Kim kocht

Aber zur Abwechslung mal nicht vor Wut.
Merke: Hände sind praktisch, um die Frisur in Form zu halten. Foto: Mike Segar (Reuters)

Merke: Hände sind praktisch, um die Frisur in Form zu halten. Foto: Mike Segar (Reuters)

Kürzlich wurde gemeldet: Kim Kardashian West (kurz KKW) überlegt sich, ein Kochbuch zu schreiben, meine Damen und Herren. Es ist nämlich so, dass ihrem Mann Kanye ihr Essen so gut schmeckt. Das hat Kim auf diese Idee gebracht. Sie erinnern sich: Kim und Kanye, kurz Kimye, sind dieses Pärchen, dem Taylor Swift unlängst Rufmord vorgeworfen hat. Wir hier finden das super. Also nicht den Rufmord. Sondern das mit dem Kochbuch. Denn wir sagen uns: Besser ein Kochbuch als noch ein Selfie-Buch. Oder gar Belletristik, die wir dann im «Literaturclub» besprechen müssten.

In der Tat meldete mit «Vanity Fair» eine üblicherweise überaus wohlunterrichtete Quelle, dass Kimberly, ganz wie es ihrer unternehmungslustigen Art entspricht, sogar noch weiter denkt: Sie möchte vielleicht, nach dem Vorbild der ununterdrückbaren Gwyneth Paltrow, gar ein ganzes virtuelles Lebenshilfe- und Verschönerungsportal lancieren, also so was wie Gwyneths Seite «Goop», wo sich Ratschläge zur Ernährung, Lebensgestaltung und Haushaltsführung mit so Geschenktipps wie einem Paar Hanteln aus Gold für 125’000 Dollar verbinden. In Kimmies Fall könnte man die Seite dann «Kook» nennen, obersuper. Und wie wäre es als Muttertagspräsentempfehlung zum Beispiel mit einer weissen Himalayan Birkin, die zusätzlich noch in flüssiges Gold getaucht wurde? Und zwar von Damien Hirst? Nur so eine Idee.

Aber jetzt erst mal zurück zu Kims Kochbuch. Da hätte ich nämlich auch ein paar Ideen. Und zwar für die Kapitelüberschriften. Zum Beispiel:

  1. «Gerichte, bei deren Zubereitung man beide Hände für die Haare frei hat»
  2. «Die besten Selfie-Winkel mit dem Hühnchen»
  3. «Backen und Braten mit der Himalayan Birkin»
  4. «Wie arrangiere ich komplizierte Nudeln am besten für Instagram?»
  5. «Messer, Gabel, Schere, Licht: Irgendetwas stimmt hier nicht …»

 

4 Kommentare zu «Kim kocht»

  • R.H. sagt:

    Immer wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo der noch grössere B.S. daher.
    …Und leider gibt „die Herde“ ihnen recht.

  • LiFe sagt:

    Stell dir vor du hast Ideen und du stellst fest deine Ideen kosten Milliarden. Ach ja, man könnte Bücher schreiben! Satire und Komödien! Damit könntest du Ideen bewegen. Von wegen! Du bist nicht Kim! Welcher Verlag wird sich für dein Schreiben interessieren? Projekt Buch kannst du vergessen und allesamt Ideen und Innovationen. Schade um Ideen! Ein hoch auf den Erfindergeist, aber bitte nicht vor Wut kochen!

  • Jacques sagt:

    Kim kocht – zum Glück nicht für mich. Für mich kocht eine Grande Dame aus Frankreich – die mit ihrer Kochkunst bereits die Daenen überzeugte. Bei der Babette gibt es jedesmal ein Fest.

  • marusca sagt:

    Hoffentlich gibt es in diesem Buch auch ein paar Rezepte mit fettem Hinterschinken…

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