Pasta macht nicht dick!

Sündhaft lecker: Teigwaren sind bei vielen Ernährungslehren wegen ihrer Wirkung auf Körper und Gewicht umstritten. (Foto: iStock)

Wir leben im Schlaraffenland. Noch nie zuvor gab es in der Geschichte der Menschheit ein derart umfang- und abwechslungsreiches, sicheres und qualitativ hochwertigeres Angebot an köstlichen Lebensmitteln – und das zu moderaten Preisen, für jedermann erschwinglich, bei nahezu permanenter Kaufbarkeit. Mangelernährung in der Schweiz war einmal. Stattdessen können wir alle essen, was, wann und wie viel wir möchten – ein lukullischer Traum ist wahr geworden.

Ein von paranoiden Ernährungshypochondern übervölkertes Internet hört allerdings nicht auf, dem «Status Schlaraffia» Widerstand zu leisten. Jetzt, in Zeiten des kulinarischen Kairos, offenbaren sich Phänomene, die sich nur eine übersättigte Wohlstandsgesellschaft «leisten» kann. Die Pathologisierung unserer Grundnahrungsmittel wuchert durchs Web wie eine virtuelle Riesenkrake: Wurst macht Krebs, Weissbrot fördert Diabetes und generell stehen alle Kohlenhydrate, übrigens seit Jahrhunderten unser Energielieferant Nummer eins, als «ungesunde Dickmacher» am Pranger.

Diktat kontra Kohlenhydrat

Wie sich das für eine ordentliche (kulinarische) Hexenjagd gehört, so gilt auch hier: Kohlenhydrate werden willkürlich zu «Schuldigen» (v)erklärt, ohne dass dem auch nur ein einziger wissenschaftlicher Beweis zugrunde liegt. Anstelle harter Evidenz blubbern wachsweiche Filterblasen, gespeist mit postfaktischer Pseudopropaganda, durch das Worldwideweb und verseuchen die Hirne gutgläubiger Gesundheitsvergötterer. Für alle mündigen Essbürger mit eigener Meinung hingegen wird das faktisch fundierte Argumentieren immer schwerer. Bis jetzt.

Wussten Sie, dass weder wissenschaftliche Beweise vorliegen, dass Kohlenhydrate Krankheiten fördern oder gar verursachen, noch dass sie als Dickmacher gebrandmarkt werden können? Nachdem das Schweizer Lieblingsgetränk Kaffee sein ungesundes Image inzwischen erfolgreich abgelegt hat, folgt nun die (längst überfällige) wissenschaftliche Rehabilitation der Kohlenhydrate, unseres unumstrittenen Energielieferanten Nummer eins.

Auf Basis der kritischen Analyse einer Vielzahl aktueller Studien – fundierte Argumente, warum niemand Angst vor Brot, Kartoffeln und Pasta haben muss. Denn obgleich Low Carb gerne als heiliger Gral gesunder Ernährung bezeichnet wird, muss man objektiv klar konstatieren: Hier verrichten findige und windige «Powerseller» ihr Werk mit dem Ziel, den Menschen Besser-Esser-Stile und Spezialprodukte zu verkaufen, die völlig überteuert und dabei absolut wirkungslos sind (wussten Sie, dass Low-Carb-Teigwaren 17-mal so viel wie Weizen-Spaghetti kosten?).

Das «banale» Geheimnis

Uwe Knop: Gute Carbs – Warum Sie sich nicht vor Brot und Nudeln fürchten müssen, riva-Verlag.

Nur weil in den Medien von zahlreichen Prominenten, wie beispielsweise den «Royal Sisters» Pippa und Kate Middleton, berichtet wird, die mit Low Carb «ganz toll viel abgenommen haben», sollte niemand auf das Märchen hereinfallen, dass Kohlenhydrate dick machen. Low-Carb-Diäten sind langfristig genauso unwirksam wie alle anderen Abspeckmethoden, da sie unisono auf demselben Prinzip basieren, das nach der Diät zu 100 Prozent zum Jo-jo-Effekt führt: Weniger Kalorien aufnehmen als verbrauchen und den Körper in einen Energiemangelzustand bringen – das ist das einzige, ganz banale «Geheimnis» hinter «Schlank mit Low Carb».

Fakt ist: Kohlenhydrate sind unser Hauptenergielieferant, unser Hirn «liebt» Glukose als Einzelnahrung wie ein Koala seine Eukalyptusblätter. Lassen Sie sich also vom derzeitigen Pasta-Bashing-Hype nicht ihr köstliches Essen vermiesen – denn Pasta, Brot und Kartoffeln machen weder dick noch krank.

104 Kommentare zu «Pasta macht nicht dick!»

  • gabi sagt:

    ES KANN GAR NICHT GENUG ÜBER DIE RICHTIGE ERNÄHRUNG GESCHRIEBEN WERDEN.

    APROPOS: ICH SCHREIBE PRINZIPIELL IN GROSSBUCHSTABEN.

    DAS BENÖTIGT MEHR ENERGIE, BAUT DAHER MEHR GESPEICHERTE KALORIEN (ZWISCHENFINGERFETT) AB UND STEHT ZUDEM IM RUF, FREIE RADIKALE ZU BINDEN.

    ICH HABE IN ZWEI MINUTEN BEREITS 3,7 KALORIEN ZUSÄTZLICH VERBRAUCHT UND VERSPÜRE EINE DEUTLICHE STEIGERUNG MEINER HIRNAKTIVITÄT!

  • Pascal sagt:

    Zum Thema keine Studie vorhanden:
    http://www.deutschlandfunk.de/ernaehrungsstudie-kohlenhydrate-koennen-toedlich-sein.709.de.html?dram:article_id=395140

    Kohlenhydrate sind schlussendlich Zucker.
    Zuviel Zucker im Körper, welches nicht abgebaut warden kann, führt einfach zu Fettleibigkeit und Insulin Resistzenz

    • Fritz Meyerhans sagt:

      Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Die Aussage darin ist genau die gleiche: Wer mehr Energie aufnimmt als verbraucht, nimmt zu. Was er dabei isst, ist sekundär, kann aber dabei helfen, schneller satt zu werden ohne überschüssige Energie aufzunehmen.

  • dani sagt:

    Pasta macht zwar nicht dick, doch in zu grossen Mengen verzehrt drohen dafür Kopfschmerzen.

    • michael sagt:

      Wer Pasta in zu hohen Dosen verzehrt, wird arm. Weil: 1000 Packungen pro Tag kosten ca. CHF 2’000 pro Tag. Das ist die gleich sinnfremde Aussage.

