Getrennte Nationen

Was wir im September gelernt haben.

Weitere Trump-Premiere: Selbst Simbabwes Alleinherrscher Mugabe is not amused. (Fotos: Keystone)

Der September liegt hinter uns, meine Damen und Herren, und der Sommer ebenfalls, und wir haben wieder was gelernt … nee, nicht dass Angela Merkel deutsche Kanzlerin bleibt, das wussten wir alle doch irgendwie schon lange. Sondern Folgendes:

  1. In Japan ist eine neue Coca-Cola-Variante lanciert worden: «Coca-Cola Coffee Plus». Mit 50 Prozent mehr Koffein und 50 Prozent weniger Kalorien als das reguläre Coke. Und, natürlich, ohne Alkohol. Andere Lebensmittel hingegen enthalten versteckten Alkohol, zum Beispiel: Ketchup, Marzipan, Industrie-Marmorkuchen.

  2. Das menschliche Hirn benötigt trotz seiner beachtlichen Informationsverarbeitungsleistungen bloss so viel Energie wie eine 60-Watt-Glühbirne. Sagt der Neurowissenschaftler David Eagleman.

  3. Eagleman sagt ebenfalls, dass die Existenz eines Bewusstseins den Menschen zum erfolgreichsten Geschöpf auf Erden werden liess. Nun ist es aber so, dass das Bewusstsein eine Tendenz hat, sich den freien Willen einzureden, auch wenn eine Entscheidung deterministisch erfolgt. Zum Beispiel beurteilt man seine Mutter freundlicher, wenn man ein warmes Getränk in der Hand hält.

  4. September ist ein idealer Monat zur Validierung von Murphy’s Locker Room Law. Dieses besagt: Nachdem man sich für einen freien Schrank im Umkleideraum entscheiden hat, erscheint als nächstes die Person, die den Schrank genau daneben in Besitz genommen hat. Und zwar erscheint jene Person exakt in jenem Moment, in dem man vom Training zurückgekommen und dabei ist, sich auszuziehen, in welchem Prozess man bereits etwelche Sachen auf der Bank vor den Schränken ausgebreitet hat.

  5. Die Vereinten Nationen werden zum Pausenhof. In der ganzen Nordkorea-Sache wurde allerdings ein anderes Phänomen ein wenig übersehen: Simbabwes Alleinherrscher Robert Mugabe erklärte vor der UN-Vollversammlung, durch Donald Trump «peinlich berührt» zu sein. Eine erstaunliche Gefühlsregung für jemanden, der seit 30 Jahren als einer der gruseligsten Diktatoren der Welt amtiert. Donald Trump hat wieder eine Premiere inspiriert!

2 Kommentare zu «Getrennte Nationen»

  • Katharina I sagt:

    Ach, Herr Tingler. Was wären diese verschlafenen Sonntagmorgen ohne Ihre Texte? Und überhaupt alle Tage? Doof! 🙂 Doch ich glaube, dass es kein Bewusstsein ohne einen freien Willen gibt. Denn ohne den ist ein Bewusstsein ziemlich nutzlos.

  • Anh Toàn sagt:

    Ok, Trump brüstet in Umkleidekabinen damit, andere „peinlich zu berühren“, aber echt, den Mugabe hat er auch begrabscht?

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