10 Extras, die jede Wohnung braucht

Mit diesen wichtigen Details wird Ihr Heim erst richtig zum Zuhause.

Egal, welchen Stil Sie für Ihre Wohnung wählen, ob nun die Möbel todschickes Design, geerbte Antiquitäten oder unkomplizierte Lösungen aus dem Möbelhaus sind, es braucht immer noch das gewisse Etwas dazu. Solange die Wohnung nämlich nicht belebt, gemütlich und persönlich ist, wird sie nie wirklich ein echtes Zuhause. (Bild über: Bjurfors)

1 — Blumen

Bei uns ist der Samstag jeweils der Tag für einen grösseren Einkauf und eine mal kleinere, mal grössere Putzaktion. Das hat der Samstag bei vielen so an sich. Die meisten sitzen unter der Woche im Büro oder sind sonst auf der Arbeit und sehen ihre Wohnung bloss morgens und abends. Ich bin zwar selbstständig und muss nicht auf genaue Bürozeiten Rücksicht nehmen, doch diese Samstagsroutine ist immer geblieben. Vom Einkauf nehme ich immer Blumen mit. Denn für mich gilt: Erst Blumen einstellen, dann putzen! Sie machen nämlich alles schöner – auch das Putzen und Aufräumen. Wenn die Blumen mal fehlen, dann fehlt meines Erachtens viel. Sie sind ein Zeichen dafür, dass man gerne lebt, Schönheit liebt und sich und seine Liebsten verwöhnt. Dieses elegante Blumenarrangement ist von Swallows and Damsons

2 — Bilder

Leere Wände entzücken nicht, sie reflektieren ganz einfach Leere. So sind Bilder ein sehr wichtiger Bestandteil einer Wohnung. Sie müssen nicht überall sein, aber wenn es gar keine hat, dann fehlt ihr viel. Es braucht nicht die grosse Kunst oder das tolle Statement – klein, fein und persönlich geht auch. Nur die Fertigbilder aus der Bilderabteilung der Einrichtungshäuser gehen nicht. Dann malen Sie lieber selber eines oder gehen auf dem Flohmarkt auf die Suche. Fertigkunst «Made in China», ausgewählt nach Umsatzpotenzial, ist genauso unpersönlich wie eine leere Wand. (Bild über: Nordic Home etc.)

3 — Bücher

Kennen Sie Wohnungen ohne Bücher? Wenn ich eine solche betrete, fühle ich mich von Anfang an unwohl. Kindle in Ehren, aber sorry, der ist gut für die Reise – aber nicht fürs Leben. Bücher versprechen etwas, erzählen auch dem Regal oder dem Stapel eine Geschichte, sie sind Mitbewohner und Freunde, die einen durch das Leben begleiten. Bücher müssen für mich auch zugänglich sein. Es gibt Menschen, die stecken sie in Schränke hinter Türen oder haben sie in den Keller oder in einen Stauraum verstaut, damit sie das stylische, in solchen Fällen meist minimalistische Gesamtbild der Wohnung nicht stören. (Bild über: SF Girl)

4 — Musik

Musik ist noch viel persönlicher als Bilder und Bücher, denn sie geht direkt in die Seele. Musik ist also nicht etwas, das man für andere hat, sondern vor allem für sich selbst. Vergessen Sie sie nie, denn ohne sie macht das Leben nicht ganz so viel Sinn. (Bild über: SF Girl)

5 — Teppiche

Von den grossen starken Gefühlen kommen wir nun wieder auf den Boden. Und da gehören Teppiche hin. Und zwar solche, die gross genug sind, um als Teppich zu gelten. Kleine Matten sind eben bloss Matten. Teppiche vermitteln Wärme, Sinnlichkeit und Komfort, auch Farbe und Textur. Eine Wohnung ohne Teppiche und ohne Vorhänge wirkt immer, als wenn man gerade eingezogen wäre oder schon bereit ist für den Auszug. Es hallt in diesen Wohnungen und es ist immer irgendwie kühl oder kalt – nicht zu verwechseln mit cool! (Bild über: Good News Architecture)

6 — Vorhänge

Viele denken, dass es besonders cool ist, auf Vorhänge zu verzichten. Aber das ist meiner Meinung nach genau umgekehrt. Es wirkt verkrampft, zu denken, dass man irgendetwas machen muss, um cool zu wirken. Coolness hat man oder eben nicht. Da helfen auch keine leeren Fensterlöcher, um das zu ändern. In diesem Raum begeistert mich das einfache, aber wirkungsvolle Vorhangkonzept. Es wurden nämlich einfach Stangen rund um das ganze Zimmer montiert. Die Vorhänge können so gezogen werden, wie man sie gerade braucht oder möchte. (Bild über: Découvrir l’endroit du décor)

7 — Pflanzen

Ok, nicht jeder ist ein Pflanzenliebhaber, ich auch nicht, und viele Zimmerpflanzen sehen vernachlässigt aus. Aber sie sind etwas Lebendiges, und darum geht es. Jede Wohnung braucht lebendige Dinge. Auch Küchenkräuter oder Balkonblumen sind Pflanzen. Es müssen nicht zwingend Zimmerpflanzen sein. Obschon solche, wenn sie bei Menschen stehen, die wirklich einen grünen Daumen haben, bezaubernd sind. (Bild über: Domino

8 — Kleine Ablagemöbel

Meistens gibt man nur den grossen und essenziellen Möbeln Bedeutung, wie Sofa, Bett, Schrank oder Tisch. Vergessen Sie die kleinen Ablagemöbel nicht. Sie sind es, die Charme haben, Persönlichkeit vermitteln und dabei noch viele praktische Funktionen übernehmen. (Bild über: Femina)

