Heute ist alles Wurst

Gute Würste sind Kunsthandwerke der Metzger. Man kann mit ihnen viel Köstliches, Günstiges und Währschaftes zaubern.

1 — Wurst und Pasta

Eine deftige, gute Mahlzeit für kalte, dunkle Abende zu Hause. (Bild: Girl gone Gourmet)

Zutaten:

Zubereitung:

400 g Penne rigate

2 Schüblig, in Rädchen geschnitten

1 Knoblauchzehe, gehackt

1 Schalotte, gehackt

1 EL Estragon, gehackt

1 EL Rosmarin, gehackt

½ Peperoncino, gehackt

2 EL Dijonsenf

1 dl Weisswein

etwas Bouillon

2 dl Rahm

Salz und Pfeffer

Olivenöl

3 EL flache Petersilie, gehackt

Kochen Sie die Pasta gemäss Packungsangabe. Braten Sie die Schübligringli beidseitig goldbraun an und stellen Sie sie warm. In dieselbe Pfanne geben Sie ein wenig Olivenöl, braten Sie darin die Schalotten an. Geben Sie alle Kräuter, den Knoblauch und Peperoncino bei. Wenn diese duften, den Senf unterrühren und den Weisswein dazugiessen. Aufkochen und etwas Bouillon beigeben. Einköcheln lassen und anschliessend den Rahm untermischen. Geben Sie nun die Penne bei und mischen Sie alles gut durch. Mit den warmen Wurstringli und gehackter Petersilie darüber servieren.

2 — Wurst-Peperoni-Gulasch

Ein Eintopf geht auch mit Würsten – und das erst noch viel schneller. (Bild über: 101 Eatwell)

Zutaten:

Zubereitung:

4 Schalotten, geviertelt

4 Schweinsbratwürste, in Ringe geschnitten

1 Chorizowurst, in Scheiben

2 Knoblauchzehen, gehackt

1 Peperoncino, gehackt

je 1 grüner, roter und gelber Peperoni

1 Dose gehackte Tomaten

1 Glas Rotweinbouillon

Petersilie, gehackt

Braten Sie die geviertelten Schalotten in Olivenöl an. Geben Sie die gehackten Knoblauchzehen und den gehackten Peperoncino dazu und braten Sie diese sanft an. Anschliessend geben Sie eine in Scheiben geschnittene Chorizowurst und die Bratwurstringe bei und braten diese ebenfalls sanft an. Fügen Sie dann die in Streifen geschnittenen Peperoni bei. Alles gut erwärmen und den Rotwein darübergiessen. Etwas Bouillon beigeben und einköcheln lassen. Die Tomaten beigeben. Köcheln Sie alles, bis die Sauce dicklich wird. Servieren Sie das Fleisch mit viel gehackter Petersilie zu Reis, Bratkartoffeln oder einfach gutem Brot.

3 — Scharfe Hotdogs

Diese Hotdogs haben ziemlich viel Pfiff! (Bild: The Wicked Noodle)

Zutaten:

Zubereitung:

8 Hotdogbrötchen

8 Würstchen, zum Beispiel Wienerli

1 rote Zwiebel, gehackt

2 grüne Peperoncini, gehackt

8 Scheiben Käse wie Emmentaler oder Gruyère

1 Packung Feta, zerbröselt

Salz und Pfeffer

Senf und Mayonnaise nach Belieben

Kochen Sie die Würstchen und wärmen Sie die Brötchen im Backofen auf. Am besten wickeln Sie sie in Alufolie, damit sie schön weich werden. Fügen Sie die Hotdogs zusammen. Schneiden Sie dafür die Brötchen schmetterlingsförmig auf und legen je 1 Würstchen hinein. Geben Sie Senf und Mayonnaise darüber, auch Ketchup geht. Nun legen Sie die Käsescheiben darauf und geben alles auf einem Backblech unter den heissen Grill im Backofen, bis der Käse schmilzt. Danach die Zwiebeln, den Peperoncino und den Fetakäse darüber verteilen.

