Einrichtungskonzept: prallvoll

Kleine Räume werden nicht grösser, wenn man sie leer lässt. Aber wenn man sie füllt, bieten sie wenigstens viel Platz zum Wohnen.

Wohnzimmer oder Schlafzimmer?

Beides! Das hat man in diesem kleinen Zimmer mit der vollen, aber gemütlichen Einrichtung geschafft. Das Sideboard vermittelt Wohnlichkeit, das Sofa ist zugleich Bett – oder umgekehrt. Und als Stuhl, Nachttisch und Miniregal dient die kleine Trittleiter von Ikea – ein Allzweckmöbelstück, dem ich hier mal einen Artikel in der Serie Kultmöbel gewidmet habe. (Bild über: VM Designblogg)

Territorium abgesteckt!

Ganz nach dem Motto « Wenn schon, denn schon» breitet sich in diesem Schlafzimmer ein Bett mit Himmelbettgestell aus. Auf Englisch heissen Himmelbetten «Four Poster Bed», was sie eigentlich besser beschreibt. Denn sie haben nicht zwingend einen Himmel oder einen Vorhang, sondern vier Pfosten, welche Höhe und Dominanz markieren. Bei diesem Bett sind sie verbunden und bilden so einen Rahmen rund ums Bett. Um das zu unterstützen, sind die Wände bis zur Höhe dieses Rahmens farbig gestrichen. Zudem gibt es Leuchter, üppige bodenlange Vorhänge und viele Spiegel. (Bild über: Daily Dream Decor

Im Hintergrund

Es hat immer Platz für das Wunschmöbel – man muss ihn bloss finden. Hier steht ein Regal ganz keck hinter dem aufklappbaren Esstisch. Das sorgt nicht nur für viel Stauraum, sondern auch für stilvolle Wohnlichkeit. (Bild über: Honestly WTF

Königlich ausstaffiert

Auch aus dem kleinstem Raum lässt sich viel rausholen. Kleiden Sie ihn voll ein, mit Regalen, Wandbekleidungen, grossen Teppichen und (fast) raumfüllenden Polstergruppen. Dass dabei auch noch ein Arbeitsplatz mit Aussicht entstehen kann, beweist dieses Beispiel vom Blog Katie Considers

Von Wand zu Wand

In einem ganz anderen Stil and auch füllend von einer Wand zur andern wurde hier ein Wohnzimmer eingerichtet. Und es sieht toll aus. Nicht zuletzt durch das gekonnte Finishing mit Teppich, Vorhängen, Kissen, Decken und Fellen. Auch die Kerzen und die Pflanzen fehlen nicht. (Bild über: Alexander White)

Stauraum ohne Stau

Auch bei kleinem Grundriss kann es trotzdem Platz für Regale und anderen Stauraum haben. Bauen Sie ein Regal rund um das Fenster und nutzen Sie den Unterbau eines Sitzplatzes oder Bettes, um Dinge zu verstauen. Das geht attraktiv mit Klapptüren oder Schubladen. (Bild über: VM Designblogg)

Blaues Wunder

Lust auf Farbe, Bequemlichkeit, Fundstücke, Eleganz – aber keine Villa und nicht einmal einen grossen Raum? Dann schaffen Sie sich Ihre kleine Welt ganz gross im Kleinen. Wie charmant das wirken kann, zeigt dieses Beispiel vom Blog SF Girl

Einmal erste Klasse in der Küche

Dieser kleine Tisch mit edel wirkenden Holzstühlen, der kleinen Bank und den Kissen und Polstern ist so einladend und romantisch, dass ich das am liebsten gleich umsetzen möchte. Schauen Sie auf dem Blog At Home with Ashley nach, wie Ashley diesen Platz in der kleinen Küche gestaltet hat. Sehr chic sind auch die beiden Wandleuchten darüber.

Grosse Tafel in der Ecke

Auch im kleinsten Esszimmer kann eine Tafel mit Platz für viele Gäste entstehen. Das geht mit rundem Tisch, einer Eckbank und Stühlen. (Bild über: Apartment Therapy

Ziemlich anstossend

Dieses Bett füllt den Raum vom Boden bis zur Decke und von einem Raumende zum anderen. Auch wenn es überall anstösst, wirkt es einfach grossartig und stilvoll. Ein Spiegel vergrössert optisch und reflektiert das Licht. (Bild über: Haute Boheme

Ein Raum – ein Möbel

Ohne grosses Trara füllt auch hier ein Bett den ganzen Raum. Der einzige Platz, der für anderes bleibt, ist eine schmale Ecke für eine filigrane Stehleuchte, der Fenstersims für Pflanzen und Bücher und ein schmales Regal an der Wand. Aber viel mehr braucht man ja nicht, um gemütlich zu schlafen! (Bild über: Reveny)

Credits: 

Blogs und Magazine: Haute BohemeApartment TherapyAt Home with AshleySF GirlVM Designblogg, Katie ConsidersHonestly WTFDaily Dream Decor 
Immobilienagenturen: RevenyAlexander White

6 Kommentare zu «Einrichtungskonzept: prallvoll»

  • Mary Berner sagt:

    Alles sehr hübsch. Es gibt allerdings eine Voraussetzung, die für alle gezeigten Bilder gilt: Die kleinen Räume müssen hoch sein. Sonst funktioniert das leider nicht.

  • ri kauf sagt:

    sehr gute ideen! man muss nur ein bisschen mutig sein. viele leute wissen wirklich nicht, was man aus einem raum alles machen kann!

  • Beata Willbury sagt:

    Danke für die gute Auswahl. Da war doch grad mal etwas für mich dabei. „Königlich ausstaffiert“ von Katie considers ist so ziemlich mein Geschmack. Finde es grossartig, wie man hier einen Raum in eine absolut elegante Galaxie katapultieren kann. Ich bin etwas erschöpft von den monochromen durcheinandergewirbelten hippiesken etwas unordentlichen und doch immer gleichen Wohnbildern aus pathologischer Angst vor Biederkeit. Lets go back to utter elegance and class. Oder bitte wenigstens immer auch ein Bild dabei haben, das die zeitlose Eleganz bedient und nicht einfach immer nur verkrampften Zeitgeist. Ich weiss ich bin eine absolute Minderheit mit dieser Vorliebe, aber ich liebe die europäische und eigentlich v.a. the utterly English Elegance am besten noch mit einem Touch British Empire.

  • Shekina Niko sagt:

    Diese Ideen sind ermutigend, danke dafür! Gerade wenn man von einer grossen in eine kleinere Wohnung umzieht (das steht hier demnächst an) kann man seine Lieblingsstücke trotzdem unterbringen…

  • Bufi sagt:

    Ich hoffe, dass sich diesen Beitrag ganz viele Leser mit kleinen Räumen zu Herzen nehmen! Ganz tolle Ideen! Grösse hat eben nicht zwingend immer was mit Grösse zu tun. Think big! Auf dem Bild „von Wand zu Wand“ hätte ich sogar noch etwas an die Wand gehängt. Z.b. Einen schönen handgeknüpften Wandteppich.

    • tststs sagt:

      Hmmm, ich bin hin- und hergerissen. Die meisten hier abgebildeten Räume sind nämlich nicht „klein“, sondern primär „schmal“.
      Was IMHO die meisten der hier gezeigten Räume so „gross“ macht, ist die hohe Decke (und der günstige Winkel beim Fotografieren ;-) )

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