Herz statt Nerz

Leider ein noch immer viel zu häufiges Bild: Eine Pelzträgerin in St. Moritz. Foto: Christian Beutler (Keystone)

«Wenn ich einen erwische, der Schlüsselanhänger aus Pelz verschenkt, dann rufe ich die Polizei! Tiere werden nicht geboren, um als Anhänger zu enden. Luxus ist nicht nur Konsum, sondern auch Moral. Diese Trump’sche Haltung, ‹was ich haben will, nehme ich mir›, hat keine Zukunft.» Mit diesem auf welt.de veröffentlichten Statement hat mir der deutsche Modemacher Wolfgang Joop diese Woche aus dem Herzen gesprochen.

Als es vor ein paar Wochen kälter wurde, stellte ich mit Genugtuung fest, dass auf den ersten Blick weniger Trägerinnen und Träger mit pelzbesetzten Parkas unterwegs waren. Auch die bunten Pelz-Bombeln an Schlüsseln oder Handtaschen sah ich weniger, wenn ich in der Stadt unterwegs war.

Zu früh gefreut.

Nervige Gleichgültigkeit

Es wurde kälter, und schon waren sie wieder da: die Jacken und Mäntel mit Besätzen aus Echtfell und die pelzbesetzten Accessoires. Was mich am meisten nervt, ist die Unbekümmertheit und Gleichgültigkeit, mit der solche Pelzteile getragen werden. Obwohl inzwischen klar sein sollte, unter welchen teils grausamen Bedingungen diese Accessoires entstehen. Für eine überflüssige Modelaune geht es Hunderttausenden von Tieren sprichwörtlich an den Pelz.

Ein kürzlich erschienener «Kassensturz»-Beitrag über das Leiden der Tiere für Pelz. Quelle: SRF

Erfreulicherweise verpflichten sich immer mehr internationale Designer, keine Pelze mehr in ihren Kollektionen zu führen. Jüngstes Beispiel ist die auch in der Schweiz höchst erfolgreiche US-Marke Michael Kors. Sie folgt damit dem Beispiel des Labels Gucci, das schon vor ein paar Wochen bekannt gab, ab 2018 keine Pelze mehr zu verarbeiten. Der Echtpelzverzicht hat einerseits mit dem zunehmendem Druck der Konsumenten zu tun, liegt aber auch daran, dass es dank moderner Produktionsmöglichkeiten einfacher geworden ist, hochwertigen Kunstpelz herzustellen. Hunderte von Unternehmen haben sich dem Fur-Free-Retailer-Programm ange­schlossen und geloben, auf Pelz und Fell zu verzichten. Darunter sind grosse Konzerne wie H&M, C&A, Zalando und seit neustem auch die Net-A-Porter-Group. Ich hoffe jetzt, dass es einfach nur noch ein bisschen Zeit braucht, bis diese Message endlich auch auf der Strasse angekommen ist.

Die Krux mit den Erbstücken

Vielleicht werden Sie mich jetzt fragen: «Soll ich denn meinen Parka mit dem Echtpelzbesatz einfach entsorgen?» Meiner Meinung nach gibt es verschiedene Möglichkeiten: Bei vielen Jacken lässt sich der Besatz einfach oder mithilfe eines Schneiders abnehmen. Oder Sie nehmen sich einfach vor, bei einem nächsten Kauf eine Jacke ohne Pelzverzierungen zu kaufen. Das wäre immerhin ein Anfang. Und nein, ich würde auch einen vererbten Pelzmantel nicht mehr tragen. Natürlich, der Kauf wurde vor langer Zeit getätigt, das Tier ist schon lange tot. Aber durch das Tragen zeigen Pelzträger, dass sie das voll in Ordnung finden.

Nach dem Tod meiner Mutter vor einigen Jahren hatte ich auch plötzlich einen Pelz im Schrank. Und nachdem meine Schwiegermutter ins Altersheim gezogen war, hatte ich noch einen. Der erste kam in den Winterferien im Engadin bei minus 15 Grad zum Einsatz. Irgendwie war ich nostalgisch gestimmt und hatte das Gefühl, dass mir so meine Mutter nah wäre. Aber ich fühlte mich unwohl, obwohl ich von Pelzträgerinnen umgeben war. Und nah war mir meine Mutter auch ohne Pelz.