9 — Einen Arbeitsplatz

Ein Arbeitsplatz zu Hause gibt diesem einen Ort, um etwas zu machen. Fehlt ein solcher Platz, dann bedeutet Wohnen meist nur essen, schlafen und auf dem Sofa sitzen. Geben Sie sich ein Refugium für Ihre Kreativität, für Ihre Ideen oder Ihr Handwerkstalent, auch wenn es bloss klein ist. Früher gab es das sogenannte Study, was übersetzt wird mit «Herrenzimmer». Die Zeiten haben sich zum Glück verändert, und es wird immer weniger nach traditionellen Rollenmustern gelebt. Aber die Idee hatte eine tieferen Sinn. Frauen wussten immer etwas zu machen im Haus, wenn es nicht Hausarbeit war, dann war es Handarbeit, Kunst oder Gesellschaft, und die Kinder hatten, und haben immer noch, ihre Kinderzimmer. Damit auch die Männer herumwerkeln konnten, gab es eben dieses Herrenzimmer, oder die Werkstatt in der Garage oder im Schopf. Heute ist es von grosser Bedeutung, dass alle Menschen, die in einer Wohnung leben, Orte haben, an denen sie sich zurückziehen – und sich ihren Interessen widmen können. (Bild über: Entrance

 

10 — Einen Sessel

Diese Interessen können auch entspannter Natur sein. Deshalb gehört auch ein Sessel, zu diesen Extras, die jede Wohnung braucht. Er bietet einen Platz, den man nicht teilen muss, wie etwa den auf dem Sofa. Man kann für sich bleiben, auch wenn man mit anderen zusammen ist. Ein Sessel ist fast so was wie eine Hülle, nimmt man auf einem Platz, dann hat man ganz automatisch eine Art Sonderstellung. Ein Sesselplatz hat Gewichtigkeit. Man ist auf einem Sessel immer vor allem bei sich, auch wenn man in Gesellschaft ist. Sessel haben eine stärkende Funktion. Sie können, je nach Stimmung und Bedürfnis, eine kleine Insel, ein Ruheort oder ein Thron sein. Bild über: Coco Kelley 

Credits: 

Blogs und Magazine: Coco KelleyFeminaDominoDécouvrir l’endroit du décorGood News ArchitectureSF GirlNordic Home etc.Bjurfors
Blumen: Swallows and Damsons
Immobilienagenturen: Entrance

 

8 Kommentare zu «10 Extras, die jede Wohnung braucht»

  • Christa sagt:

    Liebe Frau Kohler
    Zauberhaft, dieser Beitrag! Bei der Ansicht der Bilder kriege ich richtiges Herzklopfen vor Begeisterung. Bild 1 „Blumen“ ist ein Augenschmaus und wird ab morgen dem Desktop in meinem Büro als Hintergrundbild dienen und mir den Büroalltag versüssen. DANKE!

  • sophie sagt:

    Ohne Vorhänge wirkt eine Wohnung kalt. Und am Abend haben sie eine schwarze Wand ! Teppiche ok aber nicht mit Hund ! Sonst jeden Tag Staubsaugen.

  • Denise Kaufmann sagt:

    Ich gebe meine Bücher weiter, sobald ich sie gelesen habe, denn dafür sind sie m.E. da. Bücher gehören gelesen, nicht versorgt und ausgestellt. Alles andere im Beitrag würde ich so unterschreiben.

  • Méthode Champenoise sagt:

    Blumen gehören in den Garten, und Staubfänger wie Bücher und Teppiche ins Museum. Über den Rest kann man reden, aber eigentlich ist Geschmack etwas indviduelles, und es gibt nichts wie „jede Wohnung braucht…“.

  • Monique Saulnier sagt:

    Zum Kapitel Bücher finde ich auch, dass sie eine Wohnung beleben. Im 70sten Lebensjahr aber, bin ich froh, dass ich bereits vor acht Jahren 3/5 meiner Bücher weggegeben oder entsorgt habe. Meine wichtigsten Lebensbegleiter habe ich natürlich behalten. Es gibt Leute in 5-Zimmer-Wohnungen, welche in jedem Raum mindestens zwei Wände mit Büchern gefüllt haben. Da bekomme ich das Gefühl, zu ersticken.
    Was Musik anbelangt, sind wir uns einig. Gehöre zur Generation, welche heute noch LPs kauft und wie schon in den 60ern gemeinsam mit Freunden konzentriert und schweigend Musik hört.
    Mein Hobby: Gäste mit meiner Lieblingsmusik (von Mozart bis Rolling Stones) zu nerven. Sie nehmen ’s gelassen oder sind gar dankbar für Entdeckungen.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Nur unwesentlich jünger als Sie habe ich meiner Lebtag nie ein Buch weggeworfen. Das käme mir vor, wie wenn ich Stücklein von mir selbst wegwerfen würde. Inzwischen ist es eine stattliche, vierstellige Anzahl von Werken geworden, an denen ich hänge. Die stehen nicht in jedem Raum, sondern nur in einem: der Bibliothek. Übrigens: wenn ich Besucher kriege, gehen die immer zuerst in die Bibliothek. Auch jüngere und ganz junge Leute. Und sind dann kaum mehr rauszukriegen. Erstickungsgefühle sind noch nie aufgetreten. Hängt vielleicht davon ab, was in den Regalen steht.

  • Maike sagt:

    Vorhänge ? Unsere Wohnung ist vollkommen vorhangfrei. Aber das ist wohl auch etwas der Wohnsituation geschuldet. Niemand kann bei uns reinsehen.
    Was ich aber ganz wichtig finde, ist ein privater Rückzugsort. Eigenes Zimmer pro Person wäre natürlich super, aber natürlich nicht bei jeder Wohnung realisierbar. Eine Ecke aber vermutlich schon.

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