  • Franz Gödl sagt:

    Bin völlig einverstanden damit, dass eine Verteufelung von Nahrungsmitteln nicht zum Ziel führt. Aber es gibt Unterschiede bei Pasta. Betehen sie aus Mehl von modernem, stark auf Ertrag gezüchteten Weizen oder aus Ur-Getreide, welches nachgewiesen bis zu 10 Mal mehr Inhaltsstoffe hat? Bei letzteren benötigt man auch nicht mehr so grosse Mengen um satt zu werden, da der intelligente Körper den Hunger abstellt, sobald er seine benötigte Menge an Mineralstoffen, etc. aufgenommen hat. Uebergwichte essen meist nicht zuviel sondern zu wenig – nämlich von den Mineralstoffen. Wenn diese sich in Bergen Kohlenhydrat verstecken, dann ist es klar, dass sie übermässig essen.

  • Ronnie König sagt:

    Teigwaren nach dem Kochen einfach erkalten lassen und dann wieder wärmen, nicht unbedingt klimafreundlich, aber der Körper verdaut es anders und damit ist man schon mal im Vorteil und nicht dick. Die Menge machts eh. Ich pfeife auf viele Theorien die oben gelesen habe bei den Kommentaren, habe nie die Light-Welle mitgemacht. Mein kleines Übergewicht kommt vom Bier, bei etwas mehr futtern wegen dem Bier (das ja auch Kalorien hat und ich trink mehr wie ein Glas). Bewegen tun wir uns oft zu wenig und nicht optimal, das Studio bietet hierfür nur unzureichend Kompensation. Viele Inder futtern Unmengen an Kohlenhydraten und sind bei Bewegung nicht dick, aber oft sehr gesund. Auch jene die Fleisch mampfen und so. Vielleicht sollten wir mehr von grundauf kochen, auch das hat Einfluss.

    • Albrecht Friedrich sagt:

      Servus Herr König,
      Wegen Ihrer Annahme dass Bier für Gewichtszuwachs sorgt empfehle ich Ihnen die Energieangaben auf Bierflaschen durchzulesen.
      Nehmen Sie z.B. Tucher helles Weizen alkoholfrei mit nur 20kcal/100ml
      oder Krombacher Weizen alkoholfrei 0,0% mit etwas mehr 32kcal/100ml.
      Auch das Schöfferhofer Weizen alkoholfrei hat nur 18kcal/100ml
      und das Franziskaner Weissbier alkoholfrei mit nur 21kcal/100ml ist auch eine gute Wahl.
      Da kommen Sie auf maximal 320kcal/l und minimal 180kcal./l und davon wird sicherlich keiner fett.
      Anfang September machte ich für 6 Tage z.B. „Bierfasten“ mit lediglich 3 Flaschen alkoholfreiem Bier am Tag. Das bekam mir gut. Und meine Hosengröße sank von (W)36 auf (W)34.
      Mit Gruß
      A.F.

  • Richard Schweizer sagt:

    Unser Körper ist gemacht für 15 km Nahrungssuche durch die Steppe, die manchmal belohnt wird durch das Finden von Pilzen, Beeren, essbaren Pflanzen, wenns ganz gut kommt von Fleisch. Kohlehydrat-Konsum in grossem Mass ist eine Erfindung der letzten ca 10’000 Jahre, seit der Mensch sesshaft wurde und angebaut hat. Unser Körper ist dafür nicht eingerichtet. As simple as that. Was uns gesund erhält, lässt sich davon ableiten. Bewegung, Gemüse und Salat essen, Fleisch in Massen und ein klitzekleines Bisschen KH.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Vielleicht entspricht Ihr Körper noch dem der Menschen von vor 10’000 Jahren. Beim Rest der Menschheit hat sich jedoch seither ebenfalls eine Entwicklung ergeben. Wenn’s allzu simple ist, ist’s halt manchmal auch ziemlich falsch.

      • Ronnie König sagt:

        Das ist so, denn unsere Vorfahren assen viele Kohlenhydrate, mässig bis wenig Fett und Eiweiss hatten sie auch nicht im Überfluss, aber nur wenige waren dick. Manchmal hatten sie aber auch nix zu futtern. Gab es viel, dann wurden sie aber eher selten dick. Bewegung war fast immer. Die Nudeln machten die ja selber, eine ziemliche Arbeit. Trotz manchmal einseitiger Ernährung waren viele gesünder als man glaubt. Man schaue mal welche Gräber aus welchen Zeiten man untersuchte und welche nicht, ob da Pest, Krieg, Klimawandel war.

    • Peter Aletsch sagt:

      „Gemüse und Salat essen“ Vielleicht hatte es ein Salatbuffet von Migros, Manor, Hiltl oder Tibits mitten in der Steppe? Das allgemeine Salat-Essen ist eine moderne Entwicklung, wobei bleibt, was Udo Pollmer sagte: ‚Der Nährstoffgehalt von grünem Blattsalat entspricht einer Mischung von Holzspänen mit Wasser‘.

    • Franz Gödl sagt:

      Salat und Gemüse wie wir es kennen war mit Sicherheit nicht auf dem Tisch der Urmenschen. Beides sind hoch gezüchtete Pflanzen, die ohne Jäten oder Pestizide nicht gedeihen und zudem noch sehr viel Dünger benötigen.

      • Fritz Meyerhans sagt:

        Unsere Vorfahren waren nicht dick, weil sie nach heutigen Arbeitspensen 150% gearbeitet haben und aus Geldmangel knapp ernährt waren. Jede Verklärung dieses Zustandes ist kompleter nonsense. Die Lebenserwartung war um das Mehrfache kürzer, diverse Mangelerscheinungen gang und gäbe. Es ging uns ernährungstechnisch nie besser als heute! Allerdings ist es bitter nötig, dass ein Grundwissen über die Ernährung und physische Aktivitäten Schulstoff wird. Nur so lassen sich solche Auswüchse, wie böse Kohlenhydrate und Fettleibigkeit wegen Bewegungsmangel verhindern.

  • Hans Hasler sagt:

    Da will einer ein Buch verkaufen. Das macht man wohl besser mit der Behauptung, dass alle anderen sowieso nicht draus kommen und Unsinn erzählen.
    Ich habe 15 Jahre Jo-Jo Diäten gemacht. Und dann vor 10 Jahren mit 125kg auf Low-Carb (+Sport) umgestellt. In 2 Jahre dann runter auf 90 kg und seitdem stabil. Das mag für andere Personen anders aussehen. Aber die kompette Wirkungslosigkeit von Low-Carb kann mir keiner Weismachen.
    Tatsache ist: Wer mehr isst als er verbrennt nimmt zu. Daher muss man Kalorien reduzieren um nicht zu weiter zunehmen. Da kann man aussuchen wo man die Kalorien einspart. Beim Stück Brot zum Salat oder beim Rib-Eye Steak. Das Brot weglassen ist schlicht und einfach befriedigender. Da hat man immer noch ein volle Malzeit genossen.