Mein Weihnachtswunsch ist daher ein einfacher: Herz statt Nerz!

Lesen Sie dazu auch die Postings «6 Modetrends, auf die wir verzichten können» und «Emma Watson macht faire Mode glamourös».

36 Kommentare zu «Herz statt Nerz»

  • Hedvika sagt:

    Schöner als Pelz ist eine tierfreundliche Zukunft

  • Peter Shaw sagt:

    Alle Damen (und Herren) die sich ihrer Pelze entledigen wollen:
    Diese sind gut verkäuflich – mit dem Erlös kann man bpsw. Greenpeace o.ä. unterstüzten.

    Ansonsten: bitte her damit – ich nehme sie gerne.

  • Hanni Vögeli sagt:

    Wenn jetzt hier jemand den gleichen Artikel für die vielen ausgebeuteten Schneiderinnen in Entwicklungsländern schreiben würde, dann wäre ich beeindruckt. Erzeugt halt nicht den gleichen Jöööö-Effekt wie bei den Tieren.

    • phwe sagt:

      Genau auf den Punkt gebracht. Tierschützer sind häufig keine Menschenfreunde…

    • Florian Keller sagt:

      Mal angenommen, es wäre im Artikel um besagte Schneiderinnen gegangen: Was hätten Sie getan, Frau Vögeli? Hätten Sie die Initiative ergriffen und etwas unternommen?

    • Christoph Bögli sagt:

      @Vögeli: Immer dieser whataboutism. Der alleine schon daran hinkt, dass sich die Leute, die sich wegen tierquälerisch produzierten Pelzen Gedanken machen, auch eher an die ausgebeuteten Schneiderinnen denken und entsprechend einkaufen (bzw. es eben sein lassen). Dass sich entsprechende Produkte beider Sorten so gut verkaufen, liegt ja primär an gedankenlosen Konsumsüchtigen.

      Ansonsten, wie halten Sie es denn mit dem Einkauf, Frau Vögeli? Kritisieren ist ja immer einfach, sich selber daran halten aber umso schwieriger. Meine Vermutung ist: Wäre hier stattdessen ein Artikel über Produktionsbedingungen erschienen, würden Sie sich darüber beschweren, dass das Thema Pelz völlig ignoriert würde. Hauptsache gemotzt so dass man sich nicht mit dem Problem beschäftigen muss..

      • Hanni Vögeli sagt:

        Ich musste lachen, als ich diesen Kommentar gelesen habe. 🙂 Sie kennen mich nicht, unterstellen mir aber unkritischen Einkauf und diverse andere Dinge. Hier ging es aber nicht um mich, sondern darum, dass man ein in meinen Augen viel kleineres Problem eher im Fokus hat als das grössere. Man muss konsequent alle Pelze wegwerfen, nicht nur die tierquälerisch produzierten. Was wäre die entsprechende Massnahme bei den Kleidern? 😉

      • Florian Keller sagt:

        @Vögeli: Dann müssten Sie Ihren „Kümmert euch doch erst mal um…“-Sermon konsequenterweise unter sämtliche Sport-, Promi-, Kultur-, CH-Politiknachrichten und ca. 90% der übrigen Artikel posten. Denn grössere Probleme finden sich eigentlich fast immer. Es sei denn, man gehört zu den Betroffenen. Ein Pelztier, das im Käfig dahinsiecht und auf seine Hinrichung wartet, hat wohl kaum grössere Probleme als die Ignoranz und Gleichgültigkeit von Leuten wie Ihnen.

    • barbara sagt:

      Kein einziges Unrecht lässt sich durch anderes Unrecht rechtfertigen.

  • Florian Keller sagt:

    An Frau Aeschbach und alle anderen Pelzgegner in dieser Kommentarspalte:
    1. Danke, dass Sie sich gegen Pelz aussprechen.
    2. Zwischen Pelz und allen anderen „Tierprodukten“ besteht kein ethisch relevanter Unterschied. Auch für Cervelat, Eierteig und Raclettekäse werden Tiere eingesperrt, ausgebeutet, in jedem Aspekt ihres Lebens fremdbestimmt und umgebracht.
    3. Deswegen sollten die, die ihre Pelzkritik ernst meinen, vegan werden, wenn sie nicht unglaubwürdig sein wollen.

