Fünf Fitnesstrends, die Frauen mögen

A dancer poses for a photograph as part of the "Dance as Art" photo project in Times Square in New York

Ballett and the City: So macht Fitness Frauen Spass. (Reuters)

1. Ballett-Style-Workout

Was ist es?
Ein Ganzkörperprogramm mit Ballettinputs. Ein Mix aus Pilates (Kräftigung), Ballett (Dehnung) mit etwas Flow-Yoga (Flexibilität). Das Training ist abwechslungsreich, schweisstreibend und effektiv.

Was bringt es?
Einen muskulösen, definierten Körper. Kräftigung der Tiefenmuskulatur und eine gute Haltung.

Welche Voraussetzungen braucht es?
Keine speziellen. Die Studios bieten verschiedene Levels an.

Vorteile?
Fördert die Beweglichkeit und eine gute Haltung.

Nachteile?
Ist anstrengender, als es aussieht.


2. Anti Gravity

Was ist es?
Setzt sich aus verschiedenen Bewegungselementen wie Yoga, Tanz, Pilates und Gymnastik zusammen. Man arbeitet dabei mit ähnlichen Bewegungen und Vorgängen wie in den genannten Sportarten, führt die Übungen jedoch in einer Schlinge durch, wodurch man keine Kraft aufwenden muss, um der Schwerkraft zu trotzen. Dies erleichtert die Bewegungen und dehnt die Muskulatur.

Was bringt es?
Ziel ist dabei, die Wirbelsäule zu entlasten und dabei die Muskeln von Kopf bis Fuss zu dehnen und stärken. Es zieht einen wortwörtlich in die Länge, da man sich schwerelos in der Luft befindet. Entspannung pur.

Welche Voraussetzungen braucht es?
Ungeeignet sind eine Schwangerschaft, Operation innerhalb der letzten 6 Monate, sehr hoher / sehr tiefer Blutdruck.

Vorteile?
«Man braucht fast keine Kraft, da man bei den Übungen von der Schlinge unterstützt wird», urteilt die Testperson Anouk Bischoff.

Nachteile?
Wer sich sportlich gerne verausgabt, sollte eher ein klassisches Gym besuchen.


3. EMS (Elektro-Muskel-Stimulationsmethode)

Was ist es?
Muskelreizung durch elektrischen Strom. Anders als bei traditionellem Krafttraining werden hier nahezu alle motorischen Einheiten synchron aktiviert. Somit kann ein viel höheres Kraftpotenzial der jeweiligen Muskulatur angesteuert werden.

Was bringt es?
Die Kombination aus elektrischen Reizen und aktiven Übungen baut Muskulatur auf, soll überschüssiges Fett in Energie umsetzen. «Die kräftigen Muskelkontraktionen regen die Kollagenproduktion und die Durchblutung der Haut an, der Energieumsatz kann so langfristig gesteigert werden», sagt Dave Baucamp, Personaltrainer und Bootcamp-Trainer.

Welche Voraussetzungen braucht es?
Keine.

Vorteile?
Kurzes Training (20 Minuten).

Nachteile?
Eher teuer. Eine Stunde mit einem Personaltrainer kann gut 100 Franken kosten.


4. Bootcamp in der City

Was ist es?
Bindet die urbane Umgebung ins Fitnesstraining ein. Es wird gejoggt, gesprintet und mit allem trainiert, was die Stadt hergibt. Während ca. 60 Minuten werden Plätze, Treppen, Geländer usw. für Übungen genutzt. Trainiert wird nur mit dem eigenen Körpergewicht.

Welche Voraussetzungen braucht es?
Für sportliche Frauen, die eine intakte Beweglichkeit und ein stabiles Herz-Kreislauf-System haben.

Was bringt es?
«Es werden alle Muskelgruppen trainiert, und die Kondition wird gefördert», sagt Personaltrainer Dave Baucamp.

Vorteile?
Kostengünstig. Und man ist an der frischen Luft.

Nachteile?
Man muss Sport in der Gruppe mögen.


