Alles auf einmal

Praktisch, gemütlich, einfach und fein: Gerichte, bei denen man alles miteinander kocht.

1 — Poulet français 

Wie wärs mit einem gemütlichen französischen Poulet aus dem Schmortopf? (Bild über: Taste)

Zutaten:

Zubereitung:

1 kg Pouletschenkel, Ober- und Unterschenkel mit Haut

3 Schalotten, gehackt

1 Selleriestange, gehackt

150 g Speckwürfeli

400 g Kartoffeln 

400 g Rüebli

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

Olivenöl

Salz und Pfeffer

etwas Mehl

1 Handvoll Thymian

1 EL Dijonsenf

1 dl Hühnerbouillon

2 EL Cognac

1 dl Weisswein

1,5 dl Rahm

Geben Sie Olivenöl in eine Gusseisenpfanne. Erhitzen, die Speckwürfeli anbraten und herausnehmen. Die Pouletschenkel abtrocknen und mit Salz und Pfeffer würzen. In Portionen im gleichen Öl rundum anbraten, herausnehmen. Kartoffeln und Rüebli schälen, in grosse Stücke schneiden, rundum anbraten und anschliessend herausnehmen. Dann die Schalotten und den Sellerie anbraten, den Knoblauch und den Thymian beigeben. Alles gut andünsten, etwas Mehl unterrühren und nochmals gut andünsten. Nun den Cognac beigeben, gut rühren und den Alkohol verdampfen lassen. Den Senf einrühren. Dann den Wein und die Bouillon beigeben und etwas einköcheln lassen. Nun geben Sie die Pouletschenkel, den Speck, die Kartoffeln und die Rüebli zurück in die Pfanne und lassen alles etwa 35 Minuten schmoren. 5 Minuten vor Schluss den Rahm einrühren. Mit frischem Thymian darüber servieren. 

2 — Poulet mit Orzo

Ein bisschen griechisch tut gut! Besonders mitten im Winter – wenn wir uns nach Farbe und mediterranem Geschmack sehnen. (Bild über: Half Baked Harvest)

Zutaten:

Zubereitung:

1 kg Poulet ohne Haut und Knochen und in grosse Stücke geschnitten

1 KL abgeriebene Zitronenschale

1 EL Zitronensaft

1 Schalotte, gehackt

2 Knoblauchzehen, gehackt

1 Peperoncino, gehackt

1 Bund Oregano, gehackt

2 Peperoni, in Streifen geschnitten

400 g Tomaten, in Stücke geschnitten oder 1 Dose gehackte Tomaten

600 g Orzo (kleine, reisförmige Pasta)

Salz und Pfeffer

Olivenöl

7 dl Wasser

Trocknen Sie die Pouletstücke und würzen Sie sie mit Salz und Pfeffer. Geben Sie Olivenöl in eine Pfanne und braten Sie die Pouletstücke rundum gut an, bis sie golden und knusprig sind. Mischen Sie die Zitronenschale und den Oregano unter und legen Sie die Pouletstücke zur Seite. Nun geben Sie etwas mehr Olivenöl in die Pfanne und dünsten die Schalotten an. Dann geben Sie den Knoblauch und den Peperoncino bei. Sobald diese duften, auch die Peperonistreifen beigeben und gut andünsten. Die Tomaten beigeben, mit etwas Salz würzen. Die Orzo-Pasta unterrühren, gut vermischen und dann das Wasser dazugiessen. Die Pasta so lange kochen, bis sie gar ist. Mehrmals rühren. Eventuell etwas mehr Wasser hinzufügen. Nun geben Sie das Poulet zurück in die Pfanne und erwärmen alles gut. Den Zitronensaft darüberträufeln und alles mit zerbröseltem Fetakäse darüber servieren. 

3 — Rindfleisch mit Kartoffeln 

Dieses Gericht habe ich erst kürzlich nach einem Rezept von Tessa Kiros gekocht. Ich habe es ein bisschen adaptiert, und es schmeckte vorzüglich. Und es gab sehr wenig Arbeit! (Bild: MKN)

Zutaten:

Zubereitung:

1 kg Rindsvoressen aus guter Herkunft

1 kg gute Kartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten

6 Schalotten, gehackt

500 g Tomaten, in Stücke geschnitten

3 gehäufte KL Kreuzkümmel-samen

1 Bund glatte Petersilie, gehackt

3 EL Butter

6 EL Olivenöl

Salz und Pfeffer

1 dl Bouillon

Mischen Sie das Rindfleisch, die Kartoffeln und die Schalotten mit Salz und Pfeffer, dem Kreuzkümmel und dem Olivenöl. Geben Sie alles in eine grosse Gusseisenpfanne und vermischen Sie es mit der Hand. Geben Sie die Petersilie dazu und legen Sie die Tomaten darauf. Verteilen Sie die Butter und giessen Sie etwas Bouillon rund um den Pfannenrand. Zudecken und im 180 Grad heissen Backofen etwa 2-3 Stunden schmoren – bis das Fleisch fast auseinanderfällt und die Kartoffeln gar sind. 

