Besuch ist da!

Hauptsache, man ist vorbereitet.

Treffen bald auf unseren Bundespräsidenten und die Bahnhofstrasse: Herr und Frau Trump. (Foto: Reuters/Kevin Lamarque)

Donald Trump kommt in die Schweiz, meine Damen und Herren! Und Sie wissen ja, wie der amerikanische Präsident Länder nennt, die ihm nicht gefallen (mutmasslich, natürlich). Im unlängst erschienenen Sachbuch «The Dangerous Case of Donald Trump», in dem 27 Psychologen, Psychiater und Experten für mentale Gesundheit den 45. Präsidenten der USA unter die Lupe nehmen, werden Trump unter anderem ein «hypermanisches Temperament», eine «wahnhafte Loslösung von der Wirklichkeit» und «paranoide Hyperempfindlichkeit» attestiert. Also eigentlich ganz einfach im Umgang, sofern man ein paar Vorkehrungen trifft:

  1. Bundespräsident Berset sollte vor seiner Begegnung mit Trump ein paar Bodycheck-Manöver mit dem HC Davos trainieren. Denn Herr Trump hat die (mutmassliche) Angewohnheit, andere Staatschefs bei offiziellen Terminen gelegentlich recht rabiat aus dem Feld zu räumen. Das sind keine schönen Bilder.

  2. Wir brauchen ein Ehegattenprogramm für Melania. Vielleicht möchte sie ja zum Einkaufen nach Zürich. Den osteuropäischen Akzent ist man an der Bahnhofstrasse zum Glück gewohnt. So ist eine Wiederholung von #handbaggate, wie es damals der (mutmasslich) zukünftigen US-Präsidentin Oprah Winfrey passiert ist, wenigstens unwahrscheinlich. Phew!

  3. Apropos Melania: Wichtig anlässlich des Besuchs sind auch Absperrungen um die slowenische Botschaft in Bern. Und zwar, damit die da nicht rauskommen. Repräsentanten der Republik Slowenien versuchen nämlich (mutmasslich) regelmässig, Melania zu erreichen, die sich dadurch (mutmasslich) belästigt fühlt und nicht auch noch an ihre (mutmasslich) dornenreiche Herkunft erinnert werden möchte. Melania hat schon genug auszuhalten. Noch selten wurde einer unschuldigen (mutmasslichen) Goldgräberin eine so hohe Rechnung präsentiert.

  4. Wir brauchen eine Freiwillige als Tischdame für Donald Trump. Vorschlag: Jacqueline Badran. Wollen wir doch mal sehen, wer hier die grösseren Hände hat. Switzerland first!

  5. Bleibt das Problem des Willkommensgeschenks. Vorschlag: ein gigantischer Schokoladen-Atomknopf von Lindt & Sprüngli. Üppig mit essbarem Blattgold belegt.

8 Kommentare zu «Besuch ist da!»

  • K. Hauser sagt:

    … und so etwas halten Sie für Humor, Herr Tingler?
    Vielleicht schreiben Sie mal eine sarkastische Glosse über Frau Merkels Verfassungsbruch im Zusammenhang mit der Grenzöffnung 2015.. Ja, auch dazu gibt‘s eine Studie, und zwar nicht von irgendwelchen Pussyhat – Psychologen, sondern von deutschen Staatsrechtlern.
    Und wenn Sie die First Lady der USA eine Golddiggerin nennen, könnten Sie bei anderer Gelegenheit die Frau Merkel ja wenigstens ‚ehemalige FDJ Sekretärin‘ nennen…
    Freilich, in diesem Fall wäre etwas (Zivil-) Courage gefragt, während das Trump- Bashing weder bei Ihrem Arbeitgeber und noch in den ‚richtigen‘ Kreisen aneckt, sondern gratis und franko zu haben ist. Geschenkt.

    • Othmar Riesen sagt:

      @Hauser: Ihr Kommentar ist so daneben, dass er ja noch lustiger ist als jener von Herrn Tingler! Das ist halt typisch für Rechtspopulisten (war schon immer so), dass sie keinen Sinn für Humor haben.

      • Victoria Steffen sagt:

        @Othmar Riesen. Natürlich zeichnen sich die Linken und die Linksextremen – das linke Pendant der Rechtspopulisten – dadurch aus, dass sie von Humor nur so strotzen. Das sieht man ja des öfter, wenn an Veranstaltungen ein lustiges Feuerchen angezündet wird. Am liebsten CO2-neutral mit Containern oder Autos.
        @Herrn Tingler. Grundsätzlich liebe ich Ihre unbequemen und träfen Kolumnen. Aber diese ist nur doof und „mainstream-ig“. Aber auch Sie dürfen das einmal.

  • BeniLuzern sagt:

    In gewohnt guter und humoristischer Weise von meinem Lieblingsautor mit spitzer Feder auf den Punkt gebracht!

  • Tom sagt:

    Falls Frau Trump bei Trudi Götz einkauft, sollte man auf Barzahlung bestehen. Das gilt auch für Hotel-, Transport-, Übernachtungs-, Flughafen-, Kerosin- undsoweiterkosten zum WEF-Besuch von Trump und seiner Entourage. In den USA herrscht Shut-down.

  • Vivian sagt:

    Ein Niveau, das schwer zu unterbieten ist, Herr Tingler.

  • Kristina sagt:

    Wussten Sie, dass Schuhe ein Outfit ruinieren können?

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