    • Hans Hasler sagt:

      Wie jeder Trend gibt es aber natürlich auch Leute, die es gleich völlig übertreiben müssen. Darunter würde ich auch Low-Carb Pasta zählen – das ist doch schon eher absurd (ausser es schmeckt – kann ich mir jetzt aber nicht wirklich vorstellen). Wieso nicht einfach nur die Hälfte der Teigwaren auf den Teller geben?
      Ich bin bei zu stark verarbeiteten Lebensmittel sowieso skeptisch. Kann künstliches Süssmittel, fettreies Öl, pastafreie Pasta etc wirklich gesund sein?

  • Stibe sagt:

    Ich esse seit langem salz-, fett- und zuckerarm. Dann esse ich langsam und ich esse auch viel Chili, das beim Verdauen hilft. Damit habe ich 10 Kg abgenommen. Meine einfachen Rezepte habe ich auf meinem Amateurblog veröffentlicht: http://www.lustvollkochen.wordpress.com oder http://www.facebook.com/mwzlk

    • Doria Gray sagt:

      Wenn ich salz- und fettarm kochen würde, nähme ich auch rasch ab – weil mir das Essen nicht mehr schmecken würde. Auch eine Methode, wenn auch eine freudlose.

  • Yves m. sagt:

    Das Essen verkommt immer mehr zu einer Ersatzreligion. Ist in gewissen Kreisen schon fast ein krankhafter Wahn.

    Jeder soll für sich rausfinden, welcher Ernährungsstill und -weise für sein Leben passt. Wenn jeder ein wenig Körpergefühl hat und darauf hört und sich Zeit für das Essen und die Zubereitung nimmt, ist die Ernährung kein Problem. Essen ist ein Genuss und sollte ohne Stress und nur mit den besten Zutatten zelebriert werden. Kombiniert man dies mit einen gesunden Mass an Bewegung, steht einem zufriedenen Leben doch nichts im Weg.

  • Roland K. Moser sagt:

    Wer bisher viel zu viel gegessen hat und dann aufs vernünftige Mass reduziert, macht auch eine Low-Carb-Diät. Und wird Gewicht verlieren.

    Dann weise ich noch gerne darauf hin, dass die Droge Alkohol ziemlich viele Stoffwechsel-Vorgänge für mehrere Tage durcheinanderbringt. Das Problem beim Alkohol ist nicht sein Energie-Gehalt, sondern dass er eben den Stoffwechsel für mehrere Tage negativ verändert.

    • Pirmin Meier sagt:

      Ich habe mit sieben Gläsern hochwertigem stark tanninhaltigem Rotwein die Woche und regelmässigem Konsum von körnigem Bergbrot bzw. Patapan nichtsdestotrotz im letzten Halbjahr mehr als 20 Kilogramm abgenommen, lebe dauerhaft gesünder als vorher, und zwar weder vegetarisch noch vegan, so dass ich sektiererische Verteufelung generationenlanger Grundnahrungsmittel mit Nachdruck zurückweisen kann. Der Artikel bewegt sich in die richtige Richtung, Gratuliere! In dem Sinn kann ich mich mit dem oberen Abschnitt der Aussage von Roland K. Moser durchaus identifizieren. Aus ökologischen und hygienischen Gründen, nicht zuletzt Tierschutz gegenüber besonders sensiblen Lebewesen, möchte ich indes vor übermässiger Fischesserei warnen.

      • Roland K. Moser sagt:

        Wie gross ist der Alkohol-Gehalt ihres Weins?

      • Hanspeter sagt:

        Aha, die besonderssensiblen Fische soll man schonen, eine Kalbsbratwurst ist aber voll ok? Ich greife mir an den Kopf ob solch absurden Bevorzugungen.

      • Meier Pirmin sagt:

        @Hanspeter. Ass dieses Jahr nie Kalbsbratwurst, in der ohnehin Kalbfleisch oft nicht dominiert, dafür plädiere ich generell dafür, nur jeden 2. Tag Fleisch zu essen, und sprach mich auch als erklärter Tierschützer dennoch gegen Schweinefriedhöfe aus. Würden wir generell nur jeden 2. Tag Fleisch essen und nicht jeden Tag was Alkoholisches trinken, wäre mehr Mass meines Erachtens erreicht, bei Zurückhaltung bei der Menge. Meine Aussage betr. Fische betraf die Substituierung des Fleischkonsums durch Fischkonsum, was ich oft bei Gesundheitsaposteln gefunden habe. Einmal pro Woche Fisch wäre mehr als genug, es sei denn, man habe den Fisch selber gefangen. Sehr empfehle ich wegen des Eisengehalts Schweinsleber, welche aber nachweisbar im Vergleich zu Halsplätzli eher zu wenig konsumiert wird.

      • Roland K. moser sagt:

        Ohne Wein hätten Sie schneller und gesünder abgenommen.

  • Maria Sah sagt:

    Sie sagen, es gebe keine Beweise? Das stimmt einfach nicht, denn es gibt sehr wohl welche! die neue PURE Studie wäre da zu nennen und vor einigen Jahren wurde in Israel eine Studie durchgeführt, bei der 3 verschiedene Diäten verglichen wurden. Dabei schnitt LowCarb am besten ab in jeder Hinsicht. Wichtig zu erwähnen: bei dieser Studie wurde die Ernährung effektiv kontrolliert in dem man für die Teilnehmer die Mahlzeiten bereitstellte.
    Ich selber habe mit LowCarb (< 30g KH/Tag) etwa 20 kg Gewicht verloren und eine nie dagewesene Energie und Gesundheit gewonnen.

    • Roman Rebitz sagt:

      Schlussendlich ist vieles schlicht Einbildung bzw. Placebo Effekt, entschliesst man sich für einen solchen „anstrengenden“ Schritt will man schliesslich belohnt werden und fühlt sich automatisch besser, schlussendlich ernährt man sich einfach bewusster aber das könnte man auch ohne irgendwelche Diäten aber das wäre halt zu einfach, es muss immer das Extreme sein. Klar haben die einen z.B. weniger Allergien, sie lassen auch 50% weg. Viele Leute würden sich auch besser fühlen ohne die vielen Abgase, Feinstaub, usw… aber komischerweise verzichten die wenigsten darauf obwohl es für die Gesundheit vielleicht noch viel besser wäre als irgendwelche Ernährungsumstellungen aber damit kann man halt niemanden beeindrucken usw…. wäre aber wohl mal ein wirklich gesunder Trend.

