Die 10 häufigsten Beauty-Fehler

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Sehr dunkle Lippen stehen nur den wenigsten Frauen. Foto: Jeff Luyten (Flickr.com)

Kennt die die besten Beauty-Tricks: Make-up-Profi Andréa Sigrist. (Foto: privat)

1. Gesicht und Hals haben nach dem Schminken einen anderen Farbton.

«Ist das Missgeschick schon passiert, kann man es nur retten, indem man das Make-up mit einem grossen Pinsel und Kompaktpuder zum Hals hin verblendet. Um eine solche Zweifarbigkeit zu verhindern, sollte man beim Kauf das Make-up nicht auf dem Handrücken testen, sondern auf dem Gesicht, am besten auf der Wange. Wenn immer möglich, die Farbe bei Tageslicht auswählen, denn ein zu dunkles Make-up macht alt. Hat man den richtigen Ton gefunden, so ist es nicht nötig, den Hals und das Décolleté zu schminken, denn die Foundation ist auf der Haut quasi unsichtbar.»

2. Die Augenbrauen sind lückenhaft.

«Ich schminke viele Frauen, die ihre Augenbrauen in der Vergangenheit zu sehr gezupft haben oder die mit dem Älterwerden dünnere Brauen bekommen haben. Die Augenbrauen können gut mit Gel oder einem Augenbrauenstift korrigiert werden, Lidschattenpuder empfehle ich nicht, denn er ist nicht gut haltbar. Mit kleinen Strichen können die Brauen aufgefüllt werden. Wichtig ist, dass man den Ton auf die Haarfarbe abstimmt. Eine bis zwei Nuancen dunkler ist okay, zu dunkel macht, wie beim Make-up, alt. Falls die Brauen lückenhaft sind, gibt es noch eine neue Methode, sie aufzufüllen: Microblading ist ein semi-permanentes Make-up, das Korrekturen der Augenbrauenform, aber auch die vollständige Rekonstruktion verlorener oder ausgefallener Brauen ermöglicht. Beim Augenbrauen-Microblading werden mit einem speziellen Stift Pigmente unter die oberste Hautschicht eingebracht.»

3. Das Rouge sieht unnatürlich aus.

«Zu viel Rouge am falschen Ort kann leicht zu einem clownesken Ausdruck führen. Darum: Lachen Sie und tragen Sie die Farbe unterhalb der Wangenknochen auf und verblenden Sie diese anschliessend in Richtung der Ohrläppchen. Das Rouge sollte im Idealfall mit dem Lippenstift harmonieren.»

4. Der Eyeliner wirkt altmodisch.

«Falls Sie den Eyeliner im Stil von Sophia Loren oder Brigitte Bardot in Form eines dicken Balkens auftragen, wundert mich das nicht. Bei Augen, die schon von ein paar zarten Linien umgeben sind, sollte man auf hartes Schwarz verzichten und ein dunkles Braun wählen. Wer unsicher ist, sollte den Strich nicht in einem Schwung ziehen, sondern in verschiedenen Etappen. Am leichtesten gelingt der Lidstrich, wenn Sie das Auge ganz normal geschlossen halten und durch das leicht geöffnete andere Auge sehen. Gelingt Ihnen das nicht, nehmen Sie einen Finger zur Hilfe und halten Sie das Augenlid mit diesem sanft zu – ohne das Lid zu sehr zur Seite zu ziehen oder zu straffen, denn das verfälscht die Form des Lidstrichs. Alles, was das Auge grösser erscheinen lässt, ist gut. Also im Innenlid niemals schwarzen Kajal benutzen, sondern weissen.»

Eyelinertricks für Anfänger. (Video: Sanny Kaur/YouTube)

5. Der Eulen-Effekt.

«Concealer ist dazu da, über Unreinheiten oder Augenschatten hinwegzutäuschen. Ist er zu hell, kann man damit schnell mal etwas gespenstisch aussehen. Maximal eine Nuance heller wählen, um den Eulen-Effekt zu vermeiden. Den Stift vertikal zum Gesicht halten und den Abdeckstift strahlenförmig auftragen. Dann sanft gegen aussen verteilen. Wenig Farbe genügt. Wer im Gesicht bei einem Pickel Concealer oder Abdeckstift benutzt, sollte zuvor eine Make-up-Grundierung auftragen, um eine gleichmässige und einheitliche Oberfläche zu schaffen. Wichtig: Zum Abdecken von Pickeln auf eine hohe Pigmentierung achten und lieber einen cremigen Concealer verwenden. (z.B. Creamy Concealer Kit von Bobbi Brown).»