5. Faszien-Fitness

Was ist es?
Faszien sind bindegewebige Strukturen, zu denen Bänder und Sehnen gehören. Die höchstens drei Millimeter dicke, gleitende Schicht enthält unter anderem Kollagen und Elastin. Faszien halten den Körper zusammen und strukturieren ihn. Bei diesem Training werden keine einzelnen Muskeln trainiert, sondern es wird versucht, eine allfällige Disbalance im Körper auszugleichen. Dies passiert mit speziellen Abläufen mit Dehnen, Springen, Federn oder Massieren.

Was bringt es?
Für alle, die durch Fehlhaltung, Bewegungsmangel oder Extremsport verklebte oder verdrehte Faszien haben, kann das Training neue Beweglichkeit und Geschmeidigkeit  bringen. «Auch auf das Bindegewebe hat es einen positiven Einfluss», sagt die Pilatestrainerin Jasmin Sheta.

Welche Voraussetzungen braucht es?
Keine.

Vorteile?
Ein besseres Körpergefühl und mehr Stabilität.

Nachteile?
Das effektive Einzeltraining kostet pro Stunde um die 100 Franken. Es kann aber auch zu Hause trainiert werden.


8 Kommentare zu «Fünf Fitnesstrends, die Frauen mögen»

  • Janina sagt:

    Anti-Gravity hat bei mir nach langer Zeit die Lust am Sport wieder hergestellt. Der perfekte Einstieg für Untrainierte. 🙂 Mittlerweile bin ich zu intensiveren Trainingsarten umgestiegen (TRX), um einen höheren Fitnesslevel zu erreichen – aber ohne Anti-Gravity hätte ich das vermutlich nicht geschafft!

  • Sibylle sagt:

    Grüezi, Gibt es Studios, die so ein Ballett-Style-Workout (Nr1 im Artikel) anbieten? Liebe Grüsse

    • Meier sagt:

      Es gibt eins, das heisst Barre Concept, in Basel, aber zur Zeit glaub ich ausgebucht. Bitte unbedingt trozdem anfragen, möchte auch so gerne ausprobieren, e.v. machen sie ja bei genügend Anfragen einen neuen Kurs auf =)

  • sensoprotrainer…. das neue Sportgerät aus der Schweiz… Weltneuheit…Frauen lieben es , Männer und Kinder auch…

  • John Bähler sagt:

    EMS, Elektro Muskel Stimulation, bringe so gut wie nix, meint mein Hausarzt. Stimmt das so? Gibt es wissenschaftliche Studien über die Wirksamkeit von EMS? Ich möchte Übergewicht verlieren und somit Blutdruck und Blutzucker senken. Vielen Dank für hilfreiche Antworten!

    • Bruno Menzi sagt:

      Das Körpergewicht ist direkt über die Ernährung beeinflussbar (welche bei Ihrem Blutzucker glaub sowieso besondere Aufmerksamkeit verlangt), die Fitness durch körperliche Aktivität. Ich empfehle als ersten Schritt die Beratung bei einer kompetenten, für diese Kombination erfahrenen Ernährungsberaterin.

    • Bruno Müller sagt:

      Es gibt ein paar Studien (http://www.miha-bodytec.com/en/studies/). Ich finde es sehr gut, um Muskeln aufzubauen, in Ergänzumg zum normalen Kraftraining. Es ist aber ziemlich anstrengend. Mehr Muskeln -> höherer Kalorienverbrauch in Ruhe -> Gwewichtsverlust. Es ist sicher kein Wundermittel zum Abnehmen, aber es bringt definitiv was. Man muss aber dranbleiben und halt auch auf die Ernährung achten. Ich mag intermittend fasting (16h fasten, 8h essen).

      • Dani sagt:

        Das Problem ist, dass das EMS Training eigentlich für Astronauten gedacht war, um den Muskelschwund in der Schwerelosigkeit zu bekämpfen. Ich attestiere dem EMS primär einen medizinischen Nutzen, weil wenn jemand tiefe Verspannungen hat, kann man hier gezielt vorgehen, und auch Muskelpartien stimulieren, die eine Operierte Person so noch nicht trainieren kann mittels normalen Übungen. Aber Muskelaufbau und höherer Kalorienverbrauch zweifle ich schwer an. Zudem ist das Gefühl einfach FUCKE unangenehm für mich.

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