 

4 — Bangers, Mash und Gravy

Unser typisch englisches Sonntagsgericht sind Würstchen mit Kartoffelstock, viel Sauce und quietschgrüne Erbsli. (Bild: Recipe Tin Eats)

Zutaten:

Zubereitung:

1 kg Kartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten

1 l Bouillon

100 g Butter

1 dl Rahm

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Öl

4 Bratwüste

5 Schalotten, in Ringe geschnitten

1 dl Rotwein

1 dl Bouillon

1 EL Mehl

1 EL Tomatenpaste

Salz und Pfeffer

1 Handvoll Kräuter nach Geschmack (z. B. Schnittlauch, Petersilie oder Thymian)

Kochen Sie die Kartoffeln in der Bouillon weich. Dann schütten Sie die Bouillon ab. In einer anderen Pfanne erhitzen Sie den Rahm oder die Milch mit 80 g Butter. Zerstampfen Sie die weichen Kartoffeln und giessen Sie die Buttermischung darüber. Gut vermischen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen, anschliessend warm stellen. In der Zwischenzeit klemmen Sie die Bratwürste jeweils in der Mitte ab, schneiden sie durch und machen so aus einer Wurst je zwei kleinere Würste. Braten Sie die Würste in ein wenig Öl rundum goldbraun an, warm stellen. Giessen Sie das gesamte Fett ab. Geben Sie die Butter in die Pfanne und braten darin die Schalotten an, ein wenig Mehl darübergeben und mit dem Wein ablöschen. Einköcheln lassen, Tomatenpüree beigeben und gut durchmischen. Die Bouillon dazugiessen und nochmals alles ein wenig einköcheln lassen. Die Würstchen wieder dazugeben. Die Würstchen mit der Sauce über dem Kartoffelstampf anrichten. Die Kräuter darübergeben. Dazu passen grüne Erbsen. Kaufen Sie tiefgekühlte Erbsen, geben Sie ca. 20 g Butter in eine Pfanne und einen Esslöffel Mehl dazu. Giessen Sie 1 dl Bouillon darüber. Geben Sie die Erbsen bei und köcheln diese ca. 10 Minuten. Servieren.

5 — Reispfanne mit Chorizo

Scharf, nahrhaft und köstlich – kochen Sie die Wurst mit Peperoni, Tomaten und Reis zu einem herrlichen Pfannengericht. (Bild: Life Made Simple)

Zutaten:

Zubereitung:

Olivenöl

400 g Chorizo, in Scheiben geschnitten

2 Schalotten, gehackt

2 Selleriestangen, gehackt

je 1 rote, grüne und gelbe Peperoni, in Streifen geschnitten

1 Dose gehackte Tomaten

1 EL Paprika

1 EL Thymianblättchen

2 Peperoncini, gehackt

2 Knoblauchzehen, gehackt

300 g langkörniger Reis

3 dl Bouillon

Petersilie, gehackt

Braten Sie die Wurst in Olivenöl an, bis sich das Öl aus der Chorizowurst löst und alles ein wenig knusprig wird. Dann geben Sie die Schalotten, den Sellerie und die Peperoni bei und dünsten diese etwa 8 Minuten an. Nun geben Sie die Gewürze bei, den Paprika, die Peperoncini, den Knoblauch und den Thymian. Geben Sie die Tomaten und die Bouillon bei und rühren Sie den Reis ein. Gut vermischen, zudecken und auf kleinem Feuer etwa 20 Minuten bzw. so lange kochen, bis der Reis alle Flüssigkeit aufgesogen hat und gar ist. Mit gehackter Petersilie servieren. 

Credits: 

Bilder über Foodblogs: Life Made SimpleRecipe Tin EatsThe Wicked Noodle101 EatwellGirl gone Gourmet

29 Kommentare zu «Heute ist alles Wurst»

  • Finoggel sagt:

    Sehr interessante Rezepte, vor allem das erste gefällt mir und das Menu mit den Bangers gibts bei mir oft, nicht nur Sonntags.
    Es ist das einzige dieser Rezepte ohne Peperoncino. Frau Kohler, Sie sind wirklich süchtig danach, oder? :)

    • Charly Berger sagt:

      Hoppla Finoggel! Warum so deftig Frau Kohler an den Karren fahren? Wer keine Peperoncinis mag, kann die ja lang und schlapp weglassen. Oder etwa nicht? Ich mag sie, wie viele Gourmets (Minu) auch. Trotzdem e guete allersits..

    • Ach, die können Sie auch jeweils weglassen ;-) ich finde sie geben solch einfachen Alltagrezepten oft das gewisse Etwas. Übrigens hat mir eine Italienerin beim Einkaufen mal gesagt, dass sie gerne fein gehackte rohe Peperoncini in den Salat tut. Ich habe es noch nicht probiert, aber klingt interessant!

      • Finoggel sagt:

        Vielen Dank, Frau Kohler, für Ihren Experten-Tipp. Dann werde ich also diese und die anderen – übrigens immer wieder – gluschtigen Rezepte ausprobieren, einfach ganz ohne dieses Zeugs :)
        @Charly Berger: Sind sind auch so ein Peperoncino-Afficionado? Wems gefällt… Mein Magen verträgt das halt eben einfach nicht.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Diese in den Kommentaren wieder anzutreffende flächendeckende Ignoranz dem völlig unnötigen massiven Tierleid gegenüber ist einer Gesellschaft nicht würdig, die von sich behauptet zivilisiert zu sein. Der Mensch hat kein Recht, Tiere für seine Zwecke auszubeuten und zu ermorden.

    • Andreas Leupin sagt:

      Herr Niederer,
      lassen Sie doch den anderen ihre Wurst, so wie diese Ihnen Ihre Meinung lassen…

    • Christoph Bögli sagt:

      Bei aller Sympathie für Ihr Anliegen, aber das Postulierte ist unsinnig, weil „Recht“ nur ein axiomatisches Konstrukt ist. Es gibt kein Recht auf irgendwas per se, Recht ist lediglich etwas, das in der menschlichen Vorstellung existiert und vom Menschen selbst a priori definiert wird. Es gibt darum auch keine Menschenrechte, wir können uns diese lediglich selbst verleihen, wenn wir denn wollen. Das Gleiche trifft erst recht auf Tierrecht zu, auch das ist einzig ein menschliches Konstrukt. Wir haben also genau so viel Recht, wie wir uns selbst zugestehen..

  • Michael sagt:

    Scharfer Senf, Brot und ein kühles Bier – das sind die besten Beilagen für eine Bratwurst. Mehr braucht es nicht.

    • Claudia sagt:

      Genau. Zu einer Bratwurst gehört Senf. Nur die St. Galler wollen das einfach nicht verstehen….

      • Henriette sagt:

        Kürzlich ass ich erstmals eine Bratwurst am Bellevue im Sternen. Meine Mitesser, alles Stammgäste, schauten gebannt zu, wie ich meine Wurst in den Senf stippte und abbiss….. der Senf dort ist eher scharf, herrlich….

      • Berner sagt:

        Tatsächlich würde es mir Berner nie in den Sinn kommen, eine Kalbsbratwurst mit Senf zu essen! Wieso bei all den Gelegenheiten, beim Grill mit Sternen, beim Match, auf der hundskommunen Gaststuben-Karte, beim „Food truck“, etc. nicht wenigstens Ketchup als Alternative angeboten wird, will mir nicht in den Kopf… Also ich ess das Zeugs nicht mit Senf, dann noch lieber ganz unbeschmutzt.

    • Peter Hedinger sagt:

      Wollte grad in die gleiche Richtung, ahem, meinen Senf dazu geben. Wahlweise darf’s auch eine Cervelat sein, und ein Stück Emmentaler gehört schon auch noch dazu.

  • David Graf sagt:

    Ich will das alles essen – jetzt grad sofort! Danke!

  • The Frenchie Kitchen Club sagt:

    einfach selber wursten wenn man nach wie vor bedenken hat. so weiss man was drin ist. den darm bekommt man beim metzger.

    spritzbeutel mit tülle verwenden, funktioniert wunderbar, wenn man das ganze equipement nicht daheim zur verfügung hat.

  • yves sagt:

    Bangers, Mash und Gravy. I like. Very much. Leider die Tochter nicht.

  • Vreni Heimer sagt:

    Das sieht alles sehr glutschig aus ! Aber ich esse keine wurstwaren, jetzt weiss man wievieles drinn ist an zusätzlichen stoffen und also ungesund. Lieber nur 3x pro Woche Fleisch als Bratwurst oder Schüblig usw. die anderen Tage.

    • Tanja sagt:

      Die alten Vorurteile….
      Vielleicht einfach mal auf Qualität setzen, statt die Würste beim Grossverteiler/Discounter kaufen?

      • tina sagt:

        das kein vorurteil, es stimmt, was vreni schreibt: in würsten hat es eine menge ungesundes. tatsache ist aber eben: würste ohne nitritpökelsalz und ohne fett sind bäh. aber ein leben ohne wurst ist eben auch bäh. bescheid wissen sollte man schon, beschönigen muss man es auch nicht. man kann ja bewusst wählen, wieviel von welchen dingen man sich gönnen/zumuten will. viele gute dinge sind nunmal nicht gesund, wahr ist das schon

    • yves sagt:

      Darf man ungesundes nicht essen?

    • Geert sagt:

      Super. Mehr Wurst für mich :-)
      Lieber 10 Jahre weniger lang leben als ein langweiliges, wurstloses Dahinsiechen.

      • Marcus Ballmer sagt:

        @Tanja: die Würste im Grossverteiler sind qualitativ genau gleich gut, wie diejenigen aus der Metzgerei. Die alten Vorurteile, dass Produkte aus der Migros oder dem Coop per se schlechter sein sollen….

        • Tanja sagt:

          Joa, ob Bell oder Fiercher Siesters oder Das Pure… alles das selbe.

        • Geert sagt:

          Herr Ballmer, Sie diskreditieren sich bereits dann selber, wenn Sie die Qualität von Coop und Migros gleichsetzen. Ausserdem gibts auch innerhalb des Coop (und Migros) Sortiments grosse Unterschiede. Vom Discounter reden wir jetzt mal nicht…

          • Marcus Ballmer sagt:

            Wie man sich selber verleumden (= diskreditieren) kann, müssen Sie noch erklären, Geert. Ausserdem haben Sie meinen Kommentar schlicht nicht verstanden.

      • Heidi Arn sagt:

        Obwohl ich wenig Fleisch und Wurst esse: You made my day :-)

      • Hanspeter Niederer sagt:

        „Lieber 10 Jahre weniger lang leben als ein langweiliges, wurstloses Dahinsiechen.“
        Da kommt in der Tat Mitleid auf mit einer solchen aktuellen Befindlichkeit.
        Haben Sie sich vielleicht schon einmal Videos aus Schlachthäusern, Schweineställen und Tiertransportern angeschaut? NICHTS, REIN GAR NICHTS rechtfertigt diesen Horror und dieses grauenhafte Leiden für diese wehrlosen unschuldigen Tiere.
        Wann endlich beginnen die Leute, ihre Gnadenlosigkeit gegenüber Tieren zu hinterfragen?

        • yves sagt:

          Hanspeter, wer Fleisch isst, ist in deinen Augen ein schlechter Mensch. Deine Welt ist aber sehr schwarz und weiss Differenzieren scheint nicht deine Stärke zu sein. Willst du vermutlich auch gar nicht. Wer Fleisch isst, ist schlecht. Punkt!

  • Birgitta sagt:

    Salat mit Wienerli
    Salat wie üblich zubereiten.
    (z.b grün, gemischt…..je nach Lust & Laune)
    Wienerli in ca. 2 cm dicke „rugeli“ schneiden & in einer Bratpfanne mit ein bisschen Öl gut anbraten. Zum Salat geben…e voilà. Super lecker & einfach

Kommentar

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