Das Dasein in Fakten

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Wussten Sie, meine Damen und Herren, dass sich unsere biologische Ausstattung in den letzten 30’000 Jahren nicht geändert hat? Crazy, huh? Ich meine, wie viele Adobe-Updates sind wohl im Lauf von 30’000 Jahren fällig? Jedenfalls wirft einen so ein Faktum des Daseins irgendwie zurück auf diese grundlegenden Fundamente unserer Existenz. Ich habe hier noch ein paar mehr davon für Sie. So als kleine Anregungen, um mal wieder über das nachzudenken, was wirklich wichtig ist. Möglicherweise. Who knows. Here we go. Machen Sie was draus.

  1. Nur 0,1 Prozent dessen, was das Gehirn gerade tut, gelangt ins Bewusstsein.

  2. Ganze 75 Prozent des Universums sind leer.

  3. Gemäss der aktuellen Ausgabe der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) existieren laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genau 108 psychische Störungen.

  4. Genau 37 Prozent aller Newsnet-Besucher schrecken davor zurück, einen Link anzuklicken, der das Wort «Dasein» enthält.

  5. Okay, das Letzte hab ich mir gerade ausgedacht. Aber deshalb ist es ja nicht weniger wert. Oder, wie Heidegger sagen würde: «Zur Geworfenheit gehört, dass das Dasein, solange es ist, was es ist, im Wurf bleibt.»

Bild oben: Das Universum besteht grösstenteils aus nichts. Bild: M. Kornmesser (ESA, AFP, Keystone)

20 Kommentare zu «Das Dasein in Fakten»

  • zweistein sagt:

    „Ganze 75 Prozent des Universums sind leer.“

    Bloss? Ich hätte gewettet es wären 99.999%.

    • Marina Trachsel sagt:

      Kommt darauf an, wie granular sie denken. Je nach Betrachtung sind ja sogar 99.999999999% von fester Materie (z.B. Eisenstange) leer. (Kein Witz, basierend auf Kerndurchmesser = 1/10’000 Atomdurchmesser).
      Das Wesen des Daseins ist vielleicht, dass es da, wo wir es vermuten, meist nicht ist. (Wobei ja auch unser Vermuten, materiell gesehen, grössenteils aus Leere besteht)

    • Zweifel sagt:

      Eigentlich besteht sogar nur ca. 0.0000000000000000000042% des Unviersums (Volumen) aus Materie…

    • tststs sagt:

      Sie Materalisten-Kompanie Sie! Natürlich besteht das Universum zu 100% nur aus Ideen! 😉

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Genau an dieser Aussage bin ich jetzt auch gerade hängen geblieben. Man möge dazu vielleicht zuerst „nicht leer“ definieren.

  • Radix sagt:

    Die Schlagzeile heisst „Das Dasein in Fakten“. (1) Was ist Dasein? (2) Wo sind in diesem Eintrag die tatsächlich wichtigen Fakten wie Liebe, Glück, Nahrung, Berufung, Verdauung und ähnliches mehr?

    • Marina Trachsel sagt:

      ist Glück wirklich ein Fakt?
      Zweifelsfrei aber ist Verdauung ein wesentlicher Fakt fü Glück.

    • Radix sagt:

      Marina, haben Sie schon einmal „echtes“ Glück verspürt? Wenn ja, war (oder ist) es Faktum. Wenn nein, müssen Sie es ändern. Übrigens ist die erste Frage jene nach dem Dasein. Wissen Sie eventuell, was das ist?

  • Anh Toan sagt:

    Wenn wir sagen etwas sei leer, haben wir noich nicht erkannt, was da ist, wo wir meinen es sei leer.
    Tucholski hat mal was geschrieben über Löcher (zur soziologischen Psychologie der Löcher). Das Schönste darin find ich, nach der Erwähnung von Goebbels wenn über Löcher geredet wird, die Fragen, wo ein Loch bleibt, wenn es zugestopft wird, und ob zwei Löcher gleichzeitig am selben Ort sein können. Und noch: „Manche Gegenstände werden durch ein einziges Löchlein entwertet: Ein Fahrschein, eine Jungfrau und ein Luftballon.“

    • Irene feldmann sagt:

      Sie erschrecken mich……

    • Anh Toan sagt:

      @Irene Feldmann: Jö…das wollte ich nicht.

      Eine Jungfrau unter Gegenstand zusammenfassen, wie dies Tucholski macht, ist zumindest heute unkorrekt, aber ich denke auch heute, die Jungfrau wird durch das Löchlein entwertet als Jungfrau, ihr Dasein als Jungfrau ist beendet, womit nicht gesagt ist, dass sie als nicht mehr Jungfrau weniger Wert hat. Fräulein ist ja ein Diminutiv von Frau.

      Ich hoffe, jetzt gehts wieder. Aber vielleicht habe ich oder Tucholski Sie mit etwas Anderem erschreckt?

    • Radix sagt:

      „Manche Gegenstände werden durch ein einziges Löchlein entwertet.“ Bezüglich Jungfrau erweise ich auf den uralten Übersetzungsfehler in Is 7,14. Übrigens entwertet das Wörtchen „entwertet“ Ihren schätzenswerten Kommentar. Schade.

    • Irene feldmann sagt:

      Ahn Toan: correction, war es doch mehr das Tucholsky~göbbels~ Jungfrau Trio welches mich irritierte, aber Hey, Philosophie seems to have No limits……

  • Christoph Bögli sagt:

    Was genau soll eine „biologische Grundausstattung“ sein? Auf genetischer und epigenetischer Ebene finden jedenfalls permanent Veränderungen statt, selbst wenn sich das im Normalfall nicht wirklich wahrnehmbar äussert. Manchmal allerdings schon, blaue Augen etwa basieren auf einer Mutation, die wohl vor ca. 10’000 Jahren entstand. Aber vielleicht gehört die Augenfarbe ja nicht zur „Grundaustattung“..

    • Meinrad Angehrn sagt:

      Oh, es gibt Menschen, die mir sagen, ich hätte vor allem am Sonnenlicht sehr schöne blaue Augen. Räusper. – Danke.

  • Jörg Wirz sagt:

    Naja, da kommt mir nur folgendes Zitat in den Sinn:

    „Mit leerem Kopf nickt es sich leichter.“

    • Meinrad Angehrn sagt:

      Mir kommt der folgende Spruch in den Sinn: „5 Minuten dumm stellen, erspart oft eine Stunde Arbeit.“ Von diesem Spruch gibt es in einer gut sortierten Papeterie auch Stempel zu kaufen. Ob das Komma im Zitat richtig gesetzt ist, bin ich nicht hundert Prozent sicher.

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