6. Bronzing-Puder nicht nur im Sommer.

«Etwas Farbe macht uns auch in der kälteren Jahreszeit frisch, und ein Hauch von Bronzing-Puder lässt den Teint sonnengeküsst aussehen und nicht wie verbrannte Erde. Am besten ist es, einen Bronzepuder mit einem leichten Glanz zu wählen. Zum Modellieren streiche ich den Puder entlang der Wangenknochen. Ein leichter Hauch unter den Haaransatz und über die Stirn und rechts und links entlang des Nasenrückens. Am besten einen dicken Pinsel benutzen und mit kreisenden Bewegungen auftragen. (z.B. Les Sahariennes Bronzing Stones von Yves Saint Laurent).»

7. Zu viel Puder.

«Wer Falten und sehr trockene Haut hat, sollte die Finger von Puder lassen, denn er betont Falten und lässt trockene Haut noch trockener aussehen. Am unvorteilhaftesten sieht es aus, wenn sich dann der Puder unter den Augen absetzt. Puder übers Make-up stäuben, damit es länger hält? Das ist mittlerweile überholt, und der Teint könnte talkig aussehen. Wichtig ist auch hier, die richtige Farbe und die richtige Textur zu finden. Eine trockene Haut braucht eine seidige Textur, eine glänzende eine mattierende.»

Ohne Puder schon faltig: Shar-Pei. (Foto: omlet.de)

Auch ohne Puder faltig: Shar-Pei. (Foto: omlet.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8. Rot, aber das richtige.

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Warum nicht mal einen braunstichigen Lippenstift ausprobieren? (Foto: TheEverygirl.com/Glamour)

«Leuchtend rote Lippen haben keine Altersgrenze, vorausgesetzt sie sind perfekt geschminkt. Ich kenne viele Frauen über 60, die mit ihremRot super aussehen. Sehr kräftige Rot- und Brauntöne lassen die Lippen allerdings schmaler wirken. Wer dünne Lippen hat, bei dem sieht ein transparenter Gloss oder ein Lippenstift in hellerem Ton besser aus. Während der Schneewittchen-Typ zu einer satten, roten Lippenstiftfarbe greifen darf, stehen Rotschöpfen vor allem Orangenuancen. Dem dunkleren Hauttyp mit braunem Haar schmeichelt hingegen nahezu jeder Rotton. Einfacher gehts noch so: Bei Tageslicht die Venen am Handgelenk anschauen. Schimmern sie bläulich, sind kühle Töne perfekt. Bei grünlichen Tönen eine warme Nuance wählen.»

9. Make-up-Trends von gestern.

«Ich kenne Frauen, die sich seit Jahrzehnten gleich schminken. Schwarzer Eyeliner, roter Lippenstift, helle Foundation. Ein klassisches Make-up geht immer, aber wer seinen Look während Jahrzehnten stoisch durchzieht und optisch in einer der letzten Dekaden stecken geblieben ist, wirkt leider auch ein wenig von gestern. Es lohnt sich vielleicht, sich einmal professionell beraten zu lassen, damit man Lust auf neue Ideen bekommt.»

10. Schimmer statt Glitzer.

«Ab Mitte 40 lieber auf einen Lidschatten mit einem subtilen Schimmer setzen. Am besten eignen sich cremige Texturen. Ganz matte Farben können schnell etwas fad wirken. Ein No-go sind Lidschatten mit Glitterpartikeln, die an einem jungen Model toll aussehen mögen, aber im Alltag schnell billig wirken können.»

18 Kommentare zu «Die 10 häufigsten Beauty-Fehler»

  • gerber max sagt:

    ohne schminke sieht Frau besser aus

  • JT sagt:

    Wie bitte habe ich ‚Eine unsportliche Frau wird durch Schminken nicht hübscher‘ zu verstehen???
    Nur so zur Info: Schach ist auch Sport…

  • Liliane Rüfenacht sagt:

    Ich würde gerne lernen mich neu zu schminken. Ich bin Mitte 50 und Schminke macht schnell einmal älter. Ich war schon in der Schminkbar Zürich, habe mich aber auch schon mehrmals im Kaufhaus z.B. bei Bobby Brown etc. schminken lassen. Leider hat es bis dato keine der Damen geschafft, mir ein dezentes, unterstützendes Make-up zu verpassen, ich sehe danach immer älter aus. Die eine sagt Braun ist besser für Ältere, die andere sagt „Ja kein Braun, nur Dunkelgrau“ etc. etc.
    Hat jemand ein Tip wo ich mich einmal schminken lassen könnte? Am liebsten von einer auch schon älteren Dame?

    • Meret sagt:

      Catwalk Visagisten Schule in Staad SG kann ich empfehlen. Sehr lehrreiche Seminare, war letztes Jahr mit meiner Tochter dort, sie Teenager, ich „älteres Semester“. Die Inhaberin der Schule wurde uns beiden gerecht.

