Kuchen und Kinder: Die Welt für die Frau

IMG_4393

Gewiss erinnern Sie sich, meine Damen und Herren, an meinen Hinweis neulich an dieser Stelle auf überkommene (oder überkommen geglaubte) Familienbilder und Geschlechterrollenstereotype in der Küchenkampagne von Ikea. Einige von Ihnen waren mit diesem Hinweis gar nicht einverstanden. (Sehr schön finde ich auch immer das Argument, man solle sich doch jetzt bitte nicht mit so was befassen, wo es gerade so viele Flüchtlinge gebe. Das hat was von Haupt- und Nebenwiderspruch und lässt sich ohne Aufwand jederzeit überall anbringen. Mutmasslich im Gegensatz zu einer Ikea-Küche.) Nun würde mich natürlich interessieren, was Sie zu jener Reklame sagen, die auf obigem Bild zu sehen ist. Ich persönlich finde das, was niemanden überraschen wird, in seiner Biederkeit und Konventionalität sogar noch rückständiger als Ikea. Und Sie?

21 Kommentare zu «Kuchen und Kinder: Die Welt für die Frau»

  • Brenner sagt:

    Meine Frau macht die besten Wähen der Welt. Ich habe ihr das aber jetzt verboten, weil, wer will schon ein Geschlechterrollenstereotyp daheim. Jetzt muss sie meine verbrannten Kuchen essen, aber wir fühlen uns korrekt dabei.

  • Julia King sagt:

    Ich (als arbeitende Frau) sehe das so:
    „Haupt- und Nebenwiderspruch“ ist für mich die Tatsache das eine Frau die nur Hausfrau und Mutter ist (ich wollte das zuerst in die Gänsefüsschen stellen, aber da kam mir in den Sinn dass DIE es immer so schreiben, ich meine die Frauen die hauptsächlich wirklich Hausfrauen und Mutter sind) Fertigteig von Leisi kauft und nicht schnell die Zutaten in die Küchenmaschine wirft und ruckzuck selbst einen macht; Zudem sich dann auch die Kinder freuen als ob es was speziell wäre…
    Blick von dem Mann ist auf die „glücklichen Kinder“ gerichtet! Wie am Anfang 1950

  • Maurice sagt:

    Ist nicht das einzig Rückständige an diesem Bild Ihre Interpretation davon, Herr Tingler?

  • Julia King sagt:

    (ich weiss, die Flüchtlinge!)
    Herr Tingler, was ich Sie schon immer fragen wollte…mögen Sie Javier Marias?

  • Olga Lang sagt:

    Das passt leider genau in jetzigen Zeiten. Einfach die 15-18 Jährige nachfragen: sie wollen gerne studieren oder was lernen aber dann einen reichen Mann heiraten und Kinder kriegen. Seit den letzten 7-8 Jahren habe ich wirklich das Gefühl, wir gehen zurück Richtung 1950…

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.