    • P.Wyss sagt:

      Punkt 2 ist absolut falsch. Es gibt doch einen „feinen“ Unterschied zwischen einer auf der Weide lebenden Kuh und einem in Gitterstäben gehaltenen Nerz. Oder zwischen Bolzenschuss und lebendig häuten.

      • Florian Keller sagt:

        Dass Tiere lebendig gehäutet werden, ist die Ausnahme. Ebenso kommt es vor, dass Schweine lebendig verbrüht werden oder dass Kühe bei vollem Bewusstsein miterleben müssen, wie ihnen die Kehle aufgeschnitten wird, weil das Gas oder der Bolzenschuss nicht richtig funktioniert haben. Von Hühnern, den mit Abstand zahlreichsten und am schlimmsten gequälten „Nutztieren“ (abgesehen von Fischen) ganz zu schweigen. Aber das ist völlig einerlei. Ein Tier aus einer Laune heraus umzubringen, sei es nun der Mode oder Kulinarik wegen, ist ungerecht und ethisch inakzeptabel.

  • Barbara Grohé sagt:

    Statt dämlicher Kommentare zu schreiben sollten die lieben Pelz-Liebhaber mal den vorletzten Kassensturz ansehen. Wen das kalt lässt, der ist menschlich verkümmert. Der GIpfel der Dekadenz ist und bleibt für mich dieses dämliche Gebommel an Anhänger und Mützen. Damit werte ich mich weder auf noch sieht es besonders schick aus. Wir sind umgeben von ignoranten Mitläufern die jeden doofen Trend mitrennen. Leider hält sich der Trend schon zu lange.

  • Reto Moser sagt:

    Danke, Frau Aeschbach. Es ist erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit die Massen wieder Pelz tragen. Entweder sind sie völlig uninformiert oder es ist ihnen schlicht egal, es sind ja nur Tiere… In der Epoche der krankhaft nazisstischen Egomanie leider nicht verwunderlich. Heute gilt nur noch: me, myself and I. Okee?

  • Motsi Mauler sagt:

    Ich schätze es, echten Pelz zu tragen. Ja, es gibt auch Pelze, welche unter guten Bedingungen produziert werden, sie fallen beim Tod eines erlösten Tieres ohnehin an. Sowieso passt zu Lederschuhen am besten ein schönes Pelzchen, welches man (und Frau) beim gang zum Metzger ausführen kann.

    • Svenja sagt:

      Bitte nennen Sie ein Beispiel dieser „guten Bedingungen“: Hersteller, Produktionsweise, Tierhaltung. Pelz fällt im Übrigen in den allermeisten Fällen nicht „ohnehin“ an (ist dies nicht sowieso ein Widerspruch zu den „guten Bedingungen“, wenn ein Tier „erlöst“ werden muss?), sondern die Tiere werden dafür gezüchtet.

    • Samira Maurer sagt:

      Bitte erläutern sie näher, wo es gut produzierte Pelze gibt.

  • Carolina sagt:

    Ich war schon immer vehementer Pelztragegegner. Allerdings habe ich einen Nerzmantel von meiner Grossmutter geerbt – wunderschön gefüttert, so schön warm, mit einem riesigen Schalkragen, in den man sich einkuscheln kann.
    Lange Zeit hing er im Schrank herum. Irgendwann dachte ich mir, dem Tier (den Tieren!), die für diesen Mantel getötet wurden, ist auch keine Ehre angetan, wenn ich ihn einfach vergammeln lasse. Jetzt trage ich ihn manchmal oder benutze ihn als Decke. (Ich weiss, man kann das mit Fug und Recht als faule Ausrede ansehen!).
    Und ich habe einen Schal aus Kaninchen-Fell, dem ich einfach nicht widerstehen konnte. Shame on me, ich weiss. Liegt leider auch nur herum, weil ich jedes Mal, wenn ich ihn tragen will, von meinen Kindern angemotzt werde und mich schäme.

