Äh, danke, Mama …?

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Der Muttertag steht vor der Tür, und während wir noch überlegen, ob wir wieder einen Strauss über Fleurop schicken lassen sollen oder diesmal vielleicht was Einfühlsameres schenken, zum Beispiel mexikanische Schmerzmittel aus dem Internet, und während wir weiterhin überlegen, was eigentlich mit unseren Muttertagsgeschenk vom letzten Jahr, der dreiteiligen DVD-Dokumentation über Hitlers Atlantikwall, passiert ist … erinnern wir uns auch an den einen oder anderen wohlmeinenden Rat, den uns unsere Mutter mit auf den Lebensweg gegeben hat. Und wenn wir älter sind als acht, dann wissen wir inzwischen auch, wo sie daneben lag. Wir sind inzwischen sogar so alt, dass wir im Folgenden – um zu verhindern, dass diese Trugschlüsse und Ammenmärchen von Generation zu Generation weitergegeben werden – uns ein Herz fassen und endlich mal die Top Ten der klassischen Mütter-Irrtümer und -Missratschläge auflisten können:

  1. «Was man abends isst, macht dicker.»

  2. «Man sollte Freundschaften immer im persönlichen Gespräch beenden.»

  3. «Von eins bis drei ist Mittagsruhe!»

  4. «Wenn du zu unbescheiden auftrittst, denken die Leute, du wärst schlecht erzogen.»

  5. «Don't talk to strangers.»

  6. «Wenn du was Süsses willst, iss einen Apfel.»

  7. «Meine selbstgemachten Hamburger schmecken doch genau wie die bei Burger King.»

  8. «Deine Freunde mögen dich auch ohne Adidas-Turnschuhe.»

  9. «Wenn jeder was mit raus nimmt, ist der Tisch sofort abgeräumt.»

  10. «Frauen mögen keine Männer, die Motorrad fahren und 'ne Augenklappe tragen.»

… in diesem Sinne: Happy Mother’s Day! Und, okay, hier kommen zum Ausgleich noch fünf Dinge, bei denen Ihre Mutter Recht hatte:

I. «Sag’ immer bitte und danke.»

II. «Jedes Pfund geht durch den Mund.»

III. «Halt’ dich gerade!»

IV. «Nimm Sonnencreme!»

V. «Männer sollten sich nicht parfümieren.»


Im Bild oben: Seth Rogen und Barbra Streisand als Son und Mutter im Film «The Guilt Trip» (2012). Foto: Paramount

14 Kommentare zu «Äh, danke, Mama …?»

  • Philipp Rittermann sagt:

    der muttertag ist reiner kommerz. falls man zu seiner mama anständig sein- und ihr was gutes tun will, gibts unter jahr mehr als genug gelegenheiten. abschaffen. ich hätte vielleicht bloss einen kleinen hinweis an die mamis: „he mutti, lass mal den suv heute in der garage – die tulpen kommen per post und der papi bringt dir nach feierabend den klunker mit! zum yoga kannste heute mal laufen!“

  • michael sagt:

    muttertag ist wie der vatertag der reine kommerz ! wir kinder haben uns unseren eltern doch nicht aufgezwungen ! wir sind in einem mehr oder weniger schwachen moment unserer eltern entstanden. dann haben sie sich entschlossen, die daraus entstehenden konsequenzen zu tragen und haben uns gross gezogen. wofür soll ich mich da jetzt bedanken ? das sie es gut gemacht haben ?

  • Lord Henry sagt:

    Hitler’s Altlantikwall ? Heißt denn nicht des unvergleichlichen Guido Knopps Alterswerk : „Hitler und der Muttertag“ ? Oje, hoffentlich habe ich jetzt nicht eine neue 12- teilige ZDF Dokumentation damit angeregt. Manchmal fällt es uns Deutschen eben doch schwer, unsere umfangreiche Geschichte nicht auf die unsäglichen 12 Jahre zu reduzieren…..

  • Katharina I sagt:

    Dada bin ich jetzt nicht einverstanden. Wo sie angeblich Unrecht hatte, lag sie richtig und umgekehrt, finde ich. 🙂 Beim Sonnenschutz bin ich mir aber noch nicht sicher.
    Ja, der Muttertag ist Kommerz. Das sind halt die Händler, die machen aus allem Kommerz. Aber auch wenn der Muttertag ganz unkommerziell wäre, fände ich ihn komisch.

  • feldmann irene sagt:

    nr. 10 ist ABSOLUT richtig……..grins………die waschen sich fast nie……………………..und muttertag??? sich mal überlegen, aus welchem ABGRUND oder HOCHSITZ wir alle gekommen sind…….happy mothersday—and of course DO NOT FORGETT,,,,,,,happy fathersday too,,,,,without it impossible…….

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