  • Peter Aletsch sagt:

    Merkwürdig, dass viele der neuen Ernährunglehren ökologische Aspekte komplett ausblenden. Man meint, man könne ungehemmt alle möglichen Nahrumgsmittelressourcen konsumieren. ‚Esst mehr Fisch!‘ Gesund und gut, aber woher kommt der Fisch? Ist das nicht auch ein Tier? Deshalb scheint mir das Propagieren ‚weg von Kohlehydraten‘ unmoralisch zu sein, denn diese sind 10-fach effektiverer schonenderer Energielieferant als vor allem eiweiss-basierende Nahrungsmittel.

    • Reto sagt:

      Fisch ist übrigens auch nicht immer gesund. Gerade Fettfisch (Lachs, Hering) speichert Schwermetalle (Quecksilber und Co.) und können bei Überkonsum schwerwiegende Probleme auslösen. In Schweden werden Keinkindern und Schwangeren nahegelegt, keine solchen Fettfische aus freiem Fang aus der Ostsee essen.

  • Lionel Scheffer sagt:

    Als ich aufgehört habe zu rauchen, habe ich 10kg zugenommen. Das hat mir mein Arzt übrigens nicht gesagt ,Vorher. Heute esse ich bis ich ein Sättigungsgefühl spüre. Dan lege ich den Löffel ab. Statt 109 habe ich unterdessen 93 kg.

  • Andrea sagt:

    Man kann alles essen, aber nicht in solchen Mengen, als ob man 4 Tage nichts gegessen hat. Die Menge machts. Was uns in der Bürostuhl-Hocker-Generation wirklich fehlt, ist die Bewegung. Der Körper ist gemacht für mehr Bewegung, nicht für rumsitzen. Weshalb Menschen dick sind und andere nicht bzw. zu dünn, ist hochgradig komplex. Die Lösung davon liegt nicht bei irgendwelchen Diät-Wahrheiten.

    • Mirko sagt:

      Guter Kommentar! Die meisten die Gewichtsprobleme haben sind einfach zu bequem und verbringen lieber ihre Zeit mit Internet und Handy wo sie im Unterbewusstsein denken sie haben doch irgendwie etwas gutes getan.

    • Peter Aletsch sagt:

      Vielleicht ist es ganz einfach. Vor 2 Wochen erschien doch eine schlüssige Studie mit hälftiger Beteiligung der Uni Basel: nachweisbar unterschiedliche Sättigungs-Rezeption.

      • Roland K. Moser sagt:

        Was ist Sättigungs-Rezeption?

      • Peter Aletsch sagt:

        ’29. August 2017 / Übergewichtige haben zu wenig Zellen mit Sättigungshormonen / Menschen mit starkem Übergewicht besitzen ein vermindertes Sättigungsgefühl – bei ihnen werden viel weniger Sättigungshormone freigesetzt als bei Normalgewichtigen. Grund: Die dafür verantwortlichen Zellen im Magen-Darm-Trakt von Übergewichtigen sind massiv reduziert, wie Basler Mediziner in «Scientific Reports» berichten. Diese Störung kann durch eine gewichtsreduzierende Operation behoben werden.‘ Es war doch immer klar, dass etwas anders läuft. Nur durch fast übermenschliche Anstrengung beim Diäthalten konnte das Gewicht vorübergehend gedrückt werden.

      • Roland K. Moser sagt:

        Das sind aber die Ausnahmen.
        Wer normal essen „kann“ und dies auch tut, hat kein Übergewicht. Teigwaren hin oder her.

    • Roland K. Moser sagt:

      Das sehe ich auch so!!!

  • Dieter Studer-Joho sagt:

    @Adrian Engler: Ich möchte Ihnen widersprechen. „Hunger“ (im Sinne von leichtem/mittlerem Hungergefühl, nicht im Sinne von lebensbedrohlicher Starvation in einer Notsituation) ist ein komplexes psychologisches und physiologisches Produkt, das wahrscheinlich hochgradig individuell funktioniert. Wenn ich weniger als 50g KH am Tag esse (wie ich das seit ungefähr einem Jahr ungefähr an 2 von 3 Tagen praktiziere), verspüre ich keinen „Hunger“; ich schliesse daraus, dass bei mir das Hungergefühl von KH aus der Balance geworfen wird. Ich esse jetzt immer bis zur Sättigung und habe innert Jahresfrist stressfrei 19kg abgenommen. Ich schliesse daraus, dass Gewichtsreduktion zumindest bei mir keinen Hunger voraussetzt, wie Sie postulieren.

  • Dieter Studer-Joho sagt:

    Ich habe seit letztem Sommer meine Kohlenhydrate an rund 2/3 der Tage auf unter 50g am Tag reduziert (es gibt immer mal wieder Tage, wo das aus praktischen Gründen nicht möglich ist, z. B. wenn man eingeladen ist und Spaghetti serviert werden) und ansonsten immer bis zur Sättigung gegessen ohne eine einzige Kalorie zu zählen. Ich habe innert jahresfrist völlig stressfrei 19kg abgenommen (ohne nennenswerten Sport). Sehr gut möglich, dass sich das nicht ohne Weiteres auf andere übergewichtige Personen übertragen lässt, aber für mich ist „very low carb“ eine Riesenerleichterung und hat mich nach vielen frustrierten Jahren wieder unter BMI 25 gebracht.

    • Junior sagt:

      kann ich bestätigen. vor zwei jahren in 5 monaten von 99.8KG auf 68 KG und nur mit Low Carb und Radfahren. Mittlerweile bin ich 65 KG. Bei mir hats also auch wunderbar geklappt

    • Hans Hasler sagt:

      Geht mir genau gleich (wobei ich keine Pasta wäge. Keine Ahnung ob ich mehr oder weniger als 50 g esse).
      Auf ein wenig Brot verzichten oder nur sehr wenig Reis auf den Teller geben bewirkt bei mir nicht das Gefühl wenig(er) gegessen zu haben. Bei jeder anderen Form von Kalorien-Reduktion fehlt mir etwas (und ich habe Heissungerattacken).

  • marsel sagt:

    Aber der, der hier all die sektiererischen Ernährungspropheten anklagt, ist selber auch nur einer, der sein Buch verkaufen will…

    • Hans Hasler sagt:

      Ja und zwar einer der sagt, dass ALLE Abspeckmethoden nur zu Jo-Jo Effekt führt (aber das Buch soll man dann wohl doch kaufen weil genau SEINE Tips dann helfen). Etwas arg billig!
      (auch vom Tagi übrigens. Da fehlt ein Hinweis auf „paid content“).

  • Maike sagt:

    Das ist jetzt wohl an die tausendste Sau die da ernährungstechnisch durch’s Dorf getrieben wird. Mal ist Fett gut, mal schlecht. Dann werden Kohlehydrate verdammt, dann ist es Zucker, dann Gluten usw. Verbunden damit hunderte Diätvorschläge.
    Was am besten wirkt ist Bewegung und auf das Körpergefühl hören. Dann kann man wirklich alles essen und wenn der Körper satt signalisiert, dann auch aufhören. Mit der Zeit lernt man dann, welche Portionsgrössen richtig sind.