  • Ri Kauf sagt:

    Ich fühle mich auch nicht wohl in Echtpelz. Nicht einmal in einem gut kopierten Kunstpelz. Ich habe mir ein Stirnand aus Kunstpelz gekauft. Der Pelz ist so echt nachgemacht , dass ich mich nicht getraue es zu tragen. Weiter hage ich mal gelesen, dass Echtpelz in der „Produktion“ biliger ist als Kunstpelz……Schlimm, nicht? Und ja die Unbekümmertheit, mit der diese Echtpelzkragen getraen werden finde ich auch echt schlimm. So in etwa: Ah ja, ist das Echtpelz?

  • Marco sagt:

    Es gibt Menschen die haben eine andere Meinung als die Autorin. Für diese ist es ok Pelz zu tragen, wie es ok ist Fleisch zu essen, Lederschuhe und Handtaschen zu verwenden. Diese Menschen sollten weder unterdrückt werden in dem man ihre Kommentare nicht veröffentlich und sie sollten auch nicht diskriminiert werden. Pelz ist ok, solange die Tiere nicht gequält werden. Pelztierhaltung eine wichtige Lebensgrundlage für viele Menschen in unterentwickelten Ländern. Und Pelz ist oftmals ein Überbleibsel aus anderen Nutzungen welches man besser verwertet also zu entsorgen.

    • Florian Keller sagt:

      Und was ist mit den Tieren, die unterdrückt, eingesperrt, ausgebeutet und umgebracht werden? Zählen die nicht?

      • Gerhard Engler sagt:

        @Keller: Meinen Sie damit nur pelztragende Tiere oder auch solche, die für Leder und Fleisch getötet werden?

      • Florian Keller sagt:

        @Engler: Ihr Einwand ist völlig berechtigt. Ich meine selbstverständlich alle Tiere, da ich vegan bin. Ein Kommentar von mir wartet noch auf Freischaltung, in dem ich erkläre, dass es zwischen Pelz und anderen „Tierprodukten“ keinen Unterschied gibt und dass vegan leben muss , wer mit seiner Kritik an Tierausbeutung glaubwürdig sein will.

    • Christoph Bögli sagt:

      @Marco: Das kann man meinetwegen so sehen, bloss, können Sie auch nur einen Produzenten oder ein Siegel nennen, das garantiert, dass Tiere in der Pelzproduktion nicht gequält wurden? Mir ist da nichts bekannt. Die gängige Pelzproduktion ist fast durchwegs eine Quälindustrie mit miserablen Bedingungen für nicht domestizierte Tierarten, für die es keinerlei sonstigen Verwertungszweck gibt. Das ist ja auch ein Problem an der Produktion, das viel zu selten beleuchtet wird: Da werden Marderhunde, Nerze, etc. mit riesen Mengen an fleischhaltiger Nahrung zu Fettklopsen gemästet, nur um ein Stückchen Pelz zu gewinnen. Das ist schlicht ökologischer Irrsinn.

    • barbara sagt:

      im kommentar von marco stimmt leider absolut gar nichts: es gibt keinen einzigen pelz, der nicht unter grauenvollen tierquälerischen bedingungen produziert worden ist. pelz ist nicht das nebenprodukt von fleisch, sondern kaninchen zB werden entweder gezüchtet als fleisch- oder als pelzlieferanten, beide unter absolut grauenvollen bedingungen. und an der pelztierhaltung in „unterentwickelten“ ländern (was für eine arroganz!) verdienen grosskonzerne, nicht einzelpersonen.

  • Jana sagt:

    Pelz ist vollkommen OK wenn die Tiere nicht gequält werden. Warm, natürlich und schön. Viel angenehmer zu tragen als Plastik. Wer Pelz trägt ist selbstbewusst, denn er lässt sich nicht von Vorurteilen beeinflussen sondern geht seinen eigenen Weg.
    Wer Fleisch isst und Schuhe oder Handtaschen aus Leder hat kann ohne Probleme Pelz tragen. Tierhaut mit oder ohne Haare ist nicht elevant.

