Zeichen der Zukunft

Wie es weitergeht
Tingler

Ob das Dorf in der englischen Grafschaft Dorset nun Wool, Vegan Wool oder sonst wie heisst, ist diesem Schaf so was von egal. Foto: iStock

Das alte Jahr ist noch nicht einmal rum, meine Damen und Herren, geschweige denn die Feiertage wären durchgestanden – da leuchten schon erste Zeichen der Zukunft. Man muss sie nur zu lesen wissen. Wir fangen mal an:

  1. Zukunft für den Bart

    Batteriebetrieben, bunt und Hipster-freundlich, so strahlen sie bereits auf Instagram: die Weihnachtslichter für den Bart. Hitzefrei. Aber Vorsicht mit Flüssigkeiten.

  2. Zukunft fürs Papier

    In Dänemark wird die Post jetzt nicht mehr täglich zugestellt. Sagt Doris Leuthard.

  3. Zukunft für die Sprache

    Der angelsächsische Sprachraum, dem auch in diesen Belangen eine gewisse Leitfunktion zukommt, hat ein neues Verb kreiert, was als Zeichen der Zeit gelten kann: «to empty-seat» bezeichnet vor allem im Rahmen von politischen Anhörungen und Ausschüssen die demonstrative Bereitstellung einer leeren Sitzgelegenheit für eine Person, die eigentlich anwesend sein sollte. Prominentestes Beispiel: «to empty-seat Mark Zuckerberg». Vorschlag zur Übersetzung: «leerplatzieren».

  4. Zukunft für den Luftverkehr

    Nach Beschwerden von Billigfluglinien über betrunkene und sich ungebührlich benehmende Passagiere sollen die Bars an den internationalen Flughäfen in Grossbritannien von 04.00 bis 08.00 Uhr morgens (!) keinen Alkohol mehr ausschenken dürfen. (Übrigens: Im Vereinigten Königreich ist es illegal, im Flugzeug betrunken zu sein.)

  5. Zukunft der Debatte

    Wie die New York Times meldet, wünscht der britische Zweig der Tierschutzorganisation Peta, dass das historische Dorf Wool in der englischen Grafschaft Dorset seinen Namen ändern soll, und zwar in «Vegan Wool». Das kam dort nicht so gut an. Auch weil der Name des Ortes nichts mit Wolle zu tun hat, sondern sich herleitet von «Wyllon» oder «Well», also «Brunnen» bzw. «Quelle».