  • Maria sagt:

    Tolle Tipps. Nur mit dem Thema Glitzer auf den Augen bin ich nicht einverstanden. Wenn die Augenpartie sehr faltig ist, passen matte oder glitzernde Lidschatten am Besten, Schimmer ist schwierig. Glanzpartikelchen in den Pro­duk­ten reflek­tie­ren das Licht, schimmernde Lidschatten können jedoch Falten extrem betonen. Wie das aussieht kann man ganz einfach einmal auf dem Handrücken ausprobieren.

  • Hans Knecht sagt:

    Im Zweifelsfall tut Frau sich besser nicht schmiken; Frauen haben von Natur aus ein schönes Gesicht.

  • sugus sagt:

    Nicht schminken mach eine Frau erst recht attraktiv. Denn die wenigsten Frauen können sich schminken. Mir fällt auf, dass junge Frauen aussehen wie Leichen! Auch wenn ich die Frauen in den Verkaufshäusern anschaue (Parfum, Schminke etc) graut es mir. Und jetzt die Männer auch nicht. Also ehrlich!!!!!!

  • Frauenliebhaber sagt:

    Der grösste Schminkfehler: ÜBERHAUPT zu schminken.
    Den allermeisten Frauen würde ein Lächeln unendlich besser stehen, als jegliches Schminken.
    Eine unsportliche Frau wird durch Schminken nicht hübscher.
    Die Zeit fürs Makeup wäre besser in einen Spaziergang oder Sport investiert.
    .
    Wenn Schminken, dann nur so, dass rein gar nichts davon erkennnbar ist.
    .
    Stattdessen: Lächeln.

    • Benni Aschwanden sagt:

      Nur tun sich hierzulande viele Frauen mit einem unverkrampften spontanen Lächeln auffallend schwer (und mit Lächeln meine ich nicht grundloses Dauergrinsen und auch nicht teeniehaftes Gekicher). Dann halt vielleicht doch lieber Make-up.

      • Hans Knecht sagt:

        Ein Lächeln sollte dabei aber auch von Herzen kommen und nicht künstlich sein wie in der Werbung oder auf Plakaten. Ein künstliches Lächeln wirkt befremdend irritierend (was ist die wahre Absicht der Schönheit?)

    • Hans Knecht sagt:

      Korrekt; es gibt Frauen die können auch mit Make-up nicht noch attraktiver werden.

    • marga sagt:

      Frauenliebhaber. Wirklich? Gottseidank nennst du dich nicht Frauenkenner, denn sonst hättest du geschrieben: chères malades il faut toujours rire. hahaha Und warum sollte man lächeln?

    • Lara sagt:

      Das ist aber keine bedingungslose Liebe 😉 Wenn ich mich gar nicht schminke, sehe ich aufgrund meiner blonden Wimpern und wegen Empfindlichkeit oft geröteten Haut ziemlich Panne aus – ein bisschen BB Crème und Mascara sind schon eine massive Verbesserung. Ich gehe aber auch mal komplett ungeschminkt aus dem Haus, da ich meinen Alltag nicht als den Dauerwettbewerb sehe, den er bei vielen Frauen zu sein scheint. Wenn schon frühmorgens im Tram eine mit falschen Wimpern, dickem hellen Gloss und mehr Clown-touring als Contouring da sitzt, frage ich mich schon, was die eigentlich arbeitet (wenn Drag Queen, dann Chapeau), wann genau die aufgestanden ist für den Look, und wie die eigentlich wirklich aussieht. Bei den Männern scheint er jedenfalls zu ziehen, der Kim K. Look.

  • Heinz Walser sagt:

    Am meisten gefällt mir nature mit so wenig Make-up, dass Mann es nicht merkt beim Gruss-Kuss. Ist doch ziemlich unappetitlich, wenn man danach den Mund voll Fett hat, das womöglich von Tierkadavern stammt. Woher soll ich wissen, ob es Schminke ist, die nicht so hergestellt wird.

  • reguell sagt:

    mein ‚fehler‘ ist wohl der schlimmste überhaupt: gar nichts von all dem zeug auftragen… spart zeit, geld und ich kann mir jederzeit selber ins gesicht fassen und schiebe keine panik, wenn das mein schatz oder mein göttibub tun…

  • Alexander sagt:

    Uns Männer fällt eh nur auf ob ein Make-up gut oder nicht so gut aussieht. Was natürlich auch etwas Geschmacksache ist.

    Ob modisch, von einem (möchtegerne) Modepapst vorgeschrieben. oder von gestern, das sehen wir Männer eh nicht (ist uns auch nicht so wichtig). Wenn das Make-Up gut gemacht ist, finden wir es einfach nur klasse 🙂

  • Lia sagt:

    oder man macht einfach, was einem gefällt, und lässt sich von keiner sogenannten „Expertin“ rein reden.

    • Ylene sagt:

      Ist so. Zu 9: Ca. alle 10 Jahre ist man so Trendsetter, weil sich die Mode eh immer wiederholt.

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