Sollen sie doch Kuchen essen!

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Neulich, meine Damen und Herren, kommt mir also eine Anzeige der Migros in die Hände, und zwar für ihren Financier Cake. Ein wunderbarer Name für einen Kuchen, finden Sie nicht? Moment, ich bringe ihn mal in einem Satz unter: «Darf ich Ihnen ein Stück Financier Cake anbieten, meine Dame?»

Es ist offenbar umstritten, ob dieser traditionsreiche französische Kuchen seinen Namen von seiner goldbarrenähnlichen Form herleitet (die sich jedenfalls in der Migros-Variante nur noch mit ein wenig Fantasie erkennen lässt; siehe Bild) – oder daher, dass er einfach in Pariser Finanzkreisen so wahnsinnig beliebt war. Auch Börsenmakler essen gern Kuchen. Nun, früher jedenfalls. Heute laufen sie Marathon. Egal. Unser heutiges Thema ist also: Namen. Die beliebtesten Vornamen für Mädchen in der Deutschschweiz lauten ja, wie neulich bekannt wurde: Mia, Lara, Emma. Ja nun. Wissen Sie, was ich einen super Vornamen für ein Mädchen finde? Notburga. So hiess neulich eine Kandidatin bei «Liebesg’schichten und Heiratssachen».

«Ich habs», sagte ich zu Richie, dem besten Ehemann von allen, der neben mir auf dem Sofa lag, «vielleicht sollten wir unsere Adoptivtochter Notburga nennen!»

«Nanu», erwiderte Rich, «ich dachte, wir wollten unsere Adoptivtochter La Toya nennen?»

«Genau!», rief ich. «La Toya Notburga! Das ist es. Das öffnet alle Türen!».

BM_wolf_663 Würden sich besser Kuchen statt Firmen einverleiben: Eine Horde Börsenmakler im Film «Wolf of Wallstreet». Foto: Universal Pictures