  • Doris sagt:

    Ich, Ü-60, habe immer noch das gleiche Gewicht wie mit 30. Rezept: Alles, wirklich alles essen, einfach mit Mass, 1-2 dl Wein pro Tag oder weniger, 3 x täglich bewusst essen, sich dafür etwas Zeit nehmen, sich hinsetzen, dabei nicht lesen oder TV, langsam geniessen, auch wenn es nur Rührei oder Birchermüesli ist. Und vorallem: Möglichst viel Bewegung, 3 Tramstationen laufen, zum Bahnhof laufen, leichtes Joggen in der Freizeit oder zügiges Gehen im Alltag. Auch im Bürohaus den Lift meiden. Nachts nicht zum Kühlschrank gehen. Und mal tanzen in der Wohnung, auch für mich alleine.

  • Sacha Maier sagt:

    Die Behauptungen von Herrn Knop können in unserer modernen Umwelt lebensgefährlich sein. Heute, wo extrem viele Renditerenovationen in Mietshäusern vorgenommen werden und die Mieter grosse Mengen an den Feinstäuben von Flammschutzplatten (bromierte Biphenyle) einatmen müssen, ist die Flash-, bzw. Instantan-Diabetes Typ 2 (kommt innert 2-3 Tagen) an der Tagesordnung. Die Baufirmen setzen auch die teuersten Anwälte ein, um die Haftung wegzubekommen. Viele merken es gar nicht, da sie die Symptome falsch einschätzten. Kohlenhydrate werden im Körper zu Zucker zerlegt, was eine ständige Überzuckerung des Blutes und schwere Folgeschäden zeigt. Heute, wo bromierte Feuerschutzchemie in jedem (!) Haus verbaut ist, sollte man vor (!) dem Pasta-Genuss regelmäsig den Blutzucker kontrollieren (lassen).

    • clbr sagt:

      Das können Sie nicht ernst meinen, Herr Meier. Normalerweise sind Ihre Kommentare luzid, aber das? Haben Sie einen Vertrieb für Insulinmessstreifen eröffnet, treiben Sie da mit Entsetzen Scherz oder hat ein Troll Ihren Namen gekapert? Selten einen solchen Unsinn gelesen!

    • Fritz Meyerhans sagt:

      1. Instantan-Diabetes existiert nicht.
      2. Brandschutzplatten enthalten Zement und Gips.
      Damit bleibt nicht viel von ihrem Fiebertraum übrig.

  • Adrian Engler sagt:

    Low-Carb-Diäten sind langfristig genauso unwirksam wie alle anderen Abspeckmethoden, da sie unisono auf demselben Prinzip basieren, das nach der Diät zu 100 Prozent zum Jo-jo-Effekt führt: Weniger Kalorien aufnehmen als verbrauchen und den Körper in einen Energiemangelzustand bringen […]

    Mit der Behauptung, dass es dann, wenn jemand weniger Kalorien aufnimmt als verbraucht und dadurch abnimmt, „zu 100% zum Jo-jo-Effekt führt“ ordnet sich der Artikel als populistische Pseudowissenschaft ein.

    Natürlich nimmt man nachher wieder zu, wenn nur für eine beschränkte Zeit die Kalorienaufnahme reduziert wird. Aber das Vorurteil, dass der Jojo-Effekt umso stärker sei, je mehr anfangs die Kalorienaufnahme reduziert werde, wurde durch Studien widerlegt.

    • Alex Zatelli sagt:

      Die entscheidende Frage bezüglich Gewichtszunahme ist doch die: gibt es eine Nährweise (und Lebensweise), bei der – zumindest für eine Mehrheit der Menschen – die Appetitregulation gut funktioniert?

    • Junior sagt:

      also ich habe keinerlei jojo effekt gehabt und habe die Kilos nicht wieder zugenommen trotz wiederaufnahme der kohlenhydratzufuhr

  • Dodimi sagt:

    Seit ich über 50 bin pflege ich beim Essen grenzwertig zu denken:
    Zieht der Zeiger auf der Waage zu stark nach oben, tritt die einfache Devise in der Praxis in Kraft: FDH = Friss Die Hälfte. Sind die 3-5 Kilo Toleranz erreicht ist Schluss. Runter mit den Kalorien! Bei mir hilft’s und für mich die einzige Möglichkeit, da ich kein Sportstyp bin. So gesehen pflichte ich dem Artikel zu,

    • Adrian Engler sagt:

      Sie pflichten dem Artikel zu? Der Artikel stellt ja ohne Argumente die absurde Behauptung auf, das, was Sie (meiner Meinung nach vernünftigerweise) tun, das Herbeiühren eines Kaloriendefizits, führe „zu 100% zu einem Jojo-Effekt“.

      • Dodimi sagt:

        @A. Engler: Sch…, umgekehrt von umgekehrt geht auch geradeaus. „NICHT“, dieses Wort ist mir unterlaufen. Danke – ein aufmerksamer Leser! Klar, „stimme ich NICHT zu, sonst müsste ich ja nicht FDH machen!

  • Fragezeichen sagt:

    Vermutlich ging mein Kommentar aus „Versehen“ verloren – also noch einmal: schon meine Grossmutter sagt uns, Pasta macht nicht dick, dick machen nur die feinen Saucen!

  • Babsi sagt:

    Dieser Artikel ist schwach, schlecht recherchiert und einfach nur total oberflächlich. Ich habe seit meiner Kindheit starke Migräne und wurde mit der Schul-und Alternativmedizin jahrelang rauf und runter therapiert. Erfolglos:-/ Seit einem halben Jahr ernähre ich mich Low Carb bzw. Ketogen. Ich habe nur noch selten und nicht mehr so starke Anfälle! Ich habe ein neues Leben, viel mehr Energie und endlich wieder freude am Leben:-) Ich kann diese Diät jedem Migränepatienten sehr empfehlen!! Dazu habe ich am Anfang 12 Kilo abgenommen und das ganz ohne Sport. Seit ich mein Wohlfühlgewicht erreicht habe bleibt mein Gewicht von alleine konstant. Ich fühle ich mit dieser Diät rundum wohl und fit. Wichtig ist, dass man viel „gutes“ Fett isst.

    • Alex Zatelli sagt:

      Der Artikel tut so, als ob alle Menschen gleich gebaut wären und gleich funktionieren.

      Die Wahrheit ist hingegen: „Äs gitt halt aller Gattig Lüüt“.
      Jeder bessere Arzt weiss das. Und jeder mit etwas Lebensweisheit.

