Die undankbarsten Berufe der Welt

5 Beschäftigungen mit dem geringsten Sex-Appeal. Sad!

Wie kann man nur Model werden wollen? Foto: Pexels

Es gibt offenkundige Traumberufe, meine Damen und Herren: Klassischer Harfenist, zum Beispiel, oder Boxtrainer oder Papst. Oder Münzkundler. Dann wiederum gibt es diese Berufe, die im Small Talk für Schweigen sorgen: «Product Analyst», etwa, oder «Personalreferentin» oder «Programmierer». Und schliesslich gibt es die eindeutig schlimmeren Arten, sein Geld zu verdienen, beispielsweise als Aasbeseitiger auf viel befahrenen Strassen. Oder Kleinkünstler. Oder Präsident von Afghanistan. Oder Model. Wie kann man nur Model werden wollen? Ich meine, Prostituierte oder Politiker könnte ich zur Not noch verstehen – aber Model? Und da wir dabei sind … hier kommen noch ein paar weitere undankbare Beschäftigungen:

  1. Fussballfunktionär

    Der Ruf ist völlig ruiniert. Gilt für ungefähr so schlimm wie Hedgefondsmanager, Politesse oder Investmentbanker.

  2. Systemanalytiker

    Weil dann jeder denkt, man gehe in seiner Freizeit als Stormtrooper verkleidet auf Comic-Messen. Was meistens auch so ist. Das Gleiche gilt für «IT-Experte». Überhaupt scheinen die meisten Experten nicht eben anziehend. Oder wie klingt für Sie: «Handyexperte Jörg Dingens von der Computerzeitschrift XY»? Eben. Nicht so sexy. Genauso wie «Verwaltungsexpertin» (ausser bei entsprechender Fixierung). Oder der sogenannte Aviatik-Experte, der sich für Skype-Interviews regelmässig vor ein verkramtes Ikea-Regal setzt und mit Gemeinplätzen um sich wirft wie mit Konfetti.

  3. Präsentator im Verkaufsfernsehen

    So ungefähr die letzte Station vor der Stripstange. Gleiche Kategorie, wenn auch regelmässig weniger stripstangentauglich: Fernsehwahrsager (wirken, egal welchem Geschlecht sie mutmasslich zuzuordnen sind, regelmässig wie Susan Boyle ohne die Starqualität). In diese Abteilung fällt auch «Ex-Miss» als Berufsbezeichnung. Beziehungsweise «Ex-Irgendwas». Oder «Werbe-Ikone».

  4. Literaturkritiker

    Gestatten Sie mir, den grossartigen Alfred Kerr zu zitieren: «Kritiker zu sein ist ein dummer Beruf, wenn man nichts ist, was darüber hinaus geht.»

  5. Chauffeur einer weissen Hummer-Stretch-Limo

    Noch schlimmer, als exaltierte Vertreter des unteren Angestelltenmilieus zu befördern, die durchs Dach zu steigen versuchen, ist wohl das Gefühl, zu spät zu sein. Um etwa zwei Dekaden.