7 Pflegetipps für Lockenköpfe

Locken brauchen wenig, aber die passende Pflege, um zu entzücken. Foto: Jonas Svidras (Pexels)

Nur 15 Prozent der Europäer haben Locken – und sind damit privilegiert: Denn wer normal grosse Locken hat (und nicht die pflegeaufwendige Krause), muss sie kaum pflegen und stylen, weil sie von Natur aus Volumen haben und kaum fetten. Es reicht, sie alle fünf oder sechs Tage zu waschen. Sieben weitere Tipps:

1. Sommer und Winter

Locken haben zwei Hauptpflegesaisons – den Sommer und den Winter. Im Sommer sollte man UV-Schutz verwenden, weil sie sonst schnell austrocknen. Im Winter auf Feuchtigkeitspflege setzen (z.B. Masken). Von ihrer schönsten Seite zeigen sich Locken am Meer oder in einem feuchten Klima, etwa in Südostasien oder in der Masoala-Halle im Zürcher Zoo. Wer nicht verreisen kann: ein Bad mit Salz aus dem Toten Meer nehmen und die Haare darin spülen – dann bekommen sie diesen angenehm festen Salz-Look, der das Stylen fast überflüssig macht.

2. Conditioner

Auf alle Fälle immer Shampoo und Conditioner verwenden. Wenn die Zeit knapp ist, nur etwas Wasser und/oder Conditioner verwenden. Shampoo alleine macht Locken trocken und brüchig.

3. Keine Hitze

Je kälter die Haare gewaschen werden, desto schöner kommen sie zur Geltung. Locken hassen Hitze, deshalb sollte man sie nur anfönen oder, noch besser, lufttrocknen lassen. Kommt man, etwa im Winter, nicht ums Fönen herum, unbedingt einen Diffusor verwenden – ausser man will die Haare flach wie eine Flunder.

4. Kein Sulfat, kein Silikon

Sulfat- und silikonfreie Shampoos eignen sich besonders gut, weil sie Locken nicht unnötig beschweren.

5. Nicht rubbeln

Die gewellte Pracht mag es nicht, wenn man sie zu stark trocken rubbelt. Nach dem Waschen mit einem Mikrofasertuch oder einem T-Shirt einfach leicht ausdrücken.

6. Wenig Produkte

Locken mit möglichst wenig Produkten behandeln. Für die Pflege der Spitzen reicht etwas Öl oder ein leichter Schaum. Das ungünstigste Produkt ist Gel; es verklebt die Haare. (Es sei denn, man plant Dreadlocks.) Empfehlenswerte Lockenlinien gibt es von Redken, Aveda, Bumble & Bumble oder Kevin Murphy.

7. Nur Lockenversteher ranlassen

Es lohnt sich, einen Coiffeur oder eine Coiffeuse zu suchen, der oder die Locken versteht beziehungsweise, noch besser, selber Locken hat. Eine bewährte Technik ist es, Locken im trockenen Zustand zu schneiden, weil so ihre Form erhalten bleibt, und sie erst im Nachhinein zu waschen und mit Feuchtigkeit zu versorgen. Mein Tipp: Den wahrscheinlich besten Coiffeur für Locken gibt es in New York: Im Devachan Hairsalon (425 Broome Street, Soho) werden nur Leute mit welligem Haar, Locken und Afros bedient. Zuerst wird trocken geschnitten, dann werden die Haare eingeweicht, die Kopfhaut wird massiert. Es folgt eine Beratung, ein Styling, und Haare werden angetrocknet. Ein grosses Sortiment spezieller Devacurl-Produkte sorgt dafür, dass man mindestens 150 Dollar liegen lässt.

Claudia Schmid verfügt (laut unserer Einschätzung) über eine der schönsten Lockenköpfe in Zürich. Eine Meinung, die sie sichtlich verlegen macht. Foto: Urs Jaudas