Das ursprüngliche Rezept geht in einer grossen Ofenform mit Folie bedeckt. Nach 2 Std. nimmt man die Folie weg und bäckt alles nochmals 45 Minuten bei 220 Grad. Bei mir wurde das Fleisch nicht weich, also habe ich alles in den Schmortopf gegeben und nochmals eine Stunde auf dem Herd geschmort. Es war fantastisch. Das nächste Mal aber mache ich es von Anfang an im Schmortopf.

sweet home

4 — Orzo mit Gemüse

Pasta mit Gemüse gekocht, ist ein Gedicht von einem Gericht. (Bild über: Smittenkitchen)

Zutaten:

Zubereitung:

500 g Orzo (kleine Pasta, die wie Reis aussieht) 

1 Aubergine, in Würfeli geschnitten

2 Tomaten in Würfel geschnitten

2 Rüebli, in Würfel geschnitten

1 Selleriestange, klein geschnitten

1 Lauch, in Ringli geschnitten

Fetakäse

150 g Pecorino, gerieben

Salz, Pfeffer

1 dl Weisswein

ein wenig Bouillon

Olivenöl

1 Knoblauchzehe, zerquetscht

Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben, den Knoblauch hinzufügen und erhitzen. Wenn der Knoblauch zu duften beginnt, herausnehmen und die Gemüsewürfel anbraten. Die Orzo beigeben. Weisswein darübergiessen und ein wenig Bouillon beigeben, einköcheln lassen. Ca. 7 dl Wasser dazugiessen und alles so lange kochen, bis die Pasta gar und cremig ist. Eventuell etwas mehr Wasser dazugiessen. Nach Lust kurz vor Schluss einige Oliven dazugeben. Mit zerbröseltem Fetakäse darüber servieren. 

5 — Poulet mit Peperoni und Feta

Nichts einfacher als das: Alles auf einem grossen Blech verteilen und in den Ofen schieben! (Bild über: Every Last Bite)
Und so gehts:
Schneiden Sie Peperoni in Stücke. Legen Sie die Peperoni, die Pouletbrüstchen, Tomaten, Oliven und nach Geschmack einige Zitronenschnitze auf ein grosses Blech. Mischen Sie alles mit Salz, Pfeffer, gehacktem Knoblauch und Olivenöl. Geben Sie ein halbes Glas Weisswein darüber und mischen Sie gehackte Kräuter wie Oregano, Thymian und Petersilie darunter. Im 200 Grad heissen Backofen etwa 40 Minuten rösten, bis alles gar ist. 5 Min. vor Schluss einige Fetawürfel darüber verteilen. 
Credits: 

Bilder über Foodblogs:  Every Last BiteSmittenkitchenHalf Baked HarvestTaste

 

22 Kommentare zu «Alles auf einmal»

  • Arne Warns sagt:

    Ein schöner Beitrag, hab richtig Appetit bekommen! Aber bitte nicht den Fehler machen und wie hier empfohlen Olivenöl verwenden. Die meisten Olivenöle sind nicht hitzefest. Bei Überhitzung entstehen teilweise giftige Stoffe. Tipps dazu sind auf https://www.kochen-essen-wohnen.de/gusseisen-pfannen-le-creuset-skeppshult.html#Tipps_zum_richtigen_Braten zu finden.

  • LGL sagt:

    Seit einiger Zeit kann ich die Rezepte weder ausdrucken noch den link mailen. Woran kann das liegen?

  • Jens Egger sagt:

    Hervorragend, super!! Einfach und gut, was will man mehr? Koche seit Jahren in dieser Richtung ohne Schicki-Micki Designpräsentation..
    Die Leute haben’s endlich entdeckt! Nicht ohne Grund schliessen jährlich etliche Michelin und andere Sternelokale..

    Kleiner Typ: Anstatt Rahm (reines, tierisches Fett!) koche ich schon vielen Jahren mit Ersatzprodukten (gibt verschiedene Fabrikate) Konsistenz-Geschmack-Farbe zum Kochen nicht zu unterscheiden. (Nur zum Kochen!) Ein ZH-Geschnetzeltes hat so nur noch 1/4 der Kalorien.

  • Albrecht Friedrich sagt:

    Guten Morgen!
    Wie eigentlich immer sind die Rezepte hervorragend.

    Bei Rezept 3 — Rindfleisch mit Kartoffeln stolperte ich über die Mengenangabe für die Petersilie.
    1 Pfund erscheint mir etwas viel – sollte da evtl. 1 Bund stehen?