    • P.Wyss sagt:

      Welch billige Ausrede.
      Pelz tragen ist nicht mit Fleischkonsum zu vergleichen. Pelze werden zu 95% unter Bedingungen produziert, bei denen die Betreiber hierzulande in den Knast wandern würden. Es ist nicht ok Tiere unter erbärmlichen Umständen zu halten, verletzende Fallen zu stellen oder die Kreaturen lebendig zu häuten.
      Mit Selbstbewusstein hat Pelztragen rein gar nichts zu tun, sondern mit fehlender Empathie, Ignoranz und Dingen, die ich hier nicht schreiben darf…

      • Florian Keller sagt:

        „Pelz tragen ist nicht mit Fleischkonsum zu vergleichen.“
        Doch, selbstverständlich. Beides zeugt von einer völligen Geringschätzung gegenüber den Tieren, die dafür umgebracht werden, sei es nun ihrer Haut oder anderer Körperteile wegen. Wer z.B. „Poulet“ konsumiert, hat offensichtlich genauso wenig Empathie mit dem getöteten Huhn wie ein Pelzträger mit dem Nerz, den er um den Hals trägt. Das Essen von Tieren und deren Sekreten ist hierzulande ebensowenig lebensnotwendig wie das Tragen ihrer Häute.

    • Maria sagt:

      Was für ein himmelschreiender Blödsinn! Woher wollen Sie denn wissen, ob das Tier gequält wurde? Nahezu jeder Pelz stammt von einem gequälten Tier, auch wenn Sie das verdrängen oder merkwürdige Ausreden vorbringen. Je mal einen Bericht über eine Pelztierfarm gesehen? Wenn Ihnen da nicht die Augen aufgehen, ist Ihnen leider nicht zu helfen.

  • Anni sagt:

    Hat denn jemand eine Idee, was frau mit einem solchen Erbstück anfangen soll? Ich habe exakt das gleiche Problem. Und die Nerze einfach im Schrank aufhängen (aus den Augen aus dem Sinn) und das Problem irgendwann einmal auf meine Kinder abwälzen – sollen sie dann halt schauen – kann es ja auch nicht sein. Also ein herzliches Dankeschön jetzt schon für ernstgemeinte Tipps!

    • Jutta sagt:

      Es gab mal eine Aktion vom Schweizer Tierschutz, evtl gibt es sie noch, fragen Sie doch mal dort nach. Man konnte Pelze für notleidende Hirten in der Mongolei spenden. Die wurden zerschnitten, um sie für den Wiederverkauf unbrauchbar zu machen, und dann dort verarbeitet. In dem Klima macht das wenigsens Sinn. So hat das tote Tier und das Leiden wenigstens einen kleinen Nutzen…….

  • marak sagt:

    Frage: Es gibt doch auch zertifizierten Pelz (punkto Haltung). Und wenn man ohne Probleme ein Bio-Steak eines bis zum Moment der Schlachtung ein glückliches Rindes vertilgt, könnte man ja auch solchen Pelz tragen.

    • Florian Keller sagt:

      „Und wenn man ohne Probleme ein Bio-Steak eines bis zum Moment der Schlachtung ein glückliches Rindes vertilgt, […]“
      Dann sollte man seine Ansichten grundlegend überdenken. Tiere aus kulinarischen Gründen einzusperren und umzubringen ist unethisch und ungerecht, ganz egal, unter welchen Umständen das geschieht.

      • marak sagt:

        Meine Frage wurde leider nicht beantwortet, was an meiner saloppen Formulierung liegen mag. Was man davon hält hat nichts mit meiner Frage zu tun. Aber was ist der Unterschied zwischen tierischen Produkten essen und tragen? Ist es ein Unterschied Fleisch von „angemessen“ gehaltenen Tieren zu essen zu Pelz von „angemessen“ gehaltenen Tieren zu tragen? Ich glaube kaum, dass alle Pelztraggegner dieselbe Konsequenz an den Tag legen, wenn es um Fleischhkonsum (oder Lederschuhe?) geht.

      • Florian Keller sagt:

        @Marak: Das ist genau das Problem. Unveganen Pelzgegnern mangelt es an Glaubwürdigkeit. Die Anzahl Stierkampf-, Pelz-, Jagd-, Tierversuchs- und Foie-Gras-Gegner steht in krassem Missverhältnis zur Anzahl jener Menschen, die es ernst meinen, die jegliche Tierausbeutung konsequent boykottieren und entsprechend vegan leben.

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