch unreine Haut. Es gibt KEIN Mittel dagegen. Nur Gauner, die einem mit Lügen das Geld aus den Taschen ziehen. Die Dummen werden nicht alle.

  • Hannes H. Müller sagt:

    95% des Feinstaubs ist natütlichen Ursprungs. Was die Haut schont: Schlaf.

  • Nationless sagt:

    Und auf was will dieser Beitrag hier abzielen? Auf die Luftverschmutzung mit dem obligaten altbackenen Autobashing welches man in Zürich schon seit den Siebzigern und Achtzigern herumkaute? Da wird Luftverschmutzung in der Stadt so dramatisiert, als würden wir in Peking, Shanghai, Kalkutta oder weiss ich nicht welche Smogverhüllte Stadt leben, welche selbst Zürich in den Achtzigern eher zum Kurort machen würde? Ist es eher nicht so dass der MIV nur innerhalb der Stadt abgenommen hat aber ausserhalb desto mehr zugenommen hat? Ist es eher somit nicht so, dass die Luftqualität in der Stadt zugenommen übers Land abgenommen hat und die Schweiz aus lauter dezentralen zersiedelnden „qualitativen“ Wachstum die Klimaziele nicht erreicht?

  • Gerhard Engler sagt:

    Der Körper verfügt natürlicherweise über Mittel gegen freie Radikale. Es gibt keinerlei Beweis dafür, dass die zusätzliche Einnahme von angeblichen Radikalfängern eine Wirkung hat. Und Felix Bertram widerspricht sich selbst: Wenn Kohlenmonoxid die Prozesse verlangsamt, dann würde auch die Haut langsamer altern.

  • Peter Aletsch sagt:

    Die Kosmetik- ist neben der Mode-Industrie die grösste überflüssige. Die Kleiderläden sind fast noch die einzigen, die die Mieten in den besten Lagen der Innerstädte zahlen können. Zu 90% für Frauen. Brauchen die wirklich 10mal mehr Kleider? Natürlich könne man nur mit zahlbaren Mitteln gegen die schädlichen Einflüsse kämpfen.

  • Stefan sagt:

    Klar… Und eine milde Peelingseife, deren Mikroplastikpartikel im Abwasser und am Schluss auf dem Teller landen…

  • R. A. Green sagt:

    Die „Experten“ streiten sich darüber, ob natürliche Produkte „sichtbaren“ Einfluss auf unsere Haut hat. So so. Ich meine, dass ein unsichtbarer Einfluss auf unsere Haut generell sogar besser ist. Ich verwende hin und wieder erstklassiges Olivenöl für’s Gesicht. Sparsam aufgetragen machte ich beste Erfahrung damit; zudem entspannt es ungemein. Doch eben, damit verdienen die „Experten“ und deren Chemiegebundenheit kein Geld.

    • Peter Aletsch sagt:

      Die Haut müsste eigentlich impermeabel sein gegen sämtliche Gase, Fest- und Flüssigmaterialien. Sonst würden wir uns damit vermischen und somit auflösen.

  • werner boss sagt:

    Ohne Mineralöle.. . Dafür aber als Ersatz Palmöl! ?

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