    Mit Gruß
    Albrecht Friedrich

  • Beat Wagner sagt:

    Zum Rezept 4: 500 g Orzo sind viel zu viel, das reicht für acht bis zehn Esser/innen. Smittenkitchen gibt für vier Personen 8 oz = 225 g Orzo an, das reicht völlig. Die Angabe „Gemüsewürfel anbraten“ ist zudem irreführend: die Kochzeiten für Gemüse und Orzo sind so unterschiedlich, dass das Gemüse gegart werden sollte, bevor der Orzo beigegeben wird.

  • Georg Auss sagt:

    Fantastische Rezepte! Ich habe am Freitag Poulet mit Orzo und am Sonntag Rindfleisch mit Kartoffeln probiert. Super einfach und himmlisch! Beim Rindfleisch habe ich noch ein paar Kräuter (Oregano, Thymian, Rosmarin) reingetan und alles genau 3 Stunden geschmort. Vielen Dank, Frau Kohler, auch ihre anderen Blogs sind Klasse!

  • Claudia Brüllmann sagt:

    Orzo ist sicher lecker, aber nicht ohne Weizen erhältlich. Da müssen Weizenempfindliche wie ich wohl auf echten Reis umstellen. Poulet français: 35 Min. sind sehr knapp. Ansonsten sind die Kochtipps wie immer appetitanregend!

    • adam gretener sagt:

      Wenn man Kinder hat kann man diese in der Freizeit dazu verknurren, dass sie aus glutenfreien Speghettis eben glutenfreie Orzos schnitzen müssen. Als Lebensschule quasi.

  • Ma Brügger sagt:

    Mein persönlicher Winter-Heuler ist das Szegediner Gulasch: Ragout vom Schwein, Kartoffeln, Sauerkraut, viel edelsüsses Paprika, wenige Lorbeerblätter, mit Nelken gespickte Zwiebeln. Lange köcheln lassen und vor den servieren einige Löffel Sauerrahm unterziehen. Geniessen.

  • adam gretener sagt:

    Das Rezept 3 Rindfleisch mit Kartoffeln schmeckt bestimmt gut. Nur für 1 Kg Fleisch würde ich nicht mal den Herd anmachen, das lohnt sich doch kaum. Nach dem Schmorvorgang bleiben dann vielleicht noch zwei/drei gute Portionen übrig. Da fahre ich dann lieber anständiges Geschütz auf, dann kommt die Kinderbadewanne auf den Herd mit Knochen und Markbeinen mit geschmort. Also Knochen vom Rind, nicht vom Kind. Und die Kartoffeln hätte ich lieber separat gekocht.

    • Marusca sagt:

      Big Maul und irgendwie makaber, wie immer.

      • adam gretener sagt:

        Sonst wird es mir noch öd mit all den sehr lieben, sehr netten und sehr verständnisvollen Kommentaren hier.

        Wir können gerne wieder mal das Verhältnis zwischen Poulet und Bierbüchse besprechen oder die vielseitige Nützlichkeit eines Geschirrspülers mal wieder würdigen.

  • Esther sagt:

    Fleisch vs. Vegi: 5:1

    • Anna sagt:

      Genau das habe ich gerade gedacht. Leider immer wieder und zu oft Fleisch Rezepte

      • Lotti sagt:

        Oh, ihr Vegi….mir andere händ halt s Fleisch gärn. Könnt ihr nicht einfach ohne Fleisch fröhlich kochen ohne uns mit euren ewig gleichen, langweiligen Sprüchen belehren zu wollen.

        • Nora sagt:

          Genuss vor Gewissen, so läufts halt bei einigen…und dann nicht ertragen, wenn‘s jemand anspricht… schade, Sie verpassen viel!

          • Sabine sagt:

            Weshalb nicht einfach das Fleisch weglassen oder durch etwas anderes ersetzen? So mache ich es, ist imfall nicht so eine Hexerei… Ich muss das dann auch nicht jedes Mal kommentieren, da ich nicht fleischlos koche, um mich als guter Mensch zu präsentieren, sondern weil ich es als richtig erachte (auch für mich im stillen Kämmerlein…).

  • Klima sagt:

    Tomaten, Auberginen und Peperoni sind auch total Saison jetzt!

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Sehr schöne Rezepte.
    Zum Poulet français : 35 Minuten scheinen etwas knapp bemessen.
    Zum Rind: Rind ist nach zwei Stunden hart und beginnt nach drei Stunden weich zu werden, bitte immer in reichlich Flüssigkeit, sonst wird es trocken. Ich koche sehr gerne mit Wein, manchmal kommt auch etwas ins Essen.

    • M. Messner sagt:

      Lieber Herr Failenschmid
      Was verwenden Sie denn für Rindfleisch!? Ich koche seit über 30 Jahren und spätestens nach 90-105 Min. ist mein Rind butterweich.

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