    • Anton Keller sagt:

      Ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht. Seit ich auf die Kohlenhydrate achte und mehr gesunde Fette dafür konsumiere, hat sich das Gewicht reduziert und ist dann stehen geblieben. Low Carb habe ich mit Intermittierndes Fasten ergänzt (= kein Frühstück). Das beste ist aber, dass alle Zipperlein weg waren (Bluthockdruck etc.) und die Blutwerte noch nie so gut waren. Und auch ich fühlen mich seitdem fitter und wohler.

  • Nocolo Hidratti sagt:

    Quatsch! Ich mus KH nur anschauen und nehme davon gleich ein halbes Kilo zu. Durch den Verzicht konnte ich 25kg abnehmen. In 5 Monaten. Schön langsam. Und gefuttert habe ich in dieser Zeit wie ein Weltmeister. Einfach praktisch keine KH mehr. Vorher hatte ich 12 Jahre lang 100kg auf der Waage, da ich aufgehört hatte zu rauchen.

  • beatus sagt:

    Meine Mutter, 88, ist am Liebsten Weissbrot, gernr mal Wienerli oder Servelat, einmal pro Woche Fisch und Leberli, abends vor zu Bett gehen heisse Milch mit Honig. Mit Teigwaren, Kartoffeln und Brot sind wir gross geworden, weil es günstig war. Niemand war oder wurde deswegen dick, war mehr krank oder starb daran…. Und die meisten alten Leute haben einen ähnlichen Speiseplan..

  • Silvio Mazzola sagt:

    Jeder Mensch hat seinen Energieverbrauchs-Grundwert. Der liegt bei ca. 1300-1800kcal pro Tag. Das ist bei heute normaler – bewegungsarmer – Lebensweise das, was wir zum Leben brauchen. Wer mehr zu sich nimmt legte es als Reservefett an, egal in welcher Form er es zu sich nimmt. Unser Verdauungsapparat kann alles verdauen, am besten wenn alles dabei ist. Extreme Diäten bergen also immer Gefahren von Mangelernährung in sich. Fazit: Alles ist eine Frage der Ausgewogenheit und des Masses. Nichts ist alleine schlecht, nur die Menge ist zu beachten. Selbst bei „Giften“, wie man heute genau weiss …

    • Peter Aletsch sagt:

      „Unser Verdauungsapparat kann alles verdauen.“ Beweis? Es gibt anscheindend Unterschiede beim Verdauen von faserigen Bestandteilen von Gemüsen und Früchten, gegeben durch verschiedene Bakterienpopulationen. Die Tablette von Roche, hat sie nicht die Fettaufnahme vermindert?

  • Dave McWide sagt:

    Wohin sind wir hingekommen?
    Wir diskutieren über einige Kalorien und ob diese aus dem oder dem gewonnen wurde. Wie man trainieren soll oder muss um abzunehmen. Ich denke all dieses Wissen und Vorsätze machen krank.

    • Alex Zatelli sagt:

      „Wissen … macht krank?“

      Oder vielleicht eher die Tatsache, dass die gar nicht so alte Nahrungsmittelindustrie letztlich Profite generieren will und dafür alle möglichen Marketing-Anstrengungen unternimmt, um uns zum Verzehr von den profitablesten Produkten zu bewegen, selbst wenn wir gar keinen Hunger haben?

  • Alex Zatelli sagt:

    Die entscheidende Frage der *individuellen* genetischen Disposition wird fast immer ausgeklammert!

    Es gibt Menschen, denen machen viele Kohlehydrate nichts aus, und andere bekommen nach 20 Jahren Diabetes-2. Genauso wie es Menschen gibt, die von Nikotin oder Alkohol schnell schwer abhängig werden, und andere, bei denen der Konsum völlig freiwillig bleibt.

    MaW: es leider ist viel komplexer, als nur von „guten“ und „schlechten“ Kohlehydraten zu sprechen.

    Tatsache ist, dass sich die Menschen in der westlichen Welt immer „gesünder“ ernähren, aber die Probleme (z.B. metabolisches Syndrom) weiterhin zunehmen. Mit einer Schwarz-Weiss-Darstellung ist da niemandem geholfen.

    • Peter Aletsch sagt:

      „… andere bekommen nach 20 Jahren Diabetes-2“ Dann müsste diese Krankheit in Italien weitverbreitet sein. Ist sie aber nicht, Nummer 146 mit nur 5%. Andere Länder haben bis 4 mal mehr.

    • Anton Keller sagt:

      „MaW: es leider ist viel komplexer, als nur von „guten“ und „schlechten“ Kohlehydraten zu sprechen.“
      Nudeln sind weniger gut als Broccoli, beides sind Kohlenhydrate. Man konsultiere die Nährstofftabellen.

  • Peter Maz sagt:

    Dass es so viele Diäten gibt beweist, dass diese nicht wirksam sind. Gäbe es nur eine, welche ihr Ziel auch wirklich erreicht, so wären die anderen überflüssig.

    • Adrian Engler sagt:

      Die zahlreichen Diäten gibt es vor allem deshalb, weil die Leute wollen, dass sie abnehmen, ohne sich zwischendurch etwas hungrig zu fühlen. Das funktioniert nicht. Zu behaupten, man könne nicht abnehmen, wenn man es nicht scheut, nicht immer völlig satt zu sein, ist vielleicht eine Ausrede, die viele mögen, aber seriös sind solche Behauptungen nicht.

  • Colisa sagt:

    @Martin: Das ist Schwachsinn, lesen Sie sich mal in in Sportliteratur ein.

  • Nico sagt:

    Endlich mal Klartext, danke.

  • Jo Mooth sagt:

    Das Einzige was festzustehen scheint ist, dass Gemüse und Früchte gesund sind. Fleisch führt zu Krebs. Fisch enthält Quecksilber. Kohlenhydrate wandeln sich in böses braunes Fett um. Und Fett macht sowieso dick. Alles falsch, denn es kommt stets auf die Menge an. Und auf die Qualität. Denn auch pestizidverseuchtes Gemüse ist ungesund. Wir, v.a. Männer, mögen eben eher Fleisch und Pasta als Gemüse. Frauen tun so, als liebten sie Gemüse, Früchte und Süppchen, stets ihr Figürchen im Hinterkopf. Ich esse alles, vielfältig, und achte darauf, dass Gemüse dabei ist (das vergesse ich sonst gerne). Und esse nur bei Hunger. Pure Lust befriedige ich anderswie. Gibt ja etliche Alternativen…

    • Lehitraot sagt:

      „Frauen tun so, als liebten sie Gemüse, Früchte und Süppchen, stets ihr Figürchen im Hinterkopf.“

      Hmm…..Ob Sie auch zu der Sorte Männer gehören, denen nichts wichtiger als eine sehr schlanke Frau ist, aber dann motzen, wenn die Damen nur Salat essen…..?

      • Jo Mooth sagt:

        Nein, dazu gehöre ich nicht, ich liebe Kurven, und meine Frau hat welche, ohne dick zu sein. Ich andererseits habe leicht zu viel Bauch und tue nun alles, um das Bisschen zu viel wegzukriegen, meiner Frau zuliebe. Ich esse weniger, aber weiterhin alles, und bewege mich mehr. Bereits sind 5 kg weg, nach 2 Monaten.

  • Luca Cannolari sagt:

    Wow, Knop lästert über eine faktenlose Hetzjagd gegen Carbs im Internet und liefert kein einziges Argument, warum Carbs nun doch gut sein sollen!
    Es sollte hinlänglich bekannt sein, dass alles eine Frage des Masses ist. Bei einem gesunden, aktiven Lebenswandel liegt ein Teller Spaghetti durchaus drin!
    Aber ja, worum gings nun im Blog nochmals? Kaufen Sie besser mein Buch, weil Lebensmittel überteuert sind?!?

  • Roland K. Moser sagt:

    „…Anstelle harter Evidenz blubbern wachsweiche Filterblasen, gespeist mit postfaktischer Pseudopropaganda, durch das Worldwideweb und verseuchen die Hirne gutgläubiger Gesundheitsvergötterer…“
    Danke!

    „…Weniger Kalorien aufnehmen als verbrauchen und den Körper in einen Energiemangelzustand bringen – das ist das einzige, ganz banale «Geheimnis» hinter «Schlank mit Low Carb»…“
    Exakt, nur ist das wie eben auch entscheidend. Wer mit HIT-Trainings seine Kohlenhydratspeicher leert, und danach zu wenig ist, wird sicher abnehmen. Nur ist es keine gesunde Art abzunehmen.
    Ich habe mal gerechnet, was bei mir passiert, wenn ich auf dem Velo oder MTB sitze und im Bereich der Grundlagenausdauer ein Ausfährtli mache:

    • Roland K. Moser sagt:

      Gemäss Pulsuhr verbrauche ich beim Grundlagenausdauer-
      Training 600 kcal. pro Stunde. 280 kcal davon führe ich pro Stunde zu, alle 15 Min 70 kcal. mit einem glykämischen Index von 100 (In Wasser gelöstes Maltodextrin). Zu führen muss man, weil man sont in einen Hungerast fährt. 320 kcal pro Stunde werden also aus dem Körperfett gewonnen bzw. genommen, und das entspricht ca. 30 g Fett. Auf einer 4-stündigen Ausfahrt mit dem MTB oder Rennvelo im Grundlagenausdauerbereich verliere ich also gegen die 120 g Fett. In der Theorie. Auch wenn es dann nur 20 g pro Stunde sind, ist es immer noch viel.
      Dieses Jahr bin ich nicht dazu gekommen, dies viel zu machen, ein paar Ausfährtli haben aber optisch schon etwas bewirkt.

      • Martin sagt:

        @Roland K. Moser: Beeindruckend! Ich fahre einfach drauf los, am besten auf leeren Magen. Nach ca. 20 Minuten werden die Fettreserven angezapft, da alles was im Magen war, verbraucht ist. Dann fängt die Fettverbrennung an. Aber wie viel ich verbrenne, das weiss ich nicht.

      • Roland K. Moser sagt:

        Eben nicht!
        nach ca. 60 min. sind die Glykogen-Speicher leer und es kommt der Hungerast.
        Und dann musst du noch rausfinden, wo bei dir die entsprechende Herzfrequenz liegt. Bei mir sind es 130 bis 150 Schläge auf dem Velo. Beim joggen wären es 140 bis 160 Schläge.

      • Marina sagt:

        @-RKM: Meine Güte, wenn ich mich mit all dem herumschlagen müsste, wäre ich schon längst infolge Suizid verschieden oder zumindest in der Psychiatrie. Wo bleibt denn unter Einhaltung all dieser komplizierten Regeln die Lebensfreude, der Genuss, der auch der Seele so zuträglich ist?

      • adam gretener sagt:

        @Martin: Da dann viel Spass nach ein paar Kilometern, wenn es DIr schwarz vor Augen wird und deine Hände so zittern, dass Du nicht mal deinen Bidon schlau halten kannst. Jeder sollte es zwischenzeitlichen, für Sport, gerade Ausdauersport braucht es keinen leeren Magen. Das Gegenteil ist der Fall.

      • Alex Zatelli sagt:

        @Adam Gretener
        Ich bin früher viel Rennvelo gefahren. 120 km über zwei Pässe auf leeren Magen waren in trainiertem Zustand kein Problem, solange ich in Bereichen der Grundlagenausdauer (1 und 2) blieb.
        Auch Radprofis trainieren gelegentlich so (dann über 200km), um ihre Fettverbrennung in Schwung zu halten.
        Hingegen kannte ich Kollegen, die alle 30 Minuten dringend „irgendwas Süsses“ verzehren mussten. Ich nannte das schlechten Trainingzustand der Energiewandlung.

      • Roland K. Moser sagt:

        @ Marina
        ich habe kein Problem damit. ich habe auch kein Übergewicht.
        ich habe Freude an Ausdauersport, und wenn man ausdauersport betreiben will, muss man es so machen.
        Sie haben irgendetwas falsch verstanden.

      • Roland K. Moser sagt:

        @ Alex Zatelli:
        Man kann es sogar ausrechnen, wieviel man zuführen muss.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Citratzyklus
        Allerdings, weiss ich nicht wie.

      • Martin sagt:

        @gretener: Mir wurde nie schwarz vor Augen, aber gezittert habe ich danach manchmal schon. Wenn man an diesem Punkt angelangt ist, merkt man, dass man Leistung einbüsst. Aber man muss einfach weitermachen. Nach einer Weile kann man wieder mehr leisten. Ich denke, man darf ruhig mal etwas an seine Leistungsgrenze heran gehen. Ansonsten macht es gar keinen Spass. Wasser sollte man trotzdem trinken.

    • Heinz Blaser sagt:

      oder noch einfacher: weniger essen, mehr bewegen !
      Und vielleicht auch mal auf natürliche Lebensmittel schauen, statt sich mit Convenience Food die Zeit zum Mahlzeiten zubereiten zu sparen und dafür mit der neuesten Health-App ausrechnen lassen, wie viele Kalorien man durch die hype Null-was-auch-immer-Diät hat einsparen können.
      Leute, Hirn ein- und Handy aussschalten !

  • Thommi sagt:

    *Pasta macht nicht dick*….genausogut könnte man auch sagen *von Alkohol wird man nicht beschwippst* Pasta macht sehr wohl dick….!! Aber auch da kommt es drauf an WIEVIEL man davon- und WANN man sie ist. Der Körper(Stoffwechsel) hat Tagesrythmen, die mit entscheiden, was wann verstoffwechselt, bzw. förderlich ist oder eben nicht. Aber egal, das steht in Büchern und das wollen Ernährungsmediziner und Experen herausgefunden haben. Ich persönlich setze ziemlich schnell an, wenn ich Teigwaren esse, genauso wenn ich ein Bierchen zuviel intus habe…..Die MENGE ist entscheidend! und erst an zweiter Stelle das WANN. Also nicht Abends um 22:00 Uhr einen Teller Spaghetti,(wie die *dicken* Italiener) lieber zum Mittagessen und dann auf KH verzichten, dann passts, aber jeder reagiert anders.

  • Lina More sagt:

    Egal ob ein Argument Pro oder Anti Kohlenhydrate ist, solange in der Diskussion keine Unterscheidung in raffinierte und komplexe Kohlenhydrate gemacht wird, fehlen wichtige Fakten. Dieser Artikel ist nichts anderes als – zudem äusserst schlechte – Werbung.

    • Jennifer sagt:

      Seh ich auch so. Die einen publizieren Bücher über low carb, dann gibt es zwangsläufig Ratgeber über gute Kohlehydrate. Frau muss letztlich ein Gefühl für den eigenen Körper und die eigenen Bedürfnisse entwickeln, unabhängig von Büchern und fixen Ideen. Die beste Ernährungsumstellung funktioniert nicht, wenn die innere Bereitschaft fehlt und andere Gelüste da sind. Wir werden tagtäglich mit Werbung und Meinungen aller Art gebrainwashed. Beim Anblick eines Pakets Nudeln geht es los: Dinkelvollkornbio oder Weizen? gesund? öko? dickmachend? darf ich sowas essen? Man könnte ja durchdrehen im Supermarkt. Im Bioladen auch. Nachher kauft man aus Trotz eine verbilligte Salamifertigpizza. Mir geht es manchmal so. Ich fände gut, den perversen kulinarischen Dauerstress erstmal abzustellen.

      • Jo Mooth sagt:

        Na ja, den kann man auch persönlich, für sich, ausknipsen. Wie ich Zigarettenwerbung nicht beachte, so schenke ich auch Nahrungsmittelwerbung keine Beachtung. Ich gehe in den Laden, schaue mir an, was mich da interessiert und kaufe es. Zu Hause koche ich dann das daraus, was ich gerade mag, und eben, nicht zu grosse Portionen.

  • Martin sagt:

    „Noch nie zuvor gab es in der Geschichte der Menschheit ein … Angebot an köstlichen Lebensmitteln – und das zu moderaten Preisen, für jedermann erschwinglich, bei nahezu permanenter Kaufbarkeit.“ Moderaten Preisen und für jedermann erschwinglich? Haben Sie mal die Preise in den Läden studiert? Gemüse, Früchte und Fleisch? Das ist alles andere als „moderat“ und „für jedermann erschwinglich“! Aber 1. Nudeln kann man selber machen. 2. Kohlenhydrate machen sehr wohl dick und zwar deshalb: Die Kohlenhydrate werden im Magen aufgespalten und gehen als Zucker in’s Blut als Energielieferant. Wird die Energie nicht verbraucht, endet sie eben als Hüftgold. Aber das gilt für alle überschüssigen Kalorien.

    • Christoph Bögli sagt:

      Fakt ist, dass historisch betrachtet noch nie ein so kleiner Anteil des Einkommens für Nahrung ausgegeben wurde wie im Europa der Gegenwart. Daran ändert auch die subjektive Wahrnehmung einer Geiz-ist-geil-Gesellschaft nichts, in der offenbar viele meinen, die Nahrungsmittel wären immer noch viel zu teuer, bloss weil sie einem nicht gerade gratis nachgeschmissen werden. Ohne Perversionen wie Fleisch für weniger als 10Fr./Kg gehts anscheinend nicht, denn man braucht ja das Geld fürs neue 1000Fr-Smartphone..

      • Adrian Engler sagt:

        Tatsächlich, und je wohlhabender ein Land ist, desto kleiner ist der Anteil des Einkommens der für Lebensmittel ausgegeben wird – das gilt auch innerhalb Europas. Beispielsweise sind die meisten Lebensmittel in Polen in absoluten Beträgen deutlich höher als in der Schweiz, aber in der Schweiz geben typische Haushalte einen viel kleineren Teil ihres Einkommens für Lebensmittel aus als in Polen. Selbst wenn man in der Schweiz einen grossen Teil der Lebensmittel in teuren Bioläden einkaufen würde, hätte man mit einem normalen Schweizer Lohn wahrscheinlich Mühe, die Ausgaben für Lebensmittel auf einen so hohen Prozentsatz des Einkommens zu bringen wie dies in weniger reichen europäischen Ländern in Mittelosteuropa normal ist.

    • clbr sagt:

      Martin: Nudeln selber machen ist garantiert teurer, als diese zu kaufen.

  • colisa sagt:

    Meine Worte, danke für den Artikel.

  • Hotel Papa sagt:

    Bisschen dürr, das Artikelchen. Wenn ich auch einig bin, so hätte ich mir doch das eine oder andere Argument gewünscht, WARUM das so ist.

    • Julia sagt:

      Na das kann man doch dann alles in seinem Buch nachlesen – man soll es ja noch kaufen wollen. 😉

      • Leo Schmidli sagt:

        Hier verrichten findige und windige «Powerseller» ihr Werk mit dem Ziel, den Menschen Besser-Esser-Stile und Spezialprodukte zu verkaufen, die völlig überteuert und dabei absolut wirkungslos sind (wussten Sie, dass Low-Carb-Teigwaren 17-mal so viel wie Weizen-Spaghetti kosten?).“
        Aha. Leute, kauft das Buch!

      • Jennifer sagt:

        Hallo Herr Schmidli, also ich käme nie auf so eine abgefahrene Idee – mir im Rahmen einer lowcarb Ernährung solch extrem teuere „lowcarb Nudeln“ zu kaufen. Man lässt einfach die geliebte Pasta – besonders abends – möglichst – weg. Bingo. Vor dem Schlafengehen vollstopfen kann man sich auch lecker mit Fenchel oder einer Ratatouille. Davon hat man am besten immer etwas da. Ich empfehle sogar die verpönte Konservenbüchse. Erfüllt den Zweck bestens. Wo ist das Problem? Ich finde jetzt das neue Enthüllungsbuch unnötig. Eine Rehabilitation der italienischen Nudel! Damit will jemand Geld machen. Aber kaufen Sie es ruhig, wenn es Ihnen das Gefühl gibt, sektiererischen „Powersellern“ eins auszuwischen.

      • Leo Schmidli sagt:

        @Jennifer: Sie verstehen meinen Kommentar nicht! Der Autor kritisiert, dass andere Leute mit ihren Ideen Geld verdienen und er geht genau gleich vor.

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