Haarsträubende Wahrheiten über das Fliegen

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Ich bin noch ein bisschen erschöpft, meine Damen und Herren, weil ich eben «Gravity» auf DVD gesehen und immer wieder Sandra Bullock zugerufen habe: «Halt dich fest, Mädchen! Halt dich fest!» (Ich rede andauernd mit dem Fernseher. It’s my cardio. Neben dem richtigen Cardio, natürlich.) Mein Opa hat das früher auch immer gemacht. Mit dem Fernseher geredet, meine ich. Worauf meine Grossmutter sich mit ihrem Cartier-Feuerzeug eine Dunhill anzündete, den Rauch seufzend in die Luft entliess und sprach: «Die hören dich doch nicht, Fritz!»

Apropos Fliegen: Ich fliege ja, wie Sie wissen (oder auch nicht), relativ viel (wenn auch nicht durchs All wie Sandra Bullock), und da fiel mir neulich jenes Schild auf, das Sie auf obigem Foto sehen; ein guter Hinweis zur Etikette des Boarding – und Deboarding. Denn ganz allgemein gilt ja: Falls es unbedingt erforderlich ist, dass Sie Ihre im Gepäckfach verstaute Daunenjacke sofort nach der Landung wieder anziehen, versuchen Sie bitte, andere wartende oder noch sitzende Passagiere während dieses Vorgangs nebenbei nicht allzu oft ins Gesicht und sonst wohin zu schlagen. Noch wichtiger indes wäre, sich Folgendes vor Augen zu halten: Es ist in der Regel nicht erforderlich, dass Sie Ihre im Gepäckfach verstaute Daunenjacke sofort nach der Landung wieder anziehen. Sie können damit problemlos warten, bis Sie durchs Fingerdock in den Terminal gelaufen sind – und damit allen Beteiligten das Leben etwas leichter machen. Thank you.

Und, noch mal apropos: Neulich las ich in der «Huffington Post»: «16 Alarming Airline Secrets». Darunter so Sachen wie: dass man die Tür der Flugzeugwaschräume von aussen entriegeln kann und dass die Klapptische wahre Petrischalen für alle möglichen Bazillen wären. Olle Kamellen. Auch dass der Kapitän einen verhaften könne und manchmal während des Fluges einschlummert, ist nichts Neues, ebenso wie der Umstand, dass im Cockpit geraucht wird oder dass die Passagiere die Schwimmwesten klauen oder das Kabinenpersonal Textnachrichten verschickt nach der Durchsage, dass man nun bitte sämtliche elektronischen Gerätschaften abschalten solle.

Aber wissen Sie, was mich wirklich leicht geschockt hat? Dass dem «Wall Street Journal» zufolge die Decken und Kissen an Bord nur so alle 5 bis 30 Tage gereinigt werden. Und bitte gehen Sie jetzt nicht davon aus, Sie würden eine frische Decke kriegen, bloss weil dieselbe in Plastik verpackt ist. Scary, huh?

15 Kommentare zu «Haarsträubende Wahrheiten über das Fliegen»

  • Xundi sagt:

    Da gibts nur eines: weniger fliegen. Da wird sogar unsere Luft wieder gsünder.

  • Philipp Rittermann sagt:

    ja. in der tat scary. aber nicht verwunderlich. fliegen bis und mit den 70ern war ein gewisses privileg. und auch der service entsprechend. heute ist das wie bus fahren. und da es sich jeder leisten kann, leiden service und qualität und dienstleistungen. (und die saftschubsen werden auch immer älter…). bald wird es „basic-easy“ pakete geben, wo sie vorne einsteigen, beim co-piloten bezahlen und sich dann mittels 3-punkte-gurt an den wandungen anschnallen dürfen – stehend, natürlich. und die kotztüten müssen sie selber mitnehmen, ebenso wie das pinkel-behältnis. hey pal -this- is frightening.

  • Claudia sagt:

    uuhps – das mit der decke finde ich jetzt aber echt scary!!!! und man selber denkt immer die seien frisch gewaschen!!

  • Pedro sagt:

    Ich bin sowieso immer wieder froh, dass ich nicht alles weiss. Auch bevor man im Hallenbad seine Längen schwimmt, muss man unbedingt vorher die Bilder von abgefallenen Heftpflaster, abgelöstem Schamhaar und Schlimmeres ausblenden (schüttel..)

  • Radix sagt:

    Ihr Grossvater hiess Fritz